Die Information der Öffentlichkeit über tierschutzrelevante Themen sieht TASSO als ein gesellschaftspolitisches Ziel. Lesen Sie hier unsere Pressemeldungen.
Hattersheim, 10.05.2013 (profact) – Ab dem 1. Juli 2013 müssen alle Hundehalter in Niedersachen ihr Tier bei einem extra dafür geschaffenen Hunderegister (https://www.hunderegister-nds.de oder telefonisch) registrieren. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V., die Europas größtes Haustierzentralregister mit derzeit über 6,5 Millionen Eintragungen unterhält, befürchtet nun eine trügerische Sicherheit bei Hundebesitzern. Denn die Registrierung im niedersächsischen Hunderegister habe einen ganz anderen Zweck als den von TASSO verfolgten. „Die Registrierung bei uns dient der Rückvermittlung entlaufener Tiere“, erklärt Philip McCreight von TASSO. Eine Registrierung nach dem Niedersächsischen Hundegesetz dagegen diene lediglich der Identifizierung eines Hundes, der Ermittlung des Hundehalters und der Gewinnung von Erkenntnissen über die Gefährlichkeit von Hunden in Abhängigkeit von Rasse, Geschlecht und Alter. Würde ein Hund weglaufen, könne das dafür zuständige „Hunderegister Niedersachsen“ keinerlei Hilfestellung bieten.
McCreight empfiehlt niedersächsischen Hundehaltern deshalb dringend, ihr Tier zusätzlich bei TASSO registrieren zu lassen, um im Verlustfall eine Rückvermittlung möglich zu machen. „Unsere Angebote sind zudem grundsätzlich kostenlos, da wir uns ausschließlich durch Spenden finanzieren“, so der Tierschützer. „Dazu gehört auch, dass wir einen 24-Stunden-Service bieten und Halsbandplaketten sowie Suchplakate zur Verfügung stellen.“
Hattersheim, 30.04.2013 (profact) – Eigentlich gilt Dänemark als hundefreundliches Land. Seit drei Jahren allerdings entscheiden sich immer mehr urlaubsfreudige Hundebesitzer gegen unseren nördlichen Nachbarn. Besonders in den vergangenen Monaten ist die Zahl der Stornierungen drastisch gestiegen, so Experten. Grund sei die seit dem 1. Juli 2010 geltende Novellierung des Hundegesetzes, die die Zucht, Haltung und Einfuhr von 13 Hunderassen verbietet (siehe unten). Außerdem droht einem Hund die Todesstrafe, wenn er einen anderen Hund oder einen Menschen schwer verletzt. Darauf weisen die Tierschutzorganisationen TASSO e. V., Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V. (bmt) und VIER PFOTEN sowie der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) hin. Nach aktuellen Informationen des dänischen Tierschutzvereins „Fair Dog“ sind bereits rund 1400 Hunde dem Gesetz zum Opfer gefallen.
"Dänemark manövriert sich als Urlaubsland für Hundebesitzer immer mehr ins Abseits", sagt Mike Ruckelshaus, tierschutzpolitischer Sprecher von TASSO. "Tiere der verbotenen Kategorien, die nach dem 17. März 2010 angeschafft wurden, werden umgehend getötet", warnt Ruckelshaus. Dabei werde die Rassezugehörigkeit entgegen den Einwänden des dänischen Kennel Clubs „ohne kynologischen Sachverstand“ von dänischen Polizisten bestimmt, ergänzt Udo Kopernik vom VDH. "Hat ein Welpe oder Junghund Ähnlichkeit mit einer Rasse aus dem Index, bedeutet das für ihn Lebensgefahr." Der Fachmann appelliert deshalb an Besitzer von Mischlingen, bei der Einreise nach Dänemark unbedingt einen Herkunftsnachweis mitzuführen, beispielsweise vom Tierheim. "Daraus muss klar hervorgehen, und dass die Eltern des Hundes nicht zu den indizierten Rassen gehören, beziehungsweise, wenn ein Elternteil einer der verbotenen Rassen angehört, dass er vor dem 17. März 2010 angeschafft wurde." Im Gesetz werde allerdings nicht geregelt, in welcher Form der Nachweis zu erbringen sei, so Kopernik. Das Risiko reise deshalb immer mit.
Aber selbst friedliche und "gesetzeskonforme" Hunde befinden sich in Dänemark laut Birgitt Thiesmann von VIER PFOTEN in Lebensgefahr. Und zwar durch das dänische Feld- und Weggesetz von 1872 (mark- og vejloven). Es erlaubt Privatleuten, freilaufende Hunde und Katzen auf ihrem Grundstück zu erschießen. Zuvor müsse der Besitzer des Vierbeiners allerdings gewarnt werden, so Thiesmann. Ist dieser nicht bekannt, genüge auch eine Anzeige in der örtlichen Tageszeitung. Petra Zipp vom bmt: "Inzwischen entledigen sich beispielsweise Landwirte häufig durch pauschale Anzeigen ihrer individuellen Informationspflicht. Deutsche Hundebesitzer, die in Dänemark ihren Urlaub verbringen, erfahren normalerweise nichts von den Warnungen", sagt sie. "Es herrscht zwar ein Leinenzwang an den Stränden vom 1. April bis zum 30. September und in den Wäldern ganzjährig, an den sich aber viele nicht halten. Sollte ein Hund beim freien Herumlaufen auf ein Privatgrundstück gelangen, für das Warnungen veröffentlicht wurden, riskiert er somit sein Leben."
In Dänemark verbotene Rassen (Zucht, Haltung und Einfuhr):
Pitbull Terrier, Tosa Inu, Amerikanischer Staffordshire Terrier, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Amerikanische Bulldogge, Boerboel, Kangal, Zentralasiatischer Ovtcharka, Kaukasischer Ovtcharka, Südrussischer Ovtcharka, Tornjak und Sarplaninac.
Laut dem Dänischen Außenministerium gilt noch eine Ausnahmeregelung für Hunde der betreffenden Rassen, die vor dem 17. März 2010 angeschafft wurden. Sie dürfen weiterhin nach Dänemark mitgebracht werden, müssen auf Straßen, Wegen, Fußwegen und Plätzen aber an einer maximal 2 m langen Leine geführt werden. Der Hund muss auch einen sicher verschlossenen Maulkorb tragen. Diese Übergangsordnung gilt jedoch nicht für Pitbull Terrier und Tosa Inu, da diese bereits vor Inkrafttreten der neuen Regeln ab 1. Juli 2010 verboten waren.
Neues BGH-Urteil könnte Tierheime um Millionen entlasten
Hattersheim, 20.03.2013 (profact) – Seit dem 20. März 2013 ist das allgemeine Verbot der Hunde- und Katzenhaltung in Formularmietverträgen unwirksam, so ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH, Az VIII ZR 168/12). Bis dahin galt, dass nur die Kleintierhaltung in Mietwohnungen nicht verboten werden kann.
„Diese Entscheidung könnte die Tierheime um viele Millionen Euro jährlich entlasten“, erklärt Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e. V. „Denn dort warten Zehntausende herrenlose Hunde und Katzen oft Wochen, Monate oder sogar Jahre auf ein neues Zuhause. Die Unterbringung und Versorgung eines einzigen Tieres kostet unseren Berechnung nach durchschnittlich 15 Euro pro Tag.“ Der Tierschützer geht davon aus, dass sich jetzt viele Tierfreunde für die Anschaffung eines Hundes oder einer Katze entscheiden, denen dies bisher im Mietvertrag untersagt war. Tierheime seien dabei die beliebteste Anlaufstelle.
Der BGH argumentierte, dass es sich bei der Tierverbotsklausel in vorformulierten Mietverträgen um eine unwirksame allgemeine Geschäftsbedingung (AGB) handle. Da ein solch generelles Verbot ausnahmslos und ohne Rücksicht auf den Einzelfall und die Interessen des Mieters gelte, sei ein Mieter hierdurch unangemessen benachteiligt, so das Gericht. Als weiteren Grund für die Unwirksamkeit nannte das Gericht den Verstoß gegen mietrechtliche Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB), nach denen der Vermieter dem Mieter den Gebrauch der Mietsache gewähren muss. Ob die Hunde- und Katzenhaltung jedoch zum vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache gehöre, müsse im Einzelfall abgewogen werden und dürfe nicht pauschal verboten werden.
Das Gericht weist darauf hin, dass die Unwirksamkeit der Verbotsklausel jedoch nicht automatisch bedeute, dass die Hunde-und Katzenhaltung immer und ohne Einschränkungen erlaubt ist. In der Konsequenz müsse in jedem Einzelfall die gebotene Abwägung der Interessen von Vermieter und Mieter, der anderen Hausbewohner und Nachbarn erfolgen. Falle diese Abwägung zugunsten des Mieters aus, so müsse der Vermieter der Hunde- und Katzenhaltung zustimmen.
Hattersheim, 15.03.2013 (profact) - In dreckigen Verschlägen, in Osteuropa aber auch in Deutschland, werden zahllose Hündinnen auf engstem Raum gehalten. Zwei- oder dreimal pro Jahr bringen sie Nachwuchs auf die Welt. Alle Hunde erhalten nur das für das bloße Überleben Notwendige.
Die „Züchter“ verkaufen ihre Welpen bevorzugt über das Internet. Doch die von den Anbietern beschriebenen Maßnahmen wie fachgerechte Impfungen und Wurmkuren haben die Tiere nie erhalten. Ebenso wenig die wochenlange und für die gesunde soziale Entwicklung erforderliche Zuwendung des Muttertieres. Stattdessen werden sie noch halbblind in dunklen Kofferräumen durch Europa gekarrt. Mit gefälschten Papieren. Denn nur so sind die oft verlockend günstigen Preise überhaupt möglich.
Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. kämpft seit Jahren gegen die Machenschaften der skrupellosen Hundevermehrer. Das Wichtigste sei dabei die Aufklärung, so Philip McCreight von TASSO: „Wer bei der Anschaffung eines Hundes nur auf den günstigen Preis achtet, wird spätestens nach dem ersten teuren Tierarztbesuch seine Entscheidung bereuen.“ Hinzu käme, dass die meisten Vermehrer-Welpen zeitlebens Verhaltensstörungen zeigten.
Im soeben veröffentlichten „TASSO Report“-Video (www.tasso.net/TASSO-TV) berichten Experten über die Folgen des illegalen Welpenhandels. Zu Wort kommen die Tierärztinnen Dr. Anette Fach und Dr. Barbara Schöning zu den Themen Gesundheitsprobleme und Verhaltensstörungen der Welpen sowie Käthe Müller vom Retriever-Netzwerk, das sich seit Jahren um Muttertiere aus Vermehrerzuchten kümmert. „Dieser Report zeigt auch, dass Pseudo-Rassen wie Labradoodle nichts anderes sind als Mischlinge, mit denen Vermehrer den schnellen Euro machen wollen“, ergänzt McCreight.
Unser Foto zeigt Andrea Thümmel von TASSO (Mitte) mit Käthe (links) und Sandra Müller vom Retriever-Netzwerk sowie Kylan, eine gerettete Vermehrerhündin.
„Das Aus für Schönheit zu Lasten der Tiere!“
Hattersheim, 11.03.2013. Seit dem 11. März 2013 gilt das europaweite Verkaufsverbot von Kosmetikprodukten und deren Inhaltsstoffen, die im Tierversuch getestet wurden. Das Handelsverbot gilt auch für kosmetische Inhaltsstoffe und Rohstoffe, die außerhalb der Europäischen Union an Tieren getestet wurden. Damit ist die letzte Stufe der 7. Richtlinie zur Änderung der Kosmetik-Richtlinie (2003/15/EG) in Kraft getreten, die schrittweise das Ende der Tierversuche für Kosmetika in der EU regelte.
„Endlich gehören Kosmetik-Tierversuche in Europa der Vergangenheit an“, freut sich Mike Ruckelshaus, tierschutzpolitischer Sprecher von TASSO. „Dass nun in Europa keine Tiere mehr für Kosmetikprodukte leiden und sterben müssen, ist das Ergebnis eines jahrzehntelangen Einsatzes zahlreicher Tierschutzorganisationen, darunter auch TASSO, die gemeinsam für dieses Verbot gekämpft haben.“
Durch das EU-weite Vermarktungsverbot von im Tierversuch getesteter Kosmetika wird nach Ansicht der Tierschützer auch der Druck auf solche Länder erhöht, die noch immer Tierversuche für Kosmetik durchführen, da diese nun ihre Produkte nicht mehr auf dem europäischen Markt anbieten dürfen.
Gesetzliche Regelungen zur Katzenkastration gefordert
Hattersheim/Berlin, 1. März 2013 – Vertreter des Bündnis „Pro Katze“ haben gestern Nachmittag über 150.000 Unterschriften an den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Peter Bleser, übergeben. Mit der Aktion fordern die Tierschützer gesetzliche Regelungen zur Einführung einer Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hauskatzen mit Freigang, um damit die Überpopulation und das daraus resultierende Elend der Streunerkatzen in Deutschland nachhaltig einzudämmen. Die Unterschriften wurden vom Bündnis „Pro Katze“ im Laufe eines Jahres gesammelt, darüber hinaus wurden im Rahmen der Aktion auch 54.000 Unterschriften der Katzenhilfe Westerwald übergeben. Das Bündnis „Pro Katze“ ist ein Zusammenschluss der drei großen Tierschutzorganisationen , TASSO e.V., VIER PFOTEN und dem Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt).
„In Deutschland leben rund zwei Millionen Katzen auf der Straße – immer auf der Suche nach Futter. Sie sind ausgemergelt, schwach und krank. Viele gehen qualvoll zu Grunde, verhungern oder erfrieren“, so Projektleiterin Sandra Hönisch von VIER PFOTEN. Die Ursache dieses Tierleids sind unkastrierte Hauskatzen: Nur wenige Menschen lassen ihre Katze kastrieren; so zeugen Freigänger weiter Nachwuchs mit Streunern, und die Streunerkatzen vermehren sich immer weiter. Die Zahl der Nachkommen von nur einer Katze steigt so nach nur vier Jahren in die Tausende. „Die Einführung einer flächendeckenden Kastrationspflicht würde dieses Problem nachhaltig lösen“, sagt Mike Ruckelshaus, tierschutzpolitischer Sprecher von Tasso e.V. „Wir bedanken uns bei allen Tierfreunden aus ganz Deutschland, die unsere Unterschriftenaktion unterstützt haben“, sagt Claudia Lotz vom bmt.

Bildzeile (v.l.n.r.): Mike Ruckelshaus (TASSO e.V.), Sandra Hönisch (Vier Pfoten), Peter Bleser (parlamentarischer Staatssekretär im BMELV, Foto 2), Claudia Lotz (Bund gegen Missbrauch der Tiere)
Hattersheim/Wiesbaden, 28.02.2013. Die Tierschutzorganisation TASSO ist enttäuscht über die Ablehnung des Tierschutz-Verbandsklagerechts durch die Regierungskoalition im Hessischen Landtag: „Mit der Tierschutz-Verbandsklage hätten anerkannte Tierschutzorganisationen stellvertretend für die Tiere den Tierschutz vor Gericht einklagen können“, kommentiert Mike Ruckelshaus, tierschutzpolitischer Sprecher von TASSO, die Ablehnung.
Wie Ruckelshaus erklärt, hätte die in den Gesetzentwürfen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen vorgesehene Einführung der Tierschutz-Verbandsklage dazu beigetragen, das derzeit herrschende Ungleichgewicht zwischen Tiernutzern und Tierschützern zu beheben. „Anerkannten Tierschutzorganisationen würde dann die Möglichkeit eingeräumt, auf dem Rechtsweg gegen tierschutzwidrige Verwaltungsakte oder gegen tierschutzwidriges Untätigbleiben von Behörden vorzugehen und so als Treuhänder der Tiere für deren Belange einzutreten. Darauf hat TASSO auch während der Experten-Anhörung im Hessischen Landtag hingewiesen“, so der Tierschützer.
Mit der Ablehnung der Tierschutz-Verbandsklage werde ein wesentlicher Beitrag zur Verwirklichung des Staatsziels Tierschutz und eine Verbesserung für den Schutz der Tiere verhindert, ist Mike Ruckelshaus überzeugt.
Übergabe von mehr als 150.000 Unterschriften des Tierschutzbündnisses "Pro Katze" an den Parlamentarischen Staatssekretär Peter Bleser zur Einführung einer bundesweiten Pflicht zur Kastration, Kennzeichnung und Registrierung von Hauskatzen mit Freigang.
Hintergrund:
In Deutschland leben rund zwei Millionen Katzen auf der Straße - immer auf der Suche nach Futter; sie sind ausgemergelt, schwach und krank. Viele gehen qualvoll zu Grunde, verhungern oder erfrieren. Die Ursache dieses Tierleids sind unkastrierte Hauskatzen: Nur wenige Menschen lassen ihre Katze kastrieren; so zeugen Freigänger weiter Nachwuchs mit Streunern, und die Streunerkatzen vermehren sich immer weiter. Die Zahl der Nachkommen von nur einer Katze steigt so nach nur vier Jahren in die Tausende!
Die einzig sinnvolle und tiergerechte Methode, um die Population der Streunerkatzen einzudämmen, ist die Kastration. Dabei reicht es nicht, nur die Streuner zu kastrieren - auch jeder Katzenhalter trägt Verantwortung und muss seine Katze kastrieren lassen.
Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. hat deshalb gemeinsam mit dem Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt) und Vier Pfoten, Stiftung für Tierschutz, das Bündnis "Pro Katze" ins Leben gerufen. Aufgabe: Die Durchsetzung einer bundesweiten Pflicht zur Kastration, Kennzeichnung und Registrierung von Hauskatzen mit Freigang. Dazu wurden ein Jahr lang Unterschriften gesammelt. Rund 98.000 Unterschriften sind beim Bündnis eingegangen, die nun zusammen mit 54.000 von der Katzenhilfe Westerwald gesammelten Unterschriften als Petition an den Parlamentarischen Staatssekretär Peter Bleser übergeben werden.
Pressetermin am 28.02.2013, 13.30 Uhr, im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Wilhelmstraße 54, 10117 Berlin
Die Parteitage von SPD und Bündnis 90/Die Grünen in Niedersachsen haben dem Koalitionsvertrag zugestimmt - zahlreiche Verbesserungen für den Tierschutz sind vorgesehen.
Hattersheim/Hannover, 19.02.2013 - Die rot-grüne Koalition plant die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage und die Einsetzung eines hauptamtlichen Tierschutzbeauftragten. Außerdem setzen sich die Koalitionäre für eine Reduzierung von Tierversuchen und die Förderung von Alternativen ein. Rot-Grün will weiterhin eine Landesverordnung zur Katzenkastration einführen. Für die Sanierung von Tierheimen sollen zusätzliche Landesmittel zur Verfügung gestellt werden.
Im Bereich der landwirtschaftlichen Tierhaltung wollen sich die Regierungsparteien auf allen Ebenen für die Einhaltung und Einführung hoher Tierschutzstandards einsetzen. Dazu gehört nach dem Koalitionsvertrag „unter anderem die schnelle Beendigung der Käfighaltung von Hühnern, der Verzicht auf das Amputieren oder das Verstümmeln von Tieren, die Durchsetzung des Verbots von Qualzuchten und Schenkelbrand, die schnelle Beendigung der betäubungslosen Ferkelkastration sowie die Begrenzung von Tiertransporten auf maximal vier Stunden.“
Tiergerechte Haltung von Nutztieren
Darüber hinaus sollen die bisher nicht erfassten landwirtschaftlichen Nutztiere in die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung aufgenommen und die Verordnung so geändert werden, „dass Nutztiere tiergerecht gehalten werden können, indem u.a. ein verbessertes Platzangebot, Strukturierung der Haltungsanlagen etc. festgelegt werden.“
Ein weiterer Zubau großer Intensivtierhaltungsanlagen wird abgelehnt, und Zuschüsse sollen nur noch für diejenigen Stallbauvorhaben gezahlt werden, die weit über den gesetzlichen Mindestanforderungen liegende Tierschutzstandards erfüllen.
„Die rot-grünen Koalitionsvereinbarungen stärken bei konsequenter Umsetzung nicht nur den Tierschutz in Niedersachsen, sondern senden auch wichtige Impulse an die Bundesebene“, sagt Mike Ruckelshaus, tierschutzpolitischer Sprecher der Tierschutzorganisation TASSO e.V. „Besonders vor dem Hintergrund, dass die Bundesregierung erst vor kurzem ein Tierschutzgesetz verabschiedet hat, das diesen Namen nicht mal im Ansatz verdient, begrüßen wir ausdrücklich, dass die rot-grüne Landesregierung in Niedersachsen beim Tierschutz eine klare Position bezieht.“
TASSO und bmt fordern Fair Play für Straßenhunde
Tierschützer: Vor dem „European Youth Olympic Winter Festival“ werden in Brasov wieder grausam Hunde getötet
Berlin/Hattersheim, 05.02.2013 - Mit einer ungewöhnlichen Protestaktion haben die Tierschutzorganisationen TASSO e.V. und der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) vor der rumänischen Botschaft in Berlin auf die aktuell wieder eskalierende Gewalt gegen Straßenhunde aufmerksam gemacht. Dabei stellten als Hundefänger verkleidete Tierschutz-Aktivisten die Jagd auf Hunde nach, die ihrerseits von „Sportlern“ geschützt wurden. Ein als Eishockeyspieler verkleideter Tierschützer hielt ein Schild mit der Aufschrift „Fair Play für Straßenhunde“ wie zur Verteidigung den Hundefängern entgegen.
Anlass der Aktion: Im Vorfeld des elften „European Youth Olympic Winter Festivals“ (17. bis 22. Februar 2013) sollen laut TASSO und bmt in Brasov und seinen Umgebungsgemeinden gnadenlos Hunde eingefangen und in Tötungslager gesperrt werden. Die Verantwortlichen wollten damit Sportlern, Gästen und Medienvertretern die Sportstätten Brasov, Brasov Poiana, Rasnov und Predeal als sauberes Umfeld präsentieren. Hungernde, verletzte Hunde und erbarmungswürdige Welpen passten nicht in das Bild, das die rumänischen Gastgeber ihren internationalen Besuchern bieten wollen, sagen die Tierschützer. „Die Karpatenstadt Brasov hat in den vergangenen Jahren bereits mehrfach traurige Berühmtheit erlangt“, ergänzt Philip McCreight von TASSO. „Über 30.000 Hunde fielen geschäftsmäßig orientierten Hundefängern zum Opfer, die an jedem getöteten Hund Geld verdienten.“
Die Tierschutzorganisationen bemüht sich durch kundige Mitarbeiter vor Ort, diese „mafiösen“ Strukturen aufzubrechen und die Täter vor Gericht zu bringen, erste Urteile gegen Tierquäler seien bereits gefällt worden. Zudem führten die Vereine seit Jahren mit „hohem persönlichen und finanziellen Engagement“ Kastrationsprojekte in verschiedenen Gemeinden nahe Brasov durch, um die Hundepopulation auf tiergerechte Weise zu reduzieren.
Dem rumänischen Botschafter, Dr. Lazar Comanescu, hatten die Tierschutzorganisation vorab ein Schreiben zukommen lassen, in dem sie ein sofortiges Ende der Fangaktionen forderten und darüber hinaus ihre logistische Hilfe bei einer tiergerechten Lösung des Straßenhundproblems mittels Kastrationen anboten.
Tierschutzorganisation TASSO:
„Chance für moderne Hundegesetzgebung vertan“
Hattersheim, 31.01.2013. Mit Enttäuschung hat die Tierschutzorganisation TASSO e. V. die Ablehnung des Gesetzentwurfs der SPD für ein Hundegesetz im Hessischen Landtag zur Kenntnis genommen.
„Mit der Ablehnung des Gesetzentwurfs wurde ganz klar eine Chance für ein fortschrittliches Hundegesetz und den Tierschutz in Hessen vertan“, sagt Mike Ruckelshaus, tierschutzpolitischer Sprecher von TASSO e. V. und appelliert an die Tierfreunde in Hessen, bei der kommenden Landtagswahl nur solchen Parteien ihre Stimme zu geben, die sich eindeutig für ein vernünftiges Hundegesetz und die Weiterentwicklung des Tierschutzes im Land aussprechen.
Der Gesetzentwurf der SPD für ein Hessisches Hundegesetz sah im Kern die Einführung eines Sachkundenachweises für neue Hundehalter, eine obligatorische Kennzeichnung (Chippen) und Registrierung aller Hunde sowie eine Haftpflichtversicherung für alle Hundehalter vor. Diese Maßnahmen tragen dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung und – bei entsprechender Gestaltung des Sachkundenachweises – den Ansprüchen an eine artgemäße und verhaltensgerechte Hundehaltung gleichermaßen Rechnung. Eine obligatorische Kennzeichnung und Registrierung würde zudem dazu beitragen, Fundtiere rascher an ihre Besitzer zurück zu vermitteln, was zu einer finanziellen Entlastung der hessischen Tierheime führen würde.
„Die derzeit geltende Hessische Hundeverordnung, die auf einer Rasseliste basiert, hat keinen Beitrag zur Sicherheit geleistet und eindeutig versagt. Die Zahl der Beißvorfälle ist sogar gestiegen. Gleichzeitig stellen die Beißstatistiken des Innenministeriums einen Freispruch für die gelisteten Rassen, wie Pitbull und Co, vom pauschalen Vorwurf der Gefährlichkeit dar, da diese nur in verschwindend geringem Umfang in der Statistik auftauchen“, kritisiert Mike Ruckelshaus. „Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass sich die Gefährlichkeit eines Hundes nicht anhand seiner Rassezugehörigkeit bestimmen lässt. Daher muss die Rasseliste endlich abgeschafft und durch ein Regelwerk ersetzt werden, das nicht einseitig bestimmte Hunderassen stigmatisiert, sondern tatsächlich zu einer effektiven Gefahrenabwehr beiträgt.“
AKTUELL:
Miese Einschaltquote und Proteste: VOX stellt „Herrchentausch“ ein
Nach nur zwei Sendungen stellt VOX „Herrchentausch“ aufgrund katastrophal niedriger Einschaltquoten wieder ein. Weitere zwei noch nicht gesendete Folgen werden erst gar nicht ausgestrahlt. TASSO hatte bereits im Vorfeld gemeinsam mit dem VDH und VIER PFOTEN öffentlich gegen das Format protestiert:
Wortlaut Pressemitteilung:
Mit der Ankündigung, ab dem 23. Februar eine Doku-Soap mit dem Titel „Herrchentausch“ auszustrahlen, löst der Fernsehsender VOX Entsetzen und Unverständnis bei Tierschützern und Hundezüchtern aus. TASSO, VIER PFOTEN und der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) sind empört über das neue Format und weisen ausdrücklich darauf hin, dass Hunde sichere Verhältnisse brauchen und sich nicht als Spielball für Quoteninteressen eignen.
Mit dem Titel „Herrchentausch“ erinnert die neue VOX Doku-Soap nicht nur zufällig an das bekannte Format „Frauentausch“: Wie in der RTL-II-Serie tauschen darin statt der Mütter verschiedene Hundebesitzer ihr Zuhause. Für eine Woche übernehmen sie in einer fremden Familie die Rolle des „Rudelführers“. Dass ein Hund mit solch einer plötzlichen Konfrontation aus Sicht der Tierschützer völlig überfordert ist, scheint den Produzenten dabei nicht zu interessieren – offensichtlich zählt allein die Quote. Wörtlich wirbt VOX mit der Aussage: „Das „Herrchentausch“ -Experiment verspricht: Hier prallen Hunde-Welten aufeinander.“
Dass ausgerechnet VOX mit einem derartigen Format Hunde vorführt, erstaunt die Tierschützer besonders, da sich der Sender beispielsweise mit „Hundkatzemaus“ ein breites Publikum und einen guten Namen unter Tierfreunden geschaffen habe. Auch namhafte Tierschutzorganisationen wie VIER PFOTEN schätzen die gute Zusammenarbeit mit der Redaktion und Moderator Frank Weber. „Daran wird sich auch nichts ändern“, betont Birgitt Thiesmann von VIER PFOTEN, „schließlich hat das eine mit dem anderen absolut nichts zu tun. Es ist nur bedauerlich, dass VOX sich für so ein Format hergibt.“
„Der Schutz der Tiere hat in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert. TV-Sender sollten dem Rechnung tragen und die Würde und das Wohlbefinden von Tieren nicht der Jagd auf Einschaltquoten unterordnen“, kritisiert Philip McCreight, Leiter von TASSO e. V.
Udo Kopernik, Pressesprecher des VDH, sagt: „Hundehalter tragen eine hohe Verantwortung für ihre Schützlinge mit deren Gefühlen sie nicht fahrlässig spielen sollten.“
Das Bündnis „Pro Katze“ wird zusammen mit dem „Tierschutzverein Zwickau und Umgebung“ aktiv. Termin: 28. Januar 2013.
Zwickau/Hattersheim, 24.01.2013 – Gemeinsam mit dem Tierschutzverein Zwickau und Umgebung startet das Bündnis „Pro Katze“ eine Kastrationsaktion im Raum Zwickau, um die unkontrollierte Vermehrung von Streunerkatzen einzudämmen.
Schätzungsweise zwei Millionen Streunerkatzen fristen in Deutschland ein erbarmungswürdiges Leben - und es werden immer mehr. Um ihre rasante Verbreitung und das damit verbundene Tierleid zu stoppen, haben die drei großen Tierschutzorganisationen TASSO, VIER PFOTEN und bmt das Bündnis „Pro Katze“ gegründet. Neben der politischen Forderung nach einer bundesweiten Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hauskatzen mit Freigang führt „Pro Katze“ auch umfassende Kastrationsprojekte durch.
Am 28. Januar 2013 wird das Bündnis „Pro Katze“ die ersten der im Landkreis Zwickau lebenden Streunerkatzen durch einen Tierarzt kastrieren lassen. Weitere Katzen werden in den nächsten Monaten folgen. Die Kosten des Projekts trägt das Bündnis „Pro Katze“. Die herrenlosen Tiere werden außerdem medizinisch versorgt, gegen Parasiten behandelt und gechipt. Anschließend werden sie in ihrem Revier wieder freigelassen. Die notwendigen Transponder zur Kennzeichnung stellt die Firma „Tierchip Dasmann“ kostenlos zur Verfügung. Registriert werden die Streuner bei TASSO e. V., Europas größtem Haustierregister, auf den Tierschutzverein Zwickau und Umgebung .
Start der Kastrationsaktion ist am 28.01.2013, 13.00 Uhr im Tierheim Zwickau, Tierheimweg 2, 08141 Reinsdorf OT Vielau.
Die Presse ist hierzu herzlich eingeladen.
Die von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. und der Hundeakademie Perdita Lübbe initiierte Veranstaltung findet statt am:
Donnerstag, 7. Februar 2013, 18 Uhr,
Hotel Adler
Frankfurter Straße 11
64521 Groß-Gerau
Eintritt: 25 Euro
Anmeldung unter info@hundeakademie.de. Der Erlös kommt der Aktion "Rettet das Nashorn" zugute.
Hintergrund:
Zusammen mit der Hunde-Akademie Perdita Lübbe hat die Tierschutzorganisation TASSO e.V. die Aktion "Rettet das Nashorn!" ins Leben gerufen. Wichtigstes Ziel ist dabei die Ausbildung eines Spürhundes, der die Arbeit der Anti-Wilderer-Einheit in Südafrika unterstützen soll. "Wir werden den Hund speziell darauf trainieren, das Horn von Nashörnern und Waffen zu finden. Da Wilderer immer wieder in ihre Waffenverstecke zurückkehren, können sie auf diese Art gefasst werden", erklärt Perdita Lübbe, die den Hund kostenlos ausbildet.
Dass eine Aktion wie "Rettet das Nashorn!" dringend notwendig ist, zeigen die aktuellen Zahlen des südafrikanischen Umweltministeriums. So wurden 2012 in den südafrikanischen Nationalparks insgesamt 668 Nashörner illegal getötet. 2011 lag der Abschuss bei 448 Tieren, 2010 waren es noch 333. In Südafrika leben etwa 90 Prozent aller Nashörner Afrikas. "Das Wildern hat vor allem wegen der steigenden Nachfrage aus Asien zugenommen", sagt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V. "Nashornpräparate gelten dort als Aphrodisiakum." Für ein Kilogramm Nashorn-Horn werden bis zu 40.000 Euro bezahlt, so der Tierschützer.
Schirmherrin des Projekts ist Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen, Verhaltenswissenschaftlerin mit dem Forschungsschwerpunkt "Verhalten von Tieren aus der Familie der Hunde".
"Perdita Lübbe und ich freuen uns auf eine rege Teilnahme an unserer Rettungsaktion, denn Tierschutz kennt keine Grenzen", so Philip McCreight. "Ich wünsche mir, dass unsere Kinder und Kindeskinder noch lebendige Nashörner in ihrem natürlichen Lebensraum erleben dürfen."
Weitere Infos unter:
www.tasso.net/Tierschutz/Aktionen/Rettet-das-Nashorn
www.hundeakademie.de/rettet-das-nashorn
Abendvortrag mit Dr. jur. Christoph Maisack, stellvertretender Landestierschutzbeauftragter von Baden-Württemberg
Die TASSO-Veranstaltung findet statt am:
Dienstag, 15. Januar 2013, 20 Uhr,
Stadthalle Hattersheim
Karl-Eckel-Weg
65795 Hattersheim
Im Anschluss an den zirka einstündigen Vortrag bleibt genug Zeit für Diskussionen und Fragen an Dr. Maisack. Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um Ihre Anmeldung bis zum Montag, 14.01.2013, unter angela.walle@tasso.net. Der Beitrag von 5,- Euro pro Person kommt der Katzenkastrationsaktion von TASSO zugute.
Hintergrund:
Am 14. Dezember 2012 hat die aus CDU/CSU und FDP bestehende Mehrheit des Deutschen Bundestages das "Dritte Gesetz zur Änderung des Tierschutzgesetzes" beschlossen - gegen den Widerstand von SPD, Grünen und Linken. Das neue Gesetz bringt kaum Verbesserungen für den Tierschutz, dagegen einige Verschlechterungen: insbesondere wird ein Verbot bestimmter Arten von Wildtieren in Zirkussen in Zukunft kaum mehr möglich sein. Im Bereich der Tierversuche wird noch nicht einmal so viel Tierschutz durchgesetzt, wie nach der EU-Tierversuchsrichtlinie vorgesehen und möglich wäre. Der Heißbrand von Pferden bleibt weiterhin erhalten, und das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration wird bis 2019 aufgeschoben. Verbesserungen für den Umgang mit den Nutz- und Heimtieren sind praktisch nicht vorgesehen. Die einzige Hoffnung, dass doch noch etwas für den Tierschutz durchgesetzt werden kann, ruht jetzt auf dem Bundesrat. Die Regierungen der Bundesländer könnten dort das sog. Vermittlungsverfahren anrufen und auf diese Weise tierfreundlichere Regelungen erreichen.
Der stellvertretende Landestierschutzbeauftragte von Baden-Württemberg, Dr. Christoph Maisack, hat sich mit dem Gesetz und den Alternativen dazu eingehend auseinandergesetzt. Er wird uns über die aktuelle Situation informieren. Anschließend soll darüber diskutiert werden, welche Verbesserungen notwendig und möglich sind und auf welchem Weg sie sich in absehbarer Zukunft vielleicht doch noch verwirklichen lassen.
Hattersheim, 18.12.2012 (profact) – Wenn es die Deutschen zu Silvester wieder so richtig krachen lassen, verkriechen sich auch wieder Zehntausende von Hunden und Katzen ängstlich unterm Sofa. Tiere haben schließlich ein bedeutend empfindlicheres Gehör als der Mensch, für sie sind explodierende Raketen und Böller echter Stress. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. gibt Tipps für verantwortungsvolle Tierhalter:
• zitternde Tiere nicht trösten, das bestärkt sie nur in ihren Ängsten
• keine Ohren verstopfen, das regt sie nur noch mehr auf
• angstlösende Medikamente vom Tierarzt helfen unmittelbar, leichte Beruhigungsmittel wie Baldrian reichen meist nicht aus
• wahre Wunder werden zuweilen von alternativen Präparaten wie Homöopathika beziehungsweise Bach-Blütenextrakten berichtet
• ganz wichtig: Die Tierhalter dürfen selbst keine Angst vor dem Knallen haben, das würde sich auf ihre Tiere übertragen
• ängstliche Hunde sollten ausschließlich an der Leine ausgeführt werden
Philip McCreight, Leiter von TASSO: „Wer ängstliche Tiere besitzt, sollte eines auf keinen Fall tun: selbst mitknallen. Dies wäre ausgesprochen verantwortungslos.“ Weitaus sinnvoller sei es, die Vorhänge zu schließen und Fernseher, Radio oder den CD-Player auf eine etwas höhere Lautstärke zu stellen. „Für mich ist der Silvesterlärm ohnehin unsinnig, teuer und akustische Umweltverschmutzung, die nicht nur unsere Haustiere, sondern auch die Wildtiere beeinträchtigt“, ergänzt McCreight.
Hattersheim, 03.12.2012 (profact) – Hundewelpen und Katzenkinder sind süß und erobern Kinderherzen bekanntlich im Sturm. Als Weihnachtsgeschenk scheinen sie deshalb ideal zu sein. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. aber warnt: Tierheime werden alle Jahre wieder mit einer Flut von Vierbeinern konfrontiert, Weihnachtsgeschenke für Kinder, die nach der ersten Euphorie den Spaß am Familienzuwachs verloren haben.
„Ein Haustier bringt auch Verantwortung mit sich“, sagt Philip McCreight, Leiter von TASSO. „Auf der Tagesordnung stehen nicht nur Kuscheln, Schmusen und Streicheln, sondern auch regelmäßiges Gassi gehen, Saubermachen und Füttern. Manche Kinder sind damit überfordert. Wenn dann die Eltern nicht mitspielen, wird das unüberlegt geschenkte Haustier zur Belastung.“
Der Tierschützer appelliert an Eltern, Kindern keine Tiere zu Weihnachten zu schenken. Oder nur dann, wenn zuvor ganz klar über die notwendige Pflege und die Zuständigkeiten gesprochen wurde. Die beste Zeit, sich beispielsweise einen jungen Hund ins Haus zu holen, sei ohnehin das Frühjahr. „Dann macht es einfach mehr Spaß, draußen mit dem Hund herumzutollen“, sagt McCreight und verweist auf die Tierheime, in denen recht häufig schon bereits stubenreine junge Hunde – aber natürlich auch andere Vierbeiner wie Katzen, Meerschweinchen und Kaninchen – sehnsüchtig auf ein neues Herrchen oder Frauchen warten.
TASSO gibt Tipps für den artgerechten Umgang mit den kleinen Stacheltieren
Hattersheim, 21.11.2012 (profact) – Viele Jahre lang galt: Wer im Spätherbst einen herumlaufenden kleinen Igel sieht, sollte ihn mitnehmen und zu Hause über den Winter bringen. Doch das muss man heutzutage differenzieren, betont Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V.: „Igel sind robuster, als viele denken. Nur wenn das Tier erkennbar krank oder unterernährt ist, benötigt es menschliche Hilfe.“
Aufgrund der milden Witterung sind derzeit noch viele kleine Igel unterwegs, um sich für den bevorstehenden Winter ein Fettpolster anzufressen. Liegen die Außentemperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt, haben sie auch gute Aussichten. „Allerdings sollte ein Jungigel bereits im November wenigstens 500 bis 600 Gramm wiegen, bevor er sich ohne die Gefahr des Verhungerns ins Winterquartier verabschieden kann“, erklärt McCreight. „Solange draußen noch Insekten oder Würmer zu entdecken sind, ist die Speisekarte gefüllt. Dann sollte man den Igel seiner Wege ziehen lassen.“
Wenn die Nahrungstiere der Igel seltener werden, hilft ein abendliches Zubrot zum ausreichenden Winterspeck: „Zum Füttern eignet sich Dosenfutter für Katzen, vermischt mit Haferflocken, oder ungewürztes gegartes Rührei und Hackfleisch. Und Milch ist absolut tabu, Igel vertragen die nicht! Klares, frisches Wasser reicht vollkommen“, empfiehlt Regine Weber von Pro Igel e.V. In diesem bundesweit tätigen Verein haben sich Igelexperten, darunter Wissenschaftler, Tierärzte, Sachbuchautoren und Vorsitzende deutscher Igelschutzvereine, zusammengeschlossen. Macht das Stacheltier einen eher kläglichen Eindruck, rollt sich beim Kontakt nicht sofort zusammen, ist auffallend dünn und apathisch, dann sei Hilfe im Haus nötig. „Einen Igel zu Hause zu pflegen und überwintern zu lassen, erfordert allerdings Sachkenntnis “, sagt sie. „Deshalb sollte man sich zunächst informieren; auf unserer Homepage www.pro-igel.de findet man genaue Hinweise und Tipps“.
Das Video zum Thema (kann gerne verlinkt werden):
http://www.tasso.net/Service/TASSO-TV
Spürhund soll in Südafrika Nashorn-Horn und Waffen von Wilderen aufspüren
Griesheim/Hattersheim, 14.11.2012 (profact) - Zusammen mit der Hunde-Akademie Perdita Lübbe hat die Tierschutzorganisation TASSO e.V. die Aktion "Rettet das Nashorn!" ins Leben gerufen. Wichtigstes Ziel ist dabei die Ausbildung eines Spürhundes, der die Arbeit der Anti-Wilderer-Einheit in Südafrika unterstützen soll. "Wir werden den Hund speziell darauf trainieren, das Horn von Nashörnern und Waffen zu finden. Da Wilderer immer wieder in ihre Waffenverstecke zurückkehren, können sie auf diese Art gefasst werden", erklärt Perdita Lübbe, die den Hund kostenlos ausbildet.
Dass eine Aktion wie "Rettet das Nashorn!" dringend notwendig ist, zeigen die aktuellen Zahlen des südafrikanischen Umweltministeriums. So wurden bis zum 30. Oktober 2012 in den südafrikanischen Nationalparks insgesamt 488 Nashörner illegal getötet, davon allein 296 im Greater-Kruger-Nationalpark. 2011 lag der Abschuss bei 448 Tieren, 2010 waren es noch 333. In Südafrika leben etwa 90 Prozent aller Nashörner Afrikas. "Das Wildern hat vor allem wegen der steigenden Nachfrage aus Asien zugenommen", sagt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V. "Nashornpräparate gelten dort als Aphrodisiakum." Für ein Kilogramm Nashorn-Horn werden bis zu 40.000 Euro bezahlt, so der Tierschützer.
Zur Finanzierung der kostspieligen Rettung starteten TASSO und Perdita Lübbe diverse Charity-Aktionen, beispielsweise Abendveranstaltungen mit dem Wolfsexperten Günther Bloch und dem Mentalisten Andy Häussler. Außerdem wurde soeben eine Verkaufsaktion bei Ebay ins Leben gerufen, bei der unter dem Suchbegriff "Nashorn Hund" Nashorn-Zeichnungen und -Objekte ersteigert werden können, beispielsweise von Christian Clemens und Timo Horn, Fußballer beim 1. FC Köln, sowie vielen bekannten Hundetrainern. Der Reinerlös geht ebenfalls der Aktion zu. Schirmherrin des Projekts ist Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen, Verhaltenswissenschaftlerin mit dem Forschungsschwerpunkt "Verhalten von Tieren aus der Familie der Hunde".
"Perdita Lübbe und ich freuen uns auf eine rege Teilnahme an unserer Rettungsaktion, denn Tierschutz kennt keine Grenzen", so Philip McCreight. "Ich wünsche mir, dass unsere Kinder und Kindeskinder noch lebendige Nashörner in ihrem natürlichen Lebensraum erleben dürfen."
Weitere Infos unter:
www.tasso.net/Tierschutz/Aktionen/Rettet-das-Nashorn und
www.hundeakademie.de/rettet-das-nashorn/ sowie
www.environment.gov.za/?q=content/update_rhinopoaching_statistics
Bündnis "Pro Katze" wird zusammen mit der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen und der Tierschutzgruppe Bruchhausen-Vilsen und Umgebung aktiv
Bruchhausen-Vilsen / Hattersheim, 09. November 2012 - Seit dem 1. Oktober gilt im Landkreis Diepholz die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Hauskatzen mit Freigang. Zusammen mit dem Bündnis "Pro Katze" (TASSO e.V., VIER PFOTEN, bmt e.V.) wird die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen jetzt beispielhaft aktiv, um die Verordnung auf einen guten Weg zu bringen. Neben finanziellen Zuschüssen für Katzenhalter sind Infostände sowie eine große Kastrationsaktion für Streunerkatzen geplant. Laut der neuen Verordnung müssen Katzenhalter, die ihr Tier außerhalb der Wohnung frei laufen lassen, dieses zuvor kastrieren und mittels Mikrochip kennzeichnen lassen.
Kastrationen von Streunerkatzen
Im Februar 2013 wird das Bündnis "Pro Katze" zusammen mit der "Tierschutzgruppe Bruchhausen-Vilsen und Umgebung e.V." die im Samtgemeindegebiet lebenden Streunerkatzen kastrieren. Vier Tierärzte haben ihre Unterstützung bereits zugesagt. Die Kosten des Projekts trägt das Bündnis "Pro Katze". Alle herrenlosen Tiere werden medizinisch versorgt, kastriert, gegen Parasiten behandelt und gechipt. Anschließend werden sie in ihrem Revier wieder freigelassen. Die notwendigen Transponder-Chips zur Kennzeichnung stellt die Firma "Tierchip Dasmann" kostenlos zur Verfügung. Registriert werden die Streuner bei TASSO e. V., Europas größtem Haustierregister, auf die Tierschutzgruppe Bruchhausen-Vilsen.
Genauere Informationen zur Kastrationsaktion werden am 14.12.2012 auf einer Pressekonferenz im Rathaus der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen bekanntgegeben.
Zuschüsse für Katzenhalter
Ab sofort und befristet bis zum Abschluss des Kastrationsprojektes im Februar 2013 bekommen Katzenhalter in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen von der Samtgemeinde einen Kastrations-Zuschuss von zehn Euro für einen Kater und zwanzig Euro für eine Katze. Weitere Informationen zu den Zuschüssen sind bei der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen ( Bürgerbüro + Ordnungsamt - Tel.: 04252-391/208-212 direkt zu erfragen.
Infostände
Auf den Weihnachtsmärkten in Bruchhausen-Vilsen (1./2. Dezember) und Asendorf (16. Dezember) ist das Bündnis "Pro Katze" mit einem Informationsstand zum Thema Streunerkatzen vertreten. Interessierte Passanten erhalten dort Informationsmaterial über die bestehende Verordnung sowie über das geplante Kastrations-Projekt.
Die meisten Hunde heißen Sam oder Luna...
...und bei Katzen sind Felix und Lilly die Favoriten
Hattersheim, 30.10.2012 (profact) – Wenn Sie auf der Straße einem Hund begegnen, rufen Sie ihm Sam oder Luna zu. Die Wahrscheinlichkeit, dass er darauf hört, ist ausgesprochen groß. Ähnliches gilt für Katzen: Mit Felix oder Lilly liegen Sie in den meisten Fällen richtig. Dass die Deutschen bei der Namensfindung für ihre bellenden oder miauenden Hausgenossen seit Jahren klare Favoriten haben, zeigt eine Analyse der Tierschutzorganisation TASSO e.V.
Die weitaus meisten der in der umfangreichsten Haustierdatenbank Europas (über 6,2 Millionen registrierte Tiere) gespeicherten Rüden heißen Sam oder Sammy. Auf Platz zwei finden sich Rocky und Max. Bei Hündinnen ist die Treue zu bestimmten Namen noch eklatanter: Seit nunmehr fünf Jahren liegt Luna an der Spitze, gefolgt von Emma. Luna ist seit 2008 auch der zweitliebste Name für Kätzinnen, konsequent übertrumpft nur von Lilly. Die meisten Kater heißen seit fünf Jahren Felix, Leo rangiert an zweiter Stelle.
"Schon vor 30 Jahren, als TASSO gegründet wurde, war Felix der beliebteste Name für Kater", erzählt Philip McCreight, Leiter von TASSO e.V. "Kätzinnen hießen damals überwiegend Minka, Rüden Bobby und Hündinnen Susi." Die beliebtesten „menschlichen“ Vornamen für Hunde und Katzen sind McCreight zufolge in diesem Jahr Leo, Max, Paul, Moritz, Emma, Bruno, Paula und Lotte. "Seit mehr als zwei Jahrzehnten gar nicht mehr gefragt ist übrigens Mikesch", so McCreight weiter. "Das liegt wohl an der damaligen Präsenz der neu ausgestrahlten TV-Serie ‚Kater Mikesch‘ der Augsburger Puppenkiste. Übrigens das einzige Beispiel dafür, dass ein aus Film und Fernsehen bekannter Tiername in die Realität einzog. So gibt es in den Top Ten weder Lassie noch Pluto, Struppi oder Tom."
Sehen Sie hier die Entwicklung:


Tierschutzverbände protestierten vor dem Bundestag
Berlin/Hattersheim, 22.10.2012 (profact) – „Der vorliegende Gesetzentwurf führt zu keinen grundlegenden Verbesserungen für die Tiere und trägt dem im Grundgesetz verankerten Staatsziel Tierschutz nur ungenügend Rechnung“, erklärt Petra Zipp, Vorsitzende des Bundes gegen Missbrauch der Tiere (bmt), am Rande einer Protestveranstaltung anlässlich der Anhörung zur Tierschutzgesetz-Novellierung vor dem Deutschen Bundestag. Der bmt, TASSO und weitere Tierschutzverbände fordern ein Tierschutzgesetz, dass „diesen Namen auch verdient und die Tiere wirklich schützt“, sagt Dr. Konstantin Leondarakis, auf Tierschutz spezialisierter Rechtsanwalt und für den bmt Teilnehmer der Anhörung.
Maßgebliche Diskussionspunkte der Anhörung waren, so Leondarakis, das geplante Verbot des Heißbrandes bei Pferden und der betäubungslosen Ferkelkastration ab 2017. Zahlreiche andere drängende Tierschutzprobleme, wie das Verbot von Wildtieren in Zirkussen, der Auslandstierschutz, die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage oder ein Sodomieverbot, seien überhaupt nicht oder nur am Rande zur Sprache gekommen. So wären ein Verbot der Pelztierhaltung und ein Verbot von Tierversuchen an Menschenaffen ebenso unberücksichtigt geblieben wie eine Begrenzung von Schmerzen und Leiden in Tierexperimenten. „Insgesamt lässt das Gesetzgebungsverfahren, das noch in diesem Jahr abgeschlossen werden soll, nur wenig für einen tatsächlichen Schutz unserer Mitgeschöpfe erwarten“, kritisiert Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO.
Hattersheim, 12.10.2012 (profact) – Zum fünften Mal hat TASSO den Tierschutzpreis „Die Goldene Pfote“ vergeben, ausgezeichnet wurden vorbildliche Projekte zum Thema „Kind und Tier“.
Der mit 5000 Euro dotierte 1. Preis ging an „Verantwortung Leben e.V.“ aus Fulda. Zielsetzungen sind unter anderem, Kinder und Jugendliche an das Thema Tierschutz heranzuführen, über Tierdiebstahl aufzuklären und Pflege- und Vermittlungsstellen einzurichten. In einer angemieteten Tierschutzscheune in Hosenfeld bei Fulda werden zum Teil stark vernachlässigte und verwahrloste, herrenlose Tiere aufgenommen, behandelt, aufgepäppelt und gesund gepflegt. Vor allem Kinder und Jugendliche kümmern sich liebevoll um Pferde, Hasen, Hunde und Katzen. Sie übernehmen Verantwortung für Tiere, ohne Bedingungen zu stellen oder nachzufragen, was es ihnen bringt. Die Kinder werden so auf natürliche Art und Weise an einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebewesen herangeführt.
Mit dem 2. Preis und 2000 Euro wurde der „Geniushof e.V.“ aus Esgrus in Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Der Verein ist eine integrative Therapiestätte, die Mensch und Tier zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten bietet und Lebensfreude aktiviert. Mitten in der Natur gelegen ist der Geniushof zwangloser Treffpunkt und Therapieeinrichtung zugleich. Durch einen seiner Schwerpunkte, die tiergestützte Therapie, soll er insbesondere Kinder und Jugendliche mit Behinderungen ansprechen. Diese erfahren mit Hilfe verhaltenstherapeutisch geschulter Hunde, die auf dem Geniushof ausgebildet werden, eine Lebensbereicherung. Eine neue und unkonventionelle Ergänzung zur "klassischen" Therapie.
Gerade Kinder und Jugendliche verstehen sehr schnell, dass Tiere kluge und leidensfähige Mitlebewesen sind, die - wie wir Menschen - Glück, Freude aber auch Angst und Schmerz empfinden. "Schüler für Tiere e.V." im pfälzischen Kandel, dritter Preisträger und mit 1000 Euro belohnt, will durch die Vermittlung von Respekt und Mitgefühl gegenüber allen Lebewesen die Voraussetzungen für ein verständnisvolles Miteinander zwischen Mensch, Tier und Natur schaffen. Sowohl im Unterricht als auch in externen Gruppen leistet der Verein Aufklärungsarbeit über das Projekt und seine vielfältigen Zielsetzungen. Außerhalb des Unterrichts organisiert er Info-Stände, Workshops und Aktionen.
Über 50 Vereine und Privatpersonen hatten sich für die diesjährige „Goldene Pfote“ beworben, neun von ihnen kamen in die Endauswahl. Die Bewertung der eingereichten Wettbewerbsformulare übernahm eine Experten-Jury, der unter anderen auch die TV-Moderatoren Nina Ruge und Dr. Claudia Ludwig angehörten. Ort der Preisverleihung war wie auch in den Vorjahren das Tierschutzzentrum Pfullingen des Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt). Als Schirmherrin konnte die Schauspielerin Radost Bokel gewonnen werden.
Hattersheim, 07.09.2012 – Die Tierschutzorganisationen TASSO e.V., Vier Pfoten und der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) starten zwei große Kastrationsaktionen in den Tierheimen Elisabethenhof in Reichelsheim und Butzbach (beide im Wetteraukreis), um die rasante Vermehrung der Streunerkatzen einzudämmen. Prominente Unterstützung bekommen sie dabei von Claudia Ludwig, bekannt aus der Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“.
In Deutschland fristen circa zwei Millionen Streunerkatzen ein erbarmungswürdiges Leben - und es werden immer mehr. Um ihre rasante Verbreitung und die damit verbundenen Qualen zu stoppen, haben die drei großen Tierschutzorganisationen das Bündnis „Pro Katze“ gegründet. Neben der politischen Forderung nach einer bundesweiten Kastrations-, Chip- und Registrierungspflicht für freilaufende Hauskatzen führt „Pro Katze“ auch umfassende Kastrationsprojekte durch.
Am Dienstag, dem 11.September, stehen dieses Mal die wilden Samtpfoten von Reichelsheim und Butzbach auf dem Plan. Die herrenlosen Streunerkatzen werden eingefangen, kastriert, gechipt und medizinisch versorgt. Ist alles okay, dürfen sie zurück in ihr Revier. Die notwendigen Transponder-Chips zur Kennzeichnung stellt die Firma Tierchip Dasmann kostenlos zur Verfügung.
Dr. Claudia Ludwig, bekannt aus der WDR-Serie „Tiere suchen ein Zuhause“, unterstützt das Hilfsprojekt für die Streunerkatzen und wird als Schirmherrin des Bündnisses „Pro Katze“ vor Ort sein.
TASSO e.V. und petSpot:
Die rund 4000 Heimtiere sind jetzt noch besser zu vermitteln
Hattersheim, 27.08.2012 (profact) – Im Frühjahr 2011 ging
www.shelta.net an den Start. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. gibt damit deutschen Tierheimen die Chance, ihre Vierbeiner im Internet überregional und zentral zur Vermittlung vorzustellen. Mit bisher großem Erfolg, wie Projektleiterin Heike Engelhart versichert. Seit wenigen Tagen sind die Tiere von shelta von mehreren Millionen Tierfreunden zusätzlich zu erreichen: Denn
www.schnauzen-in-not.de gehört zu den sozialen Netzwerken der Karlsruher petSpot GmbH, die mit dogSpot, catSpot, horseSpot und tierSpot hochfrequentierte Tier-Portale betreibt.
„Die bei shelta gelisteten Tiere haben damit eine noch größere Vermittlungschance als bisher“, freut sich Heike Engelhart. Davon ist auch VOX-Moderatorin Diana Eichhorn („hundkatzemaus“) überzeugt. Sie übernahm die Schirmherrschaft für „Schnauzen in Not“. Die engagierte Tierschützerin: „Ich finde es eine tolle Idee, alle Tierheime auf einer Plattform zu bündeln! Ich bin schon immer ein großer Befürworter von Kooperationen im Tierschutz, weil man gemeinsam einfach viel mehr Menschen erreichen und somit auch viel mehr für die Tiere tun kann als jede Organisation für sich alleine. Deshalb unterstütze ich unter anderem auch schon die TASSO-Initiative shelta, die ja auch Partner von Schnauzen in Not ist.“
Xeva wurde in den Dünen der Gardiners Bay bei New York aufgegriffen
Hattersheim, 14.08.2012 (profact) – Exakt 6.064.735 Meter liegen zwischen der TASSO-Zentrale im hessischen Hattersheim und der Gardiners Bay auf Long Island in der Nähe von New York. Trotzdem dauert es weniger als eine Stunde, bis Dr. Andreas Junius seine Dackeldame Xeva wieder in die Arme schließen konnte. Dank TASSO. Die Finder des Hundes hatten die Halsbandplakette entdeckt und in Hattersheim angerufen. TASSO wiederum erreichte Dr. Junius in den USA auf seinem Handy. Der Anwalt fuhr sofort in die Dünen zurück und holte Xeva bei den Findern ab.
„Jedes Jahr verbringen wir einen großen Teil des Sommers auf Long Island“, erzählt Dr. Junius. „Xeva kennt sich hier ganz gut aus, läuft den ganzen Tag frei herum und jagt besonders gern und lautstark die Kaninchen in den Dünen.“ Bei einem dieser „Jagdausflüge“ muss Xeva Spaziergängern aufgefallen sein. Die hätten wohl gedacht, der Dackel sei weggelaufen und nahmen ihn in ihre Obhut, so der Anwalt weiter. „Zum Glück beherrscht eine der Finderinnen etwas Deutsch, so dass sie die TASSO-Halsbandplakette richtig einordnen konnte und sofort in Hattersheim anrief.“ Ob Xeva auch allein den Heimweg hätte finden können? „Vermutlich“, sagt Dr. Junius. „So ganz sicher bin ich mir aber nicht. Deshalb bin ich froh, dass es den Service von TASSO gibt, der ja auch in den USA ganz hervorragend funktioniert.“

Bildzeile: Dr. Andreas Junius mit Dackeldame Xeva am Strand der Gardiners Bay.
Ermäßigung wurde gestrichen, jetzt soll er jährlich 96 Euro bezahlen
Lünen, 13.07.2012 (profact) – Mit einem Hilferuf wandte sich Franz Macha (59) an die Tierschutzorganisation TASSO e.V. Die Stadt Lünen hatte ihm die 50-prozentige Ermäßigung auf die Hundesteuer gestrichen. Ab sofort soll er 96 Euro pro Jahr für seinen Yorkshire-Terrier „Toby“ zahlen. „Das schaffe ich nicht“, sagt der Frührentner. „Nach Abzug aller Kosten bleiben mir monatlich nur ein paar Euro zur freien Verfügung.“
TASSO wandte sich an die Stadtverwaltung. Und erfuhr, dass „aus Gründen der Haushaltskonsolidierung“ die Steuerbefreiungen größtenteils gestrichen wurden. Stadtkämmerer Hans Georg Schlienkamp: „Zu den weggefallenen Steuerbefreiungen gehörte auch eine Ermäßigung für Empfänger von Leistungen zum Lebensunterhalt nach dem Bundessozialhilfegesetz und diesen einkommensmäßig gleichstehenden Personen, also auch Bezieher von Arbeitslosengeld II.“ Franz Macha gehört zu diesen Empfängern, folglich muss er die Hundesteuer nun in vollem Umfang bezahlen. Was er absolut nicht einsieht: „Die Hundehalter sollen helfen, den städtischen Haushalt zu sanieren? Das finde ich unverschämt! Wenn das Geld in Tierschutzprojekte investiert würde, hätte ich ja noch ein Einsehen. Aber damit Schulden abbauen?“
Kämmerer Schlienkamp verweist dagegen auf den erhöhten Personalaufwand, der durch die Bearbeitung der Anträge auf Steuerermäßigungen entstehen würde: „Die Städte in der Haushaltssicherung, zu denen auch Lünen gehört, sind in besonderer Weise verpflichtet, durch kostengünstige und effiziente Prozesse die Verwaltungstätigkeit zu verschlanken. Die Satzungsänderung zur Hundesteuer ist Teil dieses Konzeptes.“ Machas Antwort: „Sollen die doch die Hundesteuer ganz abschaffen, dann könnten die noch mehr Personal und damit Kosten einsparen.“
Gespannt wartet der Rentner nun auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Dort ist seit kurzem eine Klage anhängig, nach der die deutsche Hundesteuer gegen diverse Artikel der Menschenrechtskonvention verstößt. Vorgebracht hatte die Klage der Rechtsanwalt Dr. Elmar Vitt, flankiert durch die Kampagne „Stoppt die Hundesteuer“, einer Initiative von TASSO e.V., dem Hundemagazin Dogs und anderen Organisationen. Mehr als 80.000 Hundebesitzer unterstützten per Internet-Voting die Klage. „Hundesteuer ist reine Willkür“, ärgert sich Macha. „Meinen Toby behalte ich, auch wenn ich das Geld für die Steuer nicht aufbringen kann. Der kommt auf keinen Fall ins Tierheim!“
Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale, sieht im „Fall Macha“ ein weiteres Beispiel dafür, wie die Hundesteuer für Zwecke verwendet wird, die gar nichts mit der Hundehaltung zu tun haben. „Das zeigt in drastischer Weise deren unsoziale und unethische Seite und beweist, wie wichtig unsere Initiative ist.“

Bildzeile: Rentner Franz Macha mit Yorkshire Toby. Foto: TASSO e.V/Imlau
Schon nach wenigen Minuten können mehr als 50 Grad erreicht sein
Hattersheim, 03.07.2012 (profact) – Auch wenn es manchmal unwahrscheinlich aussieht: Auch in diesem Sommer wird es wieder viele heiße Tage geben – und es werden sich erneut viele tierische Tragödien abspielen: Autofahrer parken in praller Sonne – mit dem Hund im Fahrzeug.
„Dabei reichen schon eigentlich harmlose 25 Grad Außentemperatur, um das Innere des Wagens in wenigen Minuten auf über 50 Grad aufzuheizen“, erklärt Philip McCreight von TASSO. „Wir haben das an uns selbst in einem Test nachgewiesen. Für einen Hund würde das akute Lebensgefahr bedeuten, ein paar Zentimeter heruntergelassene Seitenscheiben bringen dabei so gut wie keine Abkühlung!“ Selbst wenn der Wagen im Schatten abgestellt wurde, sei dies oft keine Lösung, so der Tierschützer. „Die Sonne wandert. Wer das nicht bedenkt, handelt unverantwortlich.“
Wie Recht McCreight mit dieser Aussage hat, zeigt ein Fall, der sich im bayrischen Landshut abgespielte. Polizeibeamte mussten einen bereits kollabierten Hund aus einem in praller Sonne geparkten Auto befreien. Laut Medienberichten herrschten 27 Grad Außentemperatur, das Auto hatte etwa eine Stunde mit spaltbreit geöffneten Fenstern in praller Sonne gestanden. Gegen den 65-jährigen Hundebesitzer habe die Polizei Ermittlungen wegen einem Verstoß nach dem Tierschutzgesetz eingeleitet.
Plakate und Infokarten zur Aufklärung
Zur Aufklärung über solch leichtfertiges Verhalten stellt TASSO Plakate und Infokarten bereit, die Tierfreunde beispielsweise auf Parkplätzen an Supermärkten, Zoos oder Vergnügungsparks verteilen können. „Das Material ist kostenlos und kann auf unserer Website www.tasso.net angefordert werden“, sagt McCreight und empfiehlt denjenigen, die einen apathisch wirkenden, stark hechelnden Hund in einem geparkten Auto entdecken, einen Anruf bei der Polizei. Außerdem sollte der Besitzer ausfindig gemacht werden, beispielsweise durch einen Ausruf in den angrenzenden Geschäften oder über die Verantwortlichen von Zoos und Parks.
„Die Polizeibeamten werden wahrscheinlich bei Gefahr für das Tier eine Scheibe des Wagens einschlagen und den Hund befreien“, so McCreight. Und wenn die Beamten nicht oder nicht rechtzeitig kommen? „In solchen Fällen spielt die Verhältnismäßigkeit eine große Rolle: Das Leben des Hundes gegen die Kosten einer Seitenscheibe. Richtige Tierschützer wissen, wie sie sich in solchen Fällen entscheiden müssen.“ Die Kosten für den Einsatz der Polizei jedenfalls hat nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz (AZ 12 A 10619/05) der Hundebesitzer tragen. „Außerdem kann er mit einer Anzeige wegen Tierquälerei rechnen“, ergänzt der TASSO-Chef.
Joachim Fritz von der „Kleintierklinik am Landratsamt“ in Heilbronn: „Ein Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall, und das Tier muss so schnell wie möglich in tierärztliche Behandlung!“ Er empfiehlt, den Hund richtig nass zu machen und das Wasser im Fell einzumassieren. Anschließend sollte der nasse Hund im Auto bei geöffneten Fenstern oder stark blasender Klimaanlage so schnell wie möglich zum nächsten Tierarzt gebracht werden. „Je schneller das Wasser verdunstet, desto schneller kühlt sich der Körper des Hundes ab und desto geringer ist die Gefahr von Folgeschäden“, sagt er.
Hier sehen Sie, was sich im Sommer in einem Auto abspielt:
http://www.youtube.com/watch?v=FRf9C_WYkA4
Hund auf offener Straße totgeschlagen – TASSO setzt 500 Euro Belohnung für Hinweise aus
Hattersheim, 29.06.2012 (profact) – Ein an Brutalität kaum zu überbietender Fall von Tierquälerei ereignete sich laut Medienberichten am 16. Juni 2012 in Frankfurt-Sachsenhausen. Mit massiven Schlägen und Tritten gegen Kopf und Körper soll ein offensichtlich betrunkener Mann seinen Hund zu Tode gequält haben. Wie die Polizei mitteilt, ereignete sich die Tat gegen 19.20 Uhr in der Mörfelder Landstraße in Höhe der Hausnummer 230. Anschließend habe sich der Unbekannte auf sein Fahrrad gesetzt und sei in Richtung Niederrad/Oberforsthauskreisel davongefahren. Dabei soll er den reglosen Hundekörper an der Leine hinter sich hergezogen haben. Der Mann wird wie folgt beschrieben: etwa 40 Jahre alt, ca. 180 cm groß, dunkle wellige Haare und Dreitagebart. Er trug dunkle Kleidung, auffällig schwarz-orangefarbene Schuhe und hatte ein orangefarbenes Mountainbike. Bei dem Hund handelte es sich um ein mittelgroßes, etwa kniehohes Tier mit dunklem Fell, hängenden Ohren und einer ca. 30 cm langen Rute.
„Wir sind entsetzt über die unglaubliche Grausamkeit, mit der hier ein fühlendes, wehrloses Mitlebewesen getötet wurde“, sagt Mike Ruckelshaus, tierschutzpolitischer Sprecher der Tierschutzorganisation TASSO e.V. „Daher haben wir uns entschieden, eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise auszusetzen, die zur Ergreifung des Täters führen.“ Diese Tat stellt laut Ruckelshaus keineswegs ein Bagatelldelikt dar, sondern gelte nach dem Tierschutzgesetz als Straftat, die mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren geahndet werden könne. Isabell Neumann, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Frankfurt, ergänzt: „Es können sich auch Zeugen melden, denen dieser Hund aus der Nachbarschaft bekannt war, die ihn aber womöglich schon längere Zeit nicht mehr gesehen haben.“
Sachdienliche Hinweise nimmt das Polizeipräsidium in Frankfurt am Main unter der Rufnummer 069/755 53 111 beziehungsweise 069/755 56 608 entgegen. Darüber hinaus können sich mögliche Zeugen des Vorfalls auch direkt an TASSO (Tel. 06190/937-300) wenden. Auf Wunsch werden Hinweise vertraulich behandelt.
Hattersheim, 22.06.2012 (profact) - Diana Eichhorn - den meisten Tierfreunden als fachkundige Moderatorin des VOX-Magazins „hundkatzemaus“ bekannt - unterstützt das Online-Tierheim shelta künftig als Schirmherrin. Entwickelt und betrieben wird das Portal, über das aktuell rund 4000 Tiere ein neues Zuhause suchen, von der Tierschutzorganisation TASSO e.V.
Diana Eichhorn: „Ich möchte mit meiner Schirmherrschaft dazu beitragen, dass verlassenen oder ausgesetzten Tieren geholfen wird. Rasse oder Stammbaum sollten dabei egal sein. Bei einem Hund beispielsweise empfinde ich es zudem als Vorteil, ein erwachsenes Tier aufnehmen zu können. Ich jedenfalls hatte bisher einfach nie die Zeit, um einem Welpen wirklich gerecht zu werden.“
Ihre beiden Hunde Momo und Pierrot seien auch „Second-Hand-Hunde“ gewesen, sagt sie. Und sie habe es nie bereut, auch wenn Pierrot die eine oder andere „Macke“ aus seinem früheren Leben mitgebracht hätte. „Auch Klein Maggie, mein neues Familienmitglied, ist aus dem Tierschutz. Sie ist ein spanisches Mischlingsmädel von der Straße, war aber bereits in Deutschland auf einer Pflegestelle, und so konnte ich sie kennenlernen. Es ist einfach ein schönes Gefühl, wenn man einem Tier, das möglicherweise falsch verstanden, falsch erzogen, schlecht gehalten, verlassen oder schlecht behandelt wurde, das Vertrauen in den Menschen zurückgeben kann. Es sind sehr dankbare Augen, die einen dann Tag für Tag anschauen.“
Web-Adresse: www.shelta.net
Über Diana Eichhorn
Aufgewachsen in Düren mit Hunden, Katzen und einem Pony, zog es die tierliebe Rheinländerin schon mit 17 Jahren nach Köln. Hier entschied sie sich, das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nachzuholen. Währenddessen begann sie parallel eine Ausbildung in Sprecherziehung und Stimmbildung, nahm Schauspielunterricht und ließ sich beim Moderatorentraining professionell coachen. Ihre große TV-Karriere begann Ende der 1990er Jahre beim ZDF mit dem „Fernsehgarten“ und „Grün & Bunt - das Gartenmagazin“, bevor sie mit der Sendung „hundkatzemaus“, die von ihr seit 2001 durchgängig moderiert wird, sowie u.a. Formaten wie „Profis auf vier Pfoten“ und „TopDog - Deutschland sucht den Superhund“ zur Protagonistin und Anker-Moderatorin für Haustierthemen im deutschen Fernsehen wurde. Darüber hinaus ist Diana Eichhorn bekannte Buchautorin und Radio-Sprecherin. Zu ihrem Haushalt gehören heute neben Mann und Kind der Wallach Wapiti, der Kater Smudo, Fische, Garnelen und seit Neuestem auch die Mischlingshündin Klein Maggie. Tiere gehören untrennbar zu ihrem Leben, und es ist selbstverständlich für Diana Eichhorn, sich für den Tierschutz zu engagieren. Weitere Informationen unter: www.diana-eichhorn.de

Bild: Copyright Diana Eichhorn
Großer Erfolg für das Bündnis „Pro Katze“ – Kastration, Kennzeichnung und Registrierung werden Pflicht – Kastrationsaktion zur Eindämmung der Population geplant
Hattersheim / Osnabrück, 21. Juni 2012 – Ab 1. August dieses Jahres werden die geschätzten 15.000 Katzen in den Haushalten der niedersächsischen Stadt Osnabrück „amtlich erfasst“: Handelt es sich um Freigänger, müssen diese künftig kastriert, per Chip oder Tätowierung gekennzeichnet und in einer Haustierdatenbank, beispielsweise bei TASSO, registriert werden.
Betroffen von dieser Maßnahme sind in erster Linie die unzähligen verwilderten Katzen, deren Population sich durch unkastrierte Freigänger ständig erhöht. Der Rat der Stadt Osnabrück hat nun die unter Mitwirkung des Bündnisses „Pro Katze“ entworfene Vorlage zur Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht gebilligt. Das Bündnis „Pro Katze“ hat maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen: durch Gespräche mit den Behörden, die Mitarbeit im Arbeitskreis und dem Organisieren von Infotischen. Für das Kastrieren der verwilderten Katzen werden von der Stadt Osnabrück 20.000 Euro bereitgestellt. „Pro Katze“ wird den Beschluss durch Öffentlichkeitsarbeit und konkrete Hilfe bei den Kastrationsprojekten unterstützen.
Das Bündnis „Pro Katze“ ist ein Zusammenschluss der Tierschutzorganisationen TASSO e. V., dem Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) und VIER PFOTEN.
Tierschutzorganisationen begrüßen Entschluss des Stadtrats
„Die Erfolge in Städten wie Bonn, Bremen oder Oldenburg zeigen ganz deutlich, dass Kastrieren, Kennzeichnen und Registrieren freilaufender Katzen deren unkontrollierter Vermehrung optimal entgegenwirkt“, erklärt Philip McCreight, Leiter von TASSO. „Die Stadt Osnabrück hat nun ebenfalls Vorbildfunktion, für den Tierschutz allgemein ist das ein großer Erfolg. Das Bündnis wird die Umsetzung praktisch unterstützen und fachkundige Hilfestellung geben.“
Für Dr. Martina Stephany von der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN ist die Verabschiedung des Beschlusses ein Votum für mehr Aufklärung im Tierschutz: „Nach anfänglicher Skepsis seitens bestimmter Mandatsträger hat sich schließlich doch die Einsicht durchgesetzt, dass den Katzen damit am besten geholfen wird.“
Petra Zipp vom bmt ergänzt: „Das gemeinsame Engagement der drei ansonsten unabhängig voneinander agierenden Tierschutzorganisationen im Bündnis ‚Pro Katze‘ zeigt: Zusammen lässt sich mehr erreichen!“
Über das Bündnis „Pro Katze“
TASSO e.V., der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) und VIER PFOTEN haben sich im März 2012 zusammengeschlossen und das Bündnis „Pro Katze“ gegründet. Gemeinsam setzen sich die drei großen Tierschutzorganisationen für eine bundesweite Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht von Freigängerkatzen ein. Um der entsprechenden Petition an die verantwortliche Politikerin Ilse Aigner Nachdruck zu verleihen, sammelt das Bündnis „Pro Katze“ Unterschriften auf www.tasso.net/Kastration-von-Katzen.

Bildzeile: Streunerkatzen brauchen unsere Hilfe. ©VIER PFOTEN
1,1 Millionen Tierschützer setzen EU unter Druck
Unterschriftenlisten in Brüssel übergeben – TASSO-Tierfreunde sind maßgeblich beteiligt – Kommissar kündigte Überarbeitung der derzeitigen Verordnung an
Hattersheim/Brüssel, 11.06.2012 (profact) – Im Rahmen der "8hours-Kampagne" und in Anwesenheit internationaler Tierschutzorganisationen nahm EU-Kommissar John Dalli jetzt 1.103.248 Unterschriften gegen Langzeittransporte von Schlachttieren entgegen. Über 100 europäische Tierschutzorganisationen hatten die Aktion unterstützt, in Deutschland kamen mehr als 370.000 Unterschriften zusammen, ein großer Teil von TASSO-Tierfreunden.
Angesichts der enormen Reaktion räumte EU-Kommissar Dalli bei der Übergabe in Brüssel ein, dass die derzeitigen Transportbestimmungen verbesserungswürdig seien. Er kündigte an, eine Überarbeitung der Tierschutztransportverordnung (EG) Nr. 1/2005 vorzuschlagen, die unter anderem kürzere Transportzeiten berücksichtige.
Für Projektkoordinator Adolfo Sansolini ist damit eine wichtige Etappe erreicht: Die im vergangenen Jahr von der Tierschutzorganisation „Animals‘ Angels“ initiierte Kampagne hat es sich zum Ziel gesetzt, unter anderem Schlachttiertransporte in Europa auf maximal acht Stunden begrenzen zu lassen.
Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V.: „Das Votum von über einer Million europäischer Tierfreunde ist eindeutig. Wir erwarten nun von der EU-Kommission, dass sie umgehend einen Verordnungsentwurf vorlegt, der endlich den Belangen des Tierschutzes Rechnung trägt. Die Transportdauer von Schlachttieren muss unbedingt auf acht Stunden begrenzt werden!“

Bildzeile: Tierschützer übergeben die Unterschriftenlisten gegen tierquälerische Langzeittransporte von Schlachttieren. Im Bild ganz rechts: Philip McCreight von TASSO e.V.
Link zur Website der „8hours“-Kampagne: http://www.8hours.eu/
Osnabrück auf dem Weg zur Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht
Hattersheim/Osnabrück, 5. Juni 2012 – Schätzungen zufolge gibt es rund 15.000 Stubentiger in den Haushalten der niedersächsischen Stadt Osnabrück. Hinzu kommen unzählig viele verwilderte Katzen. „Gewähren Besitzer ihren nicht kastrierten Tieren Zugang ins Freie, tragen diese erheblich zur Vergrößerung der Streunerkatzen-Population und dem damit verbundenem Leid bei“, erläutert Petra Zipp vom Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt).
Das Bündnis „Pro Katze“, ein Zusammenschluss der Tierschutzorganisationen TASSO e. V., VIER PFOTEN und bmt, hat sich dieser Problematik angenommen und intensive Aufklärungsarbeit betrieben. Mit Erfolg. Die Stadt Osnabrück erkannte, dass dringend Handlungsbedarf besteht und eine Beschlussvorlage ausgearbeitet, an der das Bündnis „Pro Katze“ im Vorfeld mitgewirkt hat. Demnach sollen Katzen künftig kastriert, gekennzeichnet und registriert werden.
„Bislang wurde die Registrierungspflicht von sehr wenigen Gemeinden aufgenommen. Dabei ist sie unverzichtbar, damit ein Tier im Verlustfall seinem Besitzer schnell zugeordnet und zurück gebracht werden kann“, so Philip McCreight, Leiter von TASSO e.V. Der Verordnungsentwurf sieht zudem Zuschüsse für Öffentlichkeitsarbeit und Kastrationen von Hauskatzen und verwilderten Samtpfoten vor.
„Nach Verabschiedung des vorgelegten Beschlusses wird das Bündnis „Pro Katze“ die Stadt Osnabrück bei der Umsetzung von Kastrationen und der Öffentlichkeitsarbeit tatkräftig zur Seite stehen“, bekräftigt Dr. Martina Stephany von der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN. Das Bündnis fordert den Rat der Stadt Osnabrück auf, allen geplanten Maßnahmen zuzustimmen und somit eine Vorbildfunktion in Sachen Katzenschutz einzunehmen.
Interessierte Bürger können den Verordnungsentwurf unter folgendem Link einsehen:
https://ris.osnabrueck.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1001026&options=4
In Dänemark Hunde nicht frei herumlaufen lassen
Privatleute haben unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, fremde Tiere auf ihrem Grundstück zu erschießen
Hattersheim, 31.05.2012 (profact) – Das dänische Feld- und Weggesetz von 1872 (mark- og vejloven) erlaubt Privatleuten, freilaufende Hunde und Katzen auf ihrem Grundstück zu erschießen. Zuvor müsse der Besitzer des Vierbeiners allerdings gewarnt werden. Ist dieser nicht bekannt, genüge auch eine Anzeige in der örtlichen Tageszeitung. Mike Ruckelshaus, tierschutzpolitischer Sprecher von TASSO erklärt, dass sich inzwischen beispielsweise Landwirte häufig durch pauschale Anzeigen ihrer individuellen Informationspflicht entledigen. „Deutsche Hundebesitzer, die in Dänemark ihren Urlaub verbringen, erfahren normalerweise nichts von den Warnungen“, sagt er. „Es herrscht zwar ein Leinenzwang an den Stränden vom 1. April bis zum 30. September und in den Wäldern ganzjährig, an den sich aber viele nicht halten. Sollte ein Hund beim freien Herumlaufen auf ein Privatgrundstück gelangen, für das Warnungen veröffentlicht wurden, riskiert er somit sein Leben.“
Ruckelshaus bezieht sich in seiner Warnung auf Berichte dänischer Medien. Im April dieses Jahres seien demnach ein Hund und eine Katze durch Schüsse von Grundstückseigentümern ums Leben gekommen. „Die Fernsehsender DR und TV2 haben über diese Vorfälle berichtet, die Tierschutzorganisation ‚Dyrenes Beskyttelse‘ sammelt derzeit Unterschriften für eine Gesetzesänderung“, so Ruckelshaus. Schließlich stehe der Ruf Dänemarks als hundefreundliches Urlaubsland auf dem Spiel. „600.000 gemeldete Hunde leben in Dänemark, jeder neunte Däne ist Hundehalter, in Deutschland nur jeder 15.“, sagt er. „Die Dänen haben eine besondere Beziehung zu ihren Hunden. Das beweisen auch die zahlreichen Sportstätten, Museen, Gärten und Freizeitparks, die den Zutritt mit Hunden gestatten.“
Der Tierschützer fordert deshalb von der dänischen Regierung die umgehende Novellierung dieses „feudalherrschaftlich anmutenden“ Gesetzes, das so gar nicht zu Dänemark passe. „Der Abschuss freilaufender oder unbeaufsichtigter Hunde lediglich aufgrund unerlaubten Betretens eines Grundstücks ist nach meiner Auffassung nicht verhältnismäßig und verstößt gegen alle Prinzipien des ethisch motivierten Tierschutzes“, sagt Ruckelshaus. „Hier sind in jedem Fall weniger harte Maßnahmen beziehungsweise Sanktionen gegen den Halter angebracht. Auch ein Hund ist ein Lebewesen, das genau wie wir ein Recht auf Leben und Unversehrtheit hat.“
Weitere Informationen unter www.tasso.net/Daenemark
Unterschriftensammlung und Klage vor dem Europäischen Gerichtshof
Hattersheim, 22.05.2012 (profact) – Sind Hunde Luxusartikel, für die Steuern zu entrichten sind? Auf dieser Kernfrage basiert eine soeben gestartete gemeinschaftliche Initiative der führenden Tierschutzorganisationen TASSO und Deutscher Tierschutzbund, dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) und dem Hundemagazin Dogs. "Die Erhebung einer Hundesteuer ist nicht nur unsozial und ungerecht, sondern auch schon lange nicht mehr zeitgemäß", begründet Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., das Engagement. Tatsache ist: Bis auf wenige Länder wie Deutschland, Österreich, Luxemburg, die Schweiz und Namibia haben alle Staaten die Hundesteuer in den vergangenen Jahren abgeschafft. In Deutschland basiert die Abgabe unter anderem auf einem Beschluss der „Fürstlich Isenburgischen Regierung“ vom 28. Februar 1807. Demnach durfte die Stadt Offenbach am Main Hundesteuer erheben, um die städtischen Kriegsschulden zu tilgen.
Daran hat sich bis heute eigentlich nichts geändert. Nach wie vor dient die Hundesteuer – deren Höhe Städte, Gemeinden und Kommunen nach eigenem Gusto bestimmen – zum Stopfen von Haushaltslöchern oder zur Finanzierung von Projekten, die mit Tierhaltung nicht das Geringste zu tun haben. Mit der Initiative unter dem Motto „Stoppt die Hundesteuer“ wollen die beteiligten Organisationen den Gesetzgeber veranlassen, diesen Missstand abzuschaffen. Entsprechende Unterschriftensammlungen laufen (http://www.dogs-magazin.de/content/hundesteuer/eingabe.html).
Schützenhilfe gibt der Rechtsanwalt und Hundebesitzer Dr. Elmar Vitt. Nachdem er mit einer Klage gegen die Hundesteuer beim Bundesgerichtshof scheiterte - die höchsten Richter hatten entschieden, den Fall gar nicht erst zu verhandeln -, klagt Vitt nun vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Gestützt ist die Klage auf Art. 34 MRK (Europäische Menschenrechtskonvention). Nach seiner Auffassung würde die deutsche Rechtslage zur Hundesteuer fundamentale Rechte aus der MRK verletzen, darunter Art. 8 Abs.1 (Schutz vor staatlichen Eingriffen in das Privatleben), Art. 13 (Recht auf wirksamen Rechtsschutz gegen Maßnahmen des Staates) und Art. 14 (Verbot der Diskriminierung).
Philip McCreight von TASSO verweist in diesem Zusammenhang auf die längst überholte Lenkungsfunktion der Hundesteuer, die von Befürwortern noch immer vorgebracht wird: „Mit der Hundesteuer die Anzahl der Hunde zu begrenzen, ist ein Trugschluss“, sagt er. „Das zeigen die Zahlen der Länder, die erst in jüngster Zeit die Hundesteuer abgeschafft haben, Großbritannien, Schweden und Frankreich beispielsweise. Es gibt meines Wissens keine Untersuchung, wonach sich dort die Anzahl der Hunde nach Einführung der Steuerfreiheit signifikant erhöht hat.“
Zusammen mit dem Tierheim Butzbach und der Hundeschule Elmi startete die Tierschutzorganisation TASSO e.V. das Projekt „Hunde bewegen Menschen“
Wenn Kinder von Tieren lernen
Projekt-Schirmherrin Radost Bokel (ein Sohn, zwei Hunde) besuchte die Auftaktveranstaltung
Hattersheim/Butzbach, 04.05.2012 (profact) – „Kinder und Hunde sind eigentlich wie füreinander geschaffen“, meint Philip McCreight, Leiter von TASSO. „Vorausgesetzt, beide verstehen die Körpersprache und Signale des anderen.“ Dies sei aber bei vielen Kindern nicht immer der Fall. Ganz besonders schwierig wäre es bei so genannten verhaltensauffälligen Kindern, beispielsweise mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom (ADHS). „Für die konfliktlose Annäherung sind hier klassischerweise spezielle Therapiehunde im Einsatz“, so der Tierschützer. „Mit unserem Projekt ‚Hunde bewegen Menschen‘ wollen wir zeigen, dass auch freundliche Tierheimhunde diese Aufgabe meistern können.“
Die „Probe aufs Exempel“ fand jetzt im Tierheim Butzbach bei Gießen statt, mit sieben Jungs der Martin-Luther-Förderschule in Buseck bei Gießen und sieben Tierheimhunden. Unter der Leitung des Hundetrainers Bijan Elmi lernten die 11- bis 14-Jährigen beispielsweise, Berührungsängste abzubauen und den Vierbeinern kleine Kunststückchen beizubringen. „Seit mehr als 20 Jahren sorge ich mit meiner Hundeschule für ein verständnisvolleres Miteinander von Kind und Tier“, erklärt Elmi. „Das Projekt ‚Hunde bewegen Menschen‘ wurde von mir entwickelt und basiert auf einer Initiative, die sich bereits seit längerem mit Formen der tiergestützten Therapie beispielsweise in der Psychiatrie, aber auch in Seniorenheimen, Kliniken, Schulen und Kindergärten befasst.“ Für Kinder mit ADSH habe Elmi ein ganz besonderes und sehr wirkungsvolles Trainingsprogramm entwickelt. Projekt-Schirmherrin und Schauspielerin Radost Bokel („Momo“) staunte denn auch nicht schlecht: „Selbst diejenigen, die vorher keine Sekunde ruhig stehen konnten, sind plötzlich ganz still und konzentrieren sich auf den ihnen zugewiesen Hund“, sagte sie.
Für Klassenlehrein Tina Karger ist dies nicht ungewöhnlich: „Die Kinder haben sehr schnell bemerkt, dass die Hunde ihnen gegenüber völlig unvoreingenommen sind und sich bei fehlender Aufmerksamkeit einfach anderen Dingen zuwenden.“ Wer mit dem Vierbeiner spielen will, müsse sich halt auf ihn konzentrieren.“ Dies habe gerade bei verhaltensauffälligen Kindern einen erstaunlich positiven Aspekt, so die Pädagogin. „Ein folgsamer Hund stärkt das Selbstvertrauen, die soziale Verantwortung wird langfristig ebenso gefördert wie die Toleranz anderen gegenüber.“
Für Tierheimleiterin Martina Löhwing ist das Projekt „Hunde bewegen Menschen“ der Beweis, dass auch Tierheimhunde unter fachgerechter Anleitung pädagogisch wertvoll sein können. Und die Hunde würden ebenfalls profitieren: „Sie genießen es, plötzlich wieder im Mittelpunkt zu stehen und jemanden zu haben, der sich mit ihnen befasst. Diese individuelle Zuwendung können wir den Hunden mangels Personal gar nicht zukommen lassen.“ Hundetrainer Elmi ergänzt: „Die intensiven Interaktionen mit Menschen und Artgenossen wirkt sich positiv auf die Sozialisierung und das Verhalten der Hunde aus und stellt eine willkommene Abwechslung vom Tierheimalltag dar.“
Einmal pro Woche für jeweils eine Stunde sollen die Kinder nun den spielerischen Umgang mit den Hunden lernen. TASSO unterstützt das Projekt „zum besseren Verständnis des Tierheimhundes und des Hundes im Allgemeinen in der Gesellschaft und zur besseren Akzeptanz der Hundehaltung“, so Philip McCreight. „Weitere soziale Institutionen sind als Projektteilnehmer herzlich willkommen.“
Projekte zum Thema „Kind & Tier“ können noch bis zum 31. Mai 2012 eingereicht werden
Hattersheim, 20.04.2012 (profact) – Zum fünften Mal in Folge vergibt TASSO e.V. den Tierschutzpreis „Goldene Pfote“. Unter dem neuen Motto „Kind und Tier“ soll das respektvolle Miteinander von Kindern und Tieren ausgezeichnet werden. „Die Projekte können sowohl im sozialen als auch im therapeutischen oder medizinischen Bereich angesiedelt sein“, erklärt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation. Auf jeden Fall müsse die Initiative dem Tierschutzgedanken Rechnung tragen. Für den rein nationalen Preis könnten sich auch dieses Jahr Tierschutzorganisationen und -vereine aus dem Inland, Tierärzte, Therapeuten, Schulen und Kindergärten aber auch Privatpersonen bewerben, so McCreight. "Mit dem neu gewählten Motto 'Kind und Tier' möchten wir die Wichtigkeit des Tierschutzes bereits im Kindesalter unterstreichen", ergänzt Heike Engelhart, Projektleiterin für die „Goldene Pfote“.
Eine kompetente Jury bewertet die eingereichten Projekte: Fernsehmoderatorin Nina Ruge, Tierärztin Dr. Anette Fach, Frank Weber, Moderator beim TV-Sender VOX und Leiter des Franziskus-Tierheims vom „Bund gegen Missbrauch der Tiere“ in Hamburg, Diana Stein vom Wiesbadener Kinderhospiz "Bärenherzstiftung" und Philip McCreight, Leiter von TASSO. Tierfreunde können überdies online ihre Stimme abgeben. Dotiert sind die drei Preiskategorien mit insgesamt 8.000 Euro. Schirmherrin der diesjährigen „Goldenen Pfote“ ist die Schauspielerin („Momo“) Radost Bokel, unterstützt wird der Event vom Tiernahrungshersteller Royal Canin.
Die Bewerbungsfrist läuft bis 31. Mai 2012. Unterlagen gibt es direkt bei TASSO (Frankfurter Str. 20, 65795 Hattersheim) und auf der TASSO-Homepage www.tasso.net.
Bildzeile:
Hat ein Herz für Kinder und Tiere: Schauspielerin Radost Bokel.
(Foto: TASSO e.V., Achim Imlau)
Hattersheim, 04.04.2012 (profact) - Sie leben im Geheimen, auf Industriebrachen und Bauernhöfen: Streunerkatzen. Rund zwei Millionen von ihnen soll es derzeit in Deutschland geben. Mit steigender Tendenz. So können eine Katzenmutter und die ihr unmittelbar nachfolgenden Generationen innerhalb von vier Jahren mehr als 2.000 Junge in die Welt setzen.
Einzige tierschutzgerechte Gegenmaßnahme ist die Kastration. Doch die ist kostspielig und zeitaufwändig. Deshalb haben die Tierschutzorganisationen TASSO e.V., der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) und VIER PFOTEN das Bündnis „Pro Katze“ ins Leben gerufen. Ziel: Die Einführung gesetzlicher Regelungen zur Kastration, Kennzeichnung und Registrierung von Katzen mit Freigang. Darüber hinaus wird das Bündnis öffentlichkeitswirksame regionale Kastrationsaktionen in ganz Deutschland durchführen, um die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren.
Schauplatz der ersten Katzenkastrationsaktion des Bündnisses war das Tierheim „Arche Noah“ in Brinkum bei Bremen. Premierenkandidat: Ein namenloser schwarz-weiß-brauner Kater, eingefangen auf einem Bauernhof in der Nähe. Innerhalb weniger Minuten sorgte Tierärztin Anita Seide dafür, dass dieser Kater, ebenso wie seine Artgenossen aus der gleichen Streunerpopulation, künftig keine Kätzchen mehr zeugen wird.
Mike Ruckelshaus, tierschutzpolitischer Sprecher bei TASSO, betont: „Nicht nur die Streunerkatzen selber, auch unkastrierte Hauskatzen mit Zugang ins Freie tragen zu einer Verschärfung des Problems bei.“ Er appelliert deshalb an alle Katzenbesitzer, sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein und eigene Tiere zu kastrieren, da sich die Straßenkatzen auch mit Hauskatzen paaren. „Die stetig anwachsende Population der Straßenkatzen und das daraus resultierende Katzenleid sind schon jetzt durch den Tierschutz allein nicht mehr zu bewältigen“, sagt Ruckelshaus. Neben weiteren Kastrationsaktionen in ganz Deutschland soll auch eine Online-Petition an die für Tierschutz zuständige Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner auf den Weg gebracht werden. „Außerdem planen wir einen Aufruf an den Deutschen Städte- und Gemeindebund. Denn die unkontrollierte Vermehrung und das daraus resultierende Leiden der Streunerkatzen kann nur auf politischer Ebene durch gesetzliche Regelungen gelöst werden“, sagt er und verweist auf das „Paderborner Modell“: Die nordrhein-westfälische Stadt hat bereits 2008 eine Verordnung erlassen, nach der Freigängerkatzen grundsätzlich kastriert und eindeutig gekennzeichnet sein müssen. „Mit nachhaltigem Erfolg“, unterstreicht Ruckelshaus.
Mehr zum Thema erfahren Sie unter: www.tasso.net/Kastration-von-Katzen. Hier finden Sie auch die Online-Petition und eine entsprechende Unterschriftenliste zum Ausdrucken.
TASSO e.V., VIER PFOTEN und bmt fordern Kastrationspflicht für Freigänger
Hattersheim, 21.03.2012 (profact) – TASSO e.V., VIER PFOTEN und der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) haben sich zusammengeschlossen und das Bündnis „Pro Katze“ gegründet. Gemeinsam setzen sich die drei großen Tierschutzorganisationen für eine bundesweite Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht von Freigängerkatzen ein. Um der entsprechenden Petition an die verantwortliche Politikerin Ilse Aigner Nachdruck zu verleihen, sammelt das Bündnis „Pro Katze“ ab sofort Unterschriften. Tierfreunde werden gebeten, an der Online-Petition auf www.tasso.net/Tierschutz/Aktionen/Kastration-von-Katzen teilzunehmen. Die Unterschriftenliste kann außerdem heruntergeladen und weitergegeben werden.
„Streunende Katzen führen ein jämmerliches Dasein. Sich selbst überlassen, kämpfen sie täglich ums Überleben. Viele sterben qualvoll an Hunger und unbehandelten Krankheiten“, so Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN. „Bitte unterstützen Sie die gemeinsame Unterschriftenaktion. Je mehr Menschen mitmachen, desto eher können wir die Politiker von unserem Anliegen überzeugen!“ Um die Überpopulation von circa zwei Millionen Streunern einzudämmen, führen TASSO, VIER PFOTEN und der bmt Kastrationsprojekte durch und begleiten diese mit einer Aufklärungskampagne.
Philip McCreight, Leiter von TASSO e.V. erklärt: „Die einzige tierschutzgerechte Möglichkeit, das Problem der Streunerkatzen bundesweit und nachhaltig zu lösen, ist die Aufnahme gesetzlicher Regelungen zur Kastration, Kennzeichnung und Registrierung von Katzen mit Zugang ins Freie in das Tierschutzgesetz. Die kostenlose Registrierung bei TASSO führt darüber hinaus zu einer spürbaren Entlastung der Tierheime, denn registrierte Katzen können im Verlustfall umgehend an ihre Besitzer zurückvermittelt werden und verursachen keine Unterbringungskosten.“ TASSO betreibt Europas größtes Haustierzentralregister.
Der bmt unterhält bundesweit acht Tierheime. „In den Tierheimen werden Jahr für Jahr unzählige Jungkatzen aufgenommen, kastriert und möglichst an verantwortungsvolle Halter vermittelt. Für ältere Streunerkatzen dagegen ist es praktisch unmöglich, ein Zuhause zu finden“, so Petra Zipp, Vorsitzende des bmt.
Jetzt sind Fundtiere schneller wieder bei ihren Besitzern
Hattersheim/Butzbach, 16.03.2012 (profact) – Ein Lesegerät, mit dem unter der Haut von Katzen und Hunden steckende Chips (Transponder) abgefragt werden können, gehört eigentlich zur Grundausstattung eines Tierheims. Denn die von dem Chip gesendete Identifikationsnummer lässt sich einem Besitzer zuordnen – sofern dieser bei TASSO e.V. sein Tier mit der Chipnummer hat registrieren lassen.
Die Tierschutzorganisation aus Hattersheim betreibt Europas größte Haustierdatenbank mit inzwischen rund sechs Millionen Einträgen, überwiegend zu Hunden und Katzen. Läuft ein Vierbeiner weg, landet der entflohene Hausgenosse meist früher oder später in einem Tierheim. Dessen Mitarbeiter ermitteln mit dem Chip-Lesegerät den Code und geben ihn an TASSO durch. TASSO wiederum informiert den Besitzer, der dann sein Tier abholen kann. Verfügt das Tierheim allerdings über kein Lesegerät, bleibt nur die Hoffnung, dass sich der Besitzer irgendwann meldet. Konsequenz: Vor allem kleinere Tierheime sind voll mit Fundhunden und Fundkatzen, weil sich dessen Besitzer mangels Lesegerät nicht ermitteln lassen. Auch das Tierheim Butzbach besaß aus Geldmangel bisher kein eigenes Lesegerät und konnte nur auf eine Leihgabe zurückgreifen.
TASSO übergab nun dem Tierheim Butzbach, das in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert, das so dringend benötigte Hilfsmittel. Für Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale, war dies eine Herzensangelegenheit: „Das Lesegerät kommt unmittelbar den Fundtieren und ihren Besitzern zugute“, sagt er. „Denn damit lassen sich Hunde und Katzen über unsere Datenbank sofort dem Besitzer zuordnen und müssen nicht Tage oder Wochen im Tierheim zubringen.“ Wie Martina Löhwing. Leiterin des Tierheims Butzbach, erzählt, warten unter den derzeit 340 Tieren des Heims ein Dutzend Hunde und 85 Katzen auf ein neues Zuhause. Kämen neue Fundtiere hinzu, ließe sich deren Chip jetzt schnell auslesen. „Damit verringert sich die Unterbringungsdauer erheblich“, sagt sie. „Für uns und unsere Tiere ist das Lesegerät somit ein echter Glücksfall.“
Die „Arbeitsgemeinschaft Welpenhandel“ legt Umfrageergebnisse vor –
50 Prozent der billig erworbenen Hunde sind ernsthaft krank
Hattersheim, 15.02.2012 (profact) – Der billige Welpe von dubiosen Händlern erweist sich nach wie vor als Risiko. Denn rund die Hälfte der als „Schnäppchen“ erworbenen Hunde ist so krank, dass der Tierarzt helfen muss. Dabei entstehen Kosten von bis zu einigen Tausend Euro. Dies ist eines der Ergebnisse der aktuellen Umfrage unter Hundebesitzern, vorgelegt von der im Sommer vergangenen Jahres ins Leben gerufenen „Arbeitsgemeinschaft Welpenhandel“. Gründungsmitglieder sind unter anderem der „Verband für das Deutsche Hundewesen“ (VDH), die „Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V.“ (TVT), der „Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V.“ (bmt) sowie die Tierschutzorganisation TASSO e.V. Mit ihrem Expertenwissen unterstützen die Arbeitsgemeinschaft außerdem Dr. Barbara Schöning, Fachtierärztin für Verhaltenskunde und Tierschutz, und Anja Schimak, Doktorandin am „Institut für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen“ in Leipzig.
„Unsere Umfrage unter 336 Hundebesitzern zeigt eindeutig, dass immer noch dringender Handlungsbedarf gegen den unseriösen Welpenhandel besteht“, sagt Philip McCreight von TASSO, Europas führender Tierschutzorganisation im Bereich Rückvermittlung entlaufener Haustiere. Ein ganz besonderer Dorn im Auge der Experten seien die über das Internet angebotenen Welpen. „51 Prozent der Befragten haben Online-Anzeigen als Auslöser für den Hundekauf angegeben“, so McCreight. Gekauft hätten die Befragten zu 40 Prozent bei mehr oder weniger seriös auftretenden Züchtern und zu 28 Prozent bei Welpenhändlern. Aus dem Tierschutz wären lediglich 11 Prozent übernommen worden.
Udo Kopernik, Pressesprecher des VDH, sieht in der Aufklärung die einzige Chance, dem Treiben des unseriösen Welpenhandels Einhalt zu gebieten: „Jeder Markt wird von der Nachfrage gesteuert. So lange es Menschen gibt, die sich von einem vermeintlichen Sonderangebot blenden lassen, so lange wird es unseriöse Händler geben.“ Wie McCreight erklärt, will die „Arbeitsgemeinschaft Welpenhandel“ in den kommenden Monaten auf der Basis unwiderlegbarer Fakten verstärkt gegen den unseriösen Handel mit Welpen vorgehen. Dazu gehöre auch eine Doktorarbeit über den Zusammenhang von „Wühltischwelpen“ und typischen Hundekrankheiten. „Wir sprechen aber nicht nur Tierfreunde an“, sagt McCreight, „auch Volksvertreter und Meinungsbildner stehen auf unserer Agenda.“ Petra Zipp, Vorstandsvorsitzende des bmt, ergänzt: „Ein Hund ist kein Gebrauchsgegenstand, den man mal so nebenbei kauft und bei Nichtgefallen zurückgibt. Deshalb ist auch der Gesetzgeber gefordert, Maßnahmen zu Eindämmung des Welpenhandels einzuleiten.“ Dieser Meinung pflichten immerhin schon mehr als ein Viertel der Befragten bei: Sie fordern gesetzliche Schritte gegen den unseriösen Welpenhandel, sie sind für schärfere und bessere Kontrollen und plädieren für härtere Strafen.
Webadressen:
http://www.tasso.net
http://www.vdh.de
http://www.bmt-tierschutz.de
http://www.tierschutz-tvt.de
So viele Vierbeiner konnte die Tierschutzorganisation im Jahr 2011 erfolgreich und kostenlos zurückvermitteln
Hattersheim, 19.01.2012 (profact) – Fast 54.000 Besitzer von Hunden und Katzen sind überglücklich: Obwohl ihr Vierbeiner im vergangenen Jahr das Weite gesucht hatte, konnten sie ihn nach wenigen Tagen wieder in die Arme schließen. Möglich machte das die Tierschutzorganisation TASSO e.V. Seit 30 Jahren vermittelt der Verein entlaufene Hunde und Katzen ihren Besitzern zurück, durch Recherchen der Mitarbeiter, durch Plakate und Web-Veröffentlichungen und nicht zuletzt durch Halsbandplaketten. "Dabei sind sämtliche Leistungen von TASSO kostenlos", so Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale in Hattersheim. Der Verein finanziere sich ausschließlich durch freiwillige Spenden.
Dass TASSO bei diesem Angebot regen Zuspruch findet, liegt auf der Hand. So ist die Zahl der Neuregistrierungen während des vergangenen Jahres um 770.000 auf jetzt rund 5,9 Millionen Tiere gestiegen, davon sind 56 Prozent Hunde und 43 Prozent Katzen. Rassetiere dominieren die Einträge, sowohl bei den bellenden wie den miauenden Hausgenossen. Unter den Hunden können etwa 77 Prozent auf einen astreinen Stammbaum verweisen, unter den Katzen immerhin 33 Prozent. Schwarzes Fell dominiert übrigens: Die „Blackies“ repräsentieren bei Hunden 13, bei Katzen 14 Prozent. Auf lediglich 7 beziehungsweise 8 Prozent kommen weiße Fellnasen. Braunes Hundefell liegt weit abgeschlagen bei 5 Prozent. Anscheinend vollkommen selten sind unifarbene braune Katzen: Ihr Anteil kommt auf nicht einmal 0,2 Prozent.
„Ärzte gegen Tierversuche“ informieren online über tierexperimentelle Arbeiten
Hattersheim, 17.01.2012 (profact) – „Obwohl Tierversuche größtenteils mit Steuergeldern finanziert werden, wird die Öffentlichkeit im Dunkeln gelassen, was tatsächlich hinter den verschlossenen Türen der Labors geschieht“, sagt Dr. med. vet. Corina Gericke, stellvertretende Vorsitzende von „Ärzte gegen Tierversuche“. Der Verband installierte deshalb eine Internetdatenbank, in der mehr als 4.000 Tierversuche dokumentiert sind, die in den letzten Jahren in Deutschland durchgeführt wurden. Die Daten beruhen auf Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Für Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., ist Transparenz bei tierexperimentellen Arbeiten unabdingbar. „Wenn allein aus wissenschaftlicher Neugierde Tiere sterben müssen, sollten wir diesem Treiben nicht tatenlos zusehen“, sagt er. TASSO begrüße und unterstütze deshalb die Initiative der „Ärzte gegen Tierversuche“ ausdrücklich.
„Tierversuche werden von den Experimentatoren regelmäßig verharmlosend dargestellt. Doch die Menschen haben ein Recht darauf, die Wahrheit zu erfahren“, erklärt Gericke. Am Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München beispielsweise würden durch Stromstöße in das Gehirn bei Ratten epileptische Anfälle ausgelöst, um ein Epilepsiemittel zu testen, das aber bereits seit über 100 Jahren beim Menschen erfolgreich im Einsatz ist. In der Inneren Medizin I des Klinikums Großhadern werde bei Schweinen ein Herzinfarkt ausgelöst, indem der Brustkorb aufgeschnitten und eine Herzkranzarterie abgeklemmt wird, so Gericke weiter. „Die künstlich geschädigten 'Tiermodelle' haben mit der menschlichen Erkrankung, die sie simulieren sollen und ihren ursächlichen Faktoren nichts gemein“, sagt die Tierärztin. Die Ursachen des Herzinfarkts beim Menschen seien dank Bevölkerungsstudien bekannt: Übergewicht, zu fett- und fleischreiche Ernährung, Rauchen und Bewegungsmangel. „Die Ergebnisse sind von vornherein wertlos, da sie nicht mit der komplexen Situation beim Menschen vergleichbar sind“, kommentiert Gericke.
Diese und zahlreiche andere umstrittene Tierversuche sind in der Online-Datenbank zu finden. Und nicht nur das: In der Rubrik „in vitro“ dokumentieren die Ärzte einige der vielfältigen Möglichkeiten tierversuchsfreier Verfahren, die im Gegensatz zu Tierversuchen zuverlässige und relevante Ergebnisse liefern.
Web-Adresse: http://www.datenbank-tierversuche.de/
TASSO bittet alle Eltern, sich lebendige Weihnachtsgeschenke sorgfältig zu überlegen
Hattersheim, 09.12.2011 (profact) – Hundewelpen und Katzenkinder sehen ausgesprochen süß aus und erobern Kinderherzen im Sturm. Als Weihnachtsgeschenk scheinen sie deshalb ideal zu sein. Doch Vorsicht: Tierheime werden alle Jahre wieder mit einer Flut von Vierbeinern konfrontiert, Weihnachtsgeschenke für Kinder, die nach der ersten Euphorie den Spaß am Familienzuwachs verloren haben.
„Ein Haustier bringt auch Verantwortung mit sich“, sagt Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. „Auf der Tagesordnung stehen nicht nur Kuscheln, Schmusen und Streicheln, sondern auch regelmäßiges Gassi gehen, Saubermachen und Füttern. Manche Kinder sind damit überfordert. Wenn dann die Eltern nicht mitspielen, wird das unüberlegt geschenkte Haustier zur Belastung.“
Der Tierschützer appelliert an Eltern, Kindern keine Tiere zu Weihnachten zu schenken. Oder nur dann, wenn zuvor ganz klar über die notwendige Pflege und die Zuständigkeiten gesprochen wurde. Die beste Zeit, sich beispielsweise einen jungen Hund ins Haus zu holen, sei ohnehin das Frühjahr. „Dann macht es einfach mehr Spaß, draußen mit dem Hund herumzutollen“, sagt McCreight und verweist auf die Tierheime, in denen recht häufig schon bereits stubenreine junge Hunde – aber natürlich auch andere Vierbeiner wie Katzen, Meerschweinchen und Kaninchen – sehnsüchtig auf ein neues Herrchen oder Frauchen warten.
VIER PFOTEN, TASSO und bmt wollen internationalen Druck für eine Rücknahme
Hamburg, 24. November 2011 – Lange Zeit hatten die Tierschützer in Rumänien und ganz Europa dagegen angekämpft, nun wurde es am Dienstag trotzdem beschlossen: das unsinnige und tierfeindliche Gesetz, welches die Massentötung von Streunerhunden in Rumänien wieder legalisiert. Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN, TASSO e. V. und der Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt) werden aber weiter kämpfen. Einsprüche beim nationalen Verfassungsgerichtshof wie auch Proteste in westeuropäischen Ländern sollen den rumänischen Präsidenten Traian Bâsescu dazu bewegen, das Gesetz nicht zu verabschieden.
„Es ist wirklich unglaublich, dass ein Land der EU ein so barbarisches Gesetz beschließt, obwohl es ein ähnliches vor wenigen Jahres erst abgeschafft hat", zeigt sich Helmut Dungler, Geschäftsführer von VIER PFOTEN, schockiert. „Die Entscheidung ist ein wirklich trauriges Ergebnis für einen Mitgliedsstaat der Europäischen Union. Dieses Gesetz wird nicht einmal ansatzweise dazu beitragen, das Streunerhundeproblem tierschutzgerecht und nachhaltig zu lösen“, so Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. Seit 1995 hat die Tierschutzstiftung in Rumänien mit der einzigen Methode, die nach verschiedenen Studien eine nachhaltige Verringerung der Hundepopulation bewirkt. Dabei werden die streunenden Hunde eingefangen, kastriert und nach einem medizinischen Check wieder in ihr ursprüngliches Revier zurückgebracht. Dadurch besetzen sie dieses Gebiet weiterhin und senken damit auf Dauer die gesamte Population. Mehr als 150.000 Hunde wurden behandelt, und in den entsprechenden Regionen konnte eine signifikante Senkung der Tierzahlen festgestellt werden. „Die Kastration auch der Besitzerhunde, wie in Brasov jetzt vorgeschrieben, wird die Zahl der Straßenhunde ebenfalls nachhaltig reduzieren, nicht das wahllose Einsammeln und Töten“, sagt Petra Zipp, Vorsitzende des bmt.
Trotz dieser nachweislichen Erfolge kam es nun zum Beschluss eines neuen Gesetzes, das es den Kommunen erlaubt, selbständig über das Schicksal der Streuner zu entscheiden. So können Streunerhunde in ein Tierheim gesteckt werden, wo sie 30 Tage bleiben. Sind sie während dieser Zeit nicht adoptiert worden, werden sie getötet. Abgesehen davon, dass viele Menschen in Rumänien sich keine Hunde leisten können, werden die Adoptionswilligen aber noch zusätzlich schikaniert: Sie müssen nicht nur Angaben zum "verfügbaren Raum" und zu ihrem Einkommen machen, sogar ihre Nachbarn müssen einer solchen Adoption zustimmen! Wenn aber jemand einen Hund im Tiergeschäft kauft, benötigt der Käufer - nichts.
„Wir werden alle Hebel in Bewegung setzen, rechtlich und aktionsmäßig, um diesen Wahnsinn nicht Realität werden zu lassen", so VIER PFOTEN-Geschäftsführer Helmut Dungler. Dazu gehören Klagen in Rumänien genauso wie Protestmärsche zu den rumänischen Botschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Auch europapolitisch ist das Gesetz ein Skandal, es widerspricht klar dem im Lissabonvertrag verankerten Tierschutzprinzip (Art. 13 VAEU), das nicht nur die EU Institutionen, sondern ausdrücklich ebenso die Mitgliedstaaten zu beachten haben. Demnach sind Tiere ‚fühlende Lebewesen‘. Gemeinsam mit VIER PFOTEN haben bereits im März 2011 zahlreiche Europaabgeordnete gegen diesen Gesetzentwurf an die Parlamentspräsidentin appelliert.
Hier geht es zur Protestaktion Rumänien.
Europäische Expertenrunde mit VIER PFOTEN und TASSO e.V.
Brüssel/Frankfurt/Teramo, 16. November 2011 – Europaweit sollen alle Hunde gekennzeichnet und registriert werden. Dies fordern die international tätige Tierschutzorganisation VIER PFOTEN und das Heimtierregister TASSO e. V. Denn mit einer Registrierungspflicht könnte das Elend der Straßenhunde, der illegale Welpenhandel und die tierquälerische Massenzucht eingedämmt werden. Welche rechtlichen und technischen Voraussetzungen für ein europaweites System erforderlich sind, soll im Rahmen einer Expertenrunde am 17. und 18. November im italienischen Teramo erarbeitet werden. Organisiert wird die Expertenrunde vom VIER PFOTEN-Europabüro und dem wissenschaftlichen Institut Istituto G. Caporale. Auch TASSO e. V., die EU-Kommission Abteilung Tiergesundheit, die Vereinigung der Europäischer Tierärzte sowie technische Experten und die zuständigen Fachleute aus den Ministerien zahlreicher Mitgliedstaaten werden an der Tagung teilnehmen. Das Ergebnis der Expertenrunde soll der EU-Kommission konkrete Anhaltspunkte geben, um eine europaweite Verpflichtung zur Kennzeichnung und Registrierung von Hunden sowohl im Tiergesundheitsgesetz als auch politisch in der neuen Tiergesundheitsstrategie sowie in einem geplanten Tierschutzgesetz der EU zu verankern.
„Wir stellen nicht nur Forderungen an die Politik, sondern entwickeln machbare Lösungen für den Schutz der Tiere“, kommentiert Marlene Wartenberg, Leiterin des VIER PFOTEN Europabüros in Brüssel. „Gemeinsam mit dem Instituto G. Caporale bieten wir dafür die erforderliche wissenschaftliche Grundlage.“
Das Heimtierregister TASSO e.V. wird im Rahmen des Fachgesprächs die wirtschaftlichen Vorteile der Zusammenführung durch Hund und Halter durch solche Registrierungssysteme erläutern. Philip McCreight, Leiter von TASSO e.V.: „Nur mit der Möglichkeit der Zuordnung eines Halters zu einem Tier ist das Verantwortungsprinzip für die Tierhaltung herzustellen.“ Was für die landwirtschaftlichen Nutztiere und jüngst die Pferde in der EU selbstverständlich geworden ist, müsse auch für Hunde gelten. „Der öffentlichen Hand ist die Einsparung von Geldern für Tierheime und damit die wirtschaftliche Tragweite einer Hunderegistrierung gar nicht bewusst“, so McCreight, „neben dem Tierschutzgedanken spart die öffentliche Hand durch die mögliche Rückführung von entlaufenen Tieren eine eklatant hohe Summe, das ist für alle Mitgliedstaaten von Bedeutung und bedarf der gemeinsamen EU-weiten Erörterung.“
Zur Zeit gibt es eine EU-weite Kennzeichnungspflicht für Hunde nur auf der Grundlage von zwei Rechtsgrundlagen: für die private so genannte Verbringung gilt die Verordnung 998/58/EU, das bedeutet, der private Halter benötigt nur für den Fall einer Grenzüberschreitung einen Hundeimpfpass. Eine Registrierung ist hier nicht vorgesehen. Nur bei einem Transport mit mehr als fünf Tieren, der als gewerblich gilt, sind die normalen Vorschriften der Lebendtiertransporte anzuwenden. „Der EU-Gesetzgeber ist beim Heimtierpass auf halber Strecke stehen geblieben“, meint Wartenberg. „Eine Impfung und ein Heimausweis ohne Registrierung des Tieres ermöglicht eben nicht die Identifizierung des verantwortlichen Halters und keine Rückführung des Tieres zu ihm.“
Die Expertenrunde ist Teil des CAROdog-Projekts zum Thema „Rückverfolgbarkeit von Hunden in Europa“. Ziel des CAROdog-Projekts (www.carodog.eu) ist, dass jeder Hund einen erkennbaren verantwortlichen Halter haben soll. Das würde mittelfristig das Ende die Überbevölkerung der Straßentiere und deren Leiden bedeuten, das Ende gesundheitlicher Risiken für Mensch und Tier, das Ende des illegalen Welpenhandels und der industriellen Massenzucht von Rassehunden für den Schwarzmarkt. Das wichtigste rechtspolitische Instrument, um diese Ziele zu erreichen, ist neben der Bildung und Information die europaweite Rückverfolgbarkeit von Hund und Halter.
Hintergrund
Das CAROdog Projekt
Das CAROdog Projekt wurde mit der Vorstellung der Website www.carodog.eu im Rahmen der belgischen Ratspräsidentschaft im September 2010 der Öffentlichkeit vorgestellt.
Das Ergebnis des Ersten Fachgesprächs zur EU weiten Kennzeichnung und Registrierung:
TASSO e.V.
Die in Hattersheim bei Frankfurt ansässige Tierschutzorganisation TASSO e.V. betreibt Europas größtes Haustierzentralregister. Mittlerweile vertrauen 3,2 Millionen Menschen dem seit fast 30 Jahren erfolgreich arbeitenden Verein. Derzeit sind 5,6 Millionen Tiere bei TASSO registriert und somit im Verlustfall vor dem endgültigen Verschwinden geschützt. Durchschnittlich alle zehn Minuten vermittelt TASSO ein entlaufenes Tier an seinen glücklichen Besitzer zurück.
Die Registrierung und alle anderen Leistungen von TASSO wie die 24-Stunden-Notrufzentrale, Suchplakate, Notrufplakette und der Suchservice sind kostenlos. Der Verein finanziert sich ausschließlich aus Spenden großzügiger Tierfreunde.
Neben der Rückvermittlung von Haustieren ist TASSO im Tierschutz im In- und Ausland aktiv und sieht seinen zusätzlichen Schwerpunkt in der Aufklärung und der politischen Arbeit innerhalb des Tierschutzes. TASSO arbeitet mit den meisten Tierschutzvereinen und -organisationen sowie mit nahezu allen deutschen Tierärzten zusammen. Der Verein unterstützt regelmäßig Tierheime unter anderem bei kostenaufwändigen Projekten und vergibt jährlich den mit über 10.000 Euro ausgestatteten Tierschutzpreis „Die Goldene Pfote“. Für die Tierbesitzer ist TASSO e.V. ein kompetenter Ansprechpartner für alle Belange des Tierschutzes.
Rechtsgrundlage in der EU
Für (private) Verbringung von Heimtieren (Hunde, Katzen und Frettchen): gemäß der Verordnung 998/58/EU Heimtierausweis mit vorgeschriebenen Impfungen. Diese Vorschrift gilt jedoch nur für Grenzübertritte. In Frankreich zum Beispiel ist jeder Halter verpflichtet, einen solchen Heimtierausweis zu erwerben und sich registrieren zu lassen, auch ohne Reisetätigkeit. Für gewerbliche Transporte für Hunde gilt die Verordnung 1/2005 mit allen Dokumenten.
Die Kennzeichnung
Die Kennzeichnung findet technisch mittels eines Microchips (Transponder) durch den Tierarzt statt. Hierfür gelten die ISO Normen 1174 und 1183. Die elektronische Lesung erfolgt durch ein entsprechendes Gerät.
Registrierung in den EU Mitgliedstaaten
Problem ist derzeit das breite Spektrum an existierenden Datenbanken in den Mitgliedsländern. Es gibt solche der Öffentlichen Hand, private Register, solche mit ausschließlich Daten von Hunden und solche mit Daten aller Heimtiere. In föderalen Strukturen wie in Deutschland ist es schwieriger, eine Registrierungspflicht festzuschreiben, als zum Beispiel in einem zentralistisch organisierten Staat wie Frankreich.
Privates gemeinnütziges Netzwerk
Europetnet ist ein europäisches privates Netzwerk, dem sich mittlerweile 50 Datenbanken im geographischen Europa angeschlossen haben, so auch TASSO e.V. (siehe oben). Aber auch Suchmaschinen von Anbietern von Microchips können einzelne Datenbanken abfragen wie etwa DataMars.
Anbieter von Microchips und Lesegeräten
In der EU zählen zu den größten Herstellern von Microchips und Lesegeräten zum Beispiel Datamars (Petmaxx) und PlanetID.
…ließen sich zugunsten der Tierschutzorganisation TASSO e.V. fotografieren – 1400 Euro kamen als Spende zusammen
Hattersheim/Dortmund, 11.10.2011 (profact) – Einen ganzen Tag lang war Pepsi verschwunden, dann konnte TASSO den kleinen Hund an seinen Besitzer Oliver Nauditt zurückvermitteln. Der Fotograf aus Dortmund revanchierte sich nun mit einem „Hunde-Shooting“, dessen kompletter Erlös an TASSO ging. Jeder Besitzer eines Vierbeiners war eingeladen, für 20 Euro eindrucksvolle Porträts seines Lieblings anfertigen zu lassen. Unter die 66 Hunde mischte sich allerdings ein pelziges Etwas, mit dem Oliver Nauditt nicht gerechnet hatte: ein Nasenbär. Keck und alles andere als ängstlich inspizierte der kleine Kerl die „Location“ der Dortmunder Hundeschule „Sound of Dogs“ und machte auch vor der Kamera eine ausgesprochen gute Figur, wie Nauditt betont.
1400 Euro kamen als Spende zusammen, über die sich Philip McCreight von TASSO ganz besonders freut: „Wir können unsere umfangreichen kostenlosen Dienste nur durch großzügige Menschen aufrecht erhalten, da wir uns ausschließlich über Spenden finanzieren“, sagt er. „Umso schöner finde ich es, wenn sich Tierfreunde einen ideellen Gegenwert einfallen lassen. Mein Dank gilt Oliver Nauditt für sein Engagement und der Hundeschule ‚Sound of Dogs‘ für ihre Mitarbeit.“
Vorbildlicher Tierschutz im In- und Ausland wurde mit insgesamt 16.000 Euro honoriert
Hattersheim, 05.10.2011 (profact) – Zum vierten Mal hat TASSO den Tierschutzpreis „Die Goldene Pfote“ vergeben, ausgezeichnet wurden vorbildliche Projekte im In- und Ausland.
Der mit 5000 Euro dotierte 1. Preis in der Kategorie „International“ ging an „Perros en Puerto A.C.“. Der Verein betreut in Mexiko ausgehungerte und kranke Straßenhunde. Unter den nationalen Preisträgern konnte die Initiative „Starke Handicap Pfoten“ die meisten Jurystimmen auf sich vereinen. Die engagierten Tierschützer aus dem niedersächsischen Bohlsen ermöglichen Hunden mit Handicap über ein spezielles Training neue Lebensfreude. TASSO belohnte die Initiative ebenfalls mit 5000 Euro.
Mit seinem Engagement für bulgarische Straßenhunden eroberte der Verein „Deutsch-Bulgarische Straßentier-Nothilfe“ aus dem hessischen Homberg den 2. Platz im internationalen Bereich. In der nationalen Endausscheidung belegte die „Stiftung Hof Butenland“ aus Butjadingen in Niedersachsen den gleichen Rang. Die Tierschützer von der Nordseeküste widmen sich in erster Linie alten Milchkühen, denen sie in einem „Kuh-Altersheim“ noch viele schöne Jahre ermöglichen. Beide Preisträger erhielten 2000 Euro als Unterstützung für ihre laufenden Projekte. Die dritten Plätze gingen an „Cani F.A.I.R.“ aus Ungarn (Rettung und Unterbringung von Straßenhunden) und das „Tierheim Herzsprung“ aus Brandenburg, dessen Mitarbeiter vollkommen ehrenamtlich arbeiten und das sich in erster Linie um alte, kranke und verhaltensauffällige Tiere kümmert. Das Preisgeld betrug jeweils 1000 Euro.
Über 100 Vereine und Privatpersonen hatten sich für die diesjährige „Goldene Pfote“ beworben, 24 von ihnen kamen in die Endauswahl. Die Bewertung der eingereichten Wettbewerbsformulare übernahm eine Experten-Jury. Ort der Preisverleihung war wie auch in den Vorjahren das Tierschutzzentrum Pfullingen des Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt). Als Schirmherrin konnte die Künstlerin Dunja Rajter gewonnen werden.
Die Internet-Communities dogSpot und catSpot suchen Deutschlands schönste Hunde und Katzen – für den Tierschutzkalender 2012. Der Verkaufserlös geht als Spende an die Tierschutzorganisation TASSO e.V.
Karlsruhe/Hattersheim, 05.10.2011 (profact) – Noch bis zum 13. Oktober können Hunde- und Katzenfans tolle Fotos ihres Vierbeiners bei dogSpot beziehungsweise catSpot hochladen. Die Mitglieder der Communities nominieren anschließend die schönsten Kalendermotive. Anfang November schließlich wählt eine fachkundige Jury jene Fotos aus, die jeweils einen Monat lang im Tierschutzkalender 2012 zu sehen sein werden.
„Die Erlöse des Verkaufs kommen direkt unserer Tierschutzarbeit zugute“, freut sich Philip McCreight von TASSO. „Jeder Hunde- oder Katzenbesitzer sollte deshalb zur Kamera greifen, seinen Liebling fotografieren und die Bilder hochladen.“
Weitere Informationen zum Tierschutzkalender 2012 sind unter www.dogspot.de/tierschutzkalender und www.catspot.de/tierschutzkalender zu finden.
Die Tierschutzorganisationen TASSO e.V. und Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) fordern die Einführung einer gesetzlichen Kennzeichnungs- und Registrierpflicht – Petition an den Deutschen Bundestag gestartet
Hattersheim/Pfullingen, 29.09.2011 (profact) – Wäre jeder Hund und jede Katze in Deutschland registriert, würde kein Fundtier länger als ein paar Stunden im Tierheim zubringen. Der Besitzer wäre anhand der Eintragung in ein Tierregister sofort zu ermitteln. „Derzeit beträgt die durchschnittliche Verweildauer zwölf Tage, bei täglichen Kosten von etwa 15 Euro pro Tier“, sagt Philip McCreight, Leiter von TASSO e.V., Europas größtem Haustierregister. „Jedes Jahr entlaufen in Deutschland rund 300.000 Haustiere. Wären alle 5,2 Millionen Hunde und 7,5 Millionen Katzen mit einem Mikrochip oder per Tätowierung gekennzeichnet und in einem Zentralregister erfasst, könnten den Tierheimen Kosten in Höhe von rund 22 Millionen Euro pro Jahr erspart werden.“
TASSO und bmt fordern deshalb anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober die Einführung einer gesetzlichen Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde und Katzen. Die beiden Tierschutzorganisationen haben dazu eine Petition an den Deutschen Bundestag gestartet.
„In einigen europäischen Nachbarländern wie beispielsweise in Österreich und der Schweiz ist die Kennzeichnung und Registrierung seit einigen Jahren gesetzlich vorgeschrieben“, betont Petra Zipp, Vorsitzende des bmt. „In der Schweiz konnte dadurch sogar ein signifikanter Rückgang der Zahl der ausgesetzten Tiere festgestellt werden.“
Wer die Petition von TASSO und bmt unterstützen möchte, kann sie hier zeichnen:
www.tasso.net
Vroni hat große Füße und strahlend braune Augen
München, 20.09.2011 (profact) – Nina Ruge, Buchautorin, Journalistin und TV-Moderatorin, („Leute heute“, Markenzeichen „Alles wird gut“) ist zum dritten Mal auf den Hund gekommen: Neue Gefährtin des dreieinhalbjährigen Entlebucher Sennenhundes Lupo ist Vroni, ebenfalls ein Sennenhund, und zwar ein „Großer Schweizer“, wie Nina Ruge erzählt. „Unsere Simba ist aufgrund einer schweren Krankheit viel zu früh von uns gegangen, aber mein Mann und ich wollten auf jeden Fall wieder einen zweiten Hund“, sagt die 55-Jährige. „Denn wo ein Hund ist, passt auch ein zweiter rein.“ Vroni ist rund vier Monate alt und bedeutend ruhiger als Lupo, der das für Entlebucher typische Temperament besitzt. „Dafür ist Vroni ein richtiger Wachhund, und genau das haben wir gesucht.“
Beide Hunde seien gechipt und „selbstverständlich“ bei der Tierschutzorganisation TASSO e.V. registriert. „Das ist für uns so eine Art Versicherung“, sagt Nina Ruge. „Wir sind sehr häufig nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland unterwegs. Sollte da einer der beiden weglaufen, kann der Finder bei TASSO anrufen und die Registriernummer durchgeben. TASSO ruft uns dann sofort an und teilt uns mit, wo wir den Ausreißer abholen können.“ Nina Ruge schätzt an diesem kostenlosen Service einerseits die Wahrung der Anonymität des Hundebesitzers, andererseits die ständige Erreichbarkeit der TASSO-Hotline: „Alles in allem haben wir durch TASSO eine Sorge weniger“, sagt sie.

Nina Ruge mit Lupo (links) und Vroni (Foto: TASSO e.V./Achim Imlau)
Nach Hausverbot durch Vermieter
Hund Spike flieht vom Bauernhof
Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. vermittelte ihn an die Besitzerin zurück
Essen/Hattersheim, 08.09.2011 (profact) – Nur weil er hin und wieder bellte, sollte Border-Collie-Mix Spike ausziehen. Der Vermieter erteilte ihm sogar Hausverbot. „Auf die Schnelle konnten mein Freund und ich leider keine neue Wohnung finden“, erzählt seine Besitzerin Kathrin Bethmann. „Uns war die Hundehaltung auch nur mündlich zugesagt worden.“ Also blieb der 30-Jährigen nur die Abgabe des fünfjährigen Rüden. Bei der Suche nach einem neuen Zuhause traf sie schließlich den Besitzer eines Bauernhofs ganz in der Nähe. Der erklärte sich bereit, Spike aufzunehmen. Doch schon ein paar Tage später kam die „Horrormeldung“, so Kathrin Spethmann: Spike war vom Bauernhof geflohen.

„Tagelang haben wir die Gegend rund um den Bauernhof abgesucht, ohne eine Spur unseres Hundes zu finden“, sagt die junge Frau. „Wir hatten schon jede Hoffnung aufgegeben.“ Bis schließlich Kathrin Spethmanns Mutter anrief: TASSO habe sich gemeldet, Spike sei gefunden worden. Wie sich herausstellte, war Spike einem Hobbyangler über den Weg gelaufen, der hatte ihn mit nach Hause genommen, die TASSO-Halsbandplakette entdeckt, sofort bei TASSO angerufen und die eingeprägte Registriernummer durchgegeben. „Ohne TASSO hätte ich Spike sicherlich nicht wiedergesehen“, sagt sie. „Daran sieht man, wie wichtig es ist, dass ein Hund ständig die Halsbandplakette trägt.“
Inzwischen sind Kathrin Spethmann, ihr Freund und Spike umgezogen, nach Essen, in eine Wohnung mit Garten. „Und laut Mietvertrag ist uns die Hundehaltung auch ausdrücklich erlaubt“, sagt sie erleichtert.
Hattersheim, 02.09.2011 (profact) – „Ich bremse auch für Tiere!“ Zehntausende Autofahrer bekunden mit diesem Aufkleber ihre Tierliebe auch im Straßenverkehr. So verständlich und nachvollziehbar diese Rücksichtnahme auch sein mag; rein rechtlich gesehen bewegen sie sich damit in einer Grauzone. „Es gibt noch kein allgemein verbindliches Urteil, ob, wann und wo für Tiere gebremst werden darf beziehungsweise muss“, erklärt Ann-Kathrin Fries, auf Tierrecht spezialisierte Anwältin aus Wesseling bei Bonn. „Letztlich entscheidet immer der Richter des zuständigen Gerichts.“
Zumindest für Vollbremsungen innerhalb geschlossener Ortschaften mit ländlicher Umgebung existiert laut Fries ein Urteil auf Landgerichtsebene. Das LG Paderborn entschied zugunsten eines Autofahrers, der für eine plötzlich über die Straße laufende Katze so stark bremste, dass eine hinter ihm fahrende Frau auffuhr. Deren Versicherung verweigerte die Kostenübernahme für den Schaden am Vordermann. Begründung: Die Vollbremsung für ein Kleintier stelle eine grob fahrlässige Verkehrsgefährdung dar. Das sahen die Richter des Landgerichts anders. Innerhalb ländlicher Ortschaften müsse jederzeit mit Tieren auf dem Verkehrsweg gerechnet werden, so das Urteil (LG Paderborn 5S 181/00). Sie verurteilten die Haftpflichtversicherung der Frau zur Regulierung des Schadens von rund 5000 Euro. Gerade in ländlich strukturierten Orten habe man ständig mit Haustieren auf der Straße zu rechnen, so das Gericht. Auf freier Strecke allerdings sähe die Lage ganz anders aus. Hier müsse der Autofahrer grundsätzlich zwischen dem Leben des Tieres und dem Unfallrisiko abwägen.
„Das Urteil des Landgerichts Paderborn ist aus Sicht des Tierschutzes natürlich sehr zu begrüßen“, sagt Philip McCreight von Tierschutzorganisation TASSO e.V. „Dennoch würde ich mir auch in Fällen, in denen außerhalb geschlossener Ortschaften zugunsten eines Tieres gebremst wird, ein Grundsatzurteil wünschen.“
10.000 Euro für ein schöneres Miteinander von Mensch und Tier
Hattersheim/Nürburg, 10.08.2011 (profact) – „Man kann auch ohne Hund leben – aber es lohnt sich nicht!“ Diese legendäre Philosophie des Schauspielers Heinz Rühmann wird nicht von allen geteilt. Denn manche Besitzer der Vierbeiner zeigen wenig Verständnis für hundelose Mitmenschen. Um das „wenig Trennende und das viele Verbindende“ in die Praxis umzusetzen, gründeten Kai Nagel und Rolf Schlipköter die „Initiative für sozialkompetente Hundehalter“, die in diesem Jahr zum ersten Mal herausragende Projekte rund ums harmonische Miteinander von Mensch und Tier prämierte. Insgesamt wurden 10.000 Euro an Preisgeldern ausgeschüttet.
Mitglieder der Jury waren neben den beiden Gründern der Initiative TASSO-Chef Philip McCreight, die Journalistin und TV-Moderatorin Nina Ruge, der Chefredakteur des Magazins DOGS, Thomas Niederste-Werbeck, die TV-Moderatorin Diana Eichhorn, der Mediator und Rechtsanwalt Franz Obst, die Psychologin und Unternehmensberaterin Dr. Silke Wechsung und Marius Gebicke vom Online-Netzwerk für Hundebesitzer www.dogspot.de.
Der erste und mit 5000 Euro dotierte Preis ging an die "Hundefreunde Hattenhofen" für ihre erfolgreiche Arbeit der Verständigung zwischen Hundehaltern und Nicht-Hundehaltern. Gestiftet wurde der Preis von der Agila Haustierversicherung AG. Zum Zweitplatzierten wurde das Themenprojekt des "Stadtjugendring Steinfurt" gewählt, das Erwerb und Aufbau einer Auslauf- und Spielwiese für Hunde zum Ziel hat. Die 3000 Euro Preisgeld stammen vom Hundenahrungshersteller R. Bubeck & Sohn GmbH sowie vom Outdoor-Bekleidungshersteller Owney. Der dritte Platz ging an das Berliner Projektbüro "Stadt & Hund", dessen Schwerpunkt vor allem in der Aufstellung und dem dauerhafte Betrieb von Hundekotbeutel-Stationen in Berlin liegt. Der Haushaltwarenhersteller Curver honorierte dies mit 2000 Euro.
Augen auf bei Flugpatenschaften
Kriminelle nutzen die Hilfsbereitschaft von Urlaubern zum Hundeschmuggel
Hattersheim, 21.07.2011 (profact) – Sehr viele Tierschützer engagieren sich gegen das Elend von Straßenhunden in Süd- und Südosteuropa. Dazu gehört nicht nur die aktive Hilfe vor Ort, sondern auch der Transport der üblicherweise schwachen oder kranken Tiere nach Deutschland. Hier werden sie aufgepäppelt und haben die Chance auf ein besseres Leben. Allerdings besitzen nicht alle Organisationen das Geld für die teure Reise. Auf Flughäfen in Ferienregionen sprechen deren örtliche Vertreter deshalb heimreisende Urlauber an und bitten um eine Flugpatenschaft. Der Hund tritt dann als Begleiter den Flug nach Deutschland an.
Solche Initiativen seien zwar lobens- und unterstützenswert, sagt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V. im hessischen Hattersheim. Gleichzeitig gibt er zu aber zu bedenken, dass inzwischen auch Kriminelle diesen Weg des „Imports“ für sich entdeckt haben: „Dabei werden nahezu ausschließlich Welpen unter dem Deckmäntelchen des Tierschutzes angeboten. Auf dem Heimatflughafen warten dann die Handlanger der Hundehändler und verkaufen die Welpen über Inserate im Internet.“
McCreight bittet deshalb alle Flugpaten, sich vor Antritt der Rückreise über die Seriosität der Tierschutzorganisation zu informieren. „Lassen Sie sich Visitenkarten oder Briefe mit einer deutschen Telefonnummer zeigen, rufen Sie dann dort an und lassen sich die Aktion bestätigen“, rät der Tierschützer. Auf keinen Fall sollte man Welpen mitnehmen: „Deutsche Einreisebestimmungen verlangen eine Tollwutschutzimpfung, die erst bei Hunden im Alter ab drei Monaten möglich ist und mindestens drei Wochen zurückliegt.“ Dokumentiert werde diese Impfung im EU-Heimtierausweis, ohne den kein Hund innerhalb der EU reisen darf. Dies gelte auch für den Chip, dessen Nummer sich ebenfalls im Heimtierausweis befinden muss. Bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern wie z. B. aus der Türkei gilt die Ausweispflicht nicht, dafür muss hier die Wirksamkeit der Tollwutschutzimpfung durch den so genannten Titer-Test (Antikörpertest) nachgewiesen werden.
„Hinzu kommen noch die Verordnungen für ‚gefährliche Hunderassen‘, die je nach Bundesland variieren“, so McCreight weiter. „Handelt es sich um einen dieser ‚Listenhunde‘, gibt es Probleme bei der Einreise. Liegen keine ordnungsmäßen Impfbescheinigungen vor, muss der gutgläubige Flugpate ohnehin die Kosten für Quarantäne und Nachimpfung tragen.“
Kostenlose Aktion von TASSO und bmt war ein voller Erfolg:
51 Hunde, Katzen und Frettchen erhielten ihren individuellen Transponder
Reichelsheim, 07.07.2011 (profact) – „Wenn sie weglaufen, bekommen wir sie ganz schnell wieder zurück“. So beschreibt ein zehnjähriger Besucher den Grund für die Teilnahme am ersten deutschen Chip-Tag der Tierschutzorganisationen TASSO e.V. und Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt). Zusammen mit Schwester, Mutter, Tante, zwei Hunden und zwei Katzen hatte er sich auf den Weg ins hessische Reichelsheim gemacht. Im dortigen Tierheim „Elisabethenhof“ sorgte Tierärztin Lena Ehrmann fürs Chippen im Minutentakt.
„Dieses Einbringen des Transponders unter die Haut der Tiere ist für Registrierung und Rückvermittlung durch TASSO dringend notwendig“, erklärt Mike Ruckelshaus vom bmt, denn nur so ließen sich Hund, Katze oder Frettchen eindeutig ihren Besitzern zuordnen. „Leider können sich nicht alle Haustierbesitzer das beim Tierarzt rund 35 Euro teure Chippen leisten.“ Deshalb die gemeinsame Aktion von TASSO und bmt, deren Kosten vom Futtermittelhersteller Hill’s getragen wurden.
Das Chippen habe aber noch einen zusätzlichen Effekt, der die Tierheim finanziell entlastet, so Ruckelshaus weiter: „Wenn ein Fundtier gechippt und registriert ist, können wir über TASSO sofort den Besitzer ermitteln und informieren.“ Ansonsten bliebe das Tier in der Obhut des Tierheims. Und das verursache pro Tag rund zwölf Euro Kosten.
Ruckelshaus verweist außerdem auf eine EU-Verordnung, die den Transponder für den Grenzübertritt ab dem 3. Juli zwingend vorschreibt: „Die Chipnummer muss im EU-Heimtierausweis vermerkt sein, sonst kann es Probleme bei Kontrollen geben.“
Dem ersten deutsche Chip-Tag von TASSO und bmt – der auch von den Kameras des ZDF-Kinderkanals „kika“ begleitet wurde – sollen demnächst weitere folgen, so Philip McCreight von TASSO. „Die Resonanz war überwältigend, und sie zeigt, wie wichtig das Chippen und Registrieren ist.“ Der Tierschützer plädiert nachdrücklich dafür, alle Hunde, Katzen und Frettchen einer gesetzlichen Kennzeichnungs- und Registrierpflicht zu unterwerfen: „Dann würden die deutschen Tierheime aufgrund der deutlich kürzeren Verweildauer der Fundtiere jährlich um etwa 20 Millionen Euro entlastet – und die Tierbesitzer hätten viel schneller ihre Lieblinge wieder!“
Unter www.shelta.net warten mehr als 2000 Tiere auf ein neues Zuhause
Hattersheim, 14.06.2011 (profact) - Ob Hund, Katze oder Meerschweinchen, wer ein Haustier sucht, wird bei Tierheimen fast immer fündig. Ein Nachteil aber bleibt: Mehr als zwei oder drei Tierheime in nächster Umgebung lassen sich schon aus rein organisatorischen Gründen nicht besuchen. Und wer weiß, vielleicht sitzt der "Traumhund" ja gerade 200 Kilometer entfernt in seinem Käfig ... Mit shelta wird das Suchen jetzt ganz einfach: Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. bündelt auf der neuen Online-Plattform www.shelta.net das Angebot von derzeit rund 400 tierschützerischen Initiativen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
"shelta ist entstanden, weil TASSO die Menschen, die ein Tier suchen und Tierschutzvereine und Tierheime, die ein Tier vermitteln möchten, gleichermaßen vereint", erklärt Projektleiterin Heike Engelhart. "Aus unserem Tierschutzverständnis heraus liegt es uns am Herzen, Tierheime und Tierschutzorganisationen durch die Vermittlung möglichst vieler Tiere zu entlasten." Neben den Daten des Tieres, seinen Charaktereigenschaften und allem Wissenswerten ist auch seine persönliche Geschichte abrufbar. Handicap- und Notfalltiere lassen sich bei shelta ebenfalls per Mausklick finden.
Die Suche im Web-Tierheim ist laut Engelhart ganz einfach: Zunächst wird die Tierart ausgewählt (Hunden, Katzen, Sonstige), danach stehen sowohl ausführliche Listen mit Fotos als auch umfangreiche Filterfunktionen zur Verfügung. So lässt sich der neue Mitbewohner über die Postleitzahl, eine Nahbereichssuche aber auch nach Rasse, Alter, Geschlecht und Größe auswählen. "Besonders kinderliebe oder temperamentvolle Tiere sind ebenso selektierbar wie kastrierte", erklärt Engelhart. Auswählen ließe sich außerdem, ob beispielsweise ein Hund eher für einen Anfänger oder doch mehr für einen erfahrenen Halter geeignet ist.
Ist der tierische Partner gefunden, nimmt der neue Besitzer in spe direkten Kontakt mit dem Tierheim oder der derzeitigen Pflegestelle auf. Name, Adresse und Telefonnummer werden auf der Steckbrief-Seite des Tieres bekanntgegeben. Genau so hat die Familie Krämer ihr neues Familienmitglied Pity gefunden. Die Mischlingshündin war von Tierfreunden in Spanien aus einem Gewässer gezogen worden, eingepackt in eine Plastiktüte. Über die Tierschutzorganisation "CaLeLodogs" kam die Hündin nach Deutschland. "Pity war von Anfang an schmusig und anhänglich", berichtet Frau Krämer. "Bei uns hat sie sich auch sofort heimisch gefühlt. Ich bin froh, dass durch shelta jetzt viel mehr ausgestoßene Hunde ein neues Zuhause finden."
Nicht ohne Chip und Registrierung
Hattersheim, 30.05.2011 (profact) – Sommerzeit, Urlaubszeit! Wer demnächst mit Hund oder Katze in den Urlaub fahren will, sollte das Tier nicht nur mit einem Chip (Transponder) versehen lassen, sondern unbedingt auch registrieren. Denn ohne diesen Herkunftsnachweis ist das Tier im Verlustfall nicht zurückvermittelbar. Hinzu kommt, dass seit dem 3. Juli 2011 bei Reisen innerhalb der EU beim Grenzübertritt die Chippflicht gilt. Darauf weist die Tierschutzorganisation TASSO e.V. hin, Betreiber von Europas größtem Haustierzentralregister. Registrierung und eine etwaige Rückvermittlung sind laut TASSO kostenlos.
Der reiskorngroße Transponder wird vom Tierarzt in der Regel auf der linken Halsseite unter die Haut gespritzt. Außer dem individuellen, 15-stelligen Zahlencode enthält der Transponder keinerlei weitere Daten. Läuft der Vierbeiner im Urlaub weg, wird beispielsweise in einem Tierheim abgegeben und dort oder bei einem Tierarzt „gescannt“, können somit weder der Name des Tieres noch Adresse und Telefonnummer seines Besitzers ermittelt werden. Nur die Chip-Nummer ist bekannt. „Diese Nummer nutzt uns aber herzlich wenig, wenn wir nicht die dazugehörigen Daten des Besitzers haben, um ihn zu informieren“, erklärt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale im hessischen Hattersheim. Er appelliert deshalb an jeden Hunde- oder Katzenbesitzer, sein Tier chippen und danach sofort bei TASSO kostenlos registrieren zu lassen, erst recht vor einer anstehenden Reise ins europäische Ausland. „Wenn das Tier bereits einen Transponder besitzt aber nicht registriert wurde und man nun den Code nicht mehr kennt, kann man ihn beim Tierarzt oder Tierheim ermitteln lassen. Dort gibt’s dann meist auch unsere Formulare zur Anmeldung“, so McCreight. Eine Registrierung sei aber auch jederzeit über das Internet unter www.tasso.net/Tierschutz/Registrierung möglich.
Hund, Katze & Co. sind oft mehr als nur Begleiter und Spielkamerad, sie können auch Menschen mit körperlichen, seelischen oder geistigen Behinderungen zu einem schöneren Leben verhelfen. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. will diese tierischen Therapeuten mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit stellen, Erfahrungsberichte sind herzlich willkommen.
Hattersheim, 13.05.2011 (profact) – Dass Tiere einen positiven Einfluss auf Menschen haben können, ist lange bekannt. Manche sind darin besonders gut, zum Beispiel Therapiehunde und -pferde. Schon von Natur aus sehen sie in uns einen überaus liebenswerten Partner, spezielle Ausbildungen machen sie zu wertvollen Therapeuten. Therapietiere bringen bisher stumme Kinder zum Sprechen, vertreiben Depressionen und geben neuen Lebensmut. Solche Erfahrungsberichte sucht TASSO. „Uns interessieren Geschichten, die das innige emotionale Verhältnis zwischen Tieren und Menschen mit Handicap schildern“, sagt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V. „Tierschutz ist für uns mehr als Hilfe in der Not, er sollte das harmonische Zusammenleben von Mensch und Tier insgesamt berücksichtigen.“
Als beispielhaft nennt McCreight die Initiativen der Non-Profit-Organisation Beschützer-Instinkte (www.beschuetzer-instinkte.com). Der im März 2010 von der TV-Moderatorin Sonja Zietlow gegründete Verein widmet sich auch der Therapie durch Hunde. Kindern mit seelischer, körperlicher oder geistiger Behinderung wird dabei mit oft erstaunlichen Ergebnissen geholfen. Wie der 14-jährigen Violetta, die als Frühgeburt zur Welt kam, an Epilepsie, spastischen Lähmungen und einer Hüftluxation leidet. Sobald Therapiehund Bruno in ihre Nähe kommt, blüht Violette förmlich auf. Sie habe schon viel gelernt durch die Therapie und könne mittlerweile den Arm eigenständig heben und dem Hund ein Leckerli geben, erzählt Sonja Zietlow.
Wer ähnlich positive Erfahrungen mit Therapietieren gemacht oder selber ein erfolgreiches Konzept entwickelt hat, kann eine kurze Beschreibung und Fotos an TASSO senden, auf der Homepage www.tasso.net/Service/Wissensportal/Tiertherapie steht dazu ein entsprechendes Formular zur Verfügung.
Ab 3. Juli 2011 besser mit Chip über die Grenze
Ausnahmeregelung für Tätowierungen läuft aus – Hunde, Katzen und Frettchen betroffen
Hattersheim, 31.03.2011 (profact) – Wer ab dem 3. Juli 2011 mit seinem Hund, seiner Katze oder seinem Frettchen ein EU-Land besuchen will, muss nicht nur für vorgeschriebene Impfungen gesorgt haben und den EU-Heimtierausweis mit sich führen; das Tier sollte dann auch gechipt sein.
2003 hatte das Europäische Parlament mit der Verordnung 998/2003 die eindeutige Kennzeichnung von Haustieren beim Grenzübertritt verlangt. Gültig sind demnach sowohl die Tätowierung als auch der Chip (Transponder). Bei der Tätowierung bestehe allerdings die Gefahr der Unleserlichkeit, was beim Chip auszuschließen sei. Nach dem Willen der EU-Politiker sollten alle Hunde, Katzen und Frettchen beim Grenzübertritt gechipt sein. Da dies kurzfristig nicht zu realisieren war, wurde eine Übergangsfrist von acht Jahren festgesetzt. Diese Frist läuft am 3. Juli 2011 ab.
Laut Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V., die Europas größtes Haustierregister betreibt, ist die Bestimmung aber nicht ganz eindeutig. So könnten auch Tiere, die vor dem 3. Juli 2011 tätowiert wurden und keinen Chip tragen, ab dem Stichtag EU-Grenzen passieren. Dies sei aber ein Risiko: „Leider enthält die EU-Verordnung gewisse Interpretationsspielräume“, sagt McCreight. „Einerseits muss die Tätowierung für den Grenzbeamten zweifelsfrei lesbar sein, andererseits hat der Besitzer zugleich den schriftlichen Nachweis zu erbringen, dass die Tätowierung vor dem 3. Juli 2011 erfolgt ist.“ Die rechtzeitige Kennzeichnung mit Chip und nachfolgend kostenloser Registrierung bei TASSO sei ganz klar vorzuziehen. „Damit ist auch die Chance auf eine Rückvermittlung deutlich größer, gerade im europäischen Ausland.“
für herausragende Tierschutzprojekte
Preis ist mit 16.000 Euro dotiert – Gefördert werden Initiativen im In- und Ausland – Einsendeschluss ist der 31. Mai 2011
Hattersheim, 21.03.2011 (profact) – Zum vierten Mal verleiht die Tierschutzorganisation TASSO e.V. die „GOLDENE PFOTE“ für herausragende Projekte im Bereich Tierschutz. Um den mit insgesamt 16.000 Euro dotierten Preis können sich sowohl Privatpersonen als auch Tierschutzvereine, Tierheime, Tierärzte und -heilpraktiker sowie andere Tierschützer bewerben. TASSO dankt in diesem Zusammenhang allen Förderern für die freundliche Unterstützung. In den Kategorien „Auslandstierschutz“ und „Tierschutz in Deutschland“ werden Initiativen bewertet, die Tieren in Not helfen, Tierleid vermeiden oder dauerhaft zu einer verbesserten Lebenssituation von Tieren beitragen. Bedingung für die Preisvergabe ist die unmittelbare Verwendung der Prämie für das eingereichte Projekt.
Philip McCreight, Leiter von TASSO: „Die ‚GOLDENE PFOTE‘ ist wohl einzigartig im Tierschutz, da hier eine Tierschutzorganisation anderen Tierschützern hilft, wichtige Aufgaben nachhaltig zu realisieren.“
Die Teilnahmeunterlagen können direkt auf der Homepage www.tasso.net online ausgefüllt werden. Dort finden sich auch Informationen über Projekte und Preisträger aus den vergangenen drei Jahren. Einsendeschluss für die Projektvorschläge ist der 31. Mai 2011. Die Verleihung der „GOLDENEN PFOTE“ findet im Herbst dieses Jahres statt.
TASSO e.V. gibt Tipps für verantwortungsvolle Tierhalter
Hattersheim, 04.03.2011 (profact) – Ob etwas für den tierischen Organismus schädlich ist, hängt – wie beim Menschen - vielfach von der Menge ab. So gelten Zwiebeln und Knoblauch durch die enthaltenen Schwefelverbindungen zwar als antibakteriell, doch N-Propyldisulfid und Allylpropylsulfid sind für Hunde giftig. „Schon eine mittelgroße Zwiebel oder eine Knoblauchknolle können eine Zerstörung der roten Blutkörperchen in Gang setzen und einen kleinen Hund ernsthaft schädigen, bis hin zum Nierenversagen“, warnt Dr. med. vet. Anette Fach, Tierärztin im hessischen Oberursel. Ähnlich sieht es bei den so harmlos erscheinenden Weintrauben und Rosinen aus. Das US-amerikanische „Animal Poisons Control Center“ (ASPCA) und das britische Institut „Veterinary Poisons Information“ haben herausgefunden, dass bei einem 20 Kilo schweren Hund rund 232 Gramm Trauben zu Vergiftungserscheinungen führen. Nach Angaben der britischen Wissenschaftler könnte der Verzehr von etwa 14 Gramm Rosinen pro Kilo Körpergewicht einen Hund töten. Das wäre bei einem 20 Kilo schweren Hund etwas mehr als ein halbes Pfund.
Nicht weniger gefährlich für die Vierbeiner ist das Theobromin in Schokolade, hier sind sogar schon Todesfälle bekannt geworden. „Die giftige Dosis liegt bei kleinen Hunden wie Yorkshire-Terriern bereits bei einer Tafel Zartbitterschokolade“, erklärt Dr. Fach. Unbedingt zu verhindern sei der Verzehr von rohem Schweinefleisch. Das könne den Aujeszky-Virus enthalten, eine Infektion ende fast immer tödlich.
Katzen sind im Vergleich zu Hunden bekanntlich deutlich wählerischer, was ihr Fressen angeht. Schon der Hauch eines für sie unangenehmen Geruchs kann sie vom Fressnapf vertreiben. Dennoch gelten für sie die gleichen Gefahrenquellen wie für Hunde. Zwiebeln und Knoblauch sind auch für Katzen gefährlich, ebenso Schokolade, Weintrauben, Rosinen und rohes Schweinefleisch. Aufgrund ihres in der Regel geringeren Körpergewichts sind Katzen gegenüber Hunden deutlich gefährdeter bei der Verwendung ätherischer Öle. Das oft gepriesene Teebaumöl beispielsweise ist für Katzen das reinste Gift. Denn im Gegensatz zu Hunden lecken Katzen regelmäßig ihr Fell. Wurde Teebaumöl zum Beispiel zur Bekämpfung von Parasiten aufgetragen, gelangt es so in den Verdauungstrakt der Katze und kann dort zum Tode führen. Gefährlich sind auch Insektizide, die beispielsweise unverschlossen im Keller oder in der Garage aufbewahrt werden. Neugierige Katzen könnten bei ihren Streifzügen daran lecken und sich vergiften. Aber selbst im Haus lauern Gefahren, zum Beispiel Desinfektionsmittel in Bad und Toilette. Verantwortungsvolle Tierhalter sollten aber nicht nur verhindern, dass ihr Tier mit giftigen Stoffen in Berührung kommt, sondern auch ein wachsames Auge auf ihren Liebling haben: Viele Vergiftungen zeigen sich an Symptomen wie Durchfall, Erbrechen, Müdigkeit oder Lethargie. Dann heißt es, sofort zum Tierarzt und die Möglichkeit einer Vergiftung abklären lassen!
Überfahren, eingeäschert, im Roten Meer verstreut – sechs Monate später taucht er in Schweden wieder auf
Hattersheim, 21.02.2011 (profact) – Es sollte ein schöner Abschied werden: Tamara El Bezi hatte Kater Sam vor sechs Jahren im ägyptischen Hurghada auf der Straße aufgelesen und großgezogen. Dann war der rot getigerte Gefährte in Schweden wohl überfahren worden. Die 32-jährige Studentin aus Korb in Baden-Württemberg hatte ihn dorthin vor einem Jahr zu einem Auslandssemester mitgenommen. Sie ließ den Kater einäschern, reiste mit der Urne nach Ägypten und streute die Asche ins Rote Meer. „Ich brachte ihn dahin zurück, wo er hergekommen war“, sagt El Bezi. Im Februar 2011 dann der Anruf von TASSO: „Wir haben Ihren Kater in Schweden gefunden, Irrtum ausgeschlossen!“
Das war geschehen: Anfang 2010 reiste Tamara El Bezi mit Kater Sam nach Stockholm. Sie hatte sich dort für ein pädagogisches Praxissemester angemeldet. Wenige Monate nach Einzug der beiden in eine Wohngemeinschaft kam Sam nicht mehr von einem seiner Ausflüge zurück. „Der Kater ist gechipt und bei TASSO registriert“, erzählt die Studentin. „Wir machten uns also große Hoffnungen, dass er bald gefunden wird, zumal TASSO ja mit internationalen Tierregistern zusammenarbeitet.“ Doch alles Suchen half nichts, Sam blieb verschwunden. Bis sich jemand meldete, der den Unfalltod von Sam gesehen haben wollte. „Ich bin dann zur Tierklinik, wo überfahrene Tiere sozusagen zwischengelagert werden“, sagt El Bezi. „Man hat mir eine Katze gezeigt, und ich habe sofort Sam erkannt. Den Chip scannen konnte man nicht, der war offenbar beim Unfall zerstört worden.“
Abschied am Roten Meer
Tamara El Bezi ließ die überfahrene Katze einäschern, nahm die Urne mit in die Stockholmer Wohnung. Am Ende des Semesters – Anfang August 2010 – ging’s zunächst ins heimische Korb, dann nach Ägypten. „Ich hatte in Hurghada Sam winzigklein auf der Straße entdeckt und ihn aufgepäppelt. In den sechs Jahren danach ist er mir so ans Herz gewachsen, dass ich ihm einen würdevollen Abschied am Ort seiner Geburt einfach schuldig war.“ Die Studentin fuhr an den Strand, nahm ein Boot und streute die Asche draußen ins Rote Meer. Dann reiste sie schweren Herzens zurück nach Deutschland.
Im Februar 2011 kam der Anruf von TASSO. Die Tierschutzorganisation, die Europas größtes Haustierregister betreibt, war von einem schwedischen Register informiert worden, erzählt El Bezi. „Eine verwilderte Katze mit einer deutschen Chip-Nummer ist einem Tierarzt aufgefallen, der hat dann das schwedische Register kontaktiert. Er nannte dort die Adresse desjenigen, der die Katze im Winter regelmäßig gefüttert hatte und sie nun wegen einer Erkältung behandeln ließ. Das Merkwürdige: Die Nummer war genau die, unter der Sam bei TASSO registriert war.“ Die Tierschutzorganisation teilte der Studentin die Kontaktdaten des Mannes in Stockholm mit. „Ich rief sofort an und buchte einen Flug“, berichtet die 32-Jährige. „Und was soll ich sagen: Die Katze, die uns dann in der Stockholmer Wohnung entgegen kam, war tatsächlich mein Sam. Er hat mich auch sofort erkannt.“
Inzwischen hat sich Sam in seiner deutschen Heimat wieder eingelebt und sein altes Revier erneut in Besitz genommen. Tamara El Bezi: „Neun Monate lang habe ich um Sam getrauert, man kann sich gar nicht vorstellen, was ich jetzt fühle, er ist ja sozusagen von den Toten auferstanden. Ein merkwürdiges Gefühl bleibt aber: Schließlich habe ich in Ägypten die Asche einer Katze ins Meer gestreut, die ich nie lebend gesehen habe …“
TASSO e.V. gibt Tipps für das Gassigehen im Winter
Hattersheim, 31.01.2011 (profact) – Die meisten Hunde lieben Schnee, auch Kälte scheint ihnen wenig auszumachen. Stammt der Vierbeiner allerdings aus kurzhaarigen tropischen oder subtropischen Rassen, ist eine gewisse Vorsicht angebracht. Denn diese Hunde – beispielsweise der spanische Podenco oder der mexikanische Chihuahua – besitzen weniger Unterwolle und ein dünneres Unterhautfettgewebe. Sind sie nasskalter Umgebung nicht ständig in Bewegung, frieren sie leicht. Abhilfe kann ein möglichst wasserabweisendes „Mäntelchen“ schaffen. Auf keinen Fall sollten diese kälteempfindlichen Hunde bei Minusgraden draußen angebunden werden. Das kann im schlimmsten Fall zu einer Lungenentzündung führen.
Aber auch langhaarige, robuste Hunde fordern von ihren Besitzern erhöhte Aufmerksamkeit. Und zwar dann, wenn sie längere Zeit im Schnee unterwegs waren. Im Fell und zwischen den Pfoten bilden sich kleine Eisklumpen, die dem Hund das Laufen erschweren und Schmerzen verursachen können. Von Zeit zu Zeit müssen die Bröckchen vorsichtig entfernt werden.
Noch weitaus unangenehmer sind für alle Hunde Streusalz und Splitt. Der Kontakt mit diesen Substanzen lässt sich zumindest in der Stadt kaum vermeiden. Hinkt der Hund plötzlich, unbedingt die betreffende Pfote untersuchen. Ein scharfkantiges Splitt-Stückchen kann sich in die Haut der Pfote gebohrt haben. Lässt sich der Splitter nicht herausziehen, den Spaziergang abrechen und den Tierarzt aufsuchen. „Gegen Streusalz hilft das kurze Baden der Pfoten in handwarmem Wasser“, weiß Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. „Anschließend die Pfoten und gegebenenfalls den ganzen Hund mit einem angewärmten Handtuch abrubbeln.“ Als Schutz der Pfoten vor Salz hätten sich übrigens fetthaltige Cremes bewährt, beispielsweise Hirschtalg oder Melkfett.
Bleibt die Frage: Was ist mit den Freigängern unter den Katzen? Bei den Stubentigern muss man sich weit weniger Sorgen machen als bei Hunden. Sie entwickeln in der Regel ein Winterfell, dass sie vor garstiger Kälte schützt. Manche Katzen zeigen allerdings eine Aversion gegen Schnee und wollen gar nicht nach draußen, andere wiederum sehen die weißen Flocken als sensationelles Spielzeug. Auf jeden Fall aber ist eine Katzenklappe in der Tür zu empfehlen, die den Vierbeinern nach einem Ausflug in die weiße Winterwelt den jederzeitigen Rückzug ins warme Haus ermöglicht. Philip McCreight hat auch noch einen Tipp parat, der im Winter sowohl menschliche als auch tierische Hausbewohner betrifft: Für genügend Luftfeuchtigkeit sorgen. „Unter 30 Prozent können die Schleimhäute austrocknen, das macht sie anfällig für Krankheitserreger“, sagt er. „Messen kann man die relative Luftfeuchtigkeit – optimal sind 45 bis 55 Prozent – mit einem Hygrometer, digitale Exemplare gibt es schon für weniger als 20 Euro.“ Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, seien Ultraschallvernebler angebracht, brauchbare Exemplare gebe es schon für rund 50 Euro.
Aktuelle Zahlen der Tierschutzorganisation TASSO e.V. bringen Erstaunliches zu Tage
Hattersheim, 20.01.2011 (profact) – Mit rund 5,1 Millionen registrierten Tieren betreibt die Tierschutzorganisation TASSO e.V. Europas größte Haustierdatenbank. Sinn und Zweck ist die kostenlose Rückvermittlung, wenn ein Vierbeiner mal ausbüxt. Der Finder ruft einfach bei TASSO an (die Telefonnummer steht auf der ebenfalls kostenlos erhältlichen Halsbandplakette), die Tierschützer setzen sich dann sofort mit dem Besitzer in Verbindung. Rund um die Uhr und an jedem Tag des Jahres. 2,8 Millionen Hunde und 2,2 Millionen Katzen sowie knapp 100.000 sonstige Haustiere sind derzeit erfasst, also ziemlich genau jeder zweite Hund und jede vierte Katze. Sowohl bei den Stubentigern als auch bei den bellenden Vierbeinern bevorzugen deutsche Tierbesitzer offenbar Mischlinge: Etwa 1,9 Millionen Katzen lassen sich unter „Hauskatze“ einordnen, bei Hunden haben immerhin rund 390.000 hinsichtlich der Rasse gemischte Vorfahren. Interessant: Schwarze Hunde (375.000) sind mehr als doppelt so oft vertreten wie weiße oder braune (jeweils rund 147.000).
Der Labrador ist Favorit
Des Deutschen liebster Rassehund ist nicht etwa der Schäferhund, der besetzt in den TASSO-Top-10 mit 105.000 Registrierungen lediglich Platz 3. Bundesbürger haben es eher mit den Retrievern: Der Labrador (140.000) führt vor dem Golden (106.000). Die Plätze 4 und 5 gehören den Terriern (Jack Russel: 93.000, Yorkshire: 57.000), gefolgt von Berner Sennenhund und Beagle (je 40.000). Mit 36.000 Registrierungen übernimmt der West Highland White Terrier Platz 8, der Chihuahua und der Australien Shepherd (je 31.000) kommen auf die Plätze 9 und 10.
Bei den Katzen stehen Maine Coon (41.000), Perser (38.000) und Britisch Kurzhaar (28.000) auf den vordersten Rasseplätzen. Platz 4 geht an die Norwegische Waldkatze (16.000), Platz 5 an die Siamkatze (14.000), Platz 6 an den Kartäuser. Es folgen Heilige Birma (7.000), Ragdoll und Langhaarkatze (je 3.000) sowie Türkisch Angora (2.700).
Bei den Haustieren dominieren die Älteren
Dass es den Haustieren in Deutschland gesundheitlich offensichtlich ganz gut geht, zeigt die Verteilung älterer Jahrgänge: Rund 1,4 Millionen Hunde und Katzen sind älter als zehn Jahre, wobei proportional gesehen beide gleich häufig anzutreffen sind. Knapp 127.000 Hundewelpen sind bei TASSO im Moment registriert, aber nur halb so viele Katzenkinder.
Dass eine vorsorgliche Registrierung absolut Sinn macht, zeigt die Quote der rückvermittelten Tiere im vergangenen Jahr: Genau 52.783 entlaufene Hunde und Katzen konnten ihren Besitzern zurückgegeben werden.
Hinweis für die Redaktion: Die Angaben zur aktuellen Registrierung wurden auf- bzw. abgerundet, exakte Zahlen mit Stand 18. Januar 2011 finden Sie in einer Excel-Tabelle unter http://www.profact.de/tasso/2011/01_Statistik_2010.xls.