Die Information der Öffentlichkeit über tierschutzrelevante Themen sieht TASSO als ein gesellschaftspolitisches Ziel. Lesen Sie hier unsere Pressemeldungen.
So viele Vierbeiner konnte die Tierschutzorganisation im Jahr 2011 erfolgreich und kostenlos zurückvermitteln
Hattersheim, 19.01.2012 (profact) – Fast 54.000 Besitzer von Hunden und Katzen sind überglücklich: Obwohl ihr Vierbeiner im vergangenen Jahr das Weite gesucht hatte, konnten sie ihn nach wenigen Tagen wieder in die Arme schließen. Möglich machte das die Tierschutzorganisation TASSO e.V. Seit 30 Jahren vermittelt der Verein entlaufene Hunde und Katzen ihren Besitzern zurück, durch Recherchen der Mitarbeiter, durch Plakate und Web-Veröffentlichungen und nicht zuletzt durch Halsbandplaketten. "Dabei sind sämtliche Leistungen von TASSO kostenlos", so Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale in Hattersheim. Der Verein finanziere sich ausschließlich durch freiwillige Spenden.
Dass TASSO bei diesem Angebot regen Zuspruch findet, liegt auf der Hand. So ist die Zahl der Neuregistrierungen während des vergangenen Jahres um 770.000 auf jetzt rund 5,9 Millionen Tiere gestiegen, davon sind 56 Prozent Hunde und 43 Prozent Katzen. Rassetiere dominieren die Einträge, sowohl bei den bellenden wie den miauenden Hausgenossen. Unter den Hunden können etwa 77 Prozent auf einen astreinen Stammbaum verweisen, unter den Katzen immerhin 33 Prozent. Schwarzes Fell dominiert übrigens: Die „Blackies“ repräsentieren bei Hunden 13, bei Katzen 14 Prozent. Auf lediglich 7 beziehungsweise 8 Prozent kommen weiße Fellnasen. Braunes Hundefell liegt weit abgeschlagen bei 5 Prozent. Anscheinend vollkommen selten sind unifarbene braune Katzen: Ihr Anteil kommt auf nicht einmal 0,2 Prozent.
„Ärzte gegen Tierversuche“ informieren online über tierexperimentelle Arbeiten
Hattersheim, 17.01.2012 (profact) – „Obwohl Tierversuche größtenteils mit Steuergeldern finanziert werden, wird die Öffentlichkeit im Dunkeln gelassen, was tatsächlich hinter den verschlossenen Türen der Labors geschieht“, sagt Dr. med. vet. Corina Gericke, stellvertretende Vorsitzende von „Ärzte gegen Tierversuche“. Der Verband installierte deshalb eine Internetdatenbank, in der mehr als 4.000 Tierversuche dokumentiert sind, die in den letzten Jahren in Deutschland durchgeführt wurden. Die Daten beruhen auf Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Für Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., ist Transparenz bei tierexperimentellen Arbeiten unabdingbar. „Wenn allein aus wissenschaftlicher Neugierde Tiere sterben müssen, sollten wir diesem Treiben nicht tatenlos zusehen“, sagt er. TASSO begrüße und unterstütze deshalb die Initiative der „Ärzte gegen Tierversuche“ ausdrücklich.
„Tierversuche werden von den Experimentatoren regelmäßig verharmlosend dargestellt. Doch die Menschen haben ein Recht darauf, die Wahrheit zu erfahren“, erklärt Gericke. Am Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München beispielsweise würden durch Stromstöße in das Gehirn bei Ratten epileptische Anfälle ausgelöst, um ein Epilepsiemittel zu testen, das aber bereits seit über 100 Jahren beim Menschen erfolgreich im Einsatz ist. In der Inneren Medizin I des Klinikums Großhadern werde bei Schweinen ein Herzinfarkt ausgelöst, indem der Brustkorb aufgeschnitten und eine Herzkranzarterie abgeklemmt wird, so Gericke weiter. „Die künstlich geschädigten 'Tiermodelle' haben mit der menschlichen Erkrankung, die sie simulieren sollen und ihren ursächlichen Faktoren nichts gemein“, sagt die Tierärztin. Die Ursachen des Herzinfarkts beim Menschen seien dank Bevölkerungsstudien bekannt: Übergewicht, zu fett- und fleischreiche Ernährung, Rauchen und Bewegungsmangel. „Die Ergebnisse sind von vornherein wertlos, da sie nicht mit der komplexen Situation beim Menschen vergleichbar sind“, kommentiert Gericke.
Diese und zahlreiche andere umstrittene Tierversuche sind in der Online-Datenbank zu finden. Und nicht nur das: In der Rubrik „in vitro“ dokumentieren die Ärzte einige der vielfältigen Möglichkeiten tierversuchsfreier Verfahren, die im Gegensatz zu Tierversuchen zuverlässige und relevante Ergebnisse liefern.
Web-Adresse: http://www.datenbank-tierversuche.de/
TASSO bittet alle Eltern, sich lebendige Weihnachtsgeschenke sorgfältig zu überlegen
Hattersheim, 09.12.2011 (profact) – Hundewelpen und Katzenkinder sehen ausgesprochen süß aus und erobern Kinderherzen im Sturm. Als Weihnachtsgeschenk scheinen sie deshalb ideal zu sein. Doch Vorsicht: Tierheime werden alle Jahre wieder mit einer Flut von Vierbeinern konfrontiert, Weihnachtsgeschenke für Kinder, die nach der ersten Euphorie den Spaß am Familienzuwachs verloren haben.
„Ein Haustier bringt auch Verantwortung mit sich“, sagt Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. „Auf der Tagesordnung stehen nicht nur Kuscheln, Schmusen und Streicheln, sondern auch regelmäßiges Gassi gehen, Saubermachen und Füttern. Manche Kinder sind damit überfordert. Wenn dann die Eltern nicht mitspielen, wird das unüberlegt geschenkte Haustier zur Belastung.“
Der Tierschützer appelliert an Eltern, Kindern keine Tiere zu Weihnachten zu schenken. Oder nur dann, wenn zuvor ganz klar über die notwendige Pflege und die Zuständigkeiten gesprochen wurde. Die beste Zeit, sich beispielsweise einen jungen Hund ins Haus zu holen, sei ohnehin das Frühjahr. „Dann macht es einfach mehr Spaß, draußen mit dem Hund herumzutollen“, sagt McCreight und verweist auf die Tierheime, in denen recht häufig schon bereits stubenreine junge Hunde – aber natürlich auch andere Vierbeiner wie Katzen, Meerschweinchen und Kaninchen – sehnsüchtig auf ein neues Herrchen oder Frauchen warten.
VIER PFOTEN, TASSO und bmt wollen internationalen Druck für eine Rücknahme
Hamburg, 24. November 2011 – Lange Zeit hatten die Tierschützer in Rumänien und ganz Europa dagegen angekämpft, nun wurde es am Dienstag trotzdem beschlossen: das unsinnige und tierfeindliche Gesetz, welches die Massentötung von Streunerhunden in Rumänien wieder legalisiert. Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN, TASSO e. V. und der Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt) werden aber weiter kämpfen. Einsprüche beim nationalen Verfassungsgerichtshof wie auch Proteste in westeuropäischen Ländern sollen den rumänischen Präsidenten Traian Bâsescu dazu bewegen, das Gesetz nicht zu verabschieden.
„Es ist wirklich unglaublich, dass ein Land der EU ein so barbarisches Gesetz beschließt, obwohl es ein ähnliches vor wenigen Jahres erst abgeschafft hat", zeigt sich Helmut Dungler, Geschäftsführer von VIER PFOTEN, schockiert. „Die Entscheidung ist ein wirklich trauriges Ergebnis für einen Mitgliedsstaat der Europäischen Union. Dieses Gesetz wird nicht einmal ansatzweise dazu beitragen, das Streunerhundeproblem tierschutzgerecht und nachhaltig zu lösen“, so Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. Seit 1995 hat die Tierschutzstiftung in Rumänien mit der einzigen Methode, die nach verschiedenen Studien eine nachhaltige Verringerung der Hundepopulation bewirkt. Dabei werden die streunenden Hunde eingefangen, kastriert und nach einem medizinischen Check wieder in ihr ursprüngliches Revier zurückgebracht. Dadurch besetzen sie dieses Gebiet weiterhin und senken damit auf Dauer die gesamte Population. Mehr als 150.000 Hunde wurden behandelt, und in den entsprechenden Regionen konnte eine signifikante Senkung der Tierzahlen festgestellt werden. „Die Kastration auch der Besitzerhunde, wie in Brasov jetzt vorgeschrieben, wird die Zahl der Straßenhunde ebenfalls nachhaltig reduzieren, nicht das wahllose Einsammeln und Töten“, sagt Petra Zipp, Vorsitzende des bmt.
Trotz dieser nachweislichen Erfolge kam es nun zum Beschluss eines neuen Gesetzes, das es den Kommunen erlaubt, selbständig über das Schicksal der Streuner zu entscheiden. So können Streunerhunde in ein Tierheim gesteckt werden, wo sie 30 Tage bleiben. Sind sie während dieser Zeit nicht adoptiert worden, werden sie getötet. Abgesehen davon, dass viele Menschen in Rumänien sich keine Hunde leisten können, werden die Adoptionswilligen aber noch zusätzlich schikaniert: Sie müssen nicht nur Angaben zum "verfügbaren Raum" und zu ihrem Einkommen machen, sogar ihre Nachbarn müssen einer solchen Adoption zustimmen! Wenn aber jemand einen Hund im Tiergeschäft kauft, benötigt der Käufer - nichts.
„Wir werden alle Hebel in Bewegung setzen, rechtlich und aktionsmäßig, um diesen Wahnsinn nicht Realität werden zu lassen", so VIER PFOTEN-Geschäftsführer Helmut Dungler. Dazu gehören Klagen in Rumänien genauso wie Protestmärsche zu den rumänischen Botschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Auch europapolitisch ist das Gesetz ein Skandal, es widerspricht klar dem im Lissabonvertrag verankerten Tierschutzprinzip (Art. 13 VAEU), das nicht nur die EU Institutionen, sondern ausdrücklich ebenso die Mitgliedstaaten zu beachten haben. Demnach sind Tiere ‚fühlende Lebewesen‘. Gemeinsam mit VIER PFOTEN haben bereits im März 2011 zahlreiche Europaabgeordnete gegen diesen Gesetzentwurf an die Parlamentspräsidentin appelliert.
Hier geht es zur Protestaktion Rumänien.
Die Internet-Communities dogSpot und catSpot suchen Deutschlands schönste Hunde und Katzen – für den Tierschutzkalender 2012. Der Verkaufserlös geht als Spende an die Tierschutzorganisation TASSO e.V.
Karlsruhe/Hattersheim, 05.10.2011 (profact) – Noch bis zum 13. Oktober können Hunde- und Katzenfans tolle Fotos ihres Vierbeiners bei dogSpot beziehungsweise catSpot hochladen. Die Mitglieder der Communities nominieren anschließend die schönsten Kalendermotive. Anfang November schließlich wählt eine fachkundige Jury jene Fotos aus, die jeweils einen Monat lang im Tierschutzkalender 2012 zu sehen sein werden.
„Die Erlöse des Verkaufs kommen direkt unserer Tierschutzarbeit zugute“, freut sich Philip McCreight von TASSO. „Jeder Hunde- oder Katzenbesitzer sollte deshalb zur Kamera greifen, seinen Liebling fotografieren und die Bilder hochladen.“
Weitere Informationen zum Tierschutzkalender 2012 sind unter www.dogspot.de/tierschutzkalender und www.catspot.de/tierschutzkalender zu finden.
…ließen sich zugunsten der Tierschutzorganisation TASSO e.V. fotografieren – 1400 Euro kamen als Spende zusammen
Hattersheim/Dortmund, 11.10.2011 (profact) – Einen ganzen Tag lang war Pepsi verschwunden, dann konnte TASSO den kleinen Hund an seinen Besitzer Oliver Nauditt zurückvermitteln. Der Fotograf aus Dortmund revanchierte sich nun mit einem „Hunde-Shooting“, dessen kompletter Erlös an TASSO ging. Jeder Besitzer eines Vierbeiners war eingeladen, für 20 Euro eindrucksvolle Porträts seines Lieblings anfertigen zu lassen. Unter die 66 Hunde mischte sich allerdings ein pelziges Etwas, mit dem Oliver Nauditt nicht gerechnet hatte: ein Nasenbär. Keck und alles andere als ängstlich inspizierte der kleine Kerl die „Location“ der Dortmunder Hundeschule „Sound of Dogs“ und machte auch vor der Kamera eine ausgesprochen gute Figur, wie Nauditt betont.
1400 Euro kamen als Spende zusammen, über die sich Philip McCreight von TASSO ganz besonders freut: „Wir können unsere umfangreichen kostenlosen Dienste nur durch großzügige Menschen aufrecht erhalten, da wir uns ausschließlich über Spenden finanzieren“, sagt er. „Umso schöner finde ich es, wenn sich Tierfreunde einen ideellen Gegenwert einfallen lassen. Mein Dank gilt Oliver Nauditt für sein Engagement und der Hundeschule ‚Sound of Dogs‘ für ihre Mitarbeit.“
Europäische Expertenrunde mit VIER PFOTEN und TASSO e.V.
Brüssel/Frankfurt/Teramo, 16. November 2011 – Europaweit sollen alle Hunde gekennzeichnet und registriert werden. Dies fordern die international tätige Tierschutzorganisation VIER PFOTEN und das Heimtierregister TASSO e. V. Denn mit einer Registrierungspflicht könnte das Elend der Straßenhunde, der illegale Welpenhandel und die tierquälerische Massenzucht eingedämmt werden. Welche rechtlichen und technischen Voraussetzungen für ein europaweites System erforderlich sind, soll im Rahmen einer Expertenrunde am 17. und 18. November im italienischen Teramo erarbeitet werden. Organisiert wird die Expertenrunde vom VIER PFOTEN-Europabüro und dem wissenschaftlichen Institut Istituto G. Caporale. Auch TASSO e. V., die EU-Kommission Abteilung Tiergesundheit, die Vereinigung der Europäischer Tierärzte sowie technische Experten und die zuständigen Fachleute aus den Ministerien zahlreicher Mitgliedstaaten werden an der Tagung teilnehmen. Das Ergebnis der Expertenrunde soll der EU-Kommission konkrete Anhaltspunkte geben, um eine europaweite Verpflichtung zur Kennzeichnung und Registrierung von Hunden sowohl im Tiergesundheitsgesetz als auch politisch in der neuen Tiergesundheitsstrategie sowie in einem geplanten Tierschutzgesetz der EU zu verankern.
„Wir stellen nicht nur Forderungen an die Politik, sondern entwickeln machbare Lösungen für den Schutz der Tiere“, kommentiert Marlene Wartenberg, Leiterin des VIER PFOTEN Europabüros in Brüssel. „Gemeinsam mit dem Instituto G. Caporale bieten wir dafür die erforderliche wissenschaftliche Grundlage.“
Das Heimtierregister TASSO e.V. wird im Rahmen des Fachgesprächs die wirtschaftlichen Vorteile der Zusammenführung durch Hund und Halter durch solche Registrierungssysteme erläutern. Philip McCreight, Leiter von TASSO e.V.: „Nur mit der Möglichkeit der Zuordnung eines Halters zu einem Tier ist das Verantwortungsprinzip für die Tierhaltung herzustellen.“ Was für die landwirtschaftlichen Nutztiere und jüngst die Pferde in der EU selbstverständlich geworden ist, müsse auch für Hunde gelten. „Der öffentlichen Hand ist die Einsparung von Geldern für Tierheime und damit die wirtschaftliche Tragweite einer Hunderegistrierung gar nicht bewusst“, so McCreight, „neben dem Tierschutzgedanken spart die öffentliche Hand durch die mögliche Rückführung von entlaufenen Tieren eine eklatant hohe Summe, das ist für alle Mitgliedstaaten von Bedeutung und bedarf der gemeinsamen EU-weiten Erörterung.“
Zur Zeit gibt es eine EU-weite Kennzeichnungspflicht für Hunde nur auf der Grundlage von zwei Rechtsgrundlagen: für die private so genannte Verbringung gilt die Verordnung 998/58/EU, das bedeutet, der private Halter benötigt nur für den Fall einer Grenzüberschreitung einen Hundeimpfpass. Eine Registrierung ist hier nicht vorgesehen. Nur bei einem Transport mit mehr als fünf Tieren, der als gewerblich gilt, sind die normalen Vorschriften der Lebendtiertransporte anzuwenden. „Der EU-Gesetzgeber ist beim Heimtierpass auf halber Strecke stehen geblieben“, meint Wartenberg. „Eine Impfung und ein Heimausweis ohne Registrierung des Tieres ermöglicht eben nicht die Identifizierung des verantwortlichen Halters und keine Rückführung des Tieres zu ihm.“
Die Expertenrunde ist Teil des CAROdog-Projekts zum Thema „Rückverfolgbarkeit von Hunden in Europa“. Ziel des CAROdog-Projekts (www.carodog.eu) ist, dass jeder Hund einen erkennbaren verantwortlichen Halter haben soll. Das würde mittelfristig das Ende die Überbevölkerung der Straßentiere und deren Leiden bedeuten, das Ende gesundheitlicher Risiken für Mensch und Tier, das Ende des illegalen Welpenhandels und der industriellen Massenzucht von Rassehunden für den Schwarzmarkt. Das wichtigste rechtspolitische Instrument, um diese Ziele zu erreichen, ist neben der Bildung und Information die europaweite Rückverfolgbarkeit von Hund und Halter.
Hintergrund
Das CAROdog Projekt
Das CAROdog Projekt wurde mit der Vorstellung der Website www.carodog.eu im Rahmen der belgischen Ratspräsidentschaft im September 2010 der Öffentlichkeit vorgestellt.
Das Ergebnis des Ersten Fachgesprächs zur EU weiten Kennzeichnung und Registrierung:
TASSO e.V.
Die in Hattersheim bei Frankfurt ansässige Tierschutzorganisation TASSO e.V. betreibt Europas größtes Haustierzentralregister. Mittlerweile vertrauen 3,2 Millionen Menschen dem seit fast 30 Jahren erfolgreich arbeitenden Verein. Derzeit sind 5,6 Millionen Tiere bei TASSO registriert und somit im Verlustfall vor dem endgültigen Verschwinden geschützt. Durchschnittlich alle zehn Minuten vermittelt TASSO ein entlaufenes Tier an seinen glücklichen Besitzer zurück.
Die Registrierung und alle anderen Leistungen von TASSO wie die 24-Stunden-Notrufzentrale, Suchplakate, Notrufplakette und der Suchservice sind kostenlos. Der Verein finanziert sich ausschließlich aus Spenden großzügiger Tierfreunde.
Neben der Rückvermittlung von Haustieren ist TASSO im Tierschutz im In- und Ausland aktiv und sieht seinen zusätzlichen Schwerpunkt in der Aufklärung und der politischen Arbeit innerhalb des Tierschutzes. TASSO arbeitet mit den meisten Tierschutzvereinen und -organisationen sowie mit nahezu allen deutschen Tierärzten zusammen. Der Verein unterstützt regelmäßig Tierheime unter anderem bei kostenaufwändigen Projekten und vergibt jährlich den mit über 10.000 Euro ausgestatteten Tierschutzpreis „Die Goldene Pfote“. Für die Tierbesitzer ist TASSO e.V. ein kompetenter Ansprechpartner für alle Belange des Tierschutzes.
Rechtsgrundlage in der EU
Für (private) Verbringung von Heimtieren (Hunde, Katzen und Frettchen): gemäß der Verordnung 998/58/EU Heimtierausweis mit vorgeschriebenen Impfungen. Diese Vorschrift gilt jedoch nur für Grenzübertritte. In Frankreich zum Beispiel ist jeder Halter verpflichtet, einen solchen Heimtierausweis zu erwerben und sich registrieren zu lassen, auch ohne Reisetätigkeit. Für gewerbliche Transporte für Hunde gilt die Verordnung 1/2005 mit allen Dokumenten.
Die Kennzeichnung
Die Kennzeichnung findet technisch mittels eines Microchips (Transponder) durch den Tierarzt statt. Hierfür gelten die ISO Normen 1174 und 1183. Die elektronische Lesung erfolgt durch ein entsprechendes Gerät.
Registrierung in den EU Mitgliedstaaten
Problem ist derzeit das breite Spektrum an existierenden Datenbanken in den Mitgliedsländern. Es gibt solche der Öffentlichen Hand, private Register, solche mit ausschließlich Daten von Hunden und solche mit Daten aller Heimtiere. In föderalen Strukturen wie in Deutschland ist es schwieriger, eine Registrierungspflicht festzuschreiben, als zum Beispiel in einem zentralistisch organisierten Staat wie Frankreich.
Privates gemeinnütziges Netzwerk
Europetnet ist ein europäisches privates Netzwerk, dem sich mittlerweile 50 Datenbanken im geographischen Europa angeschlossen haben, so auch TASSO e.V. (siehe oben). Aber auch Suchmaschinen von Anbietern von Microchips können einzelne Datenbanken abfragen wie etwa DataMars.
Anbieter von Microchips und Lesegeräten
In der EU zählen zu den größten Herstellern von Microchips und Lesegeräten zum Beispiel Datamars (Petmaxx) und PlanetID.
Vorbildlicher Tierschutz im In- und Ausland wurde mit insgesamt 16.000 Euro honoriert
Hattersheim, 05.10.2011 (profact) – Zum vierten Mal hat TASSO den Tierschutzpreis „Die Goldene Pfote“ vergeben, ausgezeichnet wurden vorbildliche Projekte im In- und Ausland.
Der mit 5000 Euro dotierte 1. Preis in der Kategorie „International“ ging an „Perros en Puerto A.C.“. Der Verein betreut in Mexiko ausgehungerte und kranke Straßenhunde. Unter den nationalen Preisträgern konnte die Initiative „Starke Handicap Pfoten“ die meisten Jurystimmen auf sich vereinen. Die engagierten Tierschützer aus dem niedersächsischen Bohlsen ermöglichen Hunden mit Handicap über ein spezielles Training neue Lebensfreude. TASSO belohnte die Initiative ebenfalls mit 5000 Euro.
Mit seinem Engagement für bulgarische Straßenhunden eroberte der Verein „Deutsch-Bulgarische Straßentier-Nothilfe“ aus dem hessischen Homberg den 2. Platz im internationalen Bereich. In der nationalen Endausscheidung belegte die „Stiftung Hof Butenland“ aus Butjadingen in Niedersachsen den gleichen Rang. Die Tierschützer von der Nordseeküste widmen sich in erster Linie alten Milchkühen, denen sie in einem „Kuh-Altersheim“ noch viele schöne Jahre ermöglichen. Beide Preisträger erhielten 2000 Euro als Unterstützung für ihre laufenden Projekte. Die dritten Plätze gingen an „Cani F.A.I.R.“ aus Ungarn (Rettung und Unterbringung von Straßenhunden) und das „Tierheim Herzsprung“ aus Brandenburg, dessen Mitarbeiter vollkommen ehrenamtlich arbeiten und das sich in erster Linie um alte, kranke und verhaltensauffällige Tiere kümmert. Das Preisgeld betrug jeweils 1000 Euro.
Über 100 Vereine und Privatpersonen hatten sich für die diesjährige „Goldene Pfote“ beworben, 24 von ihnen kamen in die Endauswahl. Die Bewertung der eingereichten Wettbewerbsformulare übernahm eine Experten-Jury. Ort der Preisverleihung war wie auch in den Vorjahren das Tierschutzzentrum Pfullingen des Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt). Als Schirmherrin konnte die Künstlerin Dunja Rajter gewonnen werden.
Die Tierschutzorganisationen TASSO e.V. und Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) fordern die Einführung einer gesetzlichen Kennzeichnungs- und Registrierpflicht – Petition an den Deutschen Bundestag gestartet
Hattersheim/Pfullingen, 29.09.2011 (profact) – Wäre jeder Hund und jede Katze in Deutschland registriert, würde kein Fundtier länger als ein paar Stunden im Tierheim zubringen. Der Besitzer wäre anhand der Eintragung in ein Tierregister sofort zu ermitteln. „Derzeit beträgt die durchschnittliche Verweildauer zwölf Tage, bei täglichen Kosten von etwa 15 Euro pro Tier“, sagt Philip McCreight, Leiter von TASSO e.V., Europas größtem Haustierregister. „Jedes Jahr entlaufen in Deutschland rund 300.000 Haustiere. Wären alle 5,2 Millionen Hunde und 7,5 Millionen Katzen mit einem Mikrochip oder per Tätowierung gekennzeichnet und in einem Zentralregister erfasst, könnten den Tierheimen Kosten in Höhe von rund 22 Millionen Euro pro Jahr erspart werden.“
TASSO und bmt fordern deshalb anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober die Einführung einer gesetzlichen Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde und Katzen. Die beiden Tierschutzorganisationen haben dazu eine Petition an den Deutschen Bundestag gestartet.
„In einigen europäischen Nachbarländern wie beispielsweise in Österreich und der Schweiz ist die Kennzeichnung und Registrierung seit einigen Jahren gesetzlich vorgeschrieben“, betont Petra Zipp, Vorsitzende des bmt. „In der Schweiz konnte dadurch sogar ein signifikanter Rückgang der Zahl der ausgesetzten Tiere festgestellt werden.“
Wer die Petition von TASSO und bmt unterstützen möchte, kann sie hier zeichnen:
www.tasso.net
Vroni hat große Füße und strahlend braune Augen
München, 20.09.2011 (profact) – Nina Ruge, Buchautorin, Journalistin und TV-Moderatorin, („Leute heute“, Markenzeichen „Alles wird gut“) ist zum dritten Mal auf den Hund gekommen: Neue Gefährtin des dreieinhalbjährigen Entlebucher Sennenhundes Lupo ist Vroni, ebenfalls ein Sennenhund, und zwar ein „Großer Schweizer“, wie Nina Ruge erzählt. „Unsere Simba ist aufgrund einer schweren Krankheit viel zu früh von uns gegangen, aber mein Mann und ich wollten auf jeden Fall wieder einen zweiten Hund“, sagt die 55-Jährige. „Denn wo ein Hund ist, passt auch ein zweiter rein.“ Vroni ist rund vier Monate alt und bedeutend ruhiger als Lupo, der das für Entlebucher typische Temperament besitzt. „Dafür ist Vroni ein richtiger Wachhund, und genau das haben wir gesucht.“
Beide Hunde seien gechipt und „selbstverständlich“ bei der Tierschutzorganisation TASSO e.V. registriert. „Das ist für uns so eine Art Versicherung“, sagt Nina Ruge. „Wir sind sehr häufig nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland unterwegs. Sollte da einer der beiden weglaufen, kann der Finder bei TASSO anrufen und die Registriernummer durchgeben. TASSO ruft uns dann sofort an und teilt uns mit, wo wir den Ausreißer abholen können.“ Nina Ruge schätzt an diesem kostenlosen Service einerseits die Wahrung der Anonymität des Hundebesitzers, andererseits die ständige Erreichbarkeit der TASSO-Hotline: „Alles in allem haben wir durch TASSO eine Sorge weniger“, sagt sie.

Nina Ruge mit Lupo (links) und Vroni (Foto: TASSO e.V./Achim Imlau)
Nach Hausverbot durch Vermieter
Hund Spike flieht vom Bauernhof
Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. vermittelte ihn an die Besitzerin zurück
Essen/Hattersheim, 08.09.2011 (profact) – Nur weil er hin und wieder bellte, sollte Border-Collie-Mix Spike ausziehen. Der Vermieter erteilte ihm sogar Hausverbot. „Auf die Schnelle konnten mein Freund und ich leider keine neue Wohnung finden“, erzählt seine Besitzerin Kathrin Bethmann. „Uns war die Hundehaltung auch nur mündlich zugesagt worden.“ Also blieb der 30-Jährigen nur die Abgabe des fünfjährigen Rüden. Bei der Suche nach einem neuen Zuhause traf sie schließlich den Besitzer eines Bauernhofs ganz in der Nähe. Der erklärte sich bereit, Spike aufzunehmen. Doch schon ein paar Tage später kam die „Horrormeldung“, so Kathrin Spethmann: Spike war vom Bauernhof geflohen.

„Tagelang haben wir die Gegend rund um den Bauernhof abgesucht, ohne eine Spur unseres Hundes zu finden“, sagt die junge Frau. „Wir hatten schon jede Hoffnung aufgegeben.“ Bis schließlich Kathrin Spethmanns Mutter anrief: TASSO habe sich gemeldet, Spike sei gefunden worden. Wie sich herausstellte, war Spike einem Hobbyangler über den Weg gelaufen, der hatte ihn mit nach Hause genommen, die TASSO-Halsbandplakette entdeckt, sofort bei TASSO angerufen und die eingeprägte Registriernummer durchgegeben. „Ohne TASSO hätte ich Spike sicherlich nicht wiedergesehen“, sagt sie. „Daran sieht man, wie wichtig es ist, dass ein Hund ständig die Halsbandplakette trägt.“
Inzwischen sind Kathrin Spethmann, ihr Freund und Spike umgezogen, nach Essen, in eine Wohnung mit Garten. „Und laut Mietvertrag ist uns die Hundehaltung auch ausdrücklich erlaubt“, sagt sie erleichtert.
Hattersheim, 02.09.2011 (profact) – „Ich bremse auch für Tiere!“ Zehntausende Autofahrer bekunden mit diesem Aufkleber ihre Tierliebe auch im Straßenverkehr. So verständlich und nachvollziehbar diese Rücksichtnahme auch sein mag; rein rechtlich gesehen bewegen sie sich damit in einer Grauzone. „Es gibt noch kein allgemein verbindliches Urteil, ob, wann und wo für Tiere gebremst werden darf beziehungsweise muss“, erklärt Ann-Kathrin Fries, auf Tierrecht spezialisierte Anwältin aus Wesseling bei Bonn. „Letztlich entscheidet immer der Richter des zuständigen Gerichts.“
Zumindest für Vollbremsungen innerhalb geschlossener Ortschaften mit ländlicher Umgebung existiert laut Fries ein Urteil auf Landgerichtsebene. Das LG Paderborn entschied zugunsten eines Autofahrers, der für eine plötzlich über die Straße laufende Katze so stark bremste, dass eine hinter ihm fahrende Frau auffuhr. Deren Versicherung verweigerte die Kostenübernahme für den Schaden am Vordermann. Begründung: Die Vollbremsung für ein Kleintier stelle eine grob fahrlässige Verkehrsgefährdung dar. Das sahen die Richter des Landgerichts anders. Innerhalb ländlicher Ortschaften müsse jederzeit mit Tieren auf dem Verkehrsweg gerechnet werden, so das Urteil (LG Paderborn 5S 181/00). Sie verurteilten die Haftpflichtversicherung der Frau zur Regulierung des Schadens von rund 5000 Euro. Gerade in ländlich strukturierten Orten habe man ständig mit Haustieren auf der Straße zu rechnen, so das Gericht. Auf freier Strecke allerdings sähe die Lage ganz anders aus. Hier müsse der Autofahrer grundsätzlich zwischen dem Leben des Tieres und dem Unfallrisiko abwägen.
„Das Urteil des Landgerichts Paderborn ist aus Sicht des Tierschutzes natürlich sehr zu begrüßen“, sagt Philip McCreight von Tierschutzorganisation TASSO e.V. „Dennoch würde ich mir auch in Fällen, in denen außerhalb geschlossener Ortschaften zugunsten eines Tieres gebremst wird, ein Grundsatzurteil wünschen.“
10.000 Euro für ein schöneres Miteinander von Mensch und Tier
Hattersheim/Nürburg, 10.08.2011 (profact) – „Man kann auch ohne Hund leben – aber es lohnt sich nicht!“ Diese legendäre Philosophie des Schauspielers Heinz Rühmann wird nicht von allen geteilt. Denn manche Besitzer der Vierbeiner zeigen wenig Verständnis für hundelose Mitmenschen. Um das „wenig Trennende und das viele Verbindende“ in die Praxis umzusetzen, gründeten Kai Nagel und Rolf Schlipköter die „Initiative für sozialkompetente Hundehalter“, die in diesem Jahr zum ersten Mal herausragende Projekte rund ums harmonische Miteinander von Mensch und Tier prämierte. Insgesamt wurden 10.000 Euro an Preisgeldern ausgeschüttet.
Mitglieder der Jury waren neben den beiden Gründern der Initiative TASSO-Chef Philip McCreight, die Journalistin und TV-Moderatorin Nina Ruge, der Chefredakteur des Magazins DOGS, Thomas Niederste-Werbeck, die TV-Moderatorin Diana Eichhorn, der Mediator und Rechtsanwalt Franz Obst, die Psychologin und Unternehmensberaterin Dr. Silke Wechsung und Marius Gebicke vom Online-Netzwerk für Hundebesitzer www.dogspot.de.
Der erste und mit 5000 Euro dotierte Preis ging an die "Hundefreunde Hattenhofen" für ihre erfolgreiche Arbeit der Verständigung zwischen Hundehaltern und Nicht-Hundehaltern. Gestiftet wurde der Preis von der Agila Haustierversicherung AG. Zum Zweitplatzierten wurde das Themenprojekt des "Stadtjugendring Steinfurt" gewählt, das Erwerb und Aufbau einer Auslauf- und Spielwiese für Hunde zum Ziel hat. Die 3000 Euro Preisgeld stammen vom Hundenahrungshersteller R. Bubeck & Sohn GmbH sowie vom Outdoor-Bekleidungshersteller Owney. Der dritte Platz ging an das Berliner Projektbüro "Stadt & Hund", dessen Schwerpunkt vor allem in der Aufstellung und dem dauerhafte Betrieb von Hundekotbeutel-Stationen in Berlin liegt. Der Haushaltwarenhersteller Curver honorierte dies mit 2000 Euro.
Augen auf bei Flugpatenschaften
Kriminelle nutzen die Hilfsbereitschaft von Urlaubern zum Hundeschmuggel
Hattersheim, 21.07.2011 (profact) – Sehr viele Tierschützer engagieren sich gegen das Elend von Straßenhunden in Süd- und Südosteuropa. Dazu gehört nicht nur die aktive Hilfe vor Ort, sondern auch der Transport der üblicherweise schwachen oder kranken Tiere nach Deutschland. Hier werden sie aufgepäppelt und haben die Chance auf ein besseres Leben. Allerdings besitzen nicht alle Organisationen das Geld für die teure Reise. Auf Flughäfen in Ferienregionen sprechen deren örtliche Vertreter deshalb heimreisende Urlauber an und bitten um eine Flugpatenschaft. Der Hund tritt dann als Begleiter den Flug nach Deutschland an.
Solche Initiativen seien zwar lobens- und unterstützenswert, sagt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V. im hessischen Hattersheim. Gleichzeitig gibt er zu aber zu bedenken, dass inzwischen auch Kriminelle diesen Weg des „Imports“ für sich entdeckt haben: „Dabei werden nahezu ausschließlich Welpen unter dem Deckmäntelchen des Tierschutzes angeboten. Auf dem Heimatflughafen warten dann die Handlanger der Hundehändler und verkaufen die Welpen über Inserate im Internet.“
McCreight bittet deshalb alle Flugpaten, sich vor Antritt der Rückreise über die Seriosität der Tierschutzorganisation zu informieren. „Lassen Sie sich Visitenkarten oder Briefe mit einer deutschen Telefonnummer zeigen, rufen Sie dann dort an und lassen sich die Aktion bestätigen“, rät der Tierschützer. Auf keinen Fall sollte man Welpen mitnehmen: „Deutsche Einreisebestimmungen verlangen eine Tollwutschutzimpfung, die erst bei Hunden im Alter ab drei Monaten möglich ist und mindestens drei Wochen zurückliegt.“ Dokumentiert werde diese Impfung im EU-Heimtierausweis, ohne den kein Hund innerhalb der EU reisen darf. Dies gelte auch für den Chip, dessen Nummer sich ebenfalls im Heimtierausweis befinden muss. Bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern wie z. B. aus der Türkei gilt die Ausweispflicht nicht, dafür muss hier die Wirksamkeit der Tollwutschutzimpfung durch den so genannten Titer-Test (Antikörpertest) nachgewiesen werden.
„Hinzu kommen noch die Verordnungen für ‚gefährliche Hunderassen‘, die je nach Bundesland variieren“, so McCreight weiter. „Handelt es sich um einen dieser ‚Listenhunde‘, gibt es Probleme bei der Einreise. Liegen keine ordnungsmäßen Impfbescheinigungen vor, muss der gutgläubige Flugpate ohnehin die Kosten für Quarantäne und Nachimpfung tragen.“
Kostenlose Aktion von TASSO und bmt war ein voller Erfolg:
51 Hunde, Katzen und Frettchen erhielten ihren individuellen Transponder
Reichelsheim, 07.07.2011 (profact) – „Wenn sie weglaufen, bekommen wir sie ganz schnell wieder zurück“. So beschreibt ein zehnjähriger Besucher den Grund für die Teilnahme am ersten deutschen Chip-Tag der Tierschutzorganisationen TASSO e.V. und Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt). Zusammen mit Schwester, Mutter, Tante, zwei Hunden und zwei Katzen hatte er sich auf den Weg ins hessische Reichelsheim gemacht. Im dortigen Tierheim „Elisabethenhof“ sorgte Tierärztin Lena Ehrmann fürs Chippen im Minutentakt.
„Dieses Einbringen des Transponders unter die Haut der Tiere ist für Registrierung und Rückvermittlung durch TASSO dringend notwendig“, erklärt Mike Ruckelshaus vom bmt, denn nur so ließen sich Hund, Katze oder Frettchen eindeutig ihren Besitzern zuordnen. „Leider können sich nicht alle Haustierbesitzer das beim Tierarzt rund 35 Euro teure Chippen leisten.“ Deshalb die gemeinsame Aktion von TASSO und bmt, deren Kosten vom Futtermittelhersteller Hill’s getragen wurden.
Das Chippen habe aber noch einen zusätzlichen Effekt, der die Tierheim finanziell entlastet, so Ruckelshaus weiter: „Wenn ein Fundtier gechippt und registriert ist, können wir über TASSO sofort den Besitzer ermitteln und informieren.“ Ansonsten bliebe das Tier in der Obhut des Tierheims. Und das verursache pro Tag rund zwölf Euro Kosten.
Ruckelshaus verweist außerdem auf eine EU-Verordnung, die den Transponder für den Grenzübertritt ab dem 3. Juli zwingend vorschreibt: „Die Chipnummer muss im EU-Heimtierausweis vermerkt sein, sonst kann es Probleme bei Kontrollen geben.“
Dem ersten deutsche Chip-Tag von TASSO und bmt – der auch von den Kameras des ZDF-Kinderkanals „kika“ begleitet wurde – sollen demnächst weitere folgen, so Philip McCreight von TASSO. „Die Resonanz war überwältigend, und sie zeigt, wie wichtig das Chippen und Registrieren ist.“ Der Tierschützer plädiert nachdrücklich dafür, alle Hunde, Katzen und Frettchen einer gesetzlichen Kennzeichnungs- und Registrierpflicht zu unterwerfen: „Dann würden die deutschen Tierheime aufgrund der deutlich kürzeren Verweildauer der Fundtiere jährlich um etwa 20 Millionen Euro entlastet – und die Tierbesitzer hätten viel schneller ihre Lieblinge wieder!“
Unter www.shelta.net warten mehr als 2000 Tiere auf ein neues Zuhause
Hattersheim, 14.06.2011 (profact) - Ob Hund, Katze oder Meerschweinchen, wer ein Haustier sucht, wird bei Tierheimen fast immer fündig. Ein Nachteil aber bleibt: Mehr als zwei oder drei Tierheime in nächster Umgebung lassen sich schon aus rein organisatorischen Gründen nicht besuchen. Und wer weiß, vielleicht sitzt der "Traumhund" ja gerade 200 Kilometer entfernt in seinem Käfig ... Mit shelta wird das Suchen jetzt ganz einfach: Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. bündelt auf der neuen Online-Plattform www.shelta.net das Angebot von derzeit rund 400 tierschützerischen Initiativen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
"shelta ist entstanden, weil TASSO die Menschen, die ein Tier suchen und Tierschutzvereine und Tierheime, die ein Tier vermitteln möchten, gleichermaßen vereint", erklärt Projektleiterin Heike Engelhart. "Aus unserem Tierschutzverständnis heraus liegt es uns am Herzen, Tierheime und Tierschutzorganisationen durch die Vermittlung möglichst vieler Tiere zu entlasten." Neben den Daten des Tieres, seinen Charaktereigenschaften und allem Wissenswerten ist auch seine persönliche Geschichte abrufbar. Handicap- und Notfalltiere lassen sich bei shelta ebenfalls per Mausklick finden.
Die Suche im Web-Tierheim ist laut Engelhart ganz einfach: Zunächst wird die Tierart ausgewählt (Hunden, Katzen, Sonstige), danach stehen sowohl ausführliche Listen mit Fotos als auch umfangreiche Filterfunktionen zur Verfügung. So lässt sich der neue Mitbewohner über die Postleitzahl, eine Nahbereichssuche aber auch nach Rasse, Alter, Geschlecht und Größe auswählen. "Besonders kinderliebe oder temperamentvolle Tiere sind ebenso selektierbar wie kastrierte", erklärt Engelhart. Auswählen ließe sich außerdem, ob beispielsweise ein Hund eher für einen Anfänger oder doch mehr für einen erfahrenen Halter geeignet ist.
Ist der tierische Partner gefunden, nimmt der neue Besitzer in spe direkten Kontakt mit dem Tierheim oder der derzeitigen Pflegestelle auf. Name, Adresse und Telefonnummer werden auf der Steckbrief-Seite des Tieres bekanntgegeben. Genau so hat die Familie Krämer ihr neues Familienmitglied Pity gefunden. Die Mischlingshündin war von Tierfreunden in Spanien aus einem Gewässer gezogen worden, eingepackt in eine Plastiktüte. Über die Tierschutzorganisation "CaLeLodogs" kam die Hündin nach Deutschland. "Pity war von Anfang an schmusig und anhänglich", berichtet Frau Krämer. "Bei uns hat sie sich auch sofort heimisch gefühlt. Ich bin froh, dass durch shelta jetzt viel mehr ausgestoßene Hunde ein neues Zuhause finden."
Nicht ohne Chip und Registrierung
Hattersheim, 30.05.2011 (profact) – Sommerzeit, Urlaubszeit! Wer demnächst mit Hund oder Katze in den Urlaub fahren will, sollte das Tier nicht nur mit einem Chip (Transponder) versehen lassen, sondern unbedingt auch registrieren. Denn ohne diesen Herkunftsnachweis ist das Tier im Verlustfall nicht zurückvermittelbar. Hinzu kommt, dass seit dem 3. Juli 2011 bei Reisen innerhalb der EU beim Grenzübertritt die Chippflicht gilt. Darauf weist die Tierschutzorganisation TASSO e.V. hin, Betreiber von Europas größtem Haustierzentralregister. Registrierung und eine etwaige Rückvermittlung sind laut TASSO kostenlos.
Der reiskorngroße Transponder wird vom Tierarzt in der Regel auf der linken Halsseite unter die Haut gespritzt. Außer dem individuellen, 15-stelligen Zahlencode enthält der Transponder keinerlei weitere Daten. Läuft der Vierbeiner im Urlaub weg, wird beispielsweise in einem Tierheim abgegeben und dort oder bei einem Tierarzt „gescannt“, können somit weder der Name des Tieres noch Adresse und Telefonnummer seines Besitzers ermittelt werden. Nur die Chip-Nummer ist bekannt. „Diese Nummer nutzt uns aber herzlich wenig, wenn wir nicht die dazugehörigen Daten des Besitzers haben, um ihn zu informieren“, erklärt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale im hessischen Hattersheim. Er appelliert deshalb an jeden Hunde- oder Katzenbesitzer, sein Tier chippen und danach sofort bei TASSO kostenlos registrieren zu lassen, erst recht vor einer anstehenden Reise ins europäische Ausland. „Wenn das Tier bereits einen Transponder besitzt aber nicht registriert wurde und man nun den Code nicht mehr kennt, kann man ihn beim Tierarzt oder Tierheim ermitteln lassen. Dort gibt’s dann meist auch unsere Formulare zur Anmeldung“, so McCreight. Eine Registrierung sei aber auch jederzeit über das Internet unter www.tasso.net/Tierschutz/Registrierung möglich.
Hund, Katze & Co. sind oft mehr als nur Begleiter und Spielkamerad, sie können auch Menschen mit körperlichen, seelischen oder geistigen Behinderungen zu einem schöneren Leben verhelfen. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. will diese tierischen Therapeuten mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit stellen, Erfahrungsberichte sind herzlich willkommen.
Hattersheim, 13.05.2011 (profact) – Dass Tiere einen positiven Einfluss auf Menschen haben können, ist lange bekannt. Manche sind darin besonders gut, zum Beispiel Therapiehunde und -pferde. Schon von Natur aus sehen sie in uns einen überaus liebenswerten Partner, spezielle Ausbildungen machen sie zu wertvollen Therapeuten. Therapietiere bringen bisher stumme Kinder zum Sprechen, vertreiben Depressionen und geben neuen Lebensmut. Solche Erfahrungsberichte sucht TASSO. „Uns interessieren Geschichten, die das innige emotionale Verhältnis zwischen Tieren und Menschen mit Handicap schildern“, sagt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V. „Tierschutz ist für uns mehr als Hilfe in der Not, er sollte das harmonische Zusammenleben von Mensch und Tier insgesamt berücksichtigen.“
Als beispielhaft nennt McCreight die Initiativen der Non-Profit-Organisation Beschützer-Instinkte (www.beschuetzer-instinkte.com). Der im März 2010 von der TV-Moderatorin Sonja Zietlow gegründete Verein widmet sich auch der Therapie durch Hunde. Kindern mit seelischer, körperlicher oder geistiger Behinderung wird dabei mit oft erstaunlichen Ergebnissen geholfen. Wie der 14-jährigen Violetta, die als Frühgeburt zur Welt kam, an Epilepsie, spastischen Lähmungen und einer Hüftluxation leidet. Sobald Therapiehund Bruno in ihre Nähe kommt, blüht Violette förmlich auf. Sie habe schon viel gelernt durch die Therapie und könne mittlerweile den Arm eigenständig heben und dem Hund ein Leckerli geben, erzählt Sonja Zietlow.
Wer ähnlich positive Erfahrungen mit Therapietieren gemacht oder selber ein erfolgreiches Konzept entwickelt hat, kann eine kurze Beschreibung und Fotos an TASSO senden, auf der Homepage www.tasso.net/Service/Wissensportal/Tiertherapie steht dazu ein entsprechendes Formular zur Verfügung.
Ab 3. Juli 2011 besser mit Chip über die Grenze
Ausnahmeregelung für Tätowierungen läuft aus – Hunde, Katzen und Frettchen betroffen
Hattersheim, 31.03.2011 (profact) – Wer ab dem 3. Juli 2011 mit seinem Hund, seiner Katze oder seinem Frettchen ein EU-Land besuchen will, muss nicht nur für vorgeschriebene Impfungen gesorgt haben und den EU-Heimtierausweis mit sich führen; das Tier sollte dann auch gechipt sein.
2003 hatte das Europäische Parlament mit der Verordnung 998/2003 die eindeutige Kennzeichnung von Haustieren beim Grenzübertritt verlangt. Gültig sind demnach sowohl die Tätowierung als auch der Chip (Transponder). Bei der Tätowierung bestehe allerdings die Gefahr der Unleserlichkeit, was beim Chip auszuschließen sei. Nach dem Willen der EU-Politiker sollten alle Hunde, Katzen und Frettchen beim Grenzübertritt gechipt sein. Da dies kurzfristig nicht zu realisieren war, wurde eine Übergangsfrist von acht Jahren festgesetzt. Diese Frist läuft am 3. Juli 2011 ab.
Laut Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V., die Europas größtes Haustierregister betreibt, ist die Bestimmung aber nicht ganz eindeutig. So könnten auch Tiere, die vor dem 3. Juli 2011 tätowiert wurden und keinen Chip tragen, ab dem Stichtag EU-Grenzen passieren. Dies sei aber ein Risiko: „Leider enthält die EU-Verordnung gewisse Interpretationsspielräume“, sagt McCreight. „Einerseits muss die Tätowierung für den Grenzbeamten zweifelsfrei lesbar sein, andererseits hat der Besitzer zugleich den schriftlichen Nachweis zu erbringen, dass die Tätowierung vor dem 3. Juli 2011 erfolgt ist.“ Die rechtzeitige Kennzeichnung mit Chip und nachfolgend kostenloser Registrierung bei TASSO sei ganz klar vorzuziehen. „Damit ist auch die Chance auf eine Rückvermittlung deutlich größer, gerade im europäischen Ausland.“
für herausragende Tierschutzprojekte
Preis ist mit 16.000 Euro dotiert – Gefördert werden Initiativen im In- und Ausland – Einsendeschluss ist der 31. Mai 2011
Hattersheim, 21.03.2011 (profact) – Zum vierten Mal verleiht die Tierschutzorganisation TASSO e.V. die „GOLDENE PFOTE“ für herausragende Projekte im Bereich Tierschutz. Um den mit insgesamt 16.000 Euro dotierten Preis können sich sowohl Privatpersonen als auch Tierschutzvereine, Tierheime, Tierärzte und -heilpraktiker sowie andere Tierschützer bewerben. TASSO dankt in diesem Zusammenhang allen Förderern für die freundliche Unterstützung. In den Kategorien „Auslandstierschutz“ und „Tierschutz in Deutschland“ werden Initiativen bewertet, die Tieren in Not helfen, Tierleid vermeiden oder dauerhaft zu einer verbesserten Lebenssituation von Tieren beitragen. Bedingung für die Preisvergabe ist die unmittelbare Verwendung der Prämie für das eingereichte Projekt.
Philip McCreight, Leiter von TASSO: „Die ‚GOLDENE PFOTE‘ ist wohl einzigartig im Tierschutz, da hier eine Tierschutzorganisation anderen Tierschützern hilft, wichtige Aufgaben nachhaltig zu realisieren.“
Die Teilnahmeunterlagen können direkt auf der Homepage www.tasso.net online ausgefüllt werden. Dort finden sich auch Informationen über Projekte und Preisträger aus den vergangenen drei Jahren. Einsendeschluss für die Projektvorschläge ist der 31. Mai 2011. Die Verleihung der „GOLDENEN PFOTE“ findet im Herbst dieses Jahres statt.
Überfahren, eingeäschert, im Roten Meer verstreut – sechs Monate später taucht er in Schweden wieder auf
Hattersheim, 21.02.2011 (profact) – Es sollte ein schöner Abschied werden: Tamara El Bezi hatte Kater Sam vor sechs Jahren im ägyptischen Hurghada auf der Straße aufgelesen und großgezogen. Dann war der rot getigerte Gefährte in Schweden wohl überfahren worden. Die 32-jährige Studentin aus Korb in Baden-Württemberg hatte ihn dorthin vor einem Jahr zu einem Auslandssemester mitgenommen. Sie ließ den Kater einäschern, reiste mit der Urne nach Ägypten und streute die Asche ins Rote Meer. „Ich brachte ihn dahin zurück, wo er hergekommen war“, sagt El Bezi. Im Februar 2011 dann der Anruf von TASSO: „Wir haben Ihren Kater in Schweden gefunden, Irrtum ausgeschlossen!“
Das war geschehen: Anfang 2010 reiste Tamara El Bezi mit Kater Sam nach Stockholm. Sie hatte sich dort für ein pädagogisches Praxissemester angemeldet. Wenige Monate nach Einzug der beiden in eine Wohngemeinschaft kam Sam nicht mehr von einem seiner Ausflüge zurück. „Der Kater ist gechipt und bei TASSO registriert“, erzählt die Studentin. „Wir machten uns also große Hoffnungen, dass er bald gefunden wird, zumal TASSO ja mit internationalen Tierregistern zusammenarbeitet.“ Doch alles Suchen half nichts, Sam blieb verschwunden. Bis sich jemand meldete, der den Unfalltod von Sam gesehen haben wollte. „Ich bin dann zur Tierklinik, wo überfahrene Tiere sozusagen zwischengelagert werden“, sagt El Bezi. „Man hat mir eine Katze gezeigt, und ich habe sofort Sam erkannt. Den Chip scannen konnte man nicht, der war offenbar beim Unfall zerstört worden.“
Abschied am Roten Meer
Tamara El Bezi ließ die überfahrene Katze einäschern, nahm die Urne mit in die Stockholmer Wohnung. Am Ende des Semesters – Anfang August 2010 – ging’s zunächst ins heimische Korb, dann nach Ägypten. „Ich hatte in Hurghada Sam winzigklein auf der Straße entdeckt und ihn aufgepäppelt. In den sechs Jahren danach ist er mir so ans Herz gewachsen, dass ich ihm einen würdevollen Abschied am Ort seiner Geburt einfach schuldig war.“ Die Studentin fuhr an den Strand, nahm ein Boot und streute die Asche draußen ins Rote Meer. Dann reiste sie schweren Herzens zurück nach Deutschland.
Im Februar 2011 kam der Anruf von TASSO. Die Tierschutzorganisation, die Europas größtes Haustierregister betreibt, war von einem schwedischen Register informiert worden, erzählt El Bezi. „Eine verwilderte Katze mit einer deutschen Chip-Nummer ist einem Tierarzt aufgefallen, der hat dann das schwedische Register kontaktiert. Er nannte dort die Adresse desjenigen, der die Katze im Winter regelmäßig gefüttert hatte und sie nun wegen einer Erkältung behandeln ließ. Das Merkwürdige: Die Nummer war genau die, unter der Sam bei TASSO registriert war.“ Die Tierschutzorganisation teilte der Studentin die Kontaktdaten des Mannes in Stockholm mit. „Ich rief sofort an und buchte einen Flug“, berichtet die 32-Jährige. „Und was soll ich sagen: Die Katze, die uns dann in der Stockholmer Wohnung entgegen kam, war tatsächlich mein Sam. Er hat mich auch sofort erkannt.“
Inzwischen hat sich Sam in seiner deutschen Heimat wieder eingelebt und sein altes Revier erneut in Besitz genommen. Tamara El Bezi: „Neun Monate lang habe ich um Sam getrauert, man kann sich gar nicht vorstellen, was ich jetzt fühle, er ist ja sozusagen von den Toten auferstanden. Ein merkwürdiges Gefühl bleibt aber: Schließlich habe ich in Ägypten die Asche einer Katze ins Meer gestreut, die ich nie lebend gesehen habe …“
TASSO e.V. gibt Tipps für verantwortungsvolle Tierhalter
Hattersheim, 04.03.2011 (profact) – Ob etwas für den tierischen Organismus schädlich ist, hängt – wie beim Menschen - vielfach von der Menge ab. So gelten Zwiebeln und Knoblauch durch die enthaltenen Schwefelverbindungen zwar als antibakteriell, doch N-Propyldisulfid und Allylpropylsulfid sind für Hunde giftig. „Schon eine mittelgroße Zwiebel oder eine Knoblauchknolle können eine Zerstörung der roten Blutkörperchen in Gang setzen und einen kleinen Hund ernsthaft schädigen, bis hin zum Nierenversagen“, warnt Dr. med. vet. Anette Fach, Tierärztin im hessischen Oberursel. Ähnlich sieht es bei den so harmlos erscheinenden Weintrauben und Rosinen aus. Das US-amerikanische „Animal Poisons Control Center“ (ASPCA) und das britische Institut „Veterinary Poisons Information“ haben herausgefunden, dass bei einem 20 Kilo schweren Hund rund 232 Gramm Trauben zu Vergiftungserscheinungen führen. Nach Angaben der britischen Wissenschaftler könnte der Verzehr von etwa 14 Gramm Rosinen pro Kilo Körpergewicht einen Hund töten. Das wäre bei einem 20 Kilo schweren Hund etwas mehr als ein halbes Pfund.
Nicht weniger gefährlich für die Vierbeiner ist das Theobromin in Schokolade, hier sind sogar schon Todesfälle bekannt geworden. „Die giftige Dosis liegt bei kleinen Hunden wie Yorkshire-Terriern bereits bei einer Tafel Zartbitterschokolade“, erklärt Dr. Fach. Unbedingt zu verhindern sei der Verzehr von rohem Schweinefleisch. Das könne den Aujeszky-Virus enthalten, eine Infektion ende fast immer tödlich.
Katzen sind im Vergleich zu Hunden bekanntlich deutlich wählerischer, was ihr Fressen angeht. Schon der Hauch eines für sie unangenehmen Geruchs kann sie vom Fressnapf vertreiben. Dennoch gelten für sie die gleichen Gefahrenquellen wie für Hunde. Zwiebeln und Knoblauch sind auch für Katzen gefährlich, ebenso Schokolade, Weintrauben, Rosinen und rohes Schweinefleisch. Aufgrund ihres in der Regel geringeren Körpergewichts sind Katzen gegenüber Hunden deutlich gefährdeter bei der Verwendung ätherischer Öle. Das oft gepriesene Teebaumöl beispielsweise ist für Katzen das reinste Gift. Denn im Gegensatz zu Hunden lecken Katzen regelmäßig ihr Fell. Wurde Teebaumöl zum Beispiel zur Bekämpfung von Parasiten aufgetragen, gelangt es so in den Verdauungstrakt der Katze und kann dort zum Tode führen. Gefährlich sind auch Insektizide, die beispielsweise unverschlossen im Keller oder in der Garage aufbewahrt werden. Neugierige Katzen könnten bei ihren Streifzügen daran lecken und sich vergiften. Aber selbst im Haus lauern Gefahren, zum Beispiel Desinfektionsmittel in Bad und Toilette. Verantwortungsvolle Tierhalter sollten aber nicht nur verhindern, dass ihr Tier mit giftigen Stoffen in Berührung kommt, sondern auch ein wachsames Auge auf ihren Liebling haben: Viele Vergiftungen zeigen sich an Symptomen wie Durchfall, Erbrechen, Müdigkeit oder Lethargie. Dann heißt es, sofort zum Tierarzt und die Möglichkeit einer Vergiftung abklären lassen!
TASSO e.V. gibt Tipps für das Gassigehen im Winter
Hattersheim, 31.01.2011 (profact) – Die meisten Hunde lieben Schnee, auch Kälte scheint ihnen wenig auszumachen. Stammt der Vierbeiner allerdings aus kurzhaarigen tropischen oder subtropischen Rassen, ist eine gewisse Vorsicht angebracht. Denn diese Hunde – beispielsweise der spanische Podenco oder der mexikanische Chihuahua – besitzen weniger Unterwolle und ein dünneres Unterhautfettgewebe. Sind sie nasskalter Umgebung nicht ständig in Bewegung, frieren sie leicht. Abhilfe kann ein möglichst wasserabweisendes „Mäntelchen“ schaffen. Auf keinen Fall sollten diese kälteempfindlichen Hunde bei Minusgraden draußen angebunden werden. Das kann im schlimmsten Fall zu einer Lungenentzündung führen.
Aber auch langhaarige, robuste Hunde fordern von ihren Besitzern erhöhte Aufmerksamkeit. Und zwar dann, wenn sie längere Zeit im Schnee unterwegs waren. Im Fell und zwischen den Pfoten bilden sich kleine Eisklumpen, die dem Hund das Laufen erschweren und Schmerzen verursachen können. Von Zeit zu Zeit müssen die Bröckchen vorsichtig entfernt werden.
Noch weitaus unangenehmer sind für alle Hunde Streusalz und Splitt. Der Kontakt mit diesen Substanzen lässt sich zumindest in der Stadt kaum vermeiden. Hinkt der Hund plötzlich, unbedingt die betreffende Pfote untersuchen. Ein scharfkantiges Splitt-Stückchen kann sich in die Haut der Pfote gebohrt haben. Lässt sich der Splitter nicht herausziehen, den Spaziergang abrechen und den Tierarzt aufsuchen. „Gegen Streusalz hilft das kurze Baden der Pfoten in handwarmem Wasser“, weiß Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. „Anschließend die Pfoten und gegebenenfalls den ganzen Hund mit einem angewärmten Handtuch abrubbeln.“ Als Schutz der Pfoten vor Salz hätten sich übrigens fetthaltige Cremes bewährt, beispielsweise Hirschtalg oder Melkfett.
Bleibt die Frage: Was ist mit den Freigängern unter den Katzen? Bei den Stubentigern muss man sich weit weniger Sorgen machen als bei Hunden. Sie entwickeln in der Regel ein Winterfell, dass sie vor garstiger Kälte schützt. Manche Katzen zeigen allerdings eine Aversion gegen Schnee und wollen gar nicht nach draußen, andere wiederum sehen die weißen Flocken als sensationelles Spielzeug. Auf jeden Fall aber ist eine Katzenklappe in der Tür zu empfehlen, die den Vierbeinern nach einem Ausflug in die weiße Winterwelt den jederzeitigen Rückzug ins warme Haus ermöglicht. Philip McCreight hat auch noch einen Tipp parat, der im Winter sowohl menschliche als auch tierische Hausbewohner betrifft: Für genügend Luftfeuchtigkeit sorgen. „Unter 30 Prozent können die Schleimhäute austrocknen, das macht sie anfällig für Krankheitserreger“, sagt er. „Messen kann man die relative Luftfeuchtigkeit – optimal sind 45 bis 55 Prozent – mit einem Hygrometer, digitale Exemplare gibt es schon für weniger als 20 Euro.“ Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, seien Ultraschallvernebler angebracht, brauchbare Exemplare gebe es schon für rund 50 Euro.
Aktuelle Zahlen der Tierschutzorganisation TASSO e.V. bringen Erstaunliches zu Tage
Hattersheim, 20.01.2011 (profact) – Mit rund 5,1 Millionen registrierten Tieren betreibt die Tierschutzorganisation TASSO e.V. Europas größte Haustierdatenbank. Sinn und Zweck ist die kostenlose Rückvermittlung, wenn ein Vierbeiner mal ausbüxt. Der Finder ruft einfach bei TASSO an (die Telefonnummer steht auf der ebenfalls kostenlos erhältlichen Halsbandplakette), die Tierschützer setzen sich dann sofort mit dem Besitzer in Verbindung. Rund um die Uhr und an jedem Tag des Jahres. 2,8 Millionen Hunde und 2,2 Millionen Katzen sowie knapp 100.000 sonstige Haustiere sind derzeit erfasst, also ziemlich genau jeder zweite Hund und jede vierte Katze. Sowohl bei den Stubentigern als auch bei den bellenden Vierbeinern bevorzugen deutsche Tierbesitzer offenbar Mischlinge: Etwa 1,9 Millionen Katzen lassen sich unter „Hauskatze“ einordnen, bei Hunden haben immerhin rund 390.000 hinsichtlich der Rasse gemischte Vorfahren. Interessant: Schwarze Hunde (375.000) sind mehr als doppelt so oft vertreten wie weiße oder braune (jeweils rund 147.000).
Der Labrador ist Favorit
Des Deutschen liebster Rassehund ist nicht etwa der Schäferhund, der besetzt in den TASSO-Top-10 mit 105.000 Registrierungen lediglich Platz 3. Bundesbürger haben es eher mit den Retrievern: Der Labrador (140.000) führt vor dem Golden (106.000). Die Plätze 4 und 5 gehören den Terriern (Jack Russel: 93.000, Yorkshire: 57.000), gefolgt von Berner Sennenhund und Beagle (je 40.000). Mit 36.000 Registrierungen übernimmt der West Highland White Terrier Platz 8, der Chihuahua und der Australien Shepherd (je 31.000) kommen auf die Plätze 9 und 10.
Bei den Katzen stehen Maine Coon (41.000), Perser (38.000) und Britisch Kurzhaar (28.000) auf den vordersten Rasseplätzen. Platz 4 geht an die Norwegische Waldkatze (16.000), Platz 5 an die Siamkatze (14.000), Platz 6 an den Kartäuser. Es folgen Heilige Birma (7.000), Ragdoll und Langhaarkatze (je 3.000) sowie Türkisch Angora (2.700).
Bei den Haustieren dominieren die Älteren
Dass es den Haustieren in Deutschland gesundheitlich offensichtlich ganz gut geht, zeigt die Verteilung älterer Jahrgänge: Rund 1,4 Millionen Hunde und Katzen sind älter als zehn Jahre, wobei proportional gesehen beide gleich häufig anzutreffen sind. Knapp 127.000 Hundewelpen sind bei TASSO im Moment registriert, aber nur halb so viele Katzenkinder.
Dass eine vorsorgliche Registrierung absolut Sinn macht, zeigt die Quote der rückvermittelten Tiere im vergangenen Jahr: Genau 52.783 entlaufene Hunde und Katzen konnten ihren Besitzern zurückgegeben werden.
Hinweis für die Redaktion: Die Angaben zur aktuellen Registrierung wurden auf- bzw. abgerundet, exakte Zahlen mit Stand 18. Januar 2011 finden Sie in einer Excel-Tabelle unter http://www.profact.de/tasso/2011/01_Statistik_2010.xls.
hilft nur die Registrierungspflicht
Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO appelliert an Politiker: Mit Chip und Registrierung ist der Besitzer fast immer eindeutig feststellbar
Hattersheim, 20.12.2010 (profact) – Der Mischlingshund lag in hohem Schnee und zitterte vor Kälte, die Katze war vollkommen durchnässt. Nur weil sie rechtzeitig von Mitarbeitern des Tierheims Nürnberg versorgt wurden, haben die beiden Tiere überlebt. Ein Paar hatte beim Spaziergang den Hund an einem abgelegen Zaun des Tierheims entdeckt, die Katze steckte in einer Tasche neben einem Glascontainer. Polizisten brachten das entkräftete Tier ins Tierheim. Wem die beiden Vierbeiner gehören, lässt sich nicht feststellen …
„Immer häufiger kommt es vor, dass sich Besitzer von Haustieren durch einfaches Anbinden oder Abstellen ihrer Verantwortung entziehen“, berichtet Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V., die Europas größtes Haustierzentralregister betreibt. „Es ist für sie ja auch völlig gefahrlos: Ist das Tier nicht bei uns oder bei einer anderen Haustierdatenbank registriert, lässt sich der Besitzer nicht ermitteln.“ McCreight plädiert deshalb an Politiker, die allgemeine Registrierungspflicht endlich auf die Tagesordnung zu setzen. So wie es die Schweiz schon vor Jahren gemacht hat. „Seit 2007 müssen dort alle Hunde eindeutig und fälschungssicher markiert und registriert sein“, erklärt der Tierschützer. „Damit sollen Beißunfälle besser aufgeklärt, Seuchen schneller erkannt und bei entlaufenen, verwahrlosten oder ausgesetzten Hunden der Besitzer schneller ermittelt werden.“ Welpen müssten spätestens mit drei Monaten einen Chip erhalten, dessen Nummer zusammen mit den Daten des Besitzers registriert wird. „Das Aussetzen von Hunden ist in der Schweiz seitdem erheblich zurückgegangen“, sagt McCreight. „Alle Service-Leistungen von TASSO sind übrigens kostenlos. Tierbesitzer müssen somit für die Registrierung bei uns nichts zahlen.“
TASSO gibt Tipps für den lauten Jahreswechsel
Hattersheim, 28.12.2010 (profact) – Wenn es die Deutschen zu Silvester wieder so richtig krachen lassen, verkriechen sich auch wieder Zehntausende von Hunden und Katzen ängstlich unterm Sofa. Tiere haben schließlich ein bedeutend empfindlicheres Gehör als der Mensch, für sie sind explodierende Raketen und Böller echter Stress. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. gibt Tipps für verantwortungsvolle Tierhalter:
• Zitternde Tiere nicht trösten, das bestärkt sie nur in ihren Ängsten
• Keine Ohren verstopfen, das regt sie nur noch mehr auf
• Angstlösende Medikamente vom Tierarzt helfen unmittelbar, „menschliche“ Beruhigungsmittel wie Baldrian sind angeblich wirkungslos
• Manche Tierhalter schwören auf alternative Präparate wie Homöopathika (Phosphorus) oder Bach-Blütenextrakte (Rescue), deren Wirkung ist aber nicht wissenschaftlich nachgewiesen
• Die Tierhalter dürfen selber keine Angst vor dem Knallen haben, das würde sich auf ihre Tiere übertragen
• Haustiere während des Feuerwerks auf keinen Fall allein lassen
• Bestehen „Fluchtmöglichkeiten“ – beispielsweise durch eine geöffnete Haus- oder Terrassentür – Hunde unbedingt anleinen und Katzen in eine Transportbox setzen
Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale: „Wer ängstliche Tiere besitzt, sollte eines auf keinen Fall tun: Selber mitknallen. Dies wäre ausgesprochen verantwortungslos.“ Weitaus sinnvoller sei es, die Vorhänge zu schließen und Fernseher, Radio oder den CD-Player auf eine etwas höhere Lautstärke zu stellen. „Für mich ist der Silvesterlärm ohnehin unsinnig, teuer und akustische Umweltverschmutzung“, ergänzt McCreight.
TASSO bittet alle Eltern, lebendige Weihnachtsgeschenke sorgfältig zu überlegen
Hattersheim, 06.12.2010 (profact) – Hundewelpen und Katzenkinder sehen ausgesprochen süß aus und erobern Kinderherzen im Sturm. Als Weihnachtsgeschenk scheinen sie deshalb besonders ideal zu sein. Doch Vorsicht: Tierheime werden alle Jahre wieder mit einer Flut von Vierbeinern konfrontiert, Weihnachtsgeschenke für Kinder, die nach der ersten Euphorie den Spaß am Familienzuwachs verloren haben.
„Ein Haustier bringt auch Verantwortung mit sich“, sagt Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. „Auf der Tagesordnung stehen nicht nur Kuscheln, Schmusen und Streicheln, sondern auch regelmäßiges Gassi gehen, Saubermachen und Füttern. Manche Kinder sind damit überfordert. Wenn dann die Eltern nicht mitspielen, wird das unüberlegt geschenkte Haustier zur Belastung.“
Der Tierschützer appelliert an Eltern, Kindern keine Tiere zu Weihnachten zu schenken. Oder nur dann, wenn zuvor ganz klar über die notwendige Pflege und die Zuständigkeiten gesprochen wurde. Die beste Zeit, sich beispielsweise einen jungen Hund ins Haus zu holen, sei ohnehin das Frühjahr. „Dann macht es einfach mehr Spaß, draußen mit dem Hund herumzutollen“, sagt McCreight und verweist auf die Tierheime, in denen recht häufig schon bereits stubenreine junge Hunde – aber natürlich auch andere Vierbeiner wie Katzen, Meerschweinchen und Kaninchen – sehnsüchtig auf ein neues Herrchen oder Frauchen warten.
Was tun, wenn einem jetzt ein Igel über den Weg läuft? TASSO gibt Tipps.
Hattersheim, 18.11.2010 (profact) – Viele Jahre lang galt: Wer im Spätherbst einen herumlaufenden kleinen Igel sieht, sollte ihn mitnehmen und zu Hause über den Winter bringen. Doch das muss man heutzutage differenzieren, betont Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V.: „Igel sind robuster, als viele denken. Nur wenn das Tier erkennbar krank oder unterernährt ist, benötigt es menschliche Hilfe.“
Derzeit sind noch viele kleine Igel unterwegs, um sich für den bevorstehenden Winter ein Fettpolster anzufressen. Liegen die Außentemperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt, haben sie auch gute Aussichten. „Allerdings sollte ein Jungigel im November wenigstens 500 bis 600 Gramm wiegen, bevor er sich ohne die Gefahr des Verhungerns ins Winterquartier verabschieden kann“, erklärt McCreight. „Solange draußen noch Insekten oder Würmer zu entdecken sind, ist die Speisekarte gefüllt. Dann sollte man den Igel seiner Wege ziehen lassen.“
Wenn die Nahrungstiere der Igel seltener werden, hilft ein abendliches Zubrot zum ausreichenden Winterspeck: „Zum Füttern eignet sich Dosenfutter für Katzen, vermischt mit Haferflocken, oder ungewürztes gegartes Rührei und Hack“, empfiehlt Ulli Seewald, Vorsitzende von Pro Igel e.V. In diesem bundesweit tätigen Verein haben sich Igelexperten, darunter Wissenschaftler, Tierärzte, Sachbuchautoren und Vorsitzende deutscher Igelschutzvereine, zusammengeschlossen. Macht das Stacheltier einen eher jämmerlichen Eindruck, ist auffallend dünn und apathisch, dann sei Hilfe im Haus nötig. „Einen Igel zu Hause zu pflegen und überwintern zu lassen, erfordert Sachkenntnis “, sagt sie. „Deshalb sollte man sich zunächst informieren; auf unserer Homepage www.pro-igel.de findet man genaue Hinweise und Tipps“.
Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V., Tasso e.V. und Grüne fordern Registrierungspflicht für Haustiere
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Hattersheim/ Reichelsheim, 08.11.2010 - Laut Aussagen der Tierschutzorganisation Tasso e.V. entläuft in Deutschland durchschnittlich alle 90 Sekunden ein Hund oder eine Katze. Die meisten landen in den ohnehin schon überfüllten und finanziell überforderten Tierheimen und verursachen dort pro Tier Aufwendungen von mindestens 11 Euro am Tag. Bundesweit entstehen somit jährliche Kosten im zweistelligen Millionenbereich.
Die effektivste Lösung des Problems liegt nach Philip McCreight von Tasso e.V. in einer flächendeckenden Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen. „Pro Jahr spart Tasso e.V. den deutschen Tierheimen schon jetzt durch die Rückvermittlung von über 50.000 registrierten Tieren im Jahr ca. 9 Millionen Euro ein. Wären alle 13 Millionen Hunde und Katzen registriert, könnten die Tierheime jedes Jahr sogar um mehr als 20 Millionen Euro entlastet werden“, so der Tierschützer.
Gemeinsam mit der tierschutzpolitischen Sprecherin von Bündnis 90/die Grünen im Hessischen Landtag, Ursula Hammann, setzen sich der Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V. (bmt) und Tasso e.V. für die zügige Einführung einer gesetzlichen Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht in Hessen ein.
„Hessen kann Ernst machen mit dem Tierschutzgedanken, indem es als erstes Bundesland die gesetzliche Registrierungspflicht für Hunde und Katzen einführt. Eine besondere Konstellation, bei der alle Beteiligten profitieren: Tierheime, Tierhalter und Kommunen, die letztlich für die Unterbringung der Fundtiere zuständig sind“, so Ursula Hammann.
In diesem Zusammenhang verweist Tasso e.V. darauf, dass mit der Registrierung die Kommunen nicht zusätzlich belastet werden. In Deutschland existieren bereits mehrere Haustierregister und eine langjährige Erfahrung in diesem Bereich.
Ein positiver Zusatzeffekt der Registrierungspflicht ist der Rückgang ausgesetzter Tiere, wie Mike Ruckelshaus vom Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V. (bmt) betont: „Seit Einführung der gesetzlichen Registrierungspflicht für Hunde in der Schweiz im Jahr 2007 ist die Zahl der ausgesetzten Tiere erheblich gesunken. Dies ist ein bedeutender Fortschritt für den Tierschutz.“
Foto: Von links: Philip McCreight (TASSO), Ursula Hammann (Bündnis 90/ Die Grünen), Mike Ruckelshaus (bmt)
Am 3. Oktober werden die mit insgesamt 17.000 Euro dotierten Preise verliehen
Hattersheim/Pfullingen, 29.09.2010 (profact) – 221 Tierschützer haben sich in diesem Jahr um die „Goldene Pfote“ der Tierschutzorganisation TASSO e.V. beworben, elf davon sind inzwischen in der Endrunde im Bereich „nationaler Tierschutz“, 15 auf der Zielgerade beim Tierschutz im Ausland. In den beiden Kategorien werden jeweils erste, zweite und dritte Preise vergeben, dotiert mit 5000, 2000 und 1000 Euro. Zusätzlich steht ein Preisgeld von 1000 Euro für ein besonders innovatives Tierschutzprojekt zur Verfügung. „Dass wir aktive Tierschützer auch finanziell unter die Arme greifen können, haben wir unseren großzügigen Sponsoren zu verdanken“, erklärt Philip McCreight von TASSO.
Die „Goldene Pfote“ wird 2010 bereits zum dritten Mal vergeben, Ort der Preisverleihung ist wie auch in den Vorjahren das Tierschutzzentrum Pfullingen des Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt). Als Schirmherrin konnte die Künstlerin Dunja Rajter gewonnen werden, durch das Programm führt die TV-Journalistin Claudia Ludwig.
Chihuahua-Hündin lebte ein Jahr lang unerkannt in Italien – TASSO vermittelte sie zurück
Hattersheim/Hohenstein, 12.10.2010 (profact) – Es sollte ein Traumurlaub werden, doch es kam anders: Kaum war Thekla Saalmann mit Ehemann, zwei Kindern und Chihuahua-Hündin Cortita im Ferienhaus am Gardasee eingetroffen, stürzte sich ein großer Hund auf den winzigen Vierbeiner. „Ich bin aus dem Haus gerannt und wollte Cortita beschützen“, erzählt Thekla Saalmann. „Doch die war schon in Panik weg gerannt und auch nach stundelangem Suchen nicht auffindbar.“
Wie die gebürtige Dessauerin mit Wohnsitz im baden-württembergischen Hohenstein weiter berichtet, habe die Ferienhausbesitzerin sofort Suchplakate drucken lassen, die Gemeinde und die Polizei informiert. Ohne Erfolg. „Ich legte meine Shirts an ruhigen Stellen aus, in der Hoffnung, dass der Hund den Geruch erkennt. Aber Cortita kam nicht, und niemand hatte sie gesehen. Es war schrecklich.“ Nach einer Woche reisten die Saalmanns ab – ohne Cortita.
Zurück in Deutschland, informierte Thekla Saalmann TASSO, denn Cortita ist gechipt und bei der Tierschutzorganisation registriert. Aber auch TASSO konnte zunächst nicht helfen, die Chihuahua-Hündin blieb in Italien verschollen. Bis Ende August 2010, genau ein Jahr nach ihrem Verschwinden: „Ich hatte auf meinem Anrufbeantworter eine Nachricht von TASSO, dass man Cortita gefunden habe“, erzählt die 33-Jährige. „Ich habe sofort zurückgerufen, und man sagte mir, dass sie in Bozen in Südtirol gefunden wurde. Sie lebte seit drei Tagen bei einer Pflegefamilie. Die Leute hatten sie dort in einem Freibad gefunden, wo sie herum irrte.“ Eine Tierärztin habe den Hund untersucht und den Chip mit einem Scanner ausgelesen. Die Anfrage bei TASSO führte schließlich zu Thekla Saalmann als eingetragene Besitzerin. „Mit einer Freundin bin ich natürlich sofort nach Italien gefahren und konnte Cortita dort endlich wieder in den Arm nehmen.“
Thekla Saalmanns Fazit: „Wenn ein Hund gechipt und bei TASSO registriert ist, sollte man bei seinem Verschwinden die Hoffnung nicht aufgeben. Selbst ein so kleiner Hund wie meine Cortita hat es geschafft, ein Jahr lang in Italien zu überleben!“
68 Hundebesitzer berichteten von skrupellosen Händlern und horrenden Tierarztkosten
Duisburg, 13.09.2010 (profact) – Zum ersten Mal haben sich am vergangenen Wochenende Opfer dubioser Hundehändler getroffen. Diese „Züchter“ halten Rassehunde unter katastrophalen hygienischen und sozialen Bedingungen und missbrauchen die Hündinnen als „Gebärmaschinen.“ Die Welpen werden schon im Alter von wenigen Wochen für 40 oder 50 Euro an skrupellose Händler verkauft und in Deutschland mit Gewinnspannen von bis zu 1000 Prozent angeboten. Dennoch liegen die Preise um die Hälfte bis zwei Drittel unter denen bei seriösen Züchtern. Doch sehr viele der jungen Hunde sind nicht oder nur unzureichend geimpft, sie leiden unter zum Teil unheilbaren Krankheiten und psychischen Störungen. Für die Besitzer bedeutet das horrende Tierarztkosten oder sogar den baldigen Tod des Welpen. Einer der führenden Welpenhändler hat seinen Sitz im Ruhrgebiet.
Um den unheilvollen Kreislauf von Angebot und Nachfrage zu stoppen, haben die drei Tierschutzorganisationen TASSO e.V., der Europäische Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) und der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) 2010 zum Jahr gegen den unseriösen Welpenhandel ausgerufen. Im Rahmen der Kampagne meldeten sich immer mehr Betroffene, die sowohl rechtlichen als auch tierärztlichen Rat und Beistand suchten. Diesen Menschen wurde nun in Duisburg ein von den Tierschutzorganisationen organisiertes Forum geboten.
68 Hundebesitzer ließen sich von Rechtanwalt Peer Fiesel, Präsident des Landestierschutzverbandes NRW, und Diana Plange, Fachtierärztin und Sachverständige für Tierschutz, über Hintergrunde und sinnvolle Maßnahmen zum Thema „Wühltischwelpen“ informieren. „Aufklärung ist das beste Mittel, den Sumpf des unseriösen gewerbsmäßigen Hundehandels auszutrocknen“, resümiert Philip McCreight von TASSO im Anschluss an das dreistündige Treffen. Und Dieter Ernst, Geschäftsführer des ETN, erklärt: „Der Zusammenschluss drei Tierschutzorganisationen TASSO, bmt und ETN, die ein gemeinsames Ziel verfolgen, ist beispielhaft. Wir werden weiterhin alles tun, um den Verbrechern, die auf Kosten der Tiere viel Geld verdienen, das Handwerk zu legen!“
Angeleinte Vierbeiner möglichst nicht unbeaufsichtigt lassen
Hattersheim, 02.09.2010 (profact) – Hundebesitzer sollten möglichst darauf verzichten, ihren Vierbeiner mit zum Einkaufen zu nehmen. Lässt man ihn im Auto, droht im Sommer und bei direkter Sonneneinstrahlung der Hitzetod. Leint man ihn vor dem Supermarkt an, könnte er Opfer von Dieben werden. Darauf weist die Tierschutzorganisation TASSO e.V. hin. Deren Leiter Philip McCreight berichtet von einem aktuellen Fall des Hundediebstahls: Vor wenigen Wochen verschwand vor einem Geschäft in Münster die Mischlingshündin Pia, zurück blieb nur die Leine. Trotz intensiver Suche der Besitzer (www.pia-gesucht.de) und mit Unterstützung von TASSO und der Online-Hunde-Community DogSpot (www.dogspot.de/gruppen/aktion-pia-gesucht/) ist das etwa 40 Zentimeter hohe Tier nach wie vor verschwunden.
„Warum man einen Hund einfach so ableint und mitnimmt, ist für mich schleierhaft“, sagt McCreight. „Vielleicht war es ein schlechter Scherz, und der Dieb lässt Pia bald irgendwo laufen. Aber vielleicht steckt auch mehr dahinter. Auf jeden Fall sollte ein Hund besser nicht mehr vor einem Geschäft angeleint werden. Oder nur dann, wenn man ihn jederzeit im Blick hat.“
Adrian Priscu wollte einen Straßenhund vor Misshandlungen schützen
Brasov/Rumänien, 04.08.2010 – Weil er einen Straßenhund vor Misshandlungen bewahren wollte, wurde Adrian Priscu (50) von einem Landsmann mit einer Flasche niedergeschlagen und anschließend mit einer Glasscherbe so schwer verletzt, dass er am Tatort verstarb.
Laut rumänischen Medienberichten beobachtete Priscu von seinem Wohnungsfenster aus, wie ein Mann einen Straßenhund quälte. Er eilte dem wimmernden Tier zu Hilfe. Es kam zu einem Streit, in dessen Verlauf der Angreifer den 50-Jährigen mit der Flasche niederschlug. Anschließend rammte er ihm eine Glasscherbe in die Brust. Die Verletzung war so schwer, dass die schließlich eintreffenden Rettungskräfte nur noch den Tod des Rumänen feststellen konnten.
„Wenn eines Tages Tierfreunde um ihr Leben bangen müssen, weil sie einen Hund oder eine Katze vor Misshandlungen schützen wollen, dann sind unsere ethisch-moralischen Grundfeste, die unsere Gesellschaft zusammen halten, ernsthaft gefährdet“, sagt dazu Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. Der Preis für Zivilcourage scheine in der heutigen Gesellschaft immer höher zu werden, meint auch Petra Zipp, stellvertretende Vorsitzende des Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) mit Blick auf die aktuellen Debatten in Deutschland: „Dass ein Tierfreund seinen beherzten Einsatz für einen Straßenhund mit seinem Leben bezahlen musste, schockiert derzeit ganz Rumänien und belebt erneut die Diskussion um das weiterhin ungewisse Schicksal der Straßenhunde. Dieter Ernst vom Europäischen Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) befürchtet: „Der tragische Tod von Adrian Priscu wirft auch die Frage auf, ob wir es mit einer zunehmenden Verrohung der Gesellschaft zu tun haben.“
Tötung oder Kastration?
Wie aus Regierungskreisen zu erfahren ist, soll voraussichtlich im September über das Schicksal der Straßenhunde abgestimmt werden. Zur Diskussion stehen die großflächige Tötung der Hunde, wie einige Politiker immer wieder fordern, und die Umsetzung des vor zwei Jahren vom Senat angenommenen Gesetzesentwurfes, der die Tötung der Straßentiere verbietet und Kastrationen bindend vorschreibt.
„Die Regierung hatte über zwei Jahre Zeit, die Straßenhundpopulation nachhaltig durch Kastrationen zu begrenzen“, erklärt die bmt-Auslandstierschutzkoordinatorin, PetraZipp, die gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen TASSO und ETN Kastrationsprojekte in bestimmten rumänischen Gemeinden finanziert. „Stattdessen gingen einzelne Behörden wieder dazu über, grausame Tötungsaktionen von Straßentieren durchzuführen, die von dem Großteil der Bevölkerung abgelehnt werden, weil sie inhuman sind.“
Die drei Tierschutzorganisationen TASSO, bmt und ETN veranstalten in den nächsten Tagen in Brasov eine Pressekonferenz, um anlässlich des tödlichen Angriffs auf Adrian Priscu einen humanen und respektvollen Umgang mit den Straßenhunden zu fordern.
Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. warnt vor kriminellen Spenden-Anrufern - gefälschte Telefonnummer gaukelt Seriosität vor
Hattersheim, 18.08.2010 (profact) - Schon Anfang vergangenen Jahres trieben sie ihr Unwesen: Abzocker, die bei Telefonanrufen um Namen und Kontodaten für das Abbuchen von Spenden baten. Jetzt sind sie wieder aktiv. Wie Betroffene berichten, geben sich die Kriminellen als Mitarbeiter bekannter Tierschutzorganisationen aus, auch TASSO ist betroffen: Man habe doch vor Jahren eine Unterschrift gegen Tiertransporte geleistet. Jetzt wäre es doch an der Zeit für eine Spende. Man könne aber auch die Patenschaft für ein Tier übernehmen. Der Einfachheit halber würde man das Geld direkt vom Konto abbuchen ...
Das Perfide an der neuen Abzockwelle: Das Telefondisplay bleibt nicht etwa leer, was sofort auf einen unseriösen Anrufer deuten würde, es erscheint eine plausible Rufnummer. Mal aus Frankfurt, mal aus Berlin oder München. Sogar Handynummern sollen hin und wieder zu sehen sein. Die Abzocker wollen damit suggerieren, dass man nichts zu verschleiern habe. "Das gehört zur Masche", erklärt Philip McCreight von TASSO. "Die Abzocker nutzen einen technischen Trick, Call ID Spoofing genannt. Damit lässt sich beim Rufaufbau eine x-beliebige Nummer übermitteln, die mit der Realität nichts zu tun hat." Die bei Betroffenen bisher auf dem Display erschienenen Nummern führten beim Rückruf denn auch prompt ins Leere.
"Telefonwerbung bei Verbrauchern ohne deren Einwilligung ist generell verboten", fasst McCreight zusammen. "Seriöse Tierschutzorganisationen wie TASSO rufen niemals an, um Spenden zu sammeln oder gar Kontodaten abzufragen. Bei solchen Anrufen handelt es sich grundsätzlich um Abzocker." Sein Tipp: "Sobald es um die Weitergabe persönlicher Daten geht, sofort auflegen!"
Mit der Kampagne „Hund im Backofen“ kämpfen die Tierschutzorganisation TASSO e.V. und die Online-Community dogspot.de gegen leichtfertige Hundebesitzer
Hattersheim, 02.08.2010 (profact) – Dieser Sommer hat‘s in sich: Tagelang Temperaturen von mehr als 30 Grad, Mensch und Tier am Rand der Erschöpfung. Dennoch finden sich Autofahrer, die ihren Wagen in praller Sonne parken – mit dem Hund auf dem Rücksitz. „Dabei reichen schon Außentemperaturen von 20 Grad, um bei direkter Sonneneinstrahlung des Innere des Wagens in wenigen Minuten auf über 50 Grad aufzuheizen“, erklärt Philip McCreight von TASSO. „Für den Hund bedeutet das akute Lebensgefahr.“
Zur Aufklärung über dieses rücksichtslose Verhalten hat TASSO Plakate und Infokarten produziert, die Tierfreunde an „neuralgischen Orten“ wie Parkplätze an Supermärkten, Zoos oder Vergnügungsparks platzieren können. „Das Material ist kostenlos und kann auf unserer Website tasso.net oder bei dogspot.de bestellt werden“, sagt McCreight und empfiehlt denjenigen, die einen apathisch wirkenden, stark hechelnden Hund in einem geparkten Auto entdecken, einen Anruf bei der Polizei. Außerdem sollte der Besitzer ausfindig gemacht werden, beispielsweise durch einen Ausruf in den angrenzenden Geschäften oder über die Verantwortlichen von Zoos und Parks. „Die Polizeibeamten werden wahrscheinlich eine Scheibe des Wagens einschlagen und den Hund befreien“, so McCreight. Die Kosten für den Einsatz müsse nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz (AZ 12 A 10619/05) der Hundebesitzer tragen. „Außerdem kann er mit einer Anzeige wegen Tierquälerei rechnen“, gibt der TASSO-Chef zu bedenken.
Ist der Hund endlich befreit, sollte man sehr behutsam mit ihm umgehen und ihn keinesfalls beispielsweise mit kaltem Wasser überschütten. Dr. Rolf Wilcken von der Tierklinik Hochmoor im münsterländischen Gescher empfiehlt feuchte Umschläge an Beinen und Pfoten. Durch die Verdunstung des Wassers werde die Körpertemperatur des Hundes schnell gesenkt. Eiskaltes Wasser sei auch fürs Trinken tabu. „Wenn der Hund überhaupt noch in der Lage ist, Wasser aufzunehmen, sollte dies temperiert sein“, rät Wilcken. Ein Besuch beim Tierarzt sei in jedem Fall notwendig. „Hier kann der Flüssigkeitsverlust durch Infusionen schnell ausgeglichen werden.“
Hier sehen Sie, was sich im Sommer in einem Auto abspielt:
http://www.youtube.com/watch?v=FRf9C_WYkA4
Hattersheim, 16.07.2010 (profact) – Trinken, trinken, trinken! Was bei den derzeitigen Temperaturen für Menschen gilt, müsste doch auch für Hunde und Katzen richtig sein, oder? „In den letzten Tagen erhalten wir viele Anfragen dieser Art“, erzählt Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. Der Flüssigkeitsbedarf bei Menschen und Hunden beziehungsweise Katzen liegt tatsächlich auf ähnlichem Niveau, erklärt denn auch Ferdinand Nießen, Tierarzt in Düsseldorf. 30 bis 40 Milliliter handwarmes Leitungswasser pro Kilo Körpergewicht, so lautet seine Empfehlung. Für einen 80 Kilo schweren Mann wären dies pro Tag wenigstens 2,5 Liter, ein 20 Kilo schwerer Hund käme auf eine Tagesration von 0,6 bis 0,8 Liter, eine 5 Kilo schwere Katze wäre schon mit einem kleinen Schälchen Wasser zufrieden.
Dass manche Vierbeiner selbst relativ kleine Mengen Wasser verschmähen, müsse nicht unbedingt Anlass zur Sorge sein, so der Tierarzt. Denn Hunde und Katzen schwitzen nicht wie der Mensch am ganzen Körper, sondern nur an den Pfoten und geben somit nur wenig Flüssigkeit an die Außenwelt ab. Den größten Teil der für die Abkühlung nötigen Verdunstung erledigen sie durch Hecheln, Katzen lecken zudem noch ihr Fell, der verdunstende Speichel kühlt.
„Beim Flüssigkeitshaushalt spielt nicht nur das Trinken eine Rolle, sondern auch das Fressen“, sagt Nießen. „Ernähren sich Hund oder Katze überwiegend mit Feuchtfutter, kann dessen Wassergehalt zum Tagespensum addiert werden.“ Eine Umstellung von Trocken- auf Feuchtfutter sei aber nicht unbedingt notwendig: „Die Futterkringel oder -bröckchen mit warmem Wasser übergießen und zehn Minuten quellen lassen. Den meisten Hunden und Katzen schmeckt eine solcher Brei.“
Zur einfachen Kontrolle, ob der Hund genügend Flüssigkeit aufgenommen hat, empfiehlt Nießen die Fingerprobe im Maul. „Sind die Lefzen innen noch richtig nass, ist alles in Ordnung!“
Treppe benutzen oder kleine Vierbeiner auf den Arm nehmen
Hattersheim, 17.06.2010 (profact) - Immer wieder sieht man Hundebesitzer, die ihren Vierbeiner mit auf die Rolltreppe nehmen. Eine für den Hund sehr gefährliche Sache, warnt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. Denn das Tier kann sich am Ende der Treppe mit Krallen oder Haaren in dem kamm-ähnlichen stählernen Aufsatz verfangen, böse Verletzungen sind die Folge. "Wenn man schon die Rolltreppe nutzen will, gehören kleine Hunde auf den Arm", so der Tierschützer. "Große Hunde haben auf einer Rolltreppe gar nichts verloren!"
Vielen städtischen Verkehrsbetrieben als Betreiber von Rolltreppen ist die Gefahr zwar bekannt, es finden sich in der Regel aber keine Warnhinweise. Statt eines Verbotsschilds sieht man nur ein "Gebotsschild", das kaum erkennbar darauf hinweist, einen Hund doch bitte auf den Arm zu nehmen. "Darauf achtet doch niemand", meint McCreight. "Hier sollte dringend nachgebessert werden!"
Gemeinsame Aktion der Tierschutzvereine TASSO, bmt und ETN
Dorsten, 29.06.2010 (profact) - Rund 200 Tierfreunde haben am vergangenen Wochenende in Dorsten unter dem Motto "Wühltischwelpen? Nein, Danke!" gegen den gewerblichen Welpenhandel demonstriert. Initiiert wurde die Demonstration vom Tierschutzverein TASSO e.V, dem Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) und dem Europäischen Tier- und Naturschutz e.V. (ETN), die gemeinsam das Jahr 2010 zum "Jahr gegen den unseriösen Welpenhandel" ausgerufen haben. Ziel der Aktion war das "Welpenkaufhaus" im Dorstener Stadtteil Ulfkotte, dessen Besitzer sich schon seit vielen Jahren im Fokus tierschützerischer und behördlicher Aktivitäten befindet. "Wir wollen mit dieser Demo ein weiteres Zeichen gegen den profitorientierten Handel mit Welpen setzen", so Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale, gegenüber Medien.
Petra Zipp, stellvertretende Bundesvorsitzende des bmt, verwies auf die zu "Gebärmaschinen" degradierten Hündinnen, die überwiegend in Osteuropa unter "absolut tierschutzwidrigen Bedingungen kontinuierlich Welpen produzieren müssen". Schon im Alter von drei bis vier Wochen würden die jungen Hundebabys den Müttern entrissen, oft mit gefälschten Papieren versehen und für weniger als 50 Euro hiesigen Händler übergeben. Nach stundenlangen Transporten, dank offener Grenzen ohne jegliche Kontrollen, landeten die Welpen schließlich bei deutschen Anbietern - die sie für etwa die Hälfte des marktüblichen Preises anbieten.
"Gewinnspannen von bis zu 1000 Prozent sind keine Ausnahme, sondern die Regel", so Dieter Ernst, Geschäftsführer des ETN. "Dieser Profit lockt natürlich skrupellose Geschäftemacher an, die leider nach wie vor Käufer finden, für die offenbar nur eines gelte: Hauptsache, billig!"
Dass ein großer Teil der Schnäppchen-Welpen schon nach wenigen Wochen schwer erkrankt und viele die Strapazen nicht überleben, sei den Kunden beim Kauf gar nicht bewusst: "Dabei genügt ein Blick auf die Homepage des Welpenhändlers hier in Dorsten", meint Petra Zipp. "Da steht wörtlich: Frisch eingetroffen! Als ob es sich um Bananen und nicht um lebende Tiere handelt. Und was mit den immer älter werdenden Welpen passiert, die mangels Nachfrage nicht gekauft werden, kann sich wohl jeder ausrechnen ..."
Ziel der drei Tierschutzvereine ist einerseits die erhebliche Drosselung der Nachfrage nach "Billigwelpen" - McCreight: "Das funktioniert nur durch Aufklärung" -, andererseits ein generelles Verbot des gewerblichen Welpenhandels. Dazu soll im Rahmen der gemeinsamen Kampagne "Wühltischwelpen? Nein, Danke!" eine Petition "auf höchster Ebene" eingereicht werden. "Unsere Tierheime sind voll von Hunden", meinte Dieter Ernst. "Hier findet sich bestimmt ein dankbares und vor allem gesundes Tier Und wer unbedingt einen reinrassigen Welpen haben will, kann sich ja an einen seriösen Züchter wenden. Unterm Strich kommt das immer noch preiswerter."
TASSO identifizierte das Tier nach einem Autounfall
Hattersheim, 04.06.2010 (profact) – Familie Kollak aus dem friesischen Städtchen Schortens ist überglücklich: Ihr heißgeliebter Kater Max ist wieder da, 22 Monate nach seiner „Flucht“ von der heimischen Terrasse. „Wir haben ihn damals nur mal eben ins Freie setzen wollen“, erzählt Klaus Kollak (44), "das Tier kannte bis dahin ja nur die Wohnung.“ Anscheinend hat Max die neu gewonnen Freiheit so gut gefallen, dass er über das Nachbargrundstück flitzte und sich fortan nicht mehr blicken ließ. Bis jetzt. Doch das erste Wiedersehen war ein Schock für die Familie: „Max lag schwer verletzt auf dem Tisch einer Tierärztin hier in Schortens, am Kopf sah man noch die Reifenspuren von einem Autounfall. Es ging bei dem Tier wirklich um Leben und Tod.“
Dass Max nun wieder wohlauf im Kreis seiner Familie lebt, ist aber nicht nur der tierärztlichen Kunst von Dr. Marita Wilken zu verdanken, sondern auch einer unbekannten Finderin, die das Tier mitten auf Fahrbahn liegen sah, in ihr Auto packte und bei der Tierärztin in Obhut gab. „Mein Dank gilt aber auch TASSO“, sagt Kollak. „Der Kater ist dort mit seiner Ohrtätowierung registriert, so konnte die Tierärztin über einen kurzen Telefonanruf sofort uns als Besitzer ausfindig machen. Die Anrufe von Dr. Wilken und TASSO seien unmittelbar nacheinander erfolgt, so Kollak weiter. „Ich kann deshalb nur jedem Haustierbesitzer empfehlen, die kostenlosen Leistungen von TASSO in Anspruch zu nehmen. Ohne Registrierung hätten wir Max wohl nicht mehr wiedergesehen.“
Für den Kater habe sein Verschwinden und der beinahe tödliche Unfall natürlich Konsequenzen, sagt Kollak. „Wir haben ihm sofort Hausarrest verordnet. Ins Freie darf er nun nicht mehr, das ist für alle Beteiligten das Beste.“
Kater Max mit seinen glücklichen Besitzern Klaus und Anja K. (Foto: privat)
Preis ist mit 17.000 Euro dotiert – Gefördert werden Initiativen im In- und Ausland – Dunja Rajter ist Schirmherrin
Hattersheim, 12.05.2010 (profact) – Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. verleiht zum dritten Mal die „GOLDENE PFOTE“ für herausragende Projekte im Bereich Tierschutz. Um den mit insgesamt 17.000 Euro dotierten Preis können sich sowohl Privatpersonen als auch Tierschutzvereine, Tierheime, Tierärzte und -heilpraktiker sowie andere Tierschützer bewerben. In den Kategorien „Auslandstierschutz“, „Tierschutz in Deutschland“ und zum ersten Mal „Innovationen“ werden Initiativen bewertet, die Tieren in Not helfen, Tierleid vermeiden oder dauerhaft zu einer verbesserten Lebenssituation von Tieren beitragen. Bedingung für die Preisvergabe ist die unmittelbare Verwendung der Prämie für das eingereichte Projekt.
Schirmherrin der „GOLDENEN PFOTE 2010“ ist die Künstlerin Dunja Rajter. „Die Unterstützung dieses Preises ist für mich eine Herzensangelegenheit“, sagt die gebürtige Kroatin und aktive Tierschützerin. Vor Jahren hat sie selbst eine Straßenhündin aus Kroatien aufgenommen (siehe Foto) und unterstützt seitdem den Tierschutz in ihrer Heimat.
Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale in Hattersheim: „Wir stellen immer wieder fest, dass ambitionierte Tierschutzprojekte an der nötigen finanziellen Unterstützung scheitern. Mit der ‚GOLDENEN PFOTE‘ wollen wir nicht nur das Engagement belohnen, sondern auch einen Teil zur wirtschaftlichen Realisierung beitragen.“
Die Teilnahmeunterlagen können ab sofort über die Homepage www.tasso.net angefordert werden. Dort finden sich auch Informationen über Projekte und Preisträger aus dem vergangenen Jahr. Einsendeschluss für die Projektvorschläge ist der 15. Juli 2010. Die Verleihung der „GOLDENEN PFOTE“ findet am 3. Oktober 2010 in Pfullingen (Baden-Württemberg) statt.
Tierschützer laufen Sturm gegen neuen Gesetzentwurf
Seit Tagen beschäftigt ein umstrittener Gesetzentwurf zum Umgang mit Straßenhunden die rumänische Öffentlichkeit. Tierschützer sprechen von einer neuen Dimension der Gewalt, mit der Politiker das Straßenhundeproblem in den Griff bekommen wollen.
Wie aus Kreisen rumänischer Abgeordneter zu hören ist, soll eine großflächige Tötung der Straßenhunde im ganzen Land vorgesehen sein. Das Füttern herrenloser Tiere werde verboten. Aufgegriffenen Hunden drohe bereits nach sieben Tagen der Tod. Beginnen soll die geplante Fang- und Tötungsaktion in der Hauptstadt Bukarest, in der nach Schätzungen fast 40.000 herrenlose Hunde leben. Danach werde die Maßnahme auf das gesamte Land ausgeweitet.
Wie Carmen Arsene von der Nationalen Tierschutzvereinigung Rumäniens mitteilt, sind dieses Mal unterschiedslos alle Hunde betroffen: junge, alte, gesunde, kranke, verletzte, aggressive oder sanfte. Ebenso vielfältig wären die Tötungsmethoden. Sie erinnert an grausame Aktionen aus naher Vergangenheit: "Die Behörden haben das Erschlagen, Vergiften, Strangulieren und Erschießen der Tiere zugelassen und einkalkuliert, dass die gefangenen Hunde in den Tötungsstationen jämmerlich an Hunger, Beißereien und Verletzungen verendet sind", so die gebürtige Rumänin. Es sei bekannt, dass einige Städte Kopfprämien von 25 Euro pro getötetem und "als Müll" entsorgtem Hund zahlen würden.
Gesetz wird blockiert
Vor zwei Jahren hat der Senat einen Gesetzentwurf angenommen, der das Töten der Straßenhunde verbot und die Kastration als Mittel der Wahl zur Populationsreduzierung vorschrieb. "Dieser Entwurf Nr.912 wird bis heute vom Komitee für öffentliche Verwaltung und ökologisches Gleichgewicht der Abgeordnetenkammer blockiert", erklärt Carmen Arsene. In diesem Vakuum habe der Präfekt von Bukarest den neuen Gesetzentwurf vorgelegt, der anders als der bisherige Entwurf die Vernichtung der im Land lebenden Straßenhunde fordere und Massentötungen legalisiere.
Dass die Bevölkerung ein schärferes Vorgehen gegen Straßenhunde ablehnt, zeigt laut Arsene eine Meinungsforschung der eResearch Corp. Das Ergebnis belege, dass 70 Prozent der befragten rumänischen Bürger gegen die Euthanasie der Hunde sind und sich für die Kastration als beste Lösung aussprechen. 74 Prozent lehnen die geplante Änderung ab, der zufolge sogar Menschen bestraft werden sollen, die in der Nähe ihrer Wohnung Straßenhunde füttern, damit sie nicht verhungern. Erstaunlicherweise würden die Zeitungen nicht über diese aktuelle Umfrage berichten, obwohl sie ihnen vorliege. "Sie drucken weiter tendenziöse Artikel über die Gefahr von Straßenhunden", hat Carmen Arsene beobachtet.
Rumänische Tierschützer setzen auf massiven internationalen Protest, der die Abgeordneten von der Effizienz des Konzepts "Kastration und Wiederauswilderung" überzeugen könnte als der einzigen Lösung zur Reduzierung der Zahl der Hunde.
Der bmt, TASSO und der Europäische Tier- und Naturschutz (ETN) protestieren bei den rumänischen Verantwortlichen und werden prüfen, ob die vorgesehene Massentötung von Hunden gegen europäisches Recht verstößt.
Infos und Protestmöglichkeiten unter
www.bmt-auslandstierschutz.de
www.tasso.de
www.etn-ev.de
Keine Sorge bei Auslandsreisen mit Hund oder Katze:
Transponder funktionieren weltweit
Der Identifikations-Chip macht eine Rückvermittlung problemlos möglich
Hattersheim, 26.04.2010 (profact) – Wer mit Hund, Katze oder Frettchen EU-Grenzen passiert, muss für sein Tier den EU-Heimtierausweis mitführen. Vorgeschrieben ist außerdem eine "eindeutige Kennzeichnung". Bis zum 3. Juli 2011 reicht dazu eine Tätowierung, danach ist der vom Tierarzt unter die Haut gesetzte Transponder gesetzlich vorgeschrieben. "Bis dahin sollte man aber nicht warten", empfiehlt Philip McCreight von TASSO, dem europaweit größten Register für Heimtiere. "Denn eine Tätowierung kann verblassen und unleserlich werden, der Transponder dagegen bietet eine eindeutige und nachhaltige Identifizierung." Und die sei nötig, um ein entlaufenes Tier auch im Ausland von TASSO kostenlos ermitteln zu lassen.
Doch trotz Transponder und Registrierung bei TASSO – viele Tierbesitzer fürchten, dass der Chip im Ausland nicht ausgelesen werden könne, so McCreight weiter. „Dafür gibt es aber kaum noch Gründe“, sagt der Tierschützer. "Wenn das Lesegerät einwandfrei funktioniert, wird auch der Transponder seine Kennung preisgeben." Dr. Jürgen Bartz, Tierarzt bei der Virbac Tierarzneimittel GmbH in Bad Oldesloe, dem deutschen Marktführer für Tier-Transponder, pflichtet ihm bei: "ISO-Transponder und Lesegeräte unterliegen einer internationalen Norm. Selbst in den USA, die sich dem viele Jahre verschlossen haben, setzt sich der ISO-Standard mittlerweile durch."
Definiert wurde die Normung unter den Codes 11784 und 11785 von der "International Organization for Standardization", kurz ISO. So besteht die ISO-Norm 11784 aus einer 15-stelligen Zahl. Die ersten drei Ziffern kennzeichnen in der Regel das Herkunftsland des Transponders, beispielsweise 276 für Deutschland, 040 für Österreich oder 280 für Italien. Danach folgen der Herstellercode (zum Beispiel 0981 für Datamars oder 0968 für AEG) und eine weltweit einmalige 8-stellige Zahl. "Wurde das Tier bei uns mit diesem Code registriert, können wir im Verlustfall den dazu gehörigen Besitzer abfragen und schließlich kontaktieren", erklärt McCreight. „Das bedeutet auch zwangsläufig, dass Chippen allein gar nichts bringt, wenn das Tier nicht auch bei uns registriert ist. Deshalb sollte jeder Tierbesitzer spätestens vor Reiseantritt eine Registrierung vornehmen beziehungsweise die Einträge in unserer Datenbank checken. Wie alle Leistungen von TASSO ist auch dieser Service natürlich kostenlos.“
TASSO-Umfrage bestätigt zunehmende Toleranz der Arbeitgeber
Deutschlands Arbeitgeber sind auf den Hund gekommen. Zumindest für 1760 Herrchen und Frauchen, die ihren Vierbeiner mit an ihren Arbeitsplatz bringen dürfen. Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale, wertet dies als Zeichen zunehmender Toleranz, und das nicht mal ohne Eigennutz des Chefs: "Wer seinen Hund mit ins Büro nehmen darf, arbeitet entspannter und somit effizienter. Das Arbeitsklima bessert sich - wovon letztlich auch der Arbeitgeber profitiert."
Das bestätigt Andreas Constantin Meyer, Gründer und Geschäftsführer der Online-Plattform
www.fotocommunity.de, mit mehr als einer Million Mitgliedern die größte Internetgemeinschaft für Fotobegeisterte in Europa. Für ihn war es von Anfang an nie eine Frage, ob Hunde im Büro erlaubt sind oder nicht: "Unsere tierischen Kollegen tragen sehr viel zum guten Klima bei, ein Office ohne Hunde kann und will sich hier niemand vorstellen." Die fünf Hunde Chicco, Dora, Otti, Jule und Maira jedenfalls fühlen sich in den Büros am Bonner Rheinufer buchstäblich pudelwohl.
Ähnlich sieht es Ann Marisa Freese, Geschäftsführerin der auf den Online-Lebensmittelhandel spezialisierten Kisju GmbH in Berlin: "Tiere sollten an der Seite ihres Besitzers leben und nicht allein zu Hause gelassen werden. Wir möchten das unterstützen. In unserem Büro sind alle Tiere herzlich willkommen. Unsere drei Hunde Neo, Louis und Maya tragen täglich zu einem herzlichen und kollegialen Betriebsklima bei."
Insgesamt 3451 Haustierbesitzer hatten auf die TASSO-Umfrage geantwortet, 51 Prozent gaben an, dass sie ihr Haustier mit ins Büro nehmen dürfen.
Hattersheim - Im ersten Anlauf wurden über 200 Berliner Vierbeiner mit Transpondern ausgestattet.
Seit Anfang dieses Jahres müssen alle Berliner Hunde mit einem Mikrochip (Transponder) ausgestattet sein. Dessen eindeutige Identifikationsnummer hilft beispielsweise TASSO, das Tier bei Verlust zurück zu vermitteln. Vorausgesetzt natürlich, der Hund wurde bei der Tierschutzorganisation registriert. Somit eine durchaus begrüßenswerte Initiative des Gesetzgebers. Während die Registrierung in der TASSO-Datenbank und die Rückvermittlung kostenlos erfolgen, gibt es den Chip aber nur gegen Geld. 30 bis 40 Euro sind für den Chip und das Einsetzen beim Tierarzt einzukalkulieren - für Menschen am Rand oder sogar unter dem Existenzminimum ist das oft zu viel.
"Gerade in Berlin leben Tausende in Armut", berichtet Claudia Hollm von der Tiertafel Deutschland e.V. Der Verein unterstützt bedürftige Tierhalten mit kostenloser artgerechter Ernährung und Pflege ihrer Vierbeiner. "Das Chippen der Hunde können sich diese Menschen einfach nicht leisten - und kommen somit automatisch mit dem Gesetz in Konflikt."
Als "Erste Hilfe" hat nun TASSO - zusammen mit ehrenamtlichen Helfern des mobilen Tierarztdienstes "Smartvet" und des "International Fund for Animal Welfare" (IFAW) - in Berlin die erste Chip-Aktion gestartet. Mehr als 200 Hunde wurden tierärztlich untersucht, erhielten einen Transponder und die Registrierung bei TASSO. Das alles ohne Kosten für die Tierhalter. 300 weitere Tiere sollen demnächst in Rathenow, Potsdam und Hamburg mit einem Mikrochip ausgestattet werden. "Eine tolle Aktion", freut sich Claudia Hollm. Und für TASSO-Chef Philip McCreight hat sich wieder einmal gezeigt, dass Tierschutz eine Gemeinschaftsaufgabe sein muss: "Das Ganze ist deutlich mehr als die Summe der Teile", sagt er. "Wenn jeder das einbringt, was er am besten kann, ergibt dies ein unschlagbares Ergebnis - zum Wohl von Mensch und Tier."
(Foto: Maike Müller / maike-mueller.de)
TASSO: Bundesweite Registrierungspflicht von Haustieren würde Tierheime jährlich um 28 Millionen Euro entlasten
Sofortige Rückvermittlung entlaufener Vierbeiner statt kostenintensiver Unterbringung – Noch immer sind neun Millionen Hunde und Katzen nicht erfasst
Hattersheim, 31.03.2010 (profact) – Wenn jeder Hund und jede Katze mit einem Transponder-Chip ausgestattet und bei TASSO registriert wäre, könnten deutsche Tierheime jährlich rund 28 Millionen Euro an Unterbringungskosten einsparen. So Philip McCreight, Leiter der auf die kostenlose Registrierung und Rückvermittlung von Haustieren spezialisierten Tierschutzorganisation TASSO e.V.
Der Experte rechnet vor: Ein Tierheim kalkuliert zwölf Euro pro Tag für die Unterbringung eines Fundtieres, das im Schnitt 15 Tage im Tierheim verbringt, da der Besitzer sich erst dann meldet oder identifiziert werden kann. Wäre das Tier mit einem Transponder-Chip ausgestattet und bei TASSO registriert, könne die Rückvermittlung sofort beginnen, das Heim spare somit pro Tier 180 Euro. "Da TASSO jedes Jahr mehr als 50.000 Haustiere meist innerhalb weniger Stunden zurückvermittelt, ergibt dies bei den Tierheimen schon jetzt eine Kostenentlastung von hochgerechnet über neun Millionen Euro", sagt McCreight.
Allerdings sei nur etwa ein Drittel aller in Deutschland lebenden Hunde und Katzen bei TASSO erfasst, knapp neun Millionen liefen immer noch ohne Registrierung herum. "Unser Service ist für alle Beteiligten kostenlos", argumentiert McCreight. "Deshalb sollte die Politik hier ein Exempel statuieren, das sowohl für Tierhalter als auch für Tierheime nur Vorteile bringt: die bundesweite Registrierungspflicht." Erste Gespräche mit verantwortlichen Politikern habe es bereits gegeben: "Zumindest hier in Hessen steht man unseren Vorschlägen offen gegenüber."
Hattersheim, 26.02.2010 (profact) – Sie finden sich in aller Regel in kostenlosen Online-Anzeigenbörsen: Anbieter angeblicher Welpen zum Nulltarif, für die lediglich der Transport nach Deutschland bezahlt werden müsse. Denn die süßen Hundekinder – überwiegend sehr kleiner Rassen wie Chihuahuas oder Yorkshire-Terrier – wären in Kamerun zu Hause. Für 100 bis 200 Euro könne man sie aber einfliegen lassen. Ein Schnäppchen angesichts der Preise, die normalerweise für reinrassige Tiere genannt werden …
Was viele nach wie vor nicht wissen: Diese Tiere existieren gar nicht! "Das Internet ist voll von Berichten abgezockter Hundeliebhaber", berichtet Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. "Denn hinter den in sehr schlechtem Deutsch abgefassten Anzeigen stecken Betrüger, die nicht nur auf die Vorauszahlung der angeblichen Flugkosten bestehen, sondern anschließend auch noch mit frei erfundenen Zoll- und Tierarztkosten oder mit Beträgen für die Anschaffung einer speziellen Transportbox zur Kasse bitten." Das üblicherweise per anonymem Bargeldtransfer überwiesene Geld sei auf jeden Fall weg, sagt McCreight, die Chancen auf Wiederbeschaffung gingen gegen Null.
Das bestätigt Katja S. aus Bremerhaven: "Mein Mann und ich haben uns so sehr einen Yorkshire-Welpen gewünscht, hatten aber dafür leider nicht das nötige Geld. Dann sahen wir diese Anzeige in einem Online-Portal." Lediglich 150 Euro sollte die 32-Jährige zahlen, für die Flugkosten von Kamerun nach Deutschland. "Ich habe das Geld angewiesen. Doch dann kam ein paar Tage später eine E-Mail, dass der Welpe auf einem französischen Flughagen festsäße", erzählt Katja S. "Ich müsste sofort Geld für eine Flugtransportbox einzahlen, so 600 bis 1200 Euro, ansonsten könne der Welpe nicht transportiert werden." Als die Hundeliebhaberin weder antwortete noch zahlte, folgte eine weitere Mail aus Kamerun. "In der drohte man mir mit horrenden Kosten für die Unterbringung auf dem Flughafen." Katja S. kam die Sache inzwischen sehr verdächtig vor, sie reagierte nicht. Und der Kameruner Abzocker lies auch nichts mehr von sich hören.
Ann-Kathrin Fries, TASSO-Rechtsexpertin mit Anwaltskanzlei in Wesseling, rät jedem, der im Internet auf Angebote für Kamerun-Welpen stößt, den Betreiber der Webseiten zu kontaktieren und um Löschung zu bitten. „Die großen Anzeigenportale kennen das Problem oft schon“, sagt sie. "Die reagieren denn auch schnell mit dem Entfernen. Aber hin und wieder gelingt es den Abzockern, sich bei kleineren Börsen einzuschleichen." Angeboten zu kostenlosen Welpen sollte man ohnehin mit großer Skepsis begegnen, rät die Rechtsexpertin: "Meist hat die Sache einen Haken, der ganz schön ins Geld gehen kann."
Tierfreunde berichten über unseriösen Handel mit jungen Hunden
Much, Hattersheim, Pfullingen, 28.01.2010 (profact) – Schon jetzt schlägt die Kampagne "Wühltischwelpen – nein Danke!" hohe Wellen. Der Europäische Tier- und Naturschutz e.V. (ETN), TASSO e.V. und der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) hatten die Aktion im Dezember 2009 gemeinsam gestartet. Laut TASSO berichteten bisher rund 100 Betroffene von ihren Erfahrungen mit unseriösen Hundehändlern. Über 2300 Menschen hätten das Informationsmaterial angefordert und etwa 100.000 Informationskarten verteilt. Die überwältigende Resonanz der Betroffenen zeige, dass sich der Welpenhandel für viele unseriöse Züchter zu einem lukrativen Geschäft entwickelt hat. Daher werden die drei Tierschutzorganisationen ihre Aufklärungsarbeit in den nächsten Monaten verstärkt fortführen.
"Es ist erschreckend, mit welcher Skrupellosigkeit die unseriösen Züchter vorgehen", kommentieren ETN, TASSO und der bmt die erste Auswertung der Erfahrungsberichte. "Das Mitleid und die Tierliebe der Menschen wird von gewissenlosen Händlern ausgenutzt, um Profit zu machen – auf Kosten der Tiere, aber auch der Menschen, die ihren Welpen leiden und sterben sehen." Denn einhellig berichten die Betroffenen auf der Homepage von TASSO von kranken Tieren, die langwierig, aber erfolglos von den Tierärzten behandelt wurden. Sarah G. schreibt: "… Meine Hündin ist jetzt 7 Monate und todkrank, und ich bin am verzweifeln." Und ein anderer Betroffener berichtet: "Ich habe es damals auch gemacht, und dann war der Welpe voll mit Würmern und Flöhen und starb kurze Zeit später. Man hat mir gesagt er wäre 9 Wochen alt, dabei war er laut Tierarzt gerade ein paar Tage alt, viel zu früh vom Muttertier weg."
Neben dem Verlust des Tieres haben offenbar alle Tierhalter zudem hohe Tierarztkosten zu beklagen, die die durch den vermeintlich günstigen Preis beim Kauf des Rassewelpen gesparte Summe um ein Vielfaches übersteige. Ein Mitarbeiter eines Zoofachgeschäfts bestätigt die Erfahrungen der Tierschützer: "Bald wöchentlich erscheinen zur Zeit Kunden mit Welpen kleiner Rassen. Auf Nachfrage geben die Leute als Alter meist 4-6 Wochen an, haben keine Ahnung von der Ernährung, und meist sind sie über das Internet an den Hund gekommen. Meine Kollegen und ich sind jedesmal entsetzt und versuchen den Leuten klar zu machen, dass sie damit diesen Handel forcieren. Die Antworten sind meist: war günstig, tat mir so leid, Papiere brauche ich nicht usw. Manche dieser Hunde sehen schon krank aus, und wir versuchen alles, die Leute sofort zum Tierarzt zu schicken."
ETN, Tasso und bmt erneuern angesichts dieser erschreckenden Berichte ihren Appell, keine Welpen zu Schnäppchenpreisen zu kaufen und sich vor dem Kauf genau über die Herkunft des Tieres zu informieren. Auch Mitleid, so die Tierschutzorganisationen, sei ein schlechter Ratgeber beim Kauf von Tieren. Worauf Interessenten beim Kauf eines Hundes achten sollten, haben ETN, Tasso und bmt in einem Positionspapier zusammengefasst. Es findet sich, zusammen mit weiteren Informationen, auf den Websites der drei Organisationen.
Hattersheim, 05.01.2009 (profact) – Durchschnittlich alle zehn Minuten konnte die Tierschutzorganisation im vergangenen Jahr entlaufene Hunde oder Katzen ihren Besitzer zurückvermitteln. Insgesamt wurden 52.371 Tiere wiedergefunden. Dank TASSO, der Tierschutzorganisation, die sich seit über 26 Jahren unter anderem der kostenlosen Rückvermittlung vermisster Haustiere widmet.
Dass der Verein im vergangenen Jahr besonders erfolgreich war, ist laut TASSO-Chef Philip McCreight auf das weiter wachsende Verantwortungsbewusstsein der Tierhalter zurückzuführen: "Der unter die Haut schmerzlos eingesetzte Transponder ist bei Hunden und Katzen immer häufiger anzutreffen. Dieser Chip ist schließlich die Voraussetzung für die eindeutige Identifizierung des Tieres. Er allein aber nützt gar nichts, wenn das Tier nicht auch bei uns registriert ist, was übrigens keinerlei Kosten verursacht. 2009 hatten wir zum Glück einen regen Zulauf, es gab genau 505.577 Neuzugänge in unserem Haustierzentralregister. Die Datenbank ist damit auf mehr als 4,6 Millionen Eintragungen angewachsen."
Trotz der positiven Bilanz ist McCreight nicht recht zufrieden: "Noch immer sind mehr als 60 Prozent aller Haustiere nicht registriert, obwohl sie vielfach einen Chip besitzen. Dabei funktioniert die kostenlose Registrierung über das Internet schnell und sicher: Einfach bei www.tasso.net rechts auf den Button "Registrieren" klicken. Die Datenübertragung erfolgt verschlüsselt, persönliche Daten sind so vor jedem Mitlesen geschützt."
Die Immobilien-Suchmaschine immobilo aus Berlin nahm 10.102 Wohnungsangebote in den 30 größten Städten unter die Lupe. Hunde- oder Katzenbesitzer haben in Hamburg die größte Chance, eine neue Mietwohnung zu finden: In 93,5 Prozent der Angebote mit Angaben zu Haustieren wurden diese ohne Einschränkung akzeptiert. Leipzig und Frankfurt folgen mit 85,9 beziehungsweise 85 Prozent. Auch in Dortmund, Bochum und Münster sind Haustiere in über 75 Prozent der Fälle willkommen. Ganz schlecht sehe es dagegen in Aachen aus, wie immobilo-Geschäftsführer Christian Scherbel verrät. 66,7 Prozent der Vermieter würden Haustiere generell ablehnen. In Stuttgart seien es immerhin noch 59,7 Prozent, in Karlsruhe 40,7. Unproblematisch geht es offenbar in Leipzig, Kiel und Hannover zu: In diesen Städten werde lediglich in 2 Prozent der Anzeigen darauf hingewiesen, dass Haustiere unerwünscht sind. "Insgesamt ist Deutschland aber sehr tierfreundlich", kommentiert Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO die Auswertung. "Schließlich akzeptieren 62,58 Prozent der Vermieter Hunde und Katzen und 27,52 Prozent könnten nach Vereinbarung zustimmen. Lediglich 8,53 Prozent der Vermieter lehnen Vierbeiner rundweg ab."
Wie McCreight erklärt, sei ein generelles Tierhaltungsverbot als Klausel im Mietvertrag ohnehin unzulässig. "Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, wird häufig schon im Wohnungsangebot deutlich gemacht, dass sich Mieter mit tierischen Anhang besser gar nicht erst um die Wohnung bewerben sollen", sagt er. "Dabei dürfen Kleintiere wie Hamster, Meerschweinchen, Fische oder auch Schildkröten grundsätzlich auch ohne die Zustimmung des Vermieters gehalten werden."
Vorbildlicher Tierschutz im In- und Ausland wurde honoriert
Zum zweiten Mal hat TASSO den Tierschutzpreis „Die Goldene Pfote“ vergeben, ausgezeichnet wurden vorbildliche Projekte im In- und Ausland. Die diesjährige GOLDENE PFOTE wurde von den beiden Sponsoren REICO und AGILA Haustierversicherung finanziell unterstützt. Der mit 5.000,- Euro dotierte 1. Preis in der Kategorie "International" ging an das "Dog and Cat Rescue Center" auf der thailändischen Insel Samui. Für das Preisgeld soll ein Operationsraum ausgebaut werden. Unter den nationalen Preisträgern konnte das Düsseldorfer Projekt "Underdog", das sich um Hunde von Wohnungslosen kümmert, die meisten Jurystimmen auf sich vereinen. Die 5.000,- Euro verwendet die gemeinnützige Kooperative aus Tierärzten und Sozialarbeiten für den Kauf von Medikamenten und medizinischen Hilfsmitteln.
Mit seinem Engagement für Grönlands Schlittenhunde eroberte der Österreichische Tierschutzverein aus Wien den 2. Platz im internationalen Bereich. In der nationalen Endausscheidung belegte Pro Canis e.V. aus dem bayrischen Trautskirchen den gleichen Rang. Beide Preisträger erhielten je 2.000,- Euro als Unterstützung für ihre laufenden Projekte. Die dritten Plätze gingen an „Andes Animales Desamparados“ aus Mexiko und Tiere in Not Odenwald e.V. Das Preisgeld betrug jeweils 1.000,- Euro.
168 Vereine und Privatpersonen aus insgesamt neun Ländern hatten sich für die diesjährige "GOLDENE PFOTE" beworben, 26 von ihnen kamen in die Endauswahl. Die Bewertung der eingereichten Wettbewerbsformulare übernahm eine fünfköpfige Experten-Jury unter Leitung der TV-Journalistin Claudia Ludwig. Zum ersten Mal wurde auch ein Internet-Voting durchgeführt, an dem sich rund 15.000 Tierfreunde beteiligten.
Hundewelpen und Katzenkinder sehen ausgesprochen süß aus und erobern Kinderherzen im Sturm. Als Weihnachtsgeschenk scheinen sie deshalb besonders ideal zu sein. Doch Vorsicht: Tierheime werden alle Jahre wieder mit einer Flut von Vierbeinern konfrontiert, Weihnachtsgeschenke für Kinder, die nach der ersten Euphorie den Spaß am Familienzuwachs verloren haben. "Ein Haustier bringt auch Verantwortung mit sich", sagt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. "Auf der Tagesordnung stehen nicht nur Kuscheln, Schmusen und Streicheln, sondern auch regelmäßiges Gassi gehen, Saubermachen und Füttern. Manche Kinder sind damit überfordert. Wenn dann die Eltern nicht mitspielen, wird das unüberlegt geschenkte Haustier zur Belastung." Der Tierschützer appelliert an Eltern, Kindern keine Tiere zu Weihnachten zu schenken. Oder nur dann, wenn zuvor ganz klar über die notwendige Pflege und die Zuständigkeiten gesprochen wurde. Die beste Zeit, sich einen jungen Hund ins Haus zu holen, sei ohnehin das Frühjahr. "Dann macht es einfach mehr Spaß, draußen mit dem Hund herumzutollen", sagt McCreight und verweist auf die Tierheime, in denen recht häufig schon bereits stubenreine junge Vierbeiner sehnsüchtig auf ein neues Herrchen oder Frauchen warten.
Tierschutzorganisationen machen gegen grausamen Welpenhandel mobil
Much, Hattersheim, Pfullingen, 03.12.2009 - Der Europäische Tier- und Naturschutz e.V. (ETN), TASSO e.V. und der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) starten eine gemeinsame Kampagne gegen den grausamen Handel mit Hundewelpen. Unter dem Slogan "Wühltischwelpen – nein Danke!" realisieren sie ab sofort eine breit angelegte Aufklärungsoffensive. Ziel ist es, die Missstände des illegalen und unseriösen Hundehandels offen zu legen und damit das zehntausendfache Tierleid zu beenden. Neben der Aufklärung bieten die Vereine Betroffenen auch Hilfestellung, um die Machenschaften öffentlich zu machen.
"Die unseriöse Hundezucht floriert – im Ausland und in Deutschland. Zu Schleuderpreisen werden Welpen aller Rassen auf Parkplätzen aus dem Kofferraum heraus verkauft. Die Händler locken die Kunden mit Dumpingpreisen für einen Rassehund. Vielfach kaufen die Interessenten das kleine Fellbündel aus Mitleid, um ihm ein liebevolles Zuhause zu geben", so die drei Initiatoren der Kampagne.
"Beim Geschäft mit der Ware Hund zählt nur die Profitmaximierung", kritisiert Heinz Wiescher, Präsident des ETN. "Aus Profitgier werden die Tiere nicht geimpft, schlecht genährt und viel zu früh von der Mutter getrennt. Die Folge: Die meisten Welpen sind krank, leiden ihr Leben lang unter den Folgen dieser tierquälerischen Behandlung oder sterben jämmerlich noch im Welpenalter."
"Bei uns melden sich viele Betroffene, deren Welpen trotz intensiver tierärztlicher Behandlung nicht gerettet werden konnten“, berichtet Philip McCreight von TASSO. "Diese Menschen sind traurig und verzweifelt, weil sie ihren Hund verloren haben. Ihnen wollen wir die Möglichkeit geben, ihre Erfahrungen öffentlich zu machen, um andere vor solchen Kaufentscheidungen zu schützen, denn dieses Mitleid gefährdet Hundeleben."
Dr. Jörg Styrie vom bmt empfiehlt tierlieben Menschen, die einen Hund haben wollen: "In den Tierheimen warten Hunde jeden Alters auf ein neues Zuhause. Auch Welpen und Rassehunde. Vergessen Sie bitte auch nicht, dass gerade in den süd- und osteuropäischen Urlaubsländern neben ausgewachsenen Straßenhunden auch täglich unzählige Welpen getötet werden, weil es für sie keinen Platz auf dieser Welt gibt. Seriöse Tierschutzorganisationen sind gerne behilflich, einen Welpen aus dem Ausland zu adoptieren."
Ein Positionspapier von TASSO, ETN und bmt dient dazu, seriöse Tierschutzorganisationen zu erkennen. Eine Postkarte zur Aufklärung über den unseriösen Welpenhandel erhalten Sie hier. Außerdem finden Betroffene ein Formular, um ihre Erfahrungen öffentlich zu machen. Den Aufklärungsfilm des ETN über den unseriösen Welpenhandel finden Sie auf www.etn-ev.de sowie auf www.tasso.net.
Die Herbstgrasmilbe gehört zu den Spinnentieren, sie ist weltweit verbreitet und findet sich häufig auf Wiesen und in Gärten. Jetzt im Herbst schlüpfen die Larven der Milbe und lauern bevorzugt auf Grashalmen auf ihre Opfer. Die erkennen sie am Geruch, Hunde und Katze gehören ebenso dazu wie Menschen. Die Larven lassen sich von den Grashalmen abstreifen und suchen dann ein geschütztes Plätzchen, wo sie mit ihren Mundwerkzeugen die Haut anbohren. Dabei sondern sie ein Sekret ab, das die unteren Hautschichten auflöst. Diese Mischung dient ihnen dann als Nahrung. Herbstgrasmilben saugen zwar kein Blut wie Flöhe oder Zecken, die Folgen für das Opfer sind aber vergleichbar: Das Immunsystem reagiert auf den Speichel der Parasiten mit stark juckenden Quaddeln.
Gerade sehr junge Milben sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen, sie sind gerade mal 0,3 Millimeter groß. Um festzustellen, ob Hunde oder Katzen befallen sind, legt man neben ihren Schlafplatz ein großes Stück weißes Papier. Das lockt die Tiere an und verrät ihre Anwesenheit. Zur Behandlung befallener Tiere sollte das Fell zunächst sorgfältig ausgebürstet und die Haut anschließend mit einem geeigneten chemischen Mittel aus der Apotheke oder vom Tierarzt eingerieben werden. "Obwohl in vielen Online-Foren dafür geworben wird: Neemöl - das Öl des Neembaums - hilft nur gegen die Eier der Herbstgrasmilben, und die liegen im Gras", erklärt Dr. Rolf Wilcken, Leiter der Abteilung Kleintiere der Tierklinik Hochmoor im münsterländischen Gescher. "Bereits geschlüpften Tieren und solchen, die im Fell sitzen, kann es nichts anhaben."
Kinostart: 12. November 2009
Regie: Lasse Hallström
Hauptdarsteller: Richard Gere, Joan Allen
Inhalt:
Als Professor Parker (Richard Gere) eines Tages nach der Arbeit einen herrenlosen Hundewelpen am Bahnhof findet, ahnt er noch nicht, dass dies der Beginn einer ganz besonderen Freundschaft ist. Während seine Frau (Joan Allen) den kleinen japanischen Akita-Hund sehr zögerlich aufnimmt, wird Parkers Herz von Hachiko im Sturm erobert. Schon bald begleitet ihn der aufgeweckte Hachiko jeden Tag zum Bahnhof und holt ihn am Abend wieder ab. Bis er eines Tages vergeblich auf die Rückkehr seines Herrchens wartet …
Unsere Meinung:
HACHIKO berührt das Herz und streichelt die Seele: Die wundervolle wahre Geschichte des treuen Akita-Hundes handelt von tiefem Vertrauen und einer ganz besonderen Freundschaft zwischen Mensch und Tier. Feinfühlig, berührend und humorvoll durch die Augen eines einzigartigen Hundes erzählt. Dieser Film könnte aber auch bewirken, dass die Rasse der Akita in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses rückt. Was durchaus negative Folgen haben kann, und zwar dann, wenn das „Ach, wie ist der süß“ zum spontanen Kauf anregt. Der Akita-Inu (Inu ist japanisch für Hund) gilt hinsichtlich Erziehung und Umgang als nicht gerade problemlos. Er besitzt einen sehr starken Jagd- und Schutztrieb, ist revier- und rangordnungsbewusst und duldet fremde Hunde nur ungern neben sich. Unter der richtigen Führung ist er allerdings ausgesprochen familienbezogen und pflegeleicht. Potenzielle Frauchen beziehungsweise Herrchen sollten sich vor der Anschaffung eines Akita-Inu – und das gilt für Hunde generell – über die typischen Rassemerkmale ausgiebig informieren.
Wenn Hunde oder Katzen aus scheinbar unerklärlichem Grund plötzlich erbrechen und unter Durchfall leiden, können Giftpflanzen im Spiel sein. Darauf weist die Tierschutzorganisation TASSO e.V. hin.
Viele der hübsch blühenden Zierkräuter finden sich in heimischen Gärten, wo sie ohne Bedenken angepflanzt wurden. So ist beispielsweise die sehr beliebte Begonie gefährlich, der höchste Giftgehalt steckt bei ihr in den Wurzeln, die grabende Hunde zwischen die Kiefer bekommen können. Nicht weniger giftig ist der fast überall wuchernde Efeu. Werden Blätter, Beeren, Fruchtfleisch, Stängel oder Pflanzensaft von den Tieren aufgenommen, lösen sie neben Erbrechen und Durchfall auch Krämpfe und Lähmungen aus. Selbst die so harmlos aussehende Gartentulpe hat es buchstäblich in sich und kann bei Tieren Koliken auslösen.
Sehr giftig sind der Blaue Eisenhut (die giftigste Pflanze Mitteleuropas, das Gift dringt allein durch Berührung in die Haut ein), die Engelstrompete und die Rinde der falschen Akazie. Diese Pflanzen schädigen das Herz-/Kreislaufsystem, eine tierärztliche Behandlung ist dringend erforderlich. "Man sollte sich nicht darauf verlassen, dass Hunde oder Katzen von sich aus keine Pflanzen fressen", rät Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. "Schon beim Spielen im Garten beißen sie manchmal aus lauter Übermut in eine Pflanze oder graben im Komposthaufen herum. Gelangen dabei giftige Gewächse in Maul oder Magen, muss sofort gehandelt werden. Mit Vergiftungen ist nicht zu Spaßen."
Für Bernhard Scholz, Vorsitzender des Tierheims im baden-württembergischen Kehl, hat die plötzliche Schwemme an ausgesetzten Hunden, Katzen und Kleintieren einen ganz bestimmten Grund: Es sind Tiere, die für Kinder sozusagen als lebendiges Spielzeug angeschafft wurden und die jetzt in der Ferienzeit lästig geworden sind. "Seit Beginn der Schulferien haben wir zehn Hunde und 35 Katzen und Kleintiere aufgenommen, alle sind hier in der Nähe einfach angebunden oder im Karton abgestellt worden", sagt Scholz und plädiert für mehr Aufklärung an Schulen: "Oft sind es die Kinder, die ihre Eltern drängen ‚Mama, ich möchte einen Hund‘ und denen es nicht bewusst ist, was das für eine Verantwortung mit sich bringt." Schüler ab zwölf Jahren sollen nach den Vorstellungen des Tierheim-Vorstands lernen, welche Aufgaben vor allem nach der Anschaffung eines Hundes auf sie zukommen. "Motivierten Schülern bieten wir beispielsweise an, Hunde spazieren zu führen, und das mehrmals täglich."
Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO kann den Aussagen Kohls nur beipflichten: "Auch unsere Erfahrung zeigt, dass noch immer viele Tiere wie ein x-beliebiges Spielzeug gekauft werden. Irgendwann ist dann der Hund, die Katze oder das Meerschweinchen lästig, und dieser Zeitpunkt liegt häufig in den Sommermonaten, wenn es ab in den Urlaub geht." Statt sich um eine Pflegestelle für das Tier zu kümmern, werde es ausgesetzt in der Hoffnung, dass sich schon jemand findet, der es versorgt.
Laut McCreight sollten Eltern vor der – durchaus lobenswerten und sinnvollen – Anschaffung eines Haustiers mit den Kindern über die damit verbunden Aufgaben sprechen: "Wer füttert und hält Körbchen, Käfig oder Box in Ordnung? Wer sorgt bei einem Hund für den notwendigen täglichen Auslauf?" Nicht zu vergessen seien auch die laufen Kosten, die beispielsweise in einem Hundeleben durchaus die 10.000-Euro-Marke überschreiten könnten. "Ein Tier ist kein Spielzeug, das man nach Lust und Laune benutzen und dann in die Ecke stellen kann. Ein Tier braucht Zuwendung und Pflege, und das erfordert ein großes Verantwortungsbewusstsein, sowohl bei Kindern als auch bei den Eltern."
Um den mit 5.000 Euro dotierten Preis können sich sowohl Privatpersonen als auch Tierschutzvereine, Tierheime, Zoos, Tierärzte und -heilpraktiker sowie andere Tierschützer bewerben. In den Kategorien "Auslandstierschutz“ und "Tierschutz in Deutschland" werden Initiativen bewertet, die Tieren in Not helfen, Tierleid vermeiden oder präventiv zu einer verbesserten Lebenssituation von Tieren beitragen. Bedingung für die Preisvergabe ist die unmittelbare Verwendung der Prämie für das eingereichte Projekt.
Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale in Hattersheim: "Wir stellen immer wieder fest, dass ambitionierte Tierschutzprojekte an der nötigen finanziellen Unterstützung scheitern. Mit der "GOLDENEN PFOTE" wollen wir nicht nur das Engagement belohnen, sondern auch einen Teil zur wirtschaftlichen Realisierung beitragen.“
Die Teilnahmeunterlagen können ab sofort unter der E-Mail-Adresse award@tasso.net oder über die Homepage www.tasso.net angefordert werden. Dort finden sich auch Informationen über Projekte und Preisträger aus dem vergangenen Jahr. Einsendeschluss für die Projektvorschläge ist der 31. Oktober 2009. Die Verleihung der "GOLDENEN PFOTE" findet im Rahmen einer Feierstunde Ende des Jahres statt.
Angesichts der vielen streunenden Hunde vor allem in südlichen und südöstlichen Urlaubsländern entdeckt so mancher seine Tierliebe. Mit dem Ergebnis, dass man sich von dem Vierbeiner nicht mehr trennen mag. Der Hund wird also in eine Transportbox gepackt und nach Deutschland "importiert". Dagegen sei prinzipiell auch nichts einzuwenden, meint Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO, gibt aber zu bedenken, dass sich kaum ein Tierfreund der dann auf ihn zukommenden bürokratischen Hürden bewusst ist. Sinnvoller wäre es, den Hund am Urlaubsort zu lassen und beispielsweise die örtlichen Tierschutzorganisationen zu unterstützen. McCreight: "In vielen Feriengebieten haben sich Tierfreunde organisiert, um das Problem streunender Hunde in den Griff zu bekommen, und zwar in erster Linie durch Kastration. Dadurch wird das bisher ungebremste Wachstum der Population wirkungsvoll eingedämmt." Als Beispiel nennt der TASSO-Chef den "Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V." (bmt), der vor allem in Osteuropa entsprechende Projekte gestartet hat.
Wer dennoch nach dem Urlaub einen Hund verwöhnen möchte, sollte sich laut McCreight in einem Tierheim umsehen: "Die wissen derzeit nicht mehr, wohin mit den Tieren. Es mangelt sowohl an Unterbringungsmöglichkeiten als auch an Geld für die Verpflegung. Schuld daran trägt wohl auch die derzeitige schwierige wirtschaftliche Situation bei vielen Haustierbesitzern." Nicht zuletzt könne man bei einem Hund aus dem Tierheim auch sicher sein, dass dieser gesund ist und die notwendigen Impfungen erhalten hat.
Immer mehr Menschen holen sich einen bellenden oder miauenden Vierbeiner ins Haus. Gegenüber 2007 stieg der Hunde-Anteil im letzten Jahr um 200.00 auf 5,5 Millionen. Katzen sind noch populärer, zu den 7,9 Millionen kamen weitere 300.000 hinzu. Diese Zahlen nannte jetzt der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) in Düsseldorf. Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale im hessischen Hattersheim, weist in diesem Zusammenhang darauf hin, die neuen Hausgenossen unbedingt registrieren zu lassen: „Ohne Registrierung keine Rückvermittlung für den Fall, dass Hund oder Katze weglaufen“, sagt der Tierschützer.
Vorher allerdings sollte der Tierarzt den Vierbeiner durch einen unter die Haut gespritzten Mikrochip eindeutig kennzeichnen. Wird das Tier aufgefunden und beispielsweise in ein Tierheim gebracht, ließe sich dort mit einem Lesegerät die Chipnummer ermitteln. McCreight: „Diese Nummer in Verbindung mit den Kontaktdaten des Halters helfen uns, das weggelaufene Tier schnell und weltweit wiederzufinden und dem Besitzer zurück zu vermitteln.“ Optimal liefe die Registrierung über das Internet unter www.tasso.net. „Bereits jede dritte Registrierung erfolgt schnell und sicher online.“
Mit inzwischen über 4,5 Millionen registrierten Tieren betreibt TASSO e.V. das größte Tierregister in Europa. 50 Mitarbeiter stehen rund um die Uhr und an jedem Tag des Jahres für die Suche nach verschwunden Haustieren zur Verfügung. Obwohl sich der Verein ausschließlich aus Spenden finanziert, sind sämtliche Leistungen kostenlos.
Die Sonne scheint, es ist warm – das beste Wetter also für eine kleine Radtour, an der auch lauffreudige Hunde teilnehmen können. Allerdings sind einige Grundregeln zu beachten. TASSO hat dazu den Hamburger Hundetrainer Detlev Schönfelder befragt, hier seine Tipps:
Nur kräftige Hunde dürfen mit
Die meisten Hunde laufen gern, man darf sie aber nicht überfordern. Für Welpen und Hunde bis zu einem Jahr ist das Mitlaufen neben dem Rad tabu. Es sollte draußen außerdem nicht zu warm sein. Grundsätzlich gilt zudem: Die Geschwindigkeit muss der Größe des Hundes angemessen sein, wobei man nach „Sprintstrecken“ immer eine Pause einlegen sollte.
Ohne Training geht’s nicht
Hund und Fahrrad müssen sich erst aneinander gewöhnen. Dazu nimmt man das Rad zwischen sich und dem kurz angeleinten Hund und schiebt erst einmal ein paar Runden. Der Hund muss sich dabei immer auf Sattelhöhe befinden. Bleibt das Rad stehen, sollte der Hund sich hinsetzen. Klappt diese Übung, wird in freiem Gelände – möglichst abseits von Straßen und stark frequentierten Wegen – mit Herrchen oder Frauchen im Sattel geübt. Fahren Sie langsam und mit einigen Kurven, weichen Sie Hindernissen aus und bremsen Sie spontan, Ihr Hund sollte alles brav mitmachen.
Vorsicht in dichtem Straßenverkehr
Der Hund am Fahrrad muss immer auf der dem Verkehr abgewandten Seite des Radwegs laufen. Vermeiden Sie unbedingt dicht befahrene Straßen. Das Mitführen von Hunden am Rad ist zwar nicht verboten, mit rechtlichen Konsequenzen sollte man aber rechnen, wenn das Gespann Rad-Hund zum Verkehrshindernis wird oder gar das Tierschutzgesetz missachtet wird. Das Laufen auf der Straße wird dem Hund ohnehin kaum Freude machen, rauer Asphalt schadet den Pfoten, Autoabgase machen das Atmen schwer.
Die zehn Regeln von Hundetrainer Detlev Schönfelder fürs Radfahren mit Hund
- Viele Pausen einlegen, Hund beobachten
- Keine zu jungen, kranken oder alten Hunde am Rad laufen lassen
- Laufleistung (Strecke und Tempo) langsam steigern
- Nie bei Hitze fahren. Der Hund hat keine Fahrtwindkühlung, und in Bodennähe ist es außerdem wärmer als auf dem Sattel
- Wasser oder ein erfrischendes Bad im Bach anbieten
- Nicht zu lange auf Asphalt bleiben
- Abgasreiche Strecken schnell verlassen
- Stark befahrene Radwege meiden
- Nicht die Leine ums Lenkrad wickeln
- Nie vor der Radtour füttern
Da nach wie vor viele Hundebesitzer ihren Vierbeiner längere Zeit im geparkten Wagen zurücklassen, hat die Tierschutzorganisation die Kampagne "Hund im Backofen" gestartet – bereits über 110.000 "Denkzettel" wurden angefordert. Damit allerdings hat Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale, nicht gerechnet: "Schon kurz nach Vorstellung der Kampagne in unserem Newsletter gingen Hunderte von Bestellungen für die Informationskarten ein!" Diese "Denkzettel" sollen Autofahrer über das Schicksal von im heißen Wagen zurückgelassenen Hunden informieren. "Inzwischen haben wir fast 2000 Anfragen für mehr als 110.000 Karten", so McCreight.
Die Resonanz auf die Kampagne zeige, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht, meint McCreight. Offenbar wüssten noch zu wenig Autofahrer von der Gefahr, denen ein Hund im geparkten Wagen ausgesetzt ist: "Steht das Auto in der prallen Sonne, sind sogar frühlingshafte 20 Grad Außentemperatur zu viel. Schon nach wenigen Minuten kann die Temperatur im Innenraum auf über 50 Grad steigen – für den Hund besteht dann akute Lebensgefahr."
Wie der TASSO-Chef weiter ausführt, nehmen viele Hundebesitzer ihren Vierbeiner im Auto mit auf eine ausgedehnte Einkaufstour oder sogar zum Besuch von Zoos und Vergnügungsparks. Auf dem Parkplatz werde dann die Seitenscheibe ein paar Zentimeter heruntergekurbelt und der Hund seinem Schicksal überlassen. McCreight: "Was viele nicht bedenken: Auch wenn der Wagen anfangs im Schatten steht, schon nach wenigen Minuten kann sich die Situation radikal ändern. Die Sonne wandert, trifft sie das Auto, wird es im Innenraum schnell fast so heiß wie in einem Backofen. Hunde würden nur ein wenig an den Pfoten schwitzen," erklärt McCreight. "Ihren Wärmehaushalt regelten sie überwiegend durch Hecheln." Doch bei Temperaturen von über 50 Grad würde das auch nicht mehr helfen. "Die Tiere verlieren sehr schnell viel Flüssigkeit, das führt zum Kollaps und schließlich zum Tod."
McCreight empfiehlt denjenigen, die einen apathisch wirkenden, stark hechelnden Hund in einem geparkten Auto entdecken, einen Anruf bei der Polizei. Außerdem sollte der Besitzer ausfindig gemacht werden, beispielsweise durch einen Ausruf in den angrenzenden Geschäften oder über die Verantwortlichen von Zoos und Parks. "Die Polizeibeamten werden wahrscheinlich eine Scheibe des Wagens einschlagen und den Hund befreien", so McCreight. Die Kosten für den Einsatz müsse nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz (AZ 12 A 10619/05) der Hundebesitzer tragen. "Außerdem kann er mit einer Anzeige wegen Tierquälerei rechnen", gibt der TASSO-Chef zu bedenken.
Ist der Hund endlich befreit, sollte man sehr behutsam mit ihm umgehen und ihn keinesfalls beispielsweise mit kaltem Wasser überschütten. Dr. Rolf Wilcken von der Tierklinik Hochmoor im münsterländischen Gescher empfiehlt feuchte Umschläge an Beinen und Pfoten. Durch die Verdunstung des Wassers werde die Körpertemperatur des Hundes schnell gesenkt. Eiskaltes Wasser sei auch fürs Trinken tabu. "Wenn der Hund überhaupt noch in der Lage ist, Wasser aufzunehmen, sollte dies temperiert sein", rät Wilcken. Ein Besuch beim Tierarzt sei in jedem Fall angeraten. "Hier kann der Flüssigkeitsverlust durch Infusionen schnell ausgeglichen werden."
Hermine Ohler leitet ehrenamtlich und quasi rund um die Uhr die Enten-Hotline in Düsseldorf und hat jetzt in der Brutsaison alle Hände voll zu tun. Über 400 Mal musste Hermine Ohler in diesem Jahr schon ihren "Entenverstand" unter Beweis stellen: Die agile 61-Jährige wird immer dann gerufen, wenn Entenmütter mit ihren Küken dort auftauchen, wo sie normalerweise nicht hingehören – auf Balkonen, Terrassen, Garagendächern oder mitten im Großstadtverkehr beispielsweise. "Dass Enten in unmittelbarer menschlicher Nachbarschaft brüten, ist gar nicht so ungewöhnlich", erklärt Hermine Ohler. "In Parkanlagen finden die Tiere durch stöbernde Hunde und spielende Kinder kaum Ruhe."
Zwischen April und Juli hat die inoffizielle "Entenbeauftragte der Stadt Düsseldorf" Hochsaison, die Küken sind geschlüpft und erkunden als Nestflüchter im Schlepptau der Mutter die Umgebung. Wenn sie dabei verkehrsreiche Straßen überqueren oder hilflos auf Dächern und Balkonen wuseln, wisse kaum jemand, was zu tun sei, so Ohler. "Die Mutter zu fangen gelingt fast nie", weiß die Expertin. "Enten können schließlich hervorragend fliegen." Sammle man stattdessen die Küken ein, könnte das für den Nachwuchs fatale Folgen haben. "Küken brauchen ihre Mutter zum Schutz und zum Wärmen. Auf viele wirken die Kleinen zwar putzmunter und selbstständig, aber das täuscht."
Wird Hermine Ohler alarmiert, rückt sie in ihrem kleinen Auto und mit einem Drahtgehege an. "Ich fange grundsätzlich die gesamte Entenfamilie", betont sie. "Nicht mit Gewalt, sondern mit Einfühlungsvermögen und ein paar Tricks." Anschließend geht es zum nächstgelegenen Gewässer, einen See zum Beispiel. Nur wenn die Küken frisch aus den Eiern geschlüpft sind, kommen sie für ein paar Tage in einen Stall. "Diese kleinen Gehege in einem Schuppen hat die Stadt zur Verfügung gestellt", erzählt Ohler. "Weitere offizielle Zuwendungen gibt es nicht. Zum Glück bezahlt mir der Düsseldorfer Tierschutzverein Benzin und eventuelle Tierarztkosten. Für alles andere muss ich selber aufkommen … und das seit nunmehr zwölf Jahren."
Für Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. hat Hermine Ohlers Engagement Vorbildcharakter. "Wenn es Tieren schlecht geht, schauen immer noch sehr viele Menschen weg, sie wollen weder Zeit noch Geld und Mühe investieren. Den ehrenamtlichen Tierschützern gilt deshalb mein besonderer Respekt. Ohne sie sähe es in unserer Welt um einiges schlechter aus!"
Immer wieder lassen Hundebesitzer ihren Vierbeiner längere Zeit im geparkten Wagen zurück – dabei kann sich der Innenraum bei direkter Sonneneinstrahlung lebensgefährlich aufheizen. Steht der Wagen in der prallen Sonne, sind sogar frühlingshafte 20 Grad Außentemperatur zu viel. Schon nach wenigen Minuten kann die Temperatur im Innenraum auf über 50 Grad steigen – für den Hund besteht dann akute Lebensgefahr. Darauf weist die Tierschutzorganisation TASSO e.V. hin.
Viele Hundebesitzer nehmen ihren Vierbeiner im Auto mit auf eine ausgedehnte Einkaufstour oder sogar zum Besuch von Zoos und Vergnügungsparks. Auf dem Parkplatz wird dann die Seitenscheibe ein paar Zentimeter heruntergekurbelt und der Hund seinem Schicksal überlassen. Was viele nicht bedenken: Auch wenn der Wagen anfangs im Schatten steht, schon nach wenigen Minuten kann sich die Situation radikal ändern. Die Sonne wandert, trifft sie das Auto, wird es im Innenraum schnell fast so heiß wie in einem Backofen. "Hunde schwitzen nur ein wenig an den Pfoten" erklärt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. "Ihren Wärmehaushalt regeln sie überwiegend durch das Hecheln." Doch bei Temperaturen von über 50 Grad würde das auch nicht mehr helfen. "Die Tiere verlieren sehr schnell viel Flüssigkeit, das führt zum Kollaps und schließlich zum Tod."
McCreight empfiehlt denjenigen, die einen apathisch wirkenden, stark hechelnden Hund in einem geparkten Auto entdecken, einen Anruf bei der Polizei. Außerdem sollte der Besitzer ausfindig gemacht werden, beispielsweise durch einen Ausruf in den angrenzenden Geschäften oder über die Verantwortlichen von Zoos und Parks. "Die Polizeibeamten werden wahrscheinlich eine Scheibe des Wagens einschlagen und den Hund befreien", so McCreight. Die Kosten für den Einsatz müsse nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz (AZ 12 A 10619/05) der Hundebesitzer tragen. "Außerdem kann er mit einer Anzeige wegen Tierquälerei rechnen", gibt der TASSO-Chef zu bedenken.
Ist der Hund endlich befreit, sollte man sehr behutsam mit ihm umgehen und ihn keinesfalls beispielsweise mit kaltem Wasser überschütten. Dr. Rolf Wilcken von der Tierklinik Hochmoor im münsterländischen Gescher empfiehlt feuchte Umschläge an Beinen und Pfoten. Durch die Verdunstung des Wassers werde die Körpertemperatur des Hundes schnell gesenkt. Eiskaltes Wasser sei auch fürs Trinken tabu. „Wenn der Hund überhaupt noch in der Lage ist, Wasser aufzunehmen, sollte dies temperiert sein“, rät Wilcken. Ein Besuch beim Tierarzt sei in jedem Fall angeraten. "Hier kann der Flüssigkeitsverlust durch Infusionen schnell ausgeglichen werden."
"Sie werden gejagt, gefangen und getötet – die Straßenhunde genießen in den wenigsten EU-Mitgliedsstaaten Schutz und Respekt", sagt Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. Petra Zipp vom Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt) pflichtet ihm bei: "Mit der Tiergesundheitsstrategie 2007-2013‘ hat sich das Europaparlament zu seiner Verantwortung für Haustiere bekannt, zu denen die Straßentiere als verwilderte ausgesetzte Heimtiere natürlich auch gehören", so die Tierschützerin. Folgerichtig beriefen sich Tierschutzorganisationen nun auf dieses Papier, um Straßentiere in die Vorbeugungsmaßnahmen (Impfen, Kastrieren, medizinische Versorgung) der Kommission mit einzubinden.
Diese Forderung trugen TASSO, der Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt) sowie Vier Pfoten und Europäischer Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) nun in Brüssel vor. Sie untermauerten ihr Anliegen mit fast 60.000 Unterschriften, die seit Januar 2008 gesammelt worden waren. Der bmt hatte zu Beginn des letzten Jahres seine Kampagne "Auch Straßenhunde haben ein Recht auf Leben!" gestartet und eine Resolution verabschiedet, in der die EU aufgefordert wurde, im Rahmen der "Tiergesundheitsstrategie" Fördergelder für flächendeckende Kastrationsprojekte bereit zu stellen.
Die Tierschützer vertreten gemeinsam rund 3,5 Millionen europäische Bürger, die nicht mehr akzeptieren wollen, dass Straßenhunde in einer wachsenden europäischen Gemeinschaft immer wieder grausamen Tötungsaktionen zum Opfer fallen. „In fast allen EU-Ländern werden Straßenhunde gefangen und getötet – die Methoden sind zutiefst inhuman und schockieren, wie jüngste Übergriffe aus Rumänien an Straßenhunden belegen, die Öffentlichkeit“, sagt Petra Zipp.
Gemeinsam vertreten die Tierschützer die Auffassung, dass die EU die politisch Verantwortlichen für derartige Rechtsbrüche zur Rechenschaft ziehen und jenen Mitgliedsstaaten helfen muss, die finanziell und personell nicht in der Lage sind, ihr Straßentierproblem nachhaltig und tiergerecht zu lösen. Darüber hinaus würde eine systematische Registrierung und Erfassung der Haushunde und ihrer Artgenossen auf den Straßen die Besitzer zu mehr Verantwortung erziehen und gleichzeitig den illegalen Handel mit Welpen erschweren, wenn nicht ganz unterbinden.
Die EU Kommission dankte den Tierschutzorganisationen für die übergebenen Resolutionen und den sachlichen Dialog, ohne sich jedoch auf konkrete Zusagen festzulegen. Die Tierschutzorganisationen werden sich daher weiterhin mit aller Kraft für die Umsetzung ihrer Forderung einsetzen.
Hundebesitzer auf dem Weg nach Italien müssen im Reisegepäck nicht nur eine Hundeleine mitführen, sie sollten sie auch verwenden. Zumindest dann, wenn es mit dem Vierbeiner durch Städte oder Parkanlagen geht. Denn seit dem 1. April gilt eine entsprechende Regierungsverordnung.
Wie die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" berichtet, dürfe die Leine sogar nur eineinhalb Meter lang sein, ausziehbare Leinen müssten sich nach dieser Distanz einrasten lassen. Um Hundeangriffe auf Menschen und andere Tiere zu verringern, sei auch das Mitführen eines Maulkorbs Pflicht. Eine generelle Maulkorbpflicht gebe es zwar nicht – sollte es aber zu Zwischenfällen kommen, trage der anwesende Hundehalter die volle Verantwortung. Zur Vermeidung berühmt-berüchtigter "Tretminen" ist nach dem Bericht des Blatts auch die Beseitigung des Hundekots gesetzlich vorgeschrieben. Wie und durch wen die neuen Regeln überprüft werden, ist aber offenbar noch unklar. Das gilt auch für die Höhe des Bußgelds, das bei Verstößen fällig wird.
Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. sieht die neuen Vorschriften mit gemischten Gefühlen: "Hinsichtlich der geforderten Beseitigung von Hundehäufchen habe ich ein gewisses Verständnis für eine gesetzliche Regelung. Beim generellen Leinenzwang in Städten und Parks und dem grundsätzlichen Mitnehmen eines Maulkorbs ist man aber deutlich über das Ziel hinaus geschossen. Ein Leinenzwang allein verhindert noch lange keinen Beißvorfall. Denn meist ist das Problem am anderen Ende der Leine zu finden."
"Hallo, ich rufe an vom Tierschutz, um die Daten Ihres Haustiers abzugleichen und zu fragen, ob die Mitgliedschaft verlängert werden soll." So oder so ähnlich melden sich derzeit falsche Tierschützer am Telefon. Ihr Ziel: Die Angerufenen sollen Geld überweisen oder persönliche Daten mitsamt Bankverbindung preisgeben. Als Urheber der Telefonaktionen werden bevorzugt Tierschutzorganisationen missbraucht, unter anderen der auf die Rückvermittlung von Haustieren spezialisierte TASSO e.V.: "Abgesehen davon, dass wir gar keine Mitgliedsbeiträge oder sonstige Gebühren verlangen; wir nehmen Kontakt mit den bei uns registrierten Tierbesitzer ausschließlich im Rahmen von Rückvermittlungen verlorener Tiere auf", erklärt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale in Hattersheim bei Frankfurt.
Telefonanrufen, bei denen es um Geld geht, sollte man grundsätzlich mit äußerster Vorsicht begegnen, rät McCreight. Sicheres Indiz für unseriöse Anfragen sei die ausgeblendete Telefonnummer. "Moderne Telefone verfügen über ein Display, das die Nummer des Anrufers zeigt", erklärt der Tierschützer. Diese Nummer werde automatisch an den Angerufenen übermittelt – es sei denn, die Weitergabe wurde vom Anrufer bewusst abgeschaltet. CLIR (Calling Line Identification Restriction) nennt sich diese Funktion, die anonyme Anrufe überhaupt erst möglich macht. "Leider gibt es keine Möglichkeit, bei aktivierter CLIR den Anrufer zu identifizieren", bedauert McCreight und empfiehlt: "Ruft jemand in Sachen Tierschutz an, fragt nach persönlichen Daten oder bittet um Beiträge oder Spenden, genügt ein Blick aufs Display. Bleibt dieses leer, einfach um eine Telefonnummer für den Rückruf bitten – mit ziemlicher Sicherheit wird dann das Gespräch vom Anrufer blitzschnell beendet…"
Der Frühling naht – und mit ihm eine Gefahr, die in Sträuchern und auf Gräsern lauert: Zecken! Steigen die Temperaturen dauerhaft über sieben Grad, werden die spinnenartigen Tiere putzmunter und entwickeln Appetit auf frisches Blut. Dass beim Stich Erreger der Borreliose oder Babesiose übertragen werden können, ist eine sowohl für Menschen als auch für Tiere gefährliche Nebenerscheinung.
Zecken lauern im kniehohen Gras oder niedrigen Büschen auf ihre Opfer, die sie an deren Ausdünstungen erkennen. Bei unmittelbarem Kontakt mit dem Opfer lassen sie sich vom Halm oder Ast abstreifen und suchen eine warme Körperstelle mit möglichst dünner Haut. Dort stechen sie zu, saugen Blut und "spucken" unverdauliche Blutbestandteile von Zeit zu Zeit in die Wunde zurück. Und genau dabei können krank machende Erreger übertragen werden. Eine Blutmahlzeit kann durchaus mehrere Tage andauern.
Nach jedem Spaziergang auf die Suche gehen
Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., rät allen Hundebesitzern, sofort nach einem Spaziergang im Grünen das Tier sorgfältig nach Zecken abzusuchen. "Entfernen sollte man die Schmarotzer mit einer speziellen Zeckenzange oder einem Zeckenhaken. Zur Not funktionieren auch Pinzette oder spitze Fingernägel." In jedem Fall sollte darauf geachtet werden, dass man die Zecke nicht zerquetscht, denn dann würden eventuell vorhandene Erreger unmittelbar in die Stichwunde gebracht werden. "Öl oder Nagellack sind tabu", warnt McCreight. Die Zecke würde im Todeskampf ihren Mageninhalt in die Wunde entleeren und so eine Infektion beschleunigen. Auf die traditionell strittige Frage "Ziehen oder Drehen?" hat Dr. Rolf Wilcken, Leiter der Abteilung Kleintiere der Tierklinik Hochmoor, eine ganz einfache Antwort: "Wie man die Zecke aus der Haut befördert, ist völlig egal. Manchmal geht es mit Ziehen, manchmal mit Drehen leichter. Man sollte aber immer am Kopf und damit so nah wie möglich an der Einstichstelle ansetzen." Das Wichtigste sei eine möglichst schnelle Entfernung des Parasiten, ergänzt der Tierarzt. Denn dann wäre eine Infektion sehr unwahrscheinlich.
Impfung ist möglich
Gegen die Borreliose gibt es für Hunde seit kurzem eine Impfung. Laut Informationen des Herstellers ist der Impfstoff gegen die pathogenen Keime bisher einmalig in Deutschland. Die Grundimmunisierung kann laut Herstellerangaben bereits bei Welpen ab einem Alter von zwölf Wochen durchgeführt werden. Der beste Startpunkt für die Grundimmunisierung sei das zeitige Frühjahr, beginnend mit zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen. Danach folgt die dritte Impfung im Herbst. Eine weitere Auffrischung folgt im Frühjahr des Folgejahres. Danach sollte der Hund jedes Jahr - im Idealfall vor Beginn der Zeckenzeit - erneut geimpft werden. Als kleine Eselsbrücke gilt: Im ersten Jahr die Impfungen immer dann durchführen, wenn die Uhren umgestellt werden! In den darauffolgenden Jahren genügt eine Impfung im Frühjahr, wenn die Tage wieder länger und die Uhren vorgestellt werden.
Bei der Hunde-Borreliose handelt es sich um eine Erkrankung durch den Bakterienstamm Borrelia burgdorferi sensu stricto. Symptome wie Appetit- und Lustlosigkeit oder Fieber sind die ersten Anzeichen. Im späteren Verlauf der Borrelioseerkrankung können Gelenkentzündungen und Lahmheit dazu kommen.
400 Euro für einen reinrassigen und geimpften Shi-Tsu-Welpen aus deutscher Zucht. Wer dahinter ein Schnäppchen vermutet, könnte das Opfer eines betrügerischen Hundehändlers werden. Erst kürzlich hat die Potsdamer Polizei einen 25-Jährigen dingfest gemacht, der in mindestens 15 Fällen Welpen mit gefälschten Papieren über das Internet verkauft haben soll. Den Käufern hatte der Mann gefälschte holländische Impfdokumente übergeben, die meisten Tiere erkrankten denn auch an der meist tödlich verlaufenden Welpenkrankheit Parvovirose. Im Angebot hatte der Hundehändler neben Shi-Tsus auch Welpen der Rassen American Stafford, Labrador, Prager Rattler, Bulldogge, Stafford Terrier und Pitbull – allesamt für etwa 30 Euro in Polen erworben und illegal über die Grenze geschafft. Die Verkaufspreise lagen zwischen 400 und 600 Euro.
Experten gehen davon aus, dass dieser aufgedeckte Hundehandel kein Einzelfall gewesen ist und mit weiteren unseriösen Angeboten gerechnet werden muss. "Wer unbedingt einen Welpen haben will, sollte diesen von einem Züchter erwerben, der Mitglied eines dem Verband für das Deutsche Hundewesen angeschlossenen Rassehunde-Zuchtvereins ist", empfiehlt Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. "Bei VDH-Züchtern kann man sicher sein, dass die Welpen aus einer intakten Hundefamilie und nicht aus einer Qualzucht stammen und vorschriftsmäßig geimpft sind."
Da aufgefundene Hunde oder Katzen recht häufig bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle landen, die Beamten aber von den TASSO-Serviceleistungen für aufgefundene Haustiere oft nichts oder nur wenig wissen, hat die Tierschutzorganisation jetzt eine Aufklärungskampagne gestartet. Eine kostenlose Informationsbroschüre informiert Polizeidienststellen über den Ablauf einer Rückvermittlung aufgefundener Tiere. Damit soll verhindert werden, dass Polizisten abgegebene Fundtiere mehr oder weniger automatisch an ein Tierheim weiterleiten. "Trägt das Tier eine SOS-Plakette von TASSO, genügt ein Anruf bei uns, und der Besitzer kann seinen Liebling bei der Polizei abholen", erklärt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. "Denn leider kann nicht jeder, der ein Haustier findet, es bei sich aufnehmen bis der Besitzer gefunden wird. Ein Tierheim oder eben eine Polizeidienststelle ist da oft der einzige Ausweg."
Mit der Aufklärungskampagne sei TASSO bei den Polizisten auf großes Interesse gestoßen, so der Tierschützer weiter. "Finder entlaufener Tiere sollten die Beamten dennoch auf unsere kostenlosen und unkomplizierten Dienste aufmerksam machen", empfiehlt McCreight. "Damit wird dem Tier schließlich ein unnötiger Transport und damit Stress erspart."
Ab dem 11. März 2009 dürfen kosmetische Inhaltsstoffe, beispielsweise chemische Substanzen zur UV-Filterung, Öle oder Konservierungsstoffe, nicht mehr an Tieren getestet werden. Grundlage ist die 7. Änderung der EU-Kosmetikrichtlinie. "Das ist ein wichtiger Etappensieg im Tierschutz", erklärt dazu Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO.
Bereits seit 1998 verbietet das deutsche Tierschutzgesetz Tierversuche bei der Entwicklung von Kosmetika. Viele Hersteller zogen sich aus der Affäre, indem sie zwar selber keine Tierversuche durchführen ließen, stattdessen aber an Tieren getestete Produkte aus dem europäischen Ausland bezogen und sie unter der eigenen Marke verkauften. Erst 2004 reagierte darauf die zuständige EU-Kommission, Tierversuche an kosmetischen Endprodukten wurden verboten. Worauf einige Kosmetikhersteller keine fertigen Produkte mehr importierten, sondern lediglich an Tieren getestet Grundsubstanzen. Die Novellierung der EU-Kosmetikrichtlinie zieht jetzt auch darunter einen Schlussstrich.
Verbraucher, die dennoch ganz sicher gehen wollen, verweist McCreight an Mitglieder des Bundesverbandes Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen (BDIH) oder des Internationalen Herstellerverbandes gegen Tierversuche in der Kosmetik (IHTK). „Bei Produkten dieser Hersteller – die es übrigens auch in Drogeriemärkten gibt – kann man sicher sein, dass kein Tier in Versuchen leiden musste“, unterstreicht McCreight.
Links zum Thema:
BDIH: http://www.bdih.de/
IHTK: http://www.ihtk.de/
Ingrid Glöckler aus Nerenstetten in der Nähe von Ulm kann es immer noch nicht fassen: Pepples ist wieder da, zurückvermittelt von TASSO, dem größten Haustierzentralregister Europas. Anfang 2001 war die getigerte Langhaarkatze mitsamt Mutter und drei Geschwistern von einem auf den anderen Tag verschwunden, erzählt die Katzenliebhaberin. "Da alle fünf Freigänger waren, dachten wir natürlich sofort an Diebstahl. Wir haben deshalb auch keine umfangreichen Suchaktionen gestartet, sehr zum Leidwesen unserer Kinder. Vor wenigen Tagen dann der Anruf von TASSO: Wir haben Ihre Pepples gefunden, Sie können das Tier abholen!"
Wie Ingrid Glöckler erzählt, sei die inzwischen neun Jahre alte Katzendame in einem Mühlenbetrieb in der Nachbarschaft aufgetaucht. Dort habe man sie ins Haus gelockt und nach Tätowierungen abgesucht. "Wir hatten Pepples wenige Wochen nach der Geburt bei TASSO registrieren lassen, sie besitzt Markierungen in beiden Ohren. Zum Glück war eine jetzt noch eindeutig lesbar", so Ingrid Glöckler. Diese Nummer hatte der Finder telefonisch an TASSO übermittelt, und die Tierschutzorganisation setzte sich sofort mit dem überglücklichen Frauchen in Verbindung. "Pepples hat uns auch sofort wiedererkannt, war ganz schmusig und hatte auch nach wie vor keine Angst vor unserem Hund. Nur die Freiheit liebt sie nicht mehr so wie früher und bleibt gerne im Haus. Wer weiß, was sie auf ihrer achtjährigen Wanderschaft so alles erlebt hat …"
Die anderen vier Katzen allerdings sind nach wie vor spurlos verschwunden.
Exakt 49.103 entlaufene Hunde und Katzen haben im Jahr 2008 buchstäblich das Weite gesucht und konnten trotzdem an ihre Besitzer zurückvermittelt werden. Dank TASSO, der Tierschutzorganisation, die sich seit über 26 Jahren unter anderem der kostenlosen Suche nach vermissten Haustieren widmet.
Dass der Verein im vergangenen Jahr besonders erfolgreich war, ist laut TASSO-Chef Philip McCreight auf das weiter wachsende Verantwortungsbewusstsein der Tierhalter zurückzuführen: „Der unter die Haut schmerzlos eingesetzte Transponder-Chip ist bei Hunden und Katzen immer häufiger anzutreffen. Dieser Chip ist schließlich die Voraussetzung für die eindeutige Identifizierung des Tieres. Er allein aber nützt gar nichts, wenn das Tier nicht auch bei uns registriert ist, was übrigens keinerlei Kosten verursacht. 2008 hatten wir zum Glück einen regen Zulauf, es gab genau 501.159 Neuzugänge in unserem Haustierzentralregister.“
Trotz der positiven Bilanz ist McCreight nicht recht zufrieden: „Noch immer sind rund 63 Prozent aller Heimtiere nicht registriert, obwohl sie vielfach einen Chip besitzen. Dabei funktioniert die Registrierung über das Internet schnell und sicher: Einfach unter www.tasso.net auf „Registrierung“ klicken. Die Datenübertragung erfolgt verschlüsselt, persönliche Daten sind so vor jedem „Mitlesen“ geschützt.“
Alle Jahre wieder sehen sich Tierheime mit einer Flut von Vierbeinern konfrontiert, deren Besitzerwechsel erst wenige Wochen zurückliegt. Dabei handelt es sich um Weihnachtsgeschenke für Kinder, überwiegend kleine Hunde und Katzen, oft auch Meerschweinchen und Hamster. Nach der anfänglichen Freude über das "Spielzeug" vergeht den Beschenkten offenbar recht schnell die Lust am neuen Hausgenossen, mutmaßt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale im hessischen Hattersheim. "Ein Haustier bringt auch Verantwortung mit sich", so der Tierschützer. "Auf der Tagesordnung stehen nicht nur Kuscheln, Schmusen und Streicheln, sondern auch regelmäßiges Gassi gehen, Saubermachen und Füttern. Manche Kinder sind damit überfordert. Wenn dann die Eltern nicht mitspielen, wird das unüberlegt geschenkte Haustier zur Belastung." Diese Einschätzung findet sich durchgängig auch bei Tierheimen in Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und München, wie diese auf Nachfrage bestätigten.
Philip McCreight appelliert an Eltern, Kindern keine Tiere zu Weihnachten zu schenken. Oder nur dann, wenn zuvor ganz klar über die notwendige Pflege und die Zuständigkeiten gesprochen wurde. "Auf Welpen unterm Christbaum sollte man aber grundsätzlich verzichten", empfiehlt McCreight. "Damit sie möglichst schnell stubenrein werden, zerren manche frischgebackenen Hundebesitzer die kleinen, noch sehr empfindlichen Tiere durch den Schnee. Das kann mit bösen Erkältungen oder einer Lungenentzündung enden." Die beste Zeit, sich einen jungen Hund ins Haus zu holen, sei das Frühjahr. "Dann macht es auch mehr Spaß, draußen mit dem Hund herumzutollen", sagt McCreight und verweist auf die Tierheime, in denen recht häufig schon bereits stubenreine junge Vierbeiner sehnsüchtig auf ein neues Herrchen oder Frauchen warten.
Bei Zoll, Polizei und Behörden häufen sich die Fälle illegaler Tiertransporte aus Süd- und Osteuropa. Nach einem Bericht der "Passauer Neue Presse" stammen die Tiere meist aus Ländern, in denen die Vierbeiner keinen allzu hohen Stellenwert haben. Viele Streuner seien dabei, die in der Slowakei, Ungarn, Rumänien oder Griechenland das Ortsbild prägten. In der jüngsten Beschlagnahme wurden dem Bericht zufolge aus einem Auto 30 Hunde und eine Katze befreit, die auf dem Weg nach Norddeutschland waren.
Das Blatt zitiert Verena Schwarz vom Landratsamt für Öffentliche Sicherheit und Ordnung, die in dem organisierten Transport Hinterleute aus dem kriminellen Milieu vermutet, die unter dem Deckmantel des Tierschutzes Geschäfte machen wollen. Veterinäramtsleiter Dr. Johann Hölzl bemerkte, dass viele der Tiere weder den zollrechtlichen noch den tierschutzrechtlichen Bestimmungen entsprechen. Teilweise seien 50 Prozent der Tiere überhaupt nicht geimpft, bei etlichen habe man gefälschte Pässe gefunden, sogar drei Wochen alte Welpen seien schon befreit worden.
Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. warnt dringend davor, die oft für wenig Geld bevorzugt auf Autobahnrastplätzen angebotenen Hunde oder Katzen zu kaufen: "Die Verkäufer haben mit Tierschutz nichts am Hut, denen geht es nur ums Geschäft! Derartige Machenschaften bringen das Engagement echter Tierschützer in Misskredit." Wer ein Heimtier anschaffen will, sollte möglichst viel über dessen Vorleben wissen. "Diese Informationen gibt es zuverlässig nur bei Tierheimen oder anerkannten Züchtern", so McCreight. Dort könne man auch sicher sein, dass alle notwendigen Untersuchungen und Impfungen vorliegen. "Auto oder Fernseher kann man zu Schnäppchenpreisen kaufen, aber keine lebendigen Tiere", betont der Tierschützer.
70 Prozent aller Heimtiere, vor allem Hunde und Katzen, sind nicht in einer Heimtier-Registrierungsdatenbank erfasst. Damit können sie im Verlustfall nur sehr schwer an die Besitzer zurückvermittelt werden. Sie landen in Tierheimen, wo sie manchmal viele Tage, Wochen oder sogar Jahre ihr Dasein fristen müssen. Die Kosten für die Unterbringung der unregistrierten Fundtiere belaufen sich hochgerechnet auf 16,5 Millionen Euro pro Jahr. Diese Zahlen nannte jetzt Philip McCreight, Leiter von TASSO e.V., eine der führenden Tierschutzorganisationen in Europa und Betreiber der mit fast vier Millionen Eintragungen größten europäischen Registrierdatenbank für Heimtiere.
Ohne Chip und Registrierung kein Zurück
"Jedes größere Heimtier sollte eindeutig mit einem Mikrochip gekennzeichnet und bei uns registriert sein", empfiehlt McCreight. Laufe das Tier weg, ließe es sich von Tierärzten oder Tierheimen schnell und einfach dem Besitzer zuordnen. Dazu müsse lediglich die im Chip gespeicherte Registriernummer mit einem Scanner ausgelesen und an TASSO übermittelt werden. "Wir setzen uns dann umgehend telefonisch oder per E-Mail mit dem Halter in Verbindung und arrangieren die Rückführung." Obwohl die Leistungen von TASSO vollkommen kostenlos sind, seien erst 30 Prozent der Heimtiere registriert, so McCreight weiter. Nach seinen Erfahrungen landen jährlich mehr als 400.000 "herrenlose" Fundtiere in den Tierheimen. "Da sie entweder keinen Chip beziehungsweise keine Tätowierung vorweisen oder nicht registriert wurden", sagt der Experte, "können sie nicht an ihre Besitzer zurückvermittelt werden. Sie bleiben also meist für lange Zeit in ihren Boxen. Den deutschen Tierheimen entstehen damit jährliche Zusatzkosten von rund 16,5 Millionen Euro – Geld, das an anderer Stelle dringend gebraucht wird!" Beispielsweise für die Organisation des Tierheims, die meist ohne Computerhilfe sehr aufwendig ist.
Wie ein Sack Flöhe …
Denn ein Tierheim zu führen sei wie sprichwörtlich "einen Sack Flöhe hüten", wie es der Leiter eines großen hessischen Tierheims einmal ausdrückte. An allen Ecken und Enden wäre ständig etwas los, es fehle häufig an qualifiziertem Personal und vor allem an Pflege- und Futtermitteln. Kommen dann noch organisatorische Engpässe hinzu, könne ein Tierheim schnell vor dem Kollaps stehen. "Wir können leider nicht allen dieser äußerst wichtigen Institutionen individuell unter die Arme greifen", erklärt Philip McCreight, "aber wir wollen zumindest dazu beitragen, dass die Organisation besser wird. Deshalb unterstützen wir Tierheime durch die Übernahme der Kosten für die spezielle Software 'AnimanagerOfficePro'."
Software hilft
Das Programmpaket der Firma CoMedius Business Solutions in Karben bei Frankfurt ist maßgeschneidert für die softwaretechnischen Bedürfnisse von Tierheimen, Tierschutzvereinen, Tierpensionen und ähnlichen Unternehmungen. Die Software ist modular aufgebaut, wie ihr Entwickler Stefan Muth erklärt. So gibt es ein Modul namens „Bestandsbuch“. Tierheime können hier zu jedem „Insassen“ ein ganz spezifisches Profil anlegen, vom Namen über Rasse, Geschlecht und Alter bis hin zum Aufnahmegrund. Selbst an ein Porträtfoto wurde gedacht. Ist das Tier noch nicht bei TASSO registriert und macht damit eine Rückvermittlung nahezu unmöglich, übernimmt der ‚Animanager‘ die Anmeldung automatisch und auf Knopfdruck. „Sollte das Tier vermittelt werden und seinem neuen Besitzer weglaufen, können wir über die Registrierung europaweit nach ihm fahnden“, erklärt McCreight. „Diese Software ist somit ein wichtiger Beitrag zum Tierschutz, den wir gerne unterstützen.“
Herbstzeit ist Schneckenzeit. Viele Gartenbesitzer bekämpfen die schleimigen Kriecher jetzt mit Schneckenkorn. Das ist aber nicht nur für die Schnecken selbst lebensgefährlich, sondern auch für Hunde und Katzen.
Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., berichtet von einer Frau, die ihre Katze bei TASSO als vermisst gemeldet hatte: "Drei Tage später rief die Frau wieder an und erzählte, sie hätte ihre Katze gefunden, tot hinter der Heizung im Keller." Eine Untersuchung beim Tierarzt habe ergeben, dass die Katze vermutlich an Schneckenkorn verendet ist. "Die typischen Vergiftungssymptome wie Erbrechen und Lähmungen sind bei Hunden viel leichter zu erkennen als bei Katzen. Die ziehen sich in solchen Fällen in abgelegene Winkel zurück", weiß McCreight. Laut Dr. Rolf Wilcken von der Tierklinik Hochmoor im münsterländischen Gescher gebe es gegen eine Vergiftung mit Schneckenkorn vor allem bei Hunden kein wirksames Gegenmittel: "Bis spätestens einer Stunde nach der Aufnahme des Korns muss bei dem Hund der Magen ausgepumpt oder sonstwie geleert werden. Klappt das nicht und lassen sich die Krämpfe nicht medikamentös lindern, ist es in der Regel zu spät, die Vergiftung endet tödlich."
Wie die Tierschutzstiftung VIER PFOTEN berichtet, enthält handelsübliches Schneckenkorn das Nervengift Metaldehyd, das bereits in kleinen Mengen tödlich sein kann. "Gartenfreunde mit Kindern oder Heimtieren sollten es auf keinen Fall verwenden", warnt Martina Schnell, Heimtier-Referentin der Stiftung. Es komme immer wieder zu tödlichen Vergiftungen, nicht nur bei Hunden und Katzen, auch so mancher Igel würde qualvoll am Schneckengift sterben.
McCreight empfiehlt zur Schneckenabwehr Mittel, die ohne Chemie wirken, beispielsweise Schneckenzäune, Bierfallen oder die Ansiedlung natürlich Fressfeinde wie Igel, Frösche, Eidechsen, Blindschleichen und Spitzmäuse. "Obwohl es verlockend klingt, sollte man aber keine indischen Laufenten zur Schneckenvertilgung anmieten", sagt der TASSO-Chef. "In letzter Zeit häufen sich Internet-Angebote zu dieser Möglichkeit. Die Enten hätten zwar eine ausgesprochene Vorliebe für Schnecken, würden aber das biologische Gleichgewicht des Gartens durcheinander bringen", sagt McCreight und beruft sich dabei auf Björn Clauss, einen Spezialisten für Laufenten aus dem oberbayrischen Soyen. Zudem sei das Mieten von Haustieren, die sich ständig an eine neue Umgebung gewöhnen müssen, nicht artgerecht.
Wenn Fiffi den Briefträger attackiert oder Bello den Nachbarn ins Bein beißt, ist es mit einer Entschuldigung selten abgetan. Auf den Hundebesitzer können enorme Kosten zukommen, beispielsweise für Arzt- und Krankenhausbesuche. Während Schäden durch kleine Heimtiere wie Katzen, Hamster oder Vögel in der Regel durch die private Haftpflichtversicherung abgedeckt sind, müssen Hunde separat versichert sein. Dafür gibt es spezielle Versicherungspolicen.
Experten schätzen, dass von den rund fünf Millionen Hunden in deutschen Haushalten drei Millionen ohne jeglichen Versicherungsschutz herumlaufen. "Die Besitzer dieser Hunde gehen unnötig ein hohes Risiko ein", warnt Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. "Denn wie schnell kommt ein Radfahrer durch den plötzlich vor ihm auftauchenden Hund zu Fall, oder ein Autofahrer muss für einen Hund so stark bremsen, dass ihm der Hintermann drauf fährt und vielleicht auch noch eine Massenkarambolage verursacht." Ein solcher Unfall kann sehr teuer werden, meint McCreight: "Neben der ärztlichen Versorgung ist vielleicht auch noch eine langjährige Pflege notwendig. Kommen dann auch noch Ansprüche wegen Verdienstausfall oder Schadenersatzforderungen hinzu, kann sich der finanzielle Schaden auf mehrere Millionen Euro summieren – für die der Hundebesitzer mit seinem gesamten Vermögen und Einkommen geradestehen muss."
Auf der sicheren Seite sei der Hundebesitzer nur, wenn er eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat, die in den Bundesländern Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Hessen ohnehin vorgeschrieben ist. Sie übernehme die Kosten für Schäden, die durch den Hund entstanden sind. Solche Versicherungen seinen gar nicht mal so teuer: "Zwischen 50 und 200 Euro pro Jahr", sagt der TASSO-Chef und empfiehlt ein Gespräch mit dem Versicherungsmakler des Vertrauens. "Wichtig ist die Deckungssumme. Für eine Absicherung von drei Millionen Euro sind etwa 50 Euro Jahresprämie zu zahlen. Doch drei Millionen sind bei schwer wiegenden Personenschäden schnell zusammen. Besser ist eine Deckung von 7,5 oder zehn Millionen", so McCreight.
Seit mehr als 25 Jahren macht sich TASSO e.V. auf die Suche nach entlaufenen Heimtieren. Nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit. Jüngstes Beispiel: der Jack-Russell-Terrier Chicco. Der war der Familie Hammerschmidt aus Kassel bei der Autofahrt zur Ferienwohnung ins spanische Feriendomizil „abhanden gekommen“. "Wir hatten kurz hinter Málaga auf einem Rastplatz gehalten", erzählt Mutter Karin Hammerschmidt. "Bei der Weiterfahrt stellten die Kinder fest, dass ein wichtiges Familienmitglied fehlte: unser Hund!"
Die Urlauber machten sofort kehrt, auf dem Rastplatz war von Chicco aber nichts mehr zu sehen. "Da der Hund bei TASSO registriert ist, habe ich sofort die Notrufzentrale des Vereins angerufen", so Karin Hammerschmidt. Damit setzte sie ein lange bewährtes, umfangreiches und effizientes Suchprogramm in Gang. Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale: "Wir haben sofort unseren Aktionsplan für im Ausland entlaufene Hunde gestartet. Und tatsächlich: Zwei Tage später meldete sich bei uns ein Tierheim in Marbella, dort war ein Jack-Russell-Terrier mit der SOS-Halsbandplakette von TASSO abgegeben worden. Wir überprüften die Daten – es war Chicco." Eine TASSO-Mitarbeiterin informierte sofort die Hammerschmidts, die wenige Stunden später ihren geliebten Chicco wieder in den Armen halten konnten.
Über 2000 im Ausland weggelaufene Heimtiere finden so laut McCreight jährlich zu ihren Besitzern zurück, "von Dallas bis Tokio, von Tel Aviv bis Oslo", wie der TASSO-Chef berichtet. Damit die Rückvermittlung klappt, muss das Tier aber nicht nur registriert, sondern auch entsprechend gekennzeichnet sein. "Optimal ist ein implantierter Transponder-Chip, der ohnehin bei den meisten Auslandsreisen vorgeschrieben ist", sagt McCreight. Da aber nicht alle Tierheime vor allem in Süd- und Osteuropa über Chip-Lesegeräte verfügen, sollte zusätzlich die bei TASSO kostenlos erhältliche SOS-Plakette am Halsband befestigt werden. McCreight: "Auf dieser Plakette stehen unsere Telefonnummer sowie der Code, unter dem das Tier bei uns gespeichert ist. Unsere Notrufzentzentrale ist das ganze Jahr über rund um die Uhr besetzt, Finder können uns also immer erreichen." Fremdsprachenprobleme seien bei TASSO kaum ein Thema: "Wir sind ein internationales Team. Neben Englisch, Französisch und Spanisch kann man mit uns auch Italienisch, Portugiesisch, Griechisch, Polnisch und Rumänisch sprechen …"
In vielen südlichen Ländern gehören sie zum Straßenbild: Herumstreunende und offenbar herrenlose Hunde und Katzen. Ihr teilweise jämmerliches Aussehen verleitet viele Urlauber zur spontanen Hilfe. "Und das ist auch gut so", meint Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. Tierschützerisches Engagement dürfe nicht vor der eigenen Haustür enden, artgerechtes Futter und vor allem tierärztliche Hilfe sei für Streuner oft lebensnotwendig.
Oftmals zu weit ginge die Tierliebe aber, wenn sich Urlauber nicht mehr von ihrer vierbeinigen Ferienbekanntschaft trennen und diese mit nach Hause nehmen wollen. "Für den Grenzübertritt ist in allen europäischen Ländern eine Tollwutimpfung vorgeschrieben", erklärt McCreight. "Sie muss wenigstens vier Wochen zurückliegen und darf nicht älter als ein Jahr sein. Da die Wenigsten entsprechend lange Urlaub machen können, ist der ‚Export‘ schon aus Zeitgründen kaum möglich." Hinzu komme: "Die mitgebrachten Tiere müssen bei der Einfuhr nach Deutschland gechippt oder gut leserlich tätowiert sein. Außerdem muss eine spezielle amtliche (EU) Mustergesundheitsbescheinigung für sie vorgelegt werden. Aus zahlreichen Urlaubsländern ist zusätzlich eine Bescheinigung über einen Bluttest, der drei Monate vor der Einfuhr erfolgte, erforderlich."
Wer die Einfuhr dennoch riskiere, müsse damit rechnen, dass der Hund oder die Katze vom Zoll in Quarantäne geschickt werden. "Das kann vor allem bei Welpen zu schweren psychischen Belastungen führen", warnt McCreight. Viel besser sei es, den liebgewordenen Hausgenossen einem örtlichen Tierheim oder einer Tierschutzorganisation anzuvertrauen. "An vielen Orten in Süd- und Osteuropa gibt es Einrichtungen für herrenlose Tiere, die mit Unterstützung aus Deutschland arbeiten", sagt der TASSO-Chef. "Will man unbedingt einen Hund oder eine Katze mit nach Hause nehmen, sind diese Organisationen der beste Ansprechpartner. Vor allem: Die Tiere sind dort in der Regel bereits geimpft, entwurmt und kastriert beziehungsweise sterilisiert."
Wer mit seinen Hund verreisen will, sollte ihm ganz besondere Aufmerksamkeit entgegenbringen. Dies gilt besonders für die Fahrt mit dem Auto. Hier die wichtigsten Tipps für eine unbeschwerte Reise …
"Ganz wichtig ist die Registrierung des Hundes bei TASSO", empfiehlt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale im hessischen Hattersheim. Sollte das Tier während der Fahrt oder am Urlaubsort weglaufen, ließe es sich über die bei TASSO registrierten Angaben schneller wiederfinden und exakt dem Besitzer zuordnen. "Optimal zur Identifizierung ist der unter die Haut des Vierbeiners eingesetzte Transponder-Chip mit eindeutiger Kennung", so McCreight weiter. "Zur Not tut’s aber auch eine Tätowierung." Die Daten könne der Finder des Hundes beziehungsweise ein Tierheim oder Tierarzt an TASSO durchgeben, der Verein würde dann sofort den Besitzer per Handy über den Fund informieren. "Dieses Service ist für alle Beteiligten vollkommen kostenlos", ergänzt McCreight.
Damit es erst gar nicht dazu kommt, empfiehlt der Tierschutzexperte den Hund nicht nur bei Pausen während der An- und Abreise, sondern auch die ersten Tage am Urlaubsort nicht ohne Leine laufen zu lassen: "Die unbekannte Umgebung macht manche Tiere so nervös, dass sie die Kommandos ihres Besitzers überhören und aufgeschreckt die Flucht ergreifen." Dies würde nicht nur dem Hund und seiner Familie den Urlaubsspaß verderben, in der Nähe stark befahrener Straßen oder der Autobahn könne dies auch ganz schlimme Folgen haben, meint McCreight.
Verantwortungsbewusste Hundebesitzer packen zum Reiseproviant für Kinder und Erwachsene natürlich auch Wasser für den Hund und den passenden Napf. Mit dem Fressen sollte man allerdings vorsichtig umgehen. McCreight: "Dauert die Fahrt mehrere Stunden, kann dem Hund bei vollem Magen übel werden. Am besten ist es, man füttert ihn vier bis sechs Stunden vor Reiseantritt und dann erst wieder am Urlaubsort. Hunde können diese Hungerkur problemlos ertragen."
Ginge es über die Grenze, sei der Heimtierausweis mit aktuellen Impfdaten zwingend vorgeschrieben. "Den sollte man immer dabei haben", meint der TASSO-Chef. "Der für die EU-Länder vorgeschriebene Pass enthält neben Angaben zum Halter auch Adresse, Name, Art und Geschlecht des Tieres einschließlich Geburtsdatum, Fellkleid und Daten zu Impfungen." Angegeben seien außerdem die Transponder- beziehungsweise Tätowiernummer.
Auf was man sonst noch beim Urlaub mit dem Hund achten sollte, hier die Checkliste von TASSO:
Vor der Reise:
- Fahrten und Urlaubsort mit dem Tierarzt besprechen
- Adresse und Telefonnummer des Urlaubsziels bei TASSO eintragen lassen
- Länderspezifische Vorschriften für bestimmte Hunderassen überprüfen
- Vorrat an wichtigen Medikamente anlegen
- Gültigkeit der Schutzimpfungen überprüfen und ggf. nachholen
- Bei Auslandsreisen die Einreisebestimmungen abklären (Botschaft)
- Futter und Leckereien kaufen
Fürs Gepäck:
- Heimtierausweis
- Nummer und Kontaktdaten der Haftpflichtversicherung
- Transportkorb, Maulkorb (ist einigen Ländern vorgeschrieben), Leine, Körbchen oder Decke
- Frisches Trinkwasser in der Flasche, Wassernapf
- Plastiktüten und Schaufel
- Futter, Leckereien, Dosenöffner
- Bürste, Kamm, Handtuch, Spielzeug
Für die Reiseapotheke:
- Notwendige Medikamente
- Mittel gegen Reisekrankheit und Beruhigungsmittel, Antibiotika
- Mittel gegen Durchfall
- Wundspray/ Desinfektionsmittel
- Augen- und Ohrentropfen
- Tücher zum Reinigen von Augen und Pfoten
- Floh- und Zeckenhalsband bzw. pharmazeutische Präparate
- Verbandmaterial
Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. warnt vor betrügerischen Aktionen angeblicher Tierschutzorganisationen. Laut Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale, erhielten derzeit zahlreiche Tierbesitzer Anrufe aus Spanien, in denen nach einem per SMS auf das Handy übermittelten PIN-Code des Online-Bezahldienstes "Clickandbuy" gefragt wird. Dieser Code würde beispielsweise für die Weiterleitung der Vermisstenanzeige an Tierheime benötigt, so die Behauptung. Tatsächlich aber dient der von "Clickandbuy" gesendete Code ausschließlich zur Verifizierung der Anmeldung beim Bezahldienst. "Die Betrüger haben sich mit den Angaben aus der Vermisstenanzeige angemeldet, unter anderem auch mit der üblicherweise angegebenen Handy-Nummer", mutmaßt McCreight. "Damit die Registrierung klappt und man per Mausklick weltweit einkaufen kann, muss man den von 'Clickandbuy' per SMS zugesandten Bestätigungs-Code in ein Web-Formular eingeben. Damit soll die Authentizität der Anmeldung sichergestellt werden."
Der TASSO-Chef empfiehlt: Wenn jemand am Telefon nach eindeutig vertraulichen Informationen wie PIN-Codes fragt, grundsätzlich auflegen. "Da auf die klassischen Phishing-Methoden per E-Mail kaum noch jemand hereinfällt, suchen sich die Betrüger neue Einnahmequellen", meint McCreight. "Besitzer vermisster Tiere scheinen optimale Opfer zu sein. Schließlich würden viele alles tun, nur um ihren Liebling zurückzubekommen." Um Abzock-Versuchen vorzubeugen, sollten Vermisstenanzeigen niemals Name, Anschrift oder Telefonnummer enthalten, warnt der Tierschutzexperte. Viel besser sei es, die Suche TASSO zu überlassen. Die von dem Verein verbreiteten Suchanzeigen enthalten keinerlei Informationen, die auf den Besitzer des vermissten Tieres schließen lassen. Zudem ist dieser Service vollkommen kostenfrei.
Auch wenn draußen die Temperaturen noch eher frühlingshaft als sommerlich sind: Im geparkten Auto kann bei prallem Sonnenschein das Thermometer dennoch auf mehr als 30 Grad steigen. Besonders betroffen sind dunkel lackierte Wagen mit großen Scheiben. Hier einen Hund für mehrere Stunden einzusperren – wie sogar auf Zoo-Parkplätzen empfohlen wird – kann an Tierquälerei grenzen, so die Tierschutzorganisation TASSO e.V.
Viele Hundebesitzer wollen ihren Vierbeiner nicht allein zu Hause lassen und nehmen ihn im Auto mit. Auch dahin, wo Hunde nicht erlaubt sind. In Zoos, Museen und Rummelplätzen beispielsweise. Auf dem Parkplatz wird dann die Seitenscheibe ein paar Zentimeter heruntergekurbelt und der Hund oft für mehrere Stunden seinem Schicksal überlassen. Was aber viele nicht bedenken: Auch wenn der Wagen anfangs im Schatten steht, schon nach wenigen Minuten kann sich die Situation radikal ändern. Die Sonne wandert, trifft sie das Auto, wird es im Innenraum schnell unerträglich heiß. "Hunde schwitzen nur ein wenig an den Pfoten" erklärt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. „"hren Wärmehaushalt regeln sie überwiegend durch das Hecheln." Doch bei Temperaturen von weit über 30 Grad würde das auch nicht mehr helfen. "Die Tiere verlieren sehr schnell viel Flüssigkeit, das führt zum Kollaps und schließlich zum Tod."
McCreight empfiehlt denjenigen, die einen apathisch wirkenden, stark hechelnden Hund in einem geparkten Auto entdecken, sofort den Besitzer ausfindig zu machen. Beispielsweise durch einen Lautsprecher-Ausruf. Führe dies nicht zum Erfolg, solle man die Polizei rufen. "Die wird dann wahrscheinlich eine Scheibe des Wagens einschlagen und den Hund befreien", so McCreight. Die Kosten für den Einsatz müsse nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz (AZ 12 A 10619/05) der Hundebesitzer tragen. "Außerdem kann er mit einer Anzeige wegen Tierquälerei rechnen", gibt der TASSO-Chef zu bedenken.
Ist der Hund endlich befreit, sollte man sehr behutsam mit ihm umgehen und ihn keinesfalls beispielsweise mit kaltem Wasser überschütten. Dr. Rolf Wilcken von der Tierklinik Hochmoor im münsterländischen Gescher empfiehlt feuchte Umschläge an Beinen und Pfoten. Durch die Verdunstung des Wassers werde die Körpertemperatur des Hundes schnell gesenkt. Eiskaltes Wasser sei auch fürs Trinken tabu. "Wenn der Hund überhaupt noch in der Lage ist, Wasser aufzunehmen, sollte dies temperiert sein. Trinkt er gar nicht mehr, muss er sofort zum Tierarzt, der den Flüssigkeitsverlust über Infusionen ausgleicht", rät Wilcken.
Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. warnt vor betrügerischen Anrufen in ihrem Namen. Laut Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale, erhielten derzeit Tierbesitzer ominöse Anfragen, die darauf zielen, Patenschaften für Hunde oder Katzen abzuschließen. Für die Futter- und Unterbringungskosten seien dann teilweise vierstellige Summen zu zahlen. "Solche kostenpflichtigen Patenschaften gibt es bei TASSO gar nicht", erklärt McCreight. "Wir rufen auch niemals Leute an und bitten um Geld, das widerspricht vollkommen unserer Philosophie."
Der Tierschützer schildert als typisches Beispiel für die Abzocke den Anruf bei der Familie K. im saarländischen Neukirchen: "Da meldete sich eine Frau, gab sich als TASSO-Mitarbeiterin aus und verwies auf eine angeblich geleistete Unterschrift gegen Tiertransporte. Man sei doch für den Tierschutz, ob man denn selber auch ein Tier besitze …" Für McCreight ist diese Frage der klare Beweis für die betrügerische Absicht: "TASSO kennt selbstverständlich alle relevanten Daten der registrierten Tiere und ihrer Besitzer, nachzufragen wäre also vollkommen unlogisch." Wenn der Angerufene Interesse zeige, würde ihm eine mehrjährige Patenschaft für einen Hund oder eine Katze angeboten, so McCreight weiter. "Die Summen können sich durchaus im vierstelligen Bereich bewegen, zu zahlen über Bargeldtransfer-Dienste wie WesternUnion. Weil man angeblich das Geld schnell benötige und eine Überweisung zu lange dauern würde."
Der TASSO-Chef empfiehlt: Wenn sich jemand am Telefon für einen unserer Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter ausgibt und für Tierschutzprojekte Geld verlangt, sofort nach der Nummer für einen Rückruf fragen, da man im Moment keine Zeit habe. Entweder legt der Anrufer sofort aus oder gibt tatsächlich die Rufnummer heraus – und die sollte man schnellstmöglich der Polizei mitteilen, die können den Inhaber sofort ermitteln.
Klein, ungefährlich und wertvoll – so beschreibt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., die typischen Eigenschaften potenzieller tierischer Entführungsopfer. Für McCreight hat der Fall der 24-jährigen Studentin Carolin Kass aus Paderborn, die vor wenigen Tagen 2000 Euro "Finderlohn" zahlen sollte, Seriencharakter: "Die Erpresser hatten die kleine Chihuahua-Hündin angeblich gefunden und verlangten von TASSO die Telefonnummer der Besitzerin, um bei ihr dann richtig abkassieren zu können", berichtet der Tierschützer. "Wir haben Frau Kass aber gewarnt und um Einschaltung der Polizei gebeten."
Die Studentin befolgte den Rat, TASSO gab die Rufnummer mit ihrer Einwilligung an die Erpresser heraus, und wenige Stunden später schnappte die Kripo-Falle bei der Geldübergabe zu. "Für die Hundebesitzerin und ihren kleinen Liebling ist zwar alles glimpflich abgelaufen", so McCreight weiter, "es hätte aber auch böse enden können." Dass die Erpresser den Hund tatsächlich nur gefunden hätten, wie sie gegenüber der Polizei wohl behaupteten, bezweifelt der TASSO-Chef. "Dazu sind die uns gegenüber viel zu abgebrüht aufgetreten." So sei denn auch durchaus damit zu rechnen, dass diese Entführung kein Einzelfall bleibt. Damit es erst gar nicht zu einer solchen Situation kommt, rät McCreight:
• Der Hund sollte möglichst keinerlei Hinweise auf den Besitzer mit sich tragen, beispielsweise keine Telefonnummer. Besser ist die kostenlose SOS-Halsbandplakette von TASSO mit individueller Registrier- und zentraler Rufnummer. Die TASSO-Mitarbeiter sind geschult und fühlen den Findern auf den Zahn.
• Nach deutschem Recht ist der Finderlohn bei Tieren auf drei Prozent des Wertes festgesetzt (§ 971 BGB). Für einen 1000 Euro teuren Hund wären also 30 Euro Finderlohn angemessen, wer mehr verlangt und das Tier zurückhält, macht sich strafbar. In solchen Fällen immer die Polizei einschalten.
• Wirkliche Tierfreunde helfen ohne jeden finanziellen Hintergedanken. Wenn die Belohnung beim Finder ganz eindeutig im Vordergrund steht, sollte man misstrauisch sein.
• Bei der Übergabe des Hundes sollte der Besitzer keinesfalls allein sein, sondern einen Zeugen dabei haben. Plötzlichen Erpressungsversuchen könnte man so schon im Vorfeld begegnen.
Pro Jahr liefen hochgerechnet rund 170.000 Hunde ihren Besitzern weg, so McCreight. Dank der Registrierung bei TASSO und der Mithilfe zahlreicher Tierfreunde würde zwar die Mehrheit der Vierbeiner früher oder später wieder zu Hause landen; allzu leichtfertig solle man aber nicht mit dem Tier umgehen: "Auch der gehorsamste Hund kann plötzlich das Weite suchen und dabei unseriösen Geschäftemachern in die Hände fallen. Hinzu kommt die 'Entführungsgefahr' beispielsweise beim Festbinden vor einem Geschäft. Mein Tipp: In unbekannter Umgebung den Hund nie frei laufen lassen und beim Festbinden in kurzen Abständen nachsehen, ob er noch da ist."
Die im Volksmund "Hundemalaria" genannte Babesiose des Hundes ist weiter auf dem Vormarsch. Übertragen werden die Bakterien durch Auwaldzecken, die inzwischen aus ihrer Winterruhe erwacht sind und gierig auf Opfer lauern.
Der diesjährige Winter war zwar ungewöhnlich lang, aber insgesamt eher mild. Aufgrund der fehlenden zweistelligen Minusgrade werden somit Heerscharen von Zecken überlebt haben. Die winzigen Spinnentiere lauern nun im kniehohen Gras oder niedrigen Büschen auf ihre Opfer, die sie an deren Ausdünstungen erkennen. Bei unmittelbarem Kontakt mit dem Opfer lassen sie sich vom Halm oder Ast abstreifen und suchen eine warme Körperstelle mit möglichst dünner Haut. Dort stechen sie zu, saugen Blut und "spucken" unverdauliche Blutbestandteile von Zeit zu Zeit in die Wunde zurück. Eine Blutmahlzeit kann so mehrere Tage andauern.
Tödlicher Stich
Für Hunde besonders gefährlich sind Auwaldzecken, erkennbar an den Punkten auf dem Rückenschild. Diese Zeckenart ist Zwischenwirt für Hunde-Babesien (Babesia canis canis), Einzeller, die als Parasiten die roten Blutkörperchen befallen. In der Regel erfolgt die Übertragung der Erreger zwei bis drei Tage nach dem initialen Zeckenstich durch das "Spucken" der Zecke. Die ersten Symptome einer Infektion mit Hunde-Babesien treten nach etwa einer Woche auf. Laut Dr. Rolf Wilcken, Leiter der Abteilung Kleintiere der Tierklinik Hochmoor im westfälischen Gescher, gehören dazu ein gestörtes Allgemeinbefinden und Fieber, gefolgt von Fressunlust, Gewichtsverlust und Abgeschlagenheit. "Ein bis zwei Tage später kommt es aufgrund des Zerfalls der roten Blutkörperchen zu Blutarmut, Blutharnen und manchmal auch zu Gelbsucht." Entzündungen der Maul- und Magenschleimhaut sowie der Muskulatur seien ebenfalls häufig. "Die akute Form der Hunde-Babesiose endet unbehandelt binnen weniger Tage mit dem Tod durch Atemnot, Blutarmut und Nierenversagen", so Dr. Wilcken.
Nach jedem Spaziergang auf die Suche gehen
Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., rät allen Hundebesitzern, sofort nach einem Spaziergang im Grünen das Tier sorgfältig nach Zecken abzusuchen. "Entfernen sollte man die Schmarotzer mit einer speziellen Zeckenzange oder einem Zeckenhaken. Zur Not funktionieren auch Pinzette oder spitze Fingernägel." In jedem Fall sollte darauf geachtet werden, dass man die Zecke nicht zerquetscht, denn dann würden eventuell vorhandene Erreger unmittelbar in die Stichwunde gebracht werden. "Öl oder Nagellack sind tabu", warnt McCreight. Die Zecke würde im Todeskampf ihren Mageninhalt in die Wunde entleeren und so eine Infektion beschleunigen. Auf die traditionell strittige Frage "Ziehen oder Drehen?" hat Dr. Wilcken eine ganz einfache Antwort: "Wie man die Zecke aus der Haut befördert, ist völlig egal. Manchmal geht es mit Ziehen, manchmal mit Drehen leichter. Man sollte aber immer am Kopf und damit so nah wie möglich an der Einstichstelle ansetzen." Das Wichtigste sei eine möglichst schnelle Entfernung des Parasiten, ergänzt der Tierarzt. Denn dann wäre eine Infektion mit Hunde-Babesiose sehr unwahrscheinlich.
Hattersheim, 30.11.2009 (profact) – Selbst wenn es draußen stürmt und schneit: Hunde brauchen täglich ihren Spaziergang an der frischen Luft. Denn nur dann bleiben ihre Abwehrkräfte intakt. Große, starke Hunde mit dichtem Fell sind natürlich weniger empfindlich als kleine, zarte Wesen. Bei besonders harschen Temperaturen und heftigem Regen oder Schneefall sollen diese vor allem nicht zu lange untätig herumstehen, das vergrößert die Erkältungsgefahr. Ist der Hund so richtig durchnässt, sorgt zu Hause ein auf der Heizung angewärmtes Handtuch für Abhilfe. Damit wird er kräftig abgerubbelt. Problematisch sind aber immer die Pfoten. Streusalz und Splitt können Verletzungen verursachen und zu Entzündungen führen. Als Schutz haben sich fetthaltige Cremes bewährt, viele Hundebesitzer schwören auch auf das Einreiben mit Hirschtalg.
Katzen mit Freigang mögen zwar weder Regen noch Schnee, Kälte macht ihnen aber nicht viel aus. Man sollte sie vor die Tür lassen, so oft sie wollen. Wichtig ist aber ein schnell erreichbares warmes Plätzchen im Haus. Zugluft sollte aber immer vermieden werden, das Körbchen gehört also weder unter ein gekipptes Fenster noch auf einer Fensterbank.
Wellensittich & Co. verlassen zwar nicht das Haus, dennoch können auch sie unter der kalten Jahreszeit leider. Und zwar durch den veränderten Tag-Nacht-Rhythmus. Als Tropenbewohner sind sie auf gleich lange Tag- und Nachtphasen konditioniert. Eine Tageslichtlampe mit programmierbarem Schaltstecker kann für den Ausgleich der Winterdunkelheit sorgen.
Für Hamster und Meerschweinchen liegt die größte gesundheitliche Gefahr in der Zugluft. Sie erkälten sich sehr schnell und überstehen schwere Infektionen oftmals nicht. Zur Stärkung des Immunsystems sollten Meerschweinchen täglich 10 bis 30 mg Vitamin-C erhalten.
Wer ein Tier hält, haftet bekanntlich für Schäden, die es anrichtet. Was aber, wenn man zum Tierhüter wird? So nennt das Gesetz Personen, die die Aufsicht über ein Tier übernehmen. Tierhüter ist beispielsweise, wer sich während des Urlaubs um das Tier des Nachbarn kümmert. Zum Tierhüter wird aber auch, wer ein Fundtier bei sich aufnimmt. Die Frage nach der Haftung für den Schaden, den das fremde Tier während dieser Zeit anrichtet, richtet sich danach, ob es sich um einen "Pensionsgast" oder um ein Fundtier handelt.
"Neben dem Anspruch auf Ersatz der Futter- und Tierarztkosten kann der Finder vom Tierhalter auch die Kosten ersetzt verlangen, die ihm entstehen, wenn er für einen entstandenen Schaden in Anspruch genommen wird. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Finder weder vorsätzlich noch grob fahrlässig gehandelt hat", erklärt Ann-Kathrin Fries, Rechtsanwältin mit dem Schwerpunkt Tierrecht. "Anders sieht es dagegen bei der Haftung des Tierhüters für seinen Pensionsgast aus, da er sich vertraglich dazu verpflichtet hat, für eine bestimmte Zeit die alleinige Verantwortung zu übernehmen. Wichtig ist daher, vor der Zusage beim Tierhalter zu erfragen, ob eine Haftpflichtversicherung für das Tier besteht und ob der Tierhüter ebenfalls mitversichert ist. Fehlt eine solche Versicherung des Tierhüters, so haftet dieser mit seinem Privatvermögen und kann nur sehr begrenzt einen Ausgleich vom Tierhalter verlangen", so Fries weiter.
"Keiner sollte sich durch die Rechtssprechung davon abhalten lassen, einem entlaufenen Tier zu helfen. Das wäre einfach unethisch", appelliert Philip McCreight, Leiter von Europas größtem Haustierzentralregister, an alle Tierfreunde. "Es kommt darauf an, sich richtig zu verhalten, wenn man ein Tier findet", erläutert der Experte. Zunächst sollte überprüft werden, ob sich der Halter anhand einer am Halsband befindlichen Plakette mit Adresse oder Telefonnummer feststellen lässt, oder ob das Tier eine TASSO-Marke trägt. Wenn das Tier eine Tätowierung – meist im Ohr – besitzt, kann TASSO helfen, den Besitzer zu ermitteln. Findet sich weder eine Tätowierung noch ein Hinweis auf den Besitzer oder ein Zentralregister, sollte das Tier von einem Tierarzt, einem Tierheim oder der Polizei per Lesegerät nach einem Mikrochip abgesucht werden. Dieser Chip ermöglicht die Zuordnung zum Tierbesitzer. "Nicht handeln ist ebenso falsch, wie das Tier zu behalten. Das wäre Unterschlagung einer Fundsache", warnt McCreight. "Im Zweifelsfall am besten die TASSO-Notrufzentrale anrufen, wenn man ein Tier gefunden hat und sich nicht sicher ist, was zu tun ist."
Hundertausende Straßenhunde leben in Süd- und Osteuropa, den meisten von ihnen droht früher oder später das Ende in einer der vielen Tötungsstationen. Besonders schlimm sieht die Situation in Rumänien aus, wie der "Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V." (bmt) berichtet. Rumänien scheint die Tötungsmaschinerie allerdings in Kürze außer Kraft zu setzen, ein entsprechendes Verbot ist laut bmt in Vorbereitung. Daraus ergibt sich allerdings das Problem der unkontrollierten Vermehrung der Straßenhunde, die nur durch Kastration und anschließender Registrierung in den Griff zu bekommen ist. "Die datentechnische Erfassung der Hunde ist für die Unterscheidung von bereits gekennzeichneten und geimpften Tieren notwendig", erklärt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale in Hattersheim. Die Tierschutzorganisation unterstützt das Projekt auf ausdrücklichen Wunsch der Behörden im rumänischen Brasov (Kronstadt) sowohl mit ihrem in über 25 Jahren erworbenen Registrierungs-Know-how als auch beim Aufbau einer Datenbank vor Ort.
"Unser System ist so flexibel, dass auf spezifische Anforderungen des Projekts einerseits und der besonderen Situation in Rumänien andererseits eingegangen werden könnte", so McCreight. "Das bmt-Projekt setzt im Hinblick auf die Straßenhunde auf Bewusstseinsänderung in Rumänien", sagt McCreight. "Es ist mittelfristig als Hilfe zur Selbsthilfe gedacht. Dabei ist ein systematisches Vorgehen entscheidend für den Erfolg des Projekts. Wir sind froh und stolz, unseren Teil dazu beitragen zu können."
Während der Veranstaltung verabschiedete der bmt eine Resolution zum Schutz von Europas Straßenhunden. Die Resolution fordert die Europäische Kommission und das Europäische Parlament auf, sich endlich zu ihrer Verantwortung für die Straßenhunde in der EU zu bekennen und Fördermitteln bereitzustellen. Nur durch die Finanzierung von Kastrationsprogrammen könne eine nachhaltige Lösung der Straßenhundproblematik erreicht werden.
"Wir sind dem Hund als bestem Freund des Menschen Respekt und Achtung schuldig und müssen das Töten der Straßenhunde beenden." Erklärte der bekannte Schauspieler Pierre Brice, der selbst zwei Straßenhunde aus Rumänien adoptiert hat.
Den gesetzlichen Rahmen hierfür sehen die Tierschützer in dem von der EU 2006 verabschiedeten Tierschutzaktionsplan und der im Herbst 2007 angenommenen Strategie zur Tiergesundheit. Darüber hinaus enthält der am 13.12.2007 ratifizierte EU-Vertrag ausdrücklich die Verantwortung der EU für die Tiere als fühlende, leidensfähige Wesen.
Die Resolution soll innerhalb der nächsten Monate an die EU-Kommission und die Mitglieder des Europäischen Parlamentes übergeben werden.
Interessierte Tierfreunde und Tierschützer, die die Resolution ebenfalls unterzeichnen möchten, erhalten diese beim Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V., Tierschutzzentrum Pfullingen, Gönninger Straße 201, 72793 Pfullingen, Tel. 07121/82017-0 oder unter www.bmt-tierschutz.de.
Im vergangenen Jahr konnte TASSO e.V. genau 41.271 Heimtierbesitzer glücklich machen: Die europaweit agierende Tierschutzorganisation verhalf ihnen zu einem Wiedersehen mit dem entlaufenen Vierbeiner. "Betroffen waren überwiegend Hunde- und Katzenhalter", berichtet Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale, und schildert den typischen Ablauf einer "Rettungsaktion": "In den meisten Verlustfällen erreichen uns Anrufe von Tierheimen oder Menschen, die das Tier aufgenommen und unsere Telefonnummer der SOS-Halsbandplakette entnommen haben. Wir setzen uns dann mit dem Besitzer in Verbindung und sagen ihm, wo sein Liebling sich gerade befindet."
Recht häufig musste TASSO aber auch selbst auf die Suche gehen, so McCreight weiter. Dazu gehörten Anrufe bei in Frage kommenden Tierheimen ebenso wie der Suchplakat-, E-Mail- und SMS-Service. "Wir nutzen nahezu sämtliche Kommunikationskanäle, um Tiere zurückzuvermitteln", erklärt McCreight. "Und da die gefunden Tiere dank unseres Engagements nur sehr kurze Zeit in Tierheimen verbringen, ersparen wir den ohnehin finanziell knapp ausgestatteten Auffangstationen jedes Jahr fast sechs Millionen Euro Unterbringungskosten." Doch trotz dieses großen technischen und personellen Aufwands stünden die TASSO- Leistungen allen Beteiligten kostenlos zur Verfügung: "Das verdanken wir allein der finanziellen Hilfe großzügiger Tierfreunde", erklärt der TASSO-Chef.
Voraussetzung für eine Rückvermittlung ist nach Angaben von McCreight die – kostenlose – Registrierung des Heimtieres in der TASSO-Datenbank. Davon sei auch 2007 ausgiebig Gebrauch gemacht worden: Rund 470.000 Neuanmeldungen verzeichnete die Tierschutzorganisation allein im vergangenen Jahr. Der Gesamtbestand liege nunmehr bei über 3,7 Millionen Tieren. "Damit sind wir – mit gewaltigem Abstand zu anderen Haustierregistern – nicht nur die Nummer Eins in Deutschland, sondern sogar in ganz Europa", sagt McCreight.
Als "wichtigen politischen Meilenstein im Tierschutz" begrüßt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., das jetzt von den EU-Landwirtschaftsministern beschlossene Verbot für den Handel mit Hunde- und Katzenfellen. Ab dem 31. Dezember 2008 dürfen demnach solche Felle nicht mehr in die EU eingeführt oder aus der Union ausgeführt werden. Die Verordnung muss im Dezember noch formal verabschiedet werden.
Das Verbot untersagt auch den Verkauf von Kleidungsstücken, modischen Accessoires oder Spielzeug, in denen Heimtierfelle verarbeitet worden sind. Stoppen will die EU zudem die vielfach anzutreffende Irreführung der Verbraucher. Nach Angaben der Kommission kaufen viele Menschen unwissentlich Kleidung, in der beispielsweise das Futter oder der Kragen aus Hunde- oder Katzenfell besteht. Zur Unkenntlichmachung sei der Pelz oft eingefärbt oder nicht als solcher gekennzeichnet worden. So gebe es etliche Artikel, in denen als Material "Felis catus" angegeben wäre, zu Deutsch "Hauskatze". Und bei Hundefellen finden sich Begriffe wie Gae-Wolf, Sobaki oder auch asiatischer Wolf.
"Wir fordern schon lange eine grundsätzliche Kennzeichnungspflicht, um das Tierschutzproblem in Deutschland in den Griff zu bekommen." Das sagte Dr. med. vet. Burkhard Wendland, Vizepräsident des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt), im Gespräch mit der Tierschutzorganisation TASSO e.V.
Dass die Chippung für das Tier gesundheitsschädlich sei, weist Wendland energisch zurück: "Nicht nur bei Hunden, Katzen und Frettchen, sondern sogar bei kleinen Nagern und Pferden wurde eine hohe Bioverträglichkeit der Transponder festgestellt", erklärte der Tierarzt. "Die kleine Injektion ist auf jeden Fall einer für das Tier schmerzhaften Tätowierung vorzuziehen."
Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale im hessischen Hattersheim, begrüßt das engagierte Vorgehen des bpt-Vizepräsidenten, verweist aber auf zahlreiche Haustiere, die trotz Transponder nicht ihren Besitzern zugeordnet werden können, da die Tiere nicht registriert sind. "Damit ist eine Rückvermittlung von vornherein ausgeschlossen", so McCreight. 603.000 Tiere sind nach einer Hochrechnung von TASSO zwar gechippt, tauchen aber in keiner Haustier-Datenbank auf. "Deshalb sind wir auch für die untrennbare Einheit von Chippen und Registrieren", sagt der Tierschutzexperte. "Das Eine macht ohne das Andere keinen Sinn."
Immer mehr exotische Haustiere landen im Tierheim, weil ihre Besitzer vollkommen überfordert sind. Hinzu kommen in vielen Fällen höchst unzureichende Kenntnisse über den typischen Lebensraum und das Verhalten der Wildtiere. Das sagt Diana Erdmann, Betreiberin der Wildtierstation Lüneburger Heide e.V., die sich immer öfter mit den Schicksalen der Exoten auseinandersetzen muss.
So habe beispielsweise vor einigen Tagen eine angebliche Tierfreundin eine Klapperschlange abgegeben, weil sie ihr dann doch zu gefährlich erschien. "Auf die Frage, wo sie das Reptil her habe, antwortete mir die Dame ganz lapidar: Aus dem Internet, geliefert wurde sie per Postpaket", erzählt Diana Erdmann. Dieses Verhalten sei typisch, fährt die Tierschützerin fort. Noch nie wäre es so leicht gewesen, an teilweise hochgefährliche Wildtiere zu kommen. "Das Internet ist voll mit Adressen von Händlern, die selber oft gar nicht genau wissen, was sie da verkaufen. Auf Beratung hofft man da vergebens." Geltungsdrang und das Gefühl, ein "besonderes" Haustier zu haben, ist laut Erdmann der häufigste Beweggrund für die Anschaffung wilder Hausgenossen. "Und der Markt macht es jenen, die so etwas Ausgefallenes suchen, sehr leicht", fährt die Expertin fort. "Neben entsprechenden Verkaufs-Webseiten sind mir und meinen Mitarbeitern besonders die so genannten Reptilienbörsen ein Dorn im Auge."
Recht häufig landen Wildtiere anonym bei Hilfsorganisationen oder Tierheimen. So wie die Boa Constrictor, die in einem Eimer nachts vor der Tür des Tierheims Sülfeld bei Wolfsburg abgestellt wurde. Für Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., ist solches Verhalten feige und verantwortungslos. "Wer sich ein Tier anschafft, muss dafür sorgen, egal, ob es sich um einen Hund, eine Katze, einen Wellensittich oder eine Vogelspinne handelt." McCreight hat auch kein Verständnis für jene Zoohandlungen, in denen man quasi im Vorbeigehen und ohne jegliche Beratung ein exotisches Tier kaufen kann. "Das Artenschutzabkommen greift in den meisten Fällen viel zu kurz", erklärt der Tierschützer. "Hier besteht dringender Nachbesserungsbedarf. Die letzte Korrektur liegt inzwischen 24 Jahre zurück."
Das Geschäftsprinzip ist so einfach wie genial: Befestigt man an leicht verlierbaren Gegenständen wie Hauschlüssel, Schirme, Feuerzeuge oder kleine Fotoapparate eine Erkennungsmarke mit Web-Adresse und Identifikationsnummer, kann der Finder über das Internet indirekt Kontakt mit dem Besitzer aufnehmen und den Fund melden. Vorausgesetzt, der Gegenstand wurde vorher bei dem jeweiligen Online-Service registriert. Solche Web-Dienste gibt es seit langem, einige laufen recht erfolgreich. Nicht zuletzt deshalb, weil das Geldverdienen quasi automatisch erfolgt: Von der Registrierung über die Zusendung der Rechnung und der Annahme einer Fundmeldung bis hin zur E-Mail-Benachrichtigung des Besitzers erledigt eine Software die Arbeit. Der Inhaber des Services muss sich nur noch um die Kontoauszüge kümmern. Nun haben auch vermeintlich Tierschützer diese "Gelddruckmaschinen" für sich entdeckt. Sie bieten kostenpflichtige Dienste an, bei denen nicht Schlüssel oder Schirme mit Anhängern gekennzeichnet werden sollen, sondern Hunde und Katzen.
Für Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., eine fatale Entwicklung: "Es geht hier nicht um tote Gegenstände, die sich zur Not wiederbeschaffen lassen, es geht hier um Lebewesen. Der Tierbesitzer muss sich jederzeit darauf verlassen können, dass die Rückvermittlung klappt. Ein fehleranfälliger Web-Server kann diese Aufgabe niemals bewältigen, denn dazu sind Gespräche beispielsweise mit Findern, Tierheimen oder Tierärzten notwendig." McCreight verweist in diesem Zusammenhang auf seine 50 Mitarbeiter, die eine persönliche Betreuung der registrierten Tierbesitzer rund um die Uhr an jedem Tag im Jahr sicherstellen.
Den Tierschützer aus dem hessischen Hattersheim ärgert nicht nur die Tatsache, dass einige dieser Services bis zu 60 Euro "Registriergebühr" kassieren und als materielle Gegenleistung lediglich einen mehr oder weniger attraktiven Anhänger liefern; oft wird als Verkaufsargument auch das Chippen des Haustiers mit einem Transponder verteufelt. Dieser soll angeblich Allergien oder sogar Krebsgeschwulste auslösen. "Die elektronische Kennzeichnung von Hunden, Katzen und Frettchen ist in allen EU-Ländern für den Grenzübertritt bereits gesetzlich vorgeschrieben", erklärt McCreight. "Ab 2011 soll sie generell gelten." Ein Transponder sei zudem erst dann aktiv, wenn ein Lesegerät in seine Nähe kommt. „Ansonsten verhält er sich völlig passiv und ruft keinerlei Irritationen hervor."
Der TASSO-Chef rät: Ohne Registrierung ist ein Transponder sinnlos. Doch statt sein Tier bei kostenpflichtigen Web-Diensten registrieren zu lassen, deren weitere Existenz ohnehin fraglich ist, sollte man es besser direkt bei TASSO anmelden – ohne jegliche Kosten. Dieser Verein existiert seit mehr als 25 Jahren, er unterhält mit 3,5 Millionen Tieren die größte Haustierdatenbank Europas. Die Registrierung gibt es ebenso zum Nulltarif wie die SOS-Halsbandplakette. Auch alle anderen Leistungen bis hin zur Rückvermittlung des vermissten Tieres erfolgen ohne jegliche Zahlung.
Einen Hund oder eine Katze ohne Transponder-Chip auf die Straße lassen – für diesen Leichtsinn hat Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. kein Verständnis: "Läuft der Vierbeiner weg und kommt nicht von allein zurück, wird man ihn wohl nicht mehr wiedersehen." Tausende von Hunden und Katzen warten in deutschen Tierheimen als Fundtiere sehnsüchtig auf ihre Besitzer, schildert McCreight die Situation. Niemand wisse, wem die Tiere gehörten, da man sie nicht identifizieren könne. "Dabei ist das 'Chippen' nur ein minimaler Eingriff", so der Tierschützer weiter. "Der Tierarzt platziert den etwa reiskorngroßen Transponder-Chip mit einer Spezialkanüle ins Bindegewebe an der linken Halsseite. Davon merkt das Tier so gut wie gar nichts." Jeder Chip besitzt eine einmalige Seriennummer, die mit einem Lesegerät abgefragt werden kann. "Dieser Code muss natürlich mit den Daten des Tierbesitzers verknüpft werden", erklärt McCreight. "Dazu schickt man TASSO einfach einen Brief, ein Fax oder gibt die Chipnummer sowie seine Personalien online ein. Das entsprechende Formular haben viele Tierärzte, im Internet ist es unter www.tasso.net zu finden." Die Registrierung sei selbstverständlich ebenso kostenlos wie das Rückvermitteln des Tieres bei Verlust.
Was McCreight sehr oft in Staunen versetzt, ist die Unkenntnis vieler Tierbesitzer in Sachen Transponder-Chip: "Die Skala der Märchen reicht vom ständig Strahlen aussendenden Chip bis zum Verursacher von Geschwülsten. Außerdem glauben etliche Menschen, dass der Transponder die Daten des Tierbesitzers enthält. Nichts davon ist wahr." Wie der Leiter von TASSO erklärt, bestehe der Transponder aus einer winzigen Spule und einem mikroskopisch kleinen Sender. Der aber erst dann aktiv werde, wenn ihn ein Lesegerät über die Spule mit Energie versorge. "Ohne Lesegerät verhält sich der Transponder absolut regungslos. Und da er aus einem gewebefreundlichen Material besteht, sind gesundheitliche Beeinträchtigungen beim Tier so gut wie ausgeschlossen."
Wenn im Spätsommer die Nachttemperaturen deutlich sinken, wird so mancher Hundebesitzer beim frühmorgendlichen Spaziergang durch die Wiesen von einem plötzlichen Jaulen seines Vierbeiners überrascht: Der Hund wurde von einer Wespe oder einer Biene gestochen. Die Insekten sitzen im tiefen Gras, von der Nachtkälte noch leicht benommen und kaum flugfähig. Stöbert sie der Hund mit Nase oder Pfoten auf, reagieren sie auf diesen Angriff mit ihrem Giftstachel. In den meisten Fällen stecken Hunde die Attacke ohne größere Probleme weg, wobei kühlende Umschläge oder ein Eisbeutel auf der Einstichstelle helfen. Hat sich das Tier aber nach etwa einer halben Stunde noch immer nicht beruhigt und zeigt deutliche Krankheitssymptome, ist rasche Hilfe angesagt. "Diese Komplikationen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen", warnt Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V.
Auch Tiere können allergisch reagieren
Insektengifte bestehen im Wesentlichen aus Proteinen, also aus Eiweißen, auf die nicht nur Menschen, sondern auch Tiere manchmal allergisch reagieren. Beim Hund können sich dann beispielsweise Pusteln und Quaddeln am ganzen Körper bilden, Augenlider, Lefzen und Schleimhäute schwellen an, die Atmung fällt schwer, der Hund wirkt insgesamt apathisch. In einem solchen Fall sollte der Hundebesitzer so schnell wie möglich einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen, da ansonsten das Leben des Vierbeiners akut gefährdet ist. Der Tierarzt behandelt den Hund – je nach Schwere der Symptome – mit entzündungshemmenden Medikamenten wie Antihistaminika oder Cortison. "Anzeichen für einen schweren Schockzustand ist beispielsweise die verlangsamte Füllungszeit der Kapillargefäße", erklärt Dr. Rolf Wilcken von der Tierklinik Hochmoor im münsterländischen Gescher. "Um das festzustellen, drückt man mit dem Finger fest gegen das Zahnfleisch, das unter dem Druck weiß wird. Wenn die Druckstelle nicht sofort nach dem Loslassen wieder ihre normale Farbe erreicht, sondern länger als fünf Sekunden blass bleibt, ist sofortige ärztliche Hilfe nötig."
Bienen hinterlassen ihre Giftblase
Zeigt sich in der Einstichstelle ein kleiner, zuckender Gegenstand, stammt der Stich von einer Biene, die dabei ihre Giftblase zurückgelassen hat. Die Blase sollte man auf keinen Fall mit den Fingern herausziehen, denn dabei wird das Organ zusammengedrückt, und in die Einstichstelle fließt noch mehr Gift. Besser ist es, die Giftblase mit dem Fingernagel abzuhebeln. Ganz besonders kritisch sind Stiche ins Maul, unabhängig davon, ob von Wespe oder Biene. Schwellen die Schleimhäute oder die Zunge stark an und leidet der Hund an Atemnot, ist Erste Hilfe notwendig, sonst kann der Stich zur Erstickung führen. Gehen Sie dabei so vor:
• Ziehen Sie die Zunge des Hundes aus dem Maul und überstrecken Sie den Kopf etwas. Oft setzt dabei die Spontanatmung wieder ein.
• Führt dies nicht zum Erfolg, muss der Hund beatmet werden. Schließen Sie dazu das Maul des Tieres und umhüllen seine Nase mit einem Taschentuch.
• Blasen Sie nun kräftig in die Nasenlöcher und beobachten dabei den Brustkorb des Tieres. Der muss sich analog zu Ihrer Beatmung ausdehnen. Ist dies nicht der Fall, haben Sie zu kräftig gepustet und die Luft in den Magen statt in die Lungen geblasen.
• Fahren Sie mit der Beatmung so lange fort, bis die Spontanatmung des Hundes eingesetzt hat und der Puls (zu finden an der Innenseite eines Hinterlaufs) deutlich fühlbar ist. Bringen Sie dann den Hund so schnell wie möglich zum Tierarzt.