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Erfahrungsberichte unserer Leser zum Thema Tiertherapie

Meine Golden-Retrever-Hündin AMY wurde von meiner Tochter (www.hundewelt-sam.de) zum Therapiehund ausgebildet und ist meine große Stütze während meiner Chemo nach der Krebserkrankung. Sie merkt es, wenn es mir nicht gut geht. Dann kommt sie ganz nah zu mir und fordert mich, sie zu streicheln. Wenn ich ihre naße Nase fühle und ihren auffordernden Stubs spüre, kommt meist von allein ein kleines Lächeln zustande. Sie ist gelassen und läßt sich nur im äußersten Fall aus der Ruhe bringen. Meine Finger und mein Herz spüren dann dieselbe Freude: Es ist trotz allem wunderschön auf dieser Welt! Amy ist mein kleiner Schatz, der meinem Tag Struktur gibt und der oft auch meine Tagespläne über den Haufen wirft! Wir wünschen uns noch viele gemeinsame Jahre! (Christel M.)


Ich bin seit 27 Jahren Typ1 Diabetikerin. Damals gab es für Diabetiker strenge Regeln bei der Therapieführung. Im Laufe der Zeit hat sich die Therapieführung stark verändert. Es ist nun auch für Diabetiker vieles möglich. Diese Umstellung war für mich sehr schwer. Mit den Jahren entwickelte ich eine Hypoglykämie- Wahrnehmungsstörung. Hinzu kam ein Koma- Aufenthalt im Krankenhaus, bedingt durch eine starke Blutzuckerentgleisung. Daraus entwickelten sich immer mehr Ängste, ich fing an den BZ sehr häufig zu testen. Bei jeder Hypo kam die Angst, begleitet von Krämpfen, wodurch es mir oft nicht möglich war, die nötigen Kohlenhydrate zu mir zu nehmen. Der Diabetes fing an mein Leben zu bestimmen. Vor zwei Jahren wurde ich auf die Therapieform mit Hunden aufmerksam und wendete mich an den Verein: „MENSCHEN-FÜR-HUNDE –HUNDE FÜR DIABETIKER e.V“. Mit Hilfe des Vereins wurde Diego zum Diabetikerwarnhund ausgebildet. Er warnt mich vor Hypo- und Hyperglykämien. Es ist erstaunlich welche Kraft und Sicherheit er mir gibt. Seit Diego da ist, hat sich die Anzahl der Hypos stark verringert. Ich fange an gelassener zu werden. Jeden Tag gebe ich mein Bestes, den Rest übernimmt Diego. Der Diabetes lebt von nun an mit mir und nicht umgekehrt. Danke Diego, das du da bist, du hast wieder Freude in mein Leben gebracht. (Regina S.)


Hallo, unser sonst so stürmischer Labrador/Aussie Mix traf letztes Jahr auf ein Kind welches mit 900g auf die Welt kam, einen schweren Herzfehler hat, mototische Störungen sowie motorische Störungen hat und sich kaum artikulieren kann. Dieser Junge (11 Jahre) wollte unseren Hund unbedingt führen und ich war auf das schlimmste gefaßt. Aber siehe da, unser Benny hat sich vorbildlich verhalten und hat sich 1A führen und selbst sein Spielzeug aus dem Maul nehmen lassen, was selbst wir als Besitzer kaum schaffen. Hier war mir klar, unser Hund merkt was er hier für eine Verantwortung hat. Ich war so stolz auf unseren Hund und dieser Junge ist sichtlich aufgeblüht. Gerne würde ich auch anderen Kindern in ähnlichen Situationen auf diesem Weg helfen. (Christine T.)


Ich persönlich habe leider auch keine Erfahrungen mit einer Tiertherapie machen können, aber ich habe mir gegen alle Widerstände (Allergologe, Vermieter etc.) trotzdem 2 Tierheimkatzen angeschafft die zudem auch noch als Problemkatzen galten da sie aus einem Haushalt von einem Tiermessi mit insgesamt 25 Katzen kommen. Sie galten im Tierheim als extrem scheu und man bekam im Tierheim keinen Zugang zu ihnen. Zu meiner Geschichte: Ich bin seit 16 Jahren geschieden und hatte eine sehr schmutzige Scheidung und Trennung mitmachen müssen und habe verschiedene Therapien hinter mir. 01/2010 hatte ich dann, aufgrund dessen dass ich verschiedene Arbeitgeber hatte, die keinen Lohn zahlten, mir meinen Urlaub nicht genehmigten etc. schließlich einen Burnout den ich aber vollkommen überspielte und mich zusammenriss. 07/2010 kam dann was kommen musste und ich brach zusammen. Ich kam in ein stationäre Behandlung und man behielt mich 3 Monate in der Klinik. Ich leide unter Depressionen, Angst- und Panikzuständen mit wechselnder Intensität etc.. Zum Schluß wurde ich aus der Klinik "entlassen" mit folgenden Worten: Patient ist nicht gruppentherapiefähig und nicht weiter therapierbar. Ein Therapieerfolg durch ambulante und/oder stationäre (Weiter-)Behandlung ist in Frage zu stellen. Da ich alleine lebe und derzeit keinen Bedarf an einer Partnerschaft verspüre, habe ich mir, um wenigstens ein bißchen Verantwortung zu haben, eben die beiden Katzen aus dem Tierheim angeschafft. Und ich muss sagen, dass wir uns gegenseitig Halt geben. Binnen einer Woche wurden beide Katzen sehr zutraulich und eine setzte sich sogar auf meinen Schoss um sich kraulen zu lassen und bei mir liessen die Angst- und Panikstörungen nach.


Hallo, ich heiße Melanie, bin 23 Jahre alt und habe Spinale Muskel Atrophie. Ich habe zwar noch keine Tiertherapie gemacht, aber ich bin stolzer Besitzer von einem Hund (Chihuahua, 2 Jahre alt) und einem Pferd (Hannoveraner, 2 Jahre alt). Mein Hund ist immer bei mir. Sie fährt sogar mit mir im Rollstuhl mit. Sie ist mein eigener Therapiehund. ;-) Ich liebe Pferde über alles. Ich saß als Baby schon auf ihnen. Später hatte ich sogar ein Pflegepony (kein Therapiepferd!). Als es in einen neuen Stall kam, bekam ich ein neues Pflegepferd (auch kein Therapiepferd!). Ich putzte ihn und er lief sogar mit mir Spazieren. Normalerweise war er sehr schreckhaft, aber bei mir war er total lieb. Im Februar 2010 habe ich mir dann mein eigenes Pferd gekauft. Sie ist im April 2011 2 Jahre alt geworden. Sie hat überhaupt keine Angst vor meinem Rollstuhl und ist total lieb. Manchmal reite ich auch mit meiner Schwester auf einer Norwegerstute (auch kein Therapiepferd!). Sie ist total lieb und es macht richtig Spaß. Ich kann es nur weiterempfehlen. Alleine das Gefühl die Pferde zu streicheln oder mit ihnen zu schmussen ist großartig. (Melanie K.)


Wir haben seit 12.04 eine sehr liebe und verspielte Süddeutsche Schwarze in unserer Familie. Ihr bester Freund ist unser psychisch kranker Sohn, mit dem sie von klein auf sehr viele Tollerreien hinter sich hat. Am liebsten spielt sie mit ihm mit dem Ball, oder auch mit den Stecken, sie rennt in den Rhein, nur um ihren Stecken wieder zu haben, den sie auch dann wiedr zu uns bringt. Vor lauter Freude und Übermut geht sie an unseren Angehörigen, wenn er wieder aus der Klinik kommt. Sie kann ihre Freude so zu verstehen geben, man muss sie einfach lieb haben. Mit der psychischen Erkrankung unseres Sohnes da hat sie sehr viel gelernt von klein auf. So lange die Medikamente genommen werden, ist das für unsere Hündin die heile Welt. Doch sobald sie merkt, das es eine Veränderung gibt, schlägt sie sofort Alarm, und der sieht wie folgt aus. Sie begrüsst unseren Angehörigen nicht, sie lässt ihn einfach stehen und geht weg. Das ist immer ein gutes Signal von ihr, und immer wieder hat sich ihr Verhalten bestätigt. Nun ist sie mittlerweile fast 7 Jahre alt, wenn wir mit unserem Angehörigen telefonieren, das hört sie und sie gibt einen Beller ab, das ist ihre Begrüssung an ihn. Sie schnuppert auch am Telefon Hörer und hört ihn am anderen Ende der Leitung. Sie ist auch manchmal traurig, wenn er zu lange in der Klinik ist. (Hanna B.)


Max hat in MaJu einen Seelentröster gefunden. Er ist seither viel Selbstbewußter und Eigenständiger geworden. Max ist neun Jahre alt, wohnt in Weinsheim und ist von Geburt an behindert, besonders betroffen sind beide Beine und der linke Arm, außerdem leidet er an Epilepsie. Die Malteser Jugend hat es Max ermöglicht, dass er heute MaJu als Freundin und Helferin an seiner Seite hat. Über 550 Kinder und Jugendliche der Malteser Jugend in der Diözese Trier haben über ein Jahr lang Spenden gesammelt. Mit vielen kleinen kreativen Aktionen kamen so unglaubliche 24.000€ zusammen. Anlass war die Sozialaktion "Wir geben HUNDert%". www.malteserjugend-trier.de Ziel war es, möglichst viele Spenden zu sammeln, um die „Kynos Stiftung – Hunde helfen Menschen“ zu unterstützen. Die Stiftung konnte mit diesem Geld die Ausbildung eines Behindertenbegleithundes verwirklichen und diesen Hund einem Menschen mit Behinderung als Freund und Helfer zur Seite stellen. Die Malteser Jugend hat sogar für diesen Hund die Patenschaft übernommen. Die „Kynos Stiftung – Hunde helfen Menschen“ wurde im Jahre 1998 vom Ehepaar Dr. Dieter und Helga Fleig in Gerolstein/Eifel gegründet. Die Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, behinderten Menschen den Alltag zu erleichtern, indem sie Assistenzhunde ausbildet und den hilfebedürftigen Menschen zur Verfügung stellt. www.kynos-stiftung.de (Nadine B.)



Hallo, meine Hündin Soraya (Westgotenspitz-Mix) hat schon bei 3 Freunden die Hundeangst besiegt. Was ich aber wirklich klasse fand, als ich mit ihr in einer Schule für Behinderte (geistig/körperlich) war, da eine Freundin dort ihr Anerkennungsjahr macht und fragte ob wir mal vorbei kommen wollen. Dort gab es zum beispiel einen Jungen dessen bruder erst kurz vorher böse von einem hund gebissen wurde und er stand am anfang am anderen Ende des raumes. Ich habe den Hund zurückgelassen und bin zu ihm hin und habe gefragt warum er angst hat, da erzählt er das von seinem Bruder, ich versprach ihm, den Hund dauerhaft festzuhalten, da kam er schonmal etwas näher, ich gab ihm dann viel Zeit, nach einer Stunde bat ich ihm an Soraya zu streicheln, ich würde ihren Kopf festhalten, so das sie nicht an ihn kann, das war okay, es dauert wieder eine weile, aber er streichelte nach 20min meinem hund über den Rücken, zwar an der Rute, aber er hat sie berührt, er wollte dann sogar ein Bild davon. Nachdem ich ihm zeigt wie freundlich sie beim leckerlie geben ist. Es hat lange gedauert, aber auch das hat er sich irgendwann getraut. Mit freundlichen Grüßen Tanja S.


Eine? nein mehrere und es muss nicht immer ein Ausgebildetes Therapiepferd sein! Beispiel 1: Der Sohn von der Besitzerin meines Pflegepferdes hat als Kleinkind einen schweren Wasserunfall erlitten. Er ist Blind, gelähmt und Geistig zurückgeblieben durch die Folgen. Jedoch immer wenn er mit in den Stall durfte und bei den Pferden war, das Pferd unter sich fühlen konnte, war es für diesen Jungen etwas ganz besonderes und ist es auch heute noch. Selbst die 30 Jährige Daria ist für dieses Kind ein besonderer Moment der Seelischen Zufriedenheit. Lebensgefühl ist das Zauberwort! Die zweite Erfahrung basiert auf den Erlebnissen mit meinem Patenkind. Die kleine hat ADS auch besser bekannt als Hyperaktivität. Ihr fehlt ein Botenstoff als Hormon, welches ihr dabei hilft sich auf Aufgaben zu konzentrieren und wichtiges von unwichtigem zu trennen. In Zusammenarbeit mit den Pferden kann sie sich jedoch intensiv und langfristig Konzentrieren, lernt so deutlich besser die Umgebung um sich herum, sowie den Partner Pferd im Blick zu behalten. Fazit: es braucht keine Teure Delphintherapie um bei Menschen mehr Lebensqualität und eine Chance auf eine Türe raus aus ihrer Situation zu bieten. Tiere sind mit einer selbstverständlich scheinenden Mühelosigkeit dazu in der Lage, auf besondere Weise zu uns durchzudringen. Die Person muss nur dazu bereit sein zu wollen. ich persönlich finde es sehr bedauerlich, das die Kassen die kostengünstigen Hunde und Pferde-Therapiehen nicht unterstützen. Ich freue mich jedoch über jeden Bericht wo alteingesessene Struckturen durch Therapeutische Maßnahmen mit Tieren aufgebrochen werden und so Menschen mehr lebensqualität ermöglichen. Z.B. Altenheime welche auch mit kaninchen und Hunden, oder Kinderkrankenhäuser wo Minnishettis als Heilungsunterstützung, Depressionsbehandlung,Durchbrechen von Gedächtnisslücken u.s.w. herangezogen werden. Mit Erfolg! Die Welt braucht mehr davon! (Angela A.)


Ich habe ein Labrador, und er begleitet mich seit fast 4 Jahren in meine Praxis für Physiotherapie. Tagtäglich erleben ich wie sehr er einen positiven Einfluss auf meine Patienten ausübt, aber genauso auf's Personal. Bei uns herrscht eine ruhige Atmospähre, egal wie stressig es manchmal ist. Am meisten erlebe ich mit ihm wahre Wunder wenn wir zusammen auf Hausbesuchen gehen. Wenn Bettlägerige Patienten auf einmal mit ihm nach draußen gehen möchten. Meinen Namen kennen Sie oft nicht, aber den meines Hundes.Es so schön mit anzusehen, wenn wir Physios nicht weiter kommen mit Argumenten,und mein Hund soll ausgeführt werden. Oft freue ich mich wenn ein Patient es schafft mit riesiger Mühe, meinem Hund ein Lekkerlie zu geben. Mir hätten sie niemals die Hand gegeben um Guten Tag zu sagen.. Ich hae nicht nach einen Konzept gearbeitet sondern meine Erfahrungen als Therapeutin genutzt sowie meine Hundeerfahrung. Ich kann es nur beführworten das in Deutschland mehr Tiere in Seniorenheimen oder bei geistig und körperlich behinderten Menschen eingesetzt werden..... Der ERfolg ist sehr schnell sichtbar und man geht mit einem guten Gefühl nach Hause. (Klaudia K.)


"Um mich herum passieren viele Dinge, die ich nicht mehr verstehe. Es begegnen mir täglich Menschen die ich nicht kenne, ich bewege mich in Räumen, die mir nicht vertraut sind und häufig macht mir das Angst.Da kommt wieder diese Frau mit ihren Hunden:Die Hunde wedeln mit dem Schwanz, lecken mir die Hände, kommen zu mir her gelaufen!Die Frau gibt mir etwas, von dem ich weiß: das wollen die Hunde und ich darf es ihnen geben- Futter- das brauchen die Hunde- ich erinnere mich und spreche aufeinmal den Namen?was für einen Namen?ja: es ist der Name von "meinem Hund"- den ich früher einmal hatte, der mir so vertraut war und auf einmal weiß ich wieder, was ich zu tun habe: den Hund streicheln(meine Hände, die ich sonst nicht mehr bewege), den Hund mit Kosenamen ansprechen(auf einmal kommen wieder Worte-die Frau hat auch eine Bürste dabei- und ich erinnere mich, dass der Hund natürlich auch gebürstet sein will- ich habe wieder eine Aufgabe!Das schönste ist jedoch wenn ich den Hund streicheln kann- und manchmal- wenn ich so große Angst habe, darf der Hund auch in mein Bett- das macht mich ruhig, glücklich und gibt mir Sicherheit,die ich so sehr brauche! Eine ganze Weile? habe ich die Frau und die Hunde nur für mich: ich habe dann das Gefühl, dass ich!!!sehr wichtig bin. Die "Hundefrau" und ich füttern die Hunde, gehen mit ihnen in den Garten, dann spielen wir mit ihnen Ball und manchmal machen die Hunde auch Kunststücke nur für mich. Wenn ich den Hund an der Leine führe, muß ich mich ganz doll konzentrieren- doch ich schaff das noch!!!Liebes Tasso-Team:da Menschen mit Demenz nicht in der Lage sind, ihre Erfahrungen bezügl. tiergestützter Therapie niederzuschreiben, habe ich mir erlaubt aus meiner Sicht und für die vielen Demenzkranken mit denen ich schon gearbeitet habe das Wort zu ergreifen. Ich weiß, dass ich in ihrem Sinne spreche/schreibe. Mit freundlichen Grüßen- Therapiebegleithundeteam "Carina mit Inka und Nikki". (Carina D.)


Ich habe zwar keine Tiertherapie an sich gemacht, aber einen kleinen Hund hier zu Hause aus therapeutischen Gründen. Ich leide unter Depressionen und einer rheumatischen Schmerzerkrankung. Als ich mich immer mehr verkroch schlugen zwei meiner Ärzte vor, mir doch einen Hund anzuschaffen, weil ich dann ja raus MUSS. Nach einigem Hin- und Herüberlegen war die Entscheidung gefallen und nach kurzem Suchen war der Hund gefunden. Ein kleiner spanischer Senfhund. Was soll ich sagen... Er ist ein Traum von Hund und bedeutet mir so viel. Er bringt mich vor die Tür, gibt mir so viel Liebe und Vertrauen. Die langen Spaziergänge, das Spielen und das Kuscheln. Allein schon die Verantwortung für das Tier hilft mir meinen Alltag zu bewältigen. Mit Worten kann ich kaum ausdrücken, was ich für den kleinen Babu empfinde. Mir geht das Herz auf und ich komme mit meinen Erkrankungen viel besser zurecht. Ich würde diesen Weg wohl immer wieder gehen. Mein Hund bedeutet immense Lebensqualität für mich. (Catrin G.)


Ich arbeite als Behindertenassistentin in einem Wohnprojekt für Menschen mit Behinderung und nehme meinen Hund Spike zu meinen Diensten mit. Er ist ein Golden Retriever, kein ausgebildeter Therapiehund, dennoch "arbeitet" er mit mir in unserem Haus. Die Bewohner lieben ihn und genießen seine Nähe und das sie ihn streicheln dürfen. Spike hat sogar eine eigene Seite im Internet, wo "er" über seinen Job und seine Kollegen berichtet. Dort finden sich natürlich auch einige Fotos :-) (Sabine P.)


Hallo, ich bin als Hauswirtschafterin in der häuslichen Krankenpflege angestellt. Da habe ich viel mit kranken und/oder alten Menschen zu tun. Da ich zwei Hunde habe, die gerne schmusen nehme ich sie gelegentlich zu meinen Klienten mit. Dabei gibt´s die herrlichsten Begebenheiten zu erzählen; sei es die Reaktion einer MS-Patientin, die eigentlich nichts mehr selbständig bewegen kann - und plötzlich die Finger bewegt, um Luna`s Fell besser zu fühlen oder sei es die Schlaganfallpatientin, die ohne groß Notiz von Ihrer Umwelt zu nehmen und mit geschlossenen Augen dasitzt - und dann kurz die Augen öffnet und lächelt, als ihre Unterarme auf Lunas Rücken liegen. Da klingt das einfache Strahlen in den Augen vieler anderer älterer und einsamer Herrschaften schon fast nebensächlich, nur weil sie mal wieder JEMANDEN berühren und streicheln können ... ! Dabei ist doch gerade das soooo wichtig! Wenn ich die Hunde dabei habe ist die Welt in Ordnung! Das ist einfach herrlich! /Brigitte O.)


Hallo Als ich 2003 meine Hündin Jacky ( Schäferhund/Podengo Mix) mit 7 Monaten bekam habe ich eine Aufgabe für uns beide gesucht und bin in unserem Seniorenheim fündig geworden. Dort gab es eine Demenzgruppe und in diese sind wir jeden Mittwoch für 2 Stunden gegangen. Ich habe meine Hündin und später auch die Hündin meiner Tochter selber darauf vorbereitet. Die Senioren saßen im Kreis und in der Mitte haben die Hunde am Anfang nur gespielt mir Bällen oder Flaschen( mit Leckerchen gefüllt) oder einen Tunnel zum durchrennen oder dergleichen , einfach viel zu schauen . Als dann das Vertauen da war haben die Senioren ,wer wollte, auch Leckerchen geben. Es war schön zu sehen wie lange sie den Hunden zuschauen konnten. Auch haben sie mit den Hunden gesprochen , des öfteren auch die die mit Menschen nicht mehr sprachen. Und die Bewegung zu streicheln wurde auch von denjenigen noch gemacht die ansonsten teilnahmslos im Rollstuhl saßen.Wir waren ganz schnell ein fester Programmpunkt . Heute ist jeden Tag ein Hund von einem Mitarbeiter anwesend. Danach habe ich noch ein Projekt betreut wo Jugendliche mit Tieren ( im Rahmen eines Sozialprojektes unserer Gemeinde) ein erwachsenen Behindertenheim besucht haben. Dort haben sie einmal im Monat , 2 Stunden für die Bewohner gestaltet. Dazu haben wir unsere Hunde und ein Pferd mitgenommen. Die Tiere haben es den Jugendlichen sehr erleichtert Kontakt mit den Bewohner zu bekommen. Das haben wir Fotografiert und anschließend ausgewertet. Dadurch sind erst viele Details zwischen den Bewohnern und den Tieren sichtbar geworden. Leider sind unsere beide Hunde jetzt verstorben. (Hedwig G.)


Unser Sohn hat ADS und hatte außerdem panische Angst vor Hunden. Unser Forest (Bearded Collie)kam als Welpe in unsere Familie und hatte von Anfang an einen besonderen Draht zu unserem Sohn. Wir besuchten Forest das 1. Mal mit 4 Wochen. Da hatte Er noch keine Zähne..., aber unser Sohn schrie panisch ,,der beißt, der beißt...,, Forest wackelte dennoch ganz sachte auf unseren Sohn zu, stoppte 1m vor Ihm und wartete geduldig (animierte dabei mit süßem gesicht und leichter Spielpose), bis unser Sohn den 1. Schritt auf ihn zu tat... Seit wir unsere Beardies haben ist unser Sohn viel ausgeglichener, netter im Umgang mit Anderen, aufgeschlossener... Er hat Freude am Hundesport und keine Angst mehr vor Hunden, sondern nur einen gesunden Respekt, wenn er sie nicht kennt. (Nicole D.)


Meine Hündin Aschnty ist mein Lebensretter. Sie kam als Straßenhund aus Portugal nach Deutschland. Dort sollte sie in einer Tötungsstation ihr Ende finden und wurde gerettet. Für mich war die Frage, einen Hund anzuschaffen, völlig abwegig. Zumal zwei Katzen mit zur Familie gehören. Und doch haben wir uns gesehen, dass man lieber den ersten Schleck. Ich bin 42 Jahre alt und seit Jahren krank. Ich habe eine Persönlichkeitsstörung, Depressionen und eine soziale Angststörung. Das heißt ich kann nicht alleine auf die Straße gehen. Durch Aschnty ist es wieder möglich. Ich habe Kontakte geknüpft, verletze nicht kaum noch selber und auch meine schweren Depressionen haben sich erheblich gebessert. Ohne diesen besonderen Hund würde ich mit Sicherheit nicht mehr leben. Sie ist mein Leben. Und meine Liebe. (Marion L.)


Ich bin seit 20 Jahren voll Pflegemutter bekomme durch das Jugendamt Kinder. Diese Kinder kommen teilweise aus sehr schlechten Elternhäusern, wo Gewalt, Drogenkonsum, Mangelernährung oder auch Missbrauch stattfand. Durch die Tiere (Hund, Katze), die mit in unserem Haushalt lebenden, fassen die Kinder schneller Vertrauen, lernen, sich zu öffnen und Verantwortung zu übernehmen. Sie lernen auch, wie ein gesundes Miteinander sein kann und versuchen, sich schneller antasten. Es gab zum Glück bei uns nie Probleme zwischen den Kindern und den Tieren. Und ich hoffe, dass es so bleibt. Ich kann nur dazu raten, Tiere als Therapeuten einzusetzen. Mit lieben Grüßen (Andrea W.)


Ich gehe ein Mal im Monat ehrenamtlich in das Altenheim-Eggeblick und es ist das schönste was man machen kann in seiner Freizeit andern Menschen eine Freude machen . Ich würde mich freuen wenn sich mehr Menschen an uns wenden würden. Denn wir machen diese Kuschelstunden ehrenamtlich und nehmen keine Festenpreisen sondern würden uns freuen wenn ab und an mal futterspenden dann für unser Katzenhilfsprojekt bekommen würden. denn der Beste Lohn sind einfach die strahlenden Gesichter der Menschen wenn wir kommen. Das einzigste was uns fehlt ist ein Auto und einFührerschein um noch mehr Altenheime un Hospitze ,Kinderhospitze zu besuchen sonst würden wir das auch gern auch weiter weg anbieten. Im Anhang finden sie unsere Zeitungsartikel wo man schon über unsere Arbeit berichtet hat. Wenn es Menschen geben würde die uns da bei Unterstützen würden wäre klasse , fahrdienste ,Sponsoren (Futterspenden) Sachspenden,Patenschaften hier kann man unser Projekt auch sehen www.Cats-Dreamland-Hesse.de (Michaela H.)



Das ist Trixi, mein ständiger Begleiter, sie ist immer für mich da, bin selber Rollstuhlfahrer, auch in den schwirigen lebenssituationen, bin oft mit ihr ins Altersheim gefahren, die leute haben sich immer sehr gefreut, sie zu streicheln, Stöckchen zu werfen. (Franz E.)




 


Hallo liebes Tasso Team, unser Hund ist zwar kein spezieller Therapiehund hat aber unserem Sohn Gedeon der inzwischen fast 6 Jahre alt ist sehr geholfen. Unser Sohn hat mit 1,5 Jahren durch ein Traumaerlebnis aufgehört zu sprechen. Er sprach kein einziges Wort mehr bis 2008. Dort merkten wir, dass er auf Hunde positiv reagierte und wir machten uns auf die Suche nach einem vierbeinigen Freund für unseren Sohn. Im Oktober 2008 fanden wir dann unsere Eurasierhündin Kira die damals nicht ganz 2 Jahre alt war. Als wir Kira bei uns hatten, ging es keine Woche und unser Sohn fing das sprechen an. Er erzählte der Hündin Geschichten und sang ihr Lieder aus dem Kindergarten vor. Inzwischen ist unser Sohn soweit, dass er im September in eine Sprachheilschule kommt wo er ungefähr 1 Jahr bleibt bis er auf eine normale Grundschule wechseln wird. Wir sind so froh, dass wir unsere Kira haben und verdanken ihr sehr viel. Speziell ich bin überglücklich, dass mein Sohn wieder sprechen kann. Man kann sich nicht vorstellen, wie schlimm es für eine Mutter ist, wenn sie mit ihrem Kind nicht kommunizieren kann. (Iris L.)



Mein Sohn hatte ewas Schwierigkeiten mit dem Gleichgewichtssinn. Wir haben selber Pferde und Ponys und somit ist er ab und an geritten. Er meinte dann aber immer öfter zu mir, dass das ja eigentlich nur was für Mädchen wäre. Das Reiten wurde immer seltener bis.... wir ein "ausgedientes Inselpferd bekamen. Mein Sohn mochte dieses Pferd sofort und ich musste nach einiger Zeit aufpassen, dass er nicht plötzlich bei "Anton" (so heißt das Pferdchen) auf der Weide saß. Plötzlich wollte er auch wieder reiten, obwohl Anton eigentlich viel zu groß für ihn war. Der Gleichgewichtssinn verbesserte sich von Tag zu Tag, mein Sohn traute sich aufs Fahrrad und beim Sport tobte er auch über viele Geräte auf die er sich vorher nicht getraut hatte. Leider bekam Anton im Oktober 2010 sein erstes Hufgeschürr, dem noch drei weitere folgten. Der Huf löste sich mehr oder weniger auf. Wir haben ALLES getan um dieses Pferd zu retten, da mein Sohn so an ihm hängt und nachts sogar Alpträume hatte. Viel Geld, Zeit und Liebe ist in die Behandlung geflossen aber jetzt gehts wieder bergauf! Mein Sohn "Lennard" und Anton sind die dicksten Freunde und gehen miteinander durch dick und dünn! (Maren R.)


Hallo, ich bin selbst Westernreiterin der EWU (Erste Westernreiter Union), und bin auf mehreren Turnieren schon auf die "Westernreiter mit Handicap" gestoßen. Diese werden von der EWU besonders gefördert und es werden auch Turnierteilnahmen und Reitunterrricht ermöglicht. Ich selbst habe keine weiteren Erfahrungen gemacht, außer zu sehen, wie viel Spaß die Leute mit den Pferden hatten und wie Stolz sie nach einer erfolgreichen Prüfung waren. Ich finde dies sollte weiter gefördert werden, um jedem Menschen den umgang mit Tieren zu ermöglichen. (Isabelle H.)


Hallo. Ich bin selbst chronisch krank (schwere Depression, Angststörung) und deshalb habe ich mir Anfang diesen Jahres einen Mops vom Züchter geholt. Dieser Hund ist das beste, was mir seit langem passiert ist. Sein positives und teils auch humorvolles Wesen tut mir gut und bringt mich zum lachen. Da er immer Körperkontakt sucht, fühle ich mich nicht mehr ganz so alleine und als Aussenseiter. Wir besuchen gemeinsam die Hundeschule und es ist sehr lernwillig und aufmerksam. Gerne möchte ich mit ihm in Zukunft anderen Behinderten helfen und anderen Menschen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen. Ich habe jahrelange Therapieerfahrung (als Patient) und einen Hund, den ich gerne in diesem Bereich einsetzen würde. Er hilft mir also kann er auch anderen helfen!! (Sylvia P.)


Hallo Naja Therapeut bin ich nicht,eigendlich nur eine Mutter und Jungzüchterin. Es war auch alles purer zufall, das sich eine Zuchthündin von mir alles wahres Therapiemädel entpuppte. Ich erzähle mal die ganze Geschichte, da es kein Konzept gibt. Mit 10 Wochen kamm unsere Zwerglanghaardackel Dame Kassiopeia zu uns, das sie mal ein Therapiehund für meinen Sohn wird, haben wir im Leben nicht gedacht.Dazu muss ich sagen das mein Sohn an Duplikationssyndrom leidet und zu 100% Schwerbehindert ist. Wo unsere Hündin 3-4 Monate alt war merckten wir das sie egal wie mein Sohn sie anfasste auch wens mal etwas Turbulenter zuging sich immer an im schmickte und seine etwas rüppelhaften streicheleinheiten auch sehr genoß. Also ich den Mut gefasst und meinen Sohn mit ins Ausstellungsleben der Hündin eingeplannt. Jetzt hieß es für ihn mit ihr zu üben!Die erste Ausstellung kamm dann im Oktober 2010. Unsere Hündin war noch ein Baby aber es gab Kind mit Hund und was soll ich sagen es war toll die beiden zu sehen wie sie geübt haben und wie es ihm hilft. Andere Kinder und Erwachsene haben beim üben und auch im Ring zugeschaut.Und die beiden haben ganz in Ruhe ihr ding durchgezogen. Als währe er ein ganz normales Kind.Er ist nur duch ihr anwessenheit Ruhiger und Konzentrierter. Sie ist ein Traum von einer Hündin. Das war unsere Geschichte warum unsere Kassiopeia für uns ein Therapiedackel ist. Es werden bestimmt auch weiter folgen. LG (Linda D.)


Unser Sohn Hendrik, jetzt bald 10 Jahre alt, ist (frühkindl.) Autist und hatte viele Wahrnehmungsstörungen. Vieles konnte er an der Haut nicht ertragen (oft Kleidung, Sand, feuchte Dinge) und anfassen, auch unsere damaligen Hunde nicht. Kam er an ihnen vorbei, hob er immer beide Hände in die Luft, um sie nicht berühren zu müssen. Aus heiterem Himmel wünschte er sich plötzlich einen Mops. Wir haben nie herausgefunden wie er darauf kam. Über ein Jahr lang blieb dieser Wunsch bestehen und immer wieder äußerte er ihn, sodass wir uns dann tatsächlich mit diesem Wunsch auseinander setzen mussten. Einer Züchterin in unserer Nähe schilderte ich unser "Problem" und sie lud uns ein. Die Mopswelpen purzelten lustig bei ihr in der Küche durcheinander und mit einem freudigen Aufschrei ließ sich unser Sohn zwischen die kleinen Kerlchen fallen. Er hatte keine Probleme sie anzufassen und alle durften auf ihm herumturnen. Bestärkt durch dieses positive Erlebnis bekam Hendrik dann aus diesem Wurf seinen "Murmel". Sie lieben sich innig und sind ein tolles Team. Hendriks Wahrnehmungsschwierigkeiten sind in allen Lebensbereichen wie weggeblasen. Wir würden immer wieder so handeln! (Andrea M.)


Ich litt jahrelang an schweren Depressionen.Seit ich mir im letzten Jahr meinen Beagle-Jack Russell Terrier-Mix Kira angeschafft habe,bin ich ein neuer Mensch.Kira lebte 11/2 jahre in Polen auf der Straße,wurde dort angeblich auch mißhandelt.Danach lebte sie noch 3/4 Jahr in einem privaten Tierheim.Es war Liebe auf den 1.Blick-von beiden Seiten.Seitdem Kira bei mir ist,habe ich einen geregelten Tagesablauf,bin glücklich und ausgeglichen und sehr viel draußen an der frischen Luft.Mittlerweile habe ich alle Medikamente abgesetzt und mein Leben hat einen neuen Sinn bekommen.Ich liebe meinen Hund über alles und würde sie für kein Geld der Welt wieder hergeben! (Karin S.)


Meine 46 Lebensjahre habe ich keinen einzigen Tag OHNE Hunde verbracht-meine Hunde haben mir geholfen meine Essstörungen und meine seelischen Probleme zu bewältigen-um dies auch anderen zu ermöglichen bilde ich seit 18 J. Besuchs u. Therapiehunde aus- seit 3 Jahren habe ich in meiner Hundeschule eine TherapiehundeGruppe! Wir gehen in Schulen,Kindergärten,Altersheime und JugendProjekte - jeder Einsatz ist ein voller Erfolg- Ich selber habe 3 sorgfältig ausgebildete Hunde die ich ständig einsetze! (Gabriele B.)


Ich habe selber eine Therapiehündin, mit der ich regelmäßig 2 Damen in einem Berliner Seniorenpflegeheim beuche. Die Freude ist jedesmal riesengroß, und die Augen leuchten. Sie zaubert einfach jedem, der sie sieht, ein Lächeln ins Gesicht. Ich glaube, sie ist ein kleiner Engel. (Christine B.)


Ich bin 24 Jahre alt und habe eine seltene Hautkrankheit namens Ebidermolysis Bullosa. Als ich 19 war lernte ich meinen jetzigen Mann M. kennen. Er hatte eine wunderschöne Mischlingshündin Namens Sonja. Leider hatte ich zu dieser Zeit noch riesige Angst vor Hunden. Doch Sonja schaffte es, mich zu „therapieren“. Anfangs musste M. Sonja aus dem Zimmer Sperren, als ich zu Besuch war. Doch eines Tages, wir saßen gerade auf der Couch, als M. Kurz das Zimmer verließ. Er hat die Türe einen Spalt offen gelassen. Sonja kapierte dies sofort. Sie stand aus ihrem blauen Körbchen auf, schlich zur Tür und gab der Tür einen stoß. Sie trat einen Schritt hinein und schaute mich an. Ich hatte nun die Wahl. Entweder ich blieb ruhig und warte ab was passiert oder ich lief schreiend in ein anderes Zimmer. Bei jedem anderen Menschen hätte ich mich für Variante zwei entschieden. Doch bei M. war es Variante 1. Nun saß ich also da. Sonja blickte mir tief, sehr tief in die Augen. Ihr Augen haben mir keine Angst gemacht. Im Gegenteil, sie waren so vertrauenswürdig. So lieb, als würde sie keinem Menschen was zu leide tun. Ich schaute zurück und sie kam noch einen Schritt näher. Schritt für Schritt kam sie langsam, ganz langsam auf mich zu. So langsam, als würde sie sagen: Hab keine Angst vor mir. Und langsam, ganz langsam schwand meine Angst dahin. Sonja blieb vor mir stehen. Wandte mir den Rücken zu und begann ihre Hinterläufer zu beugen. Sie setzte sich hin. Hob den Kopf und schaute mich nochmal an. Und wusste was sie von mir wollte. Und ich tat es. Ich hob langsam meine linke Hand. Legte Sie auf Sonjas Kopf und fing an sie langsam zu streicheln. Ich Fell was so weich. Weich und kuschelig. Zum reinlegen. In diesem Moment fühlte ich mich glücklich, gerührt und voll liebe erfüllt . Wir alle drei wussten, wir gehören zusammen. Und wir werden ein Leben lang zusammen bleiben. Heute, immer wenn ich schmerzen habe, legt sich Sonja zu mir. Und die Schmerzen werden weniger. Danke Sonja und M.


Eigentlich habe ich keine offizielle Therapie gemacht. Mein Traum war immer eine Reittherapie, doch dort wurde ich trotz meiner schwierigen Behinderung abgelehnt man könne mir nicht helfen. Doch wo ein wille ist ist auch ein Weg und ich glaubte daran, dass reiten mir hilft. Ich fand eine Möglichkeit und machte schließlich meine eigene Therapie. Inzwischen geht es ohne das Reiten und die Pferde nicht mehr und selbst alle meine Ärzte und Therapeuten haben ihre meinung geändert. Reiten nun ein muss und nicht mehr schädlich. Muskeln die nie trainiert werden konnten sind nun da, der Rücken stabil und die Seele im reinen. Ich würde gerne auch genauer schreiben doch dazu ist die Geschichte einfach zu lang. Der glaube an mich und die Pferde hat es mir jedoch ermöglicht mit meiner Krankheit umzugehen. Das reiten mit 2 steifen Kniegelenken und nur sehr wenig beweglichen Hüften unmöglich und schädlich so hieß es vor über 13 Jahren und nun sagt dieses keiner mehr. Ich kann nur immer wieder sagen das besonders die psychische Kraft die Tiere uns geben können viel zu oft außer acht und unterschätzt werden. Ohne die Reiterei und und Pferde wäre ich nicht da wo ich jetzt bin und erst recht nicht in einem so guten Körperlichen Zustand. Ganz liebe Grüße Nando & Nicole


Tiergestützte Therapie ist etwas ganz Hervorragendes! Doch wer kann sich das schon leisten?!? In den meisten Fällen muß es kein ausgebildeter Therapiehund sein! Mein kleiner Schäferhundmischling (er lebt leider schon seit ein paar Jahren nicht mehr und die Nachfolgerin hat eine so intensive Bindung nie entwickelt) war für mich der beste Therapiehund, den es geben kann! Als Rheumatiker (IV) mit den entsprechenden Schmerzen und Bewegungseinschränkungen mußte ich mich FÜR MEINEN Hund zusammenreißen, fröhlich und ausgeglichen sein. WENN Struppi nämlich mitbekam, daß es mir schlecht ging, war seine Traurigkeit (er lief nur noch mit hängender Rute und gesenktem Kopf rum) ein Bild das Jammers! Das war immer Motivation für mich, mich nicht "hängen zu lassen". - Es wäre sehr schön, wenn Behinderte, die das wünschen, immer ein Tier halten dürften UND dies in jedem Fall steuerfrei tun könnten!!! Von Therapiehunden z.B. in Alten- und Pflegeheimen, die NUR ein- oder zweimal die Woche für kurze Zeit kommen, halte ich nicht viel. Die Einrichtungen sollten eigene Tiere halten! Es gibt immer Betreute, die sich freuen und noch in der Lage sind, die Verantwortung für die Tiere zu übernehmen. Und welcher Hund würde nicht gern mehrmals am Tag (auch mit unterschiedlichen Zweibeinern am anderen Ende der Leine) Gassi gehen?! (Helga L.)


Zufällig ist das Pflegepferd meiner großen Tochter ein ausgebildetes Therapiepferd. Vielleicht spielt das eine Rolle, vielleicht wäre das aber auch bei jedem anderen gut erzogenen Pferd passiert. Manchmal hat meine Tochter keine Zeit und dann übernehme ich die Runde mit Liesel, da ich mit den Hunden sowieso raus muss. In letzter Zeit will mein jüngster Sohn, 10 Jahre, ein schwerst traumatisiertes Pflegekind, immer reiten. Also führe ich die gute Liesel am Halfter durch den Wald, während David oben ohne Sattel vor dem Longiergürtel sitzt. Seit fast 8 Jahren versuchen wir völlig wirkungslos, bei ihm eine aufrechte Haltung zu erreichen. Aber all das Leid seiner ersten Jahre drückte seine Schultern, den ganzen Oberkörper Richtung Erde. Gerade zu stehen war einfach unüberwindlich schwer. Auf dem Pferd war er erst ganz klein und es musste ganz langsam gehen. Zuletzt drängte er aber immer wieder "Mama, lass es laufen!" - und trotz flotten Trabs bleibt er jetzt fest oben sitzen. Beim letzten Mal legte er sich zurück und machte mich völlig entspannt auf den Himmel aufmerksam. Seit ein paar Tagen werden wir ständig darauf angesprochen, ob er plötzlich gewachsen sei. Nein, er steht endlich einfach aufrecht! Endlich kann er den imaginativen Diamant, den er auf seiner Brust trägt der ganzen Welt zeigen. Endlich versucht er nicht mehr, sich vor der Welt zu verstecken. Endlich ist bei ihm angekommen, dass er ein Menschenkind ist, das getragen wird. (Stehanie S.)


Mein Sohn 5 Jahre ist Autist , wir besitzen drei Hunde , welche zwar nicht speziell ausgebildet wurden aber dennoch sind die Tiere sehr hilfreich im Umgang mit dem Kind , der Junge leidet desweiteren unter einer schweren Schlafstörung auch hier helfen die Hunde in dem sie sich mit ins Bett legen , so fühlt er sich nicht alleine. (Christiane M.)


Für mich sind Tiere die besten Therapeuten. Wie ich zu dieser Meinung komme? Ich bin 25 Jahre alt und leide unter einer Persönlichkeitsstörung (einschließlich Depressionen, Angst- und Schlafstörungen). Ich habe so einige Therapien und Therapeuten hinter mich gebracht, einiges hat meine Lebensqualität verbessert, anderes nicht im Geringsten. Dennoch hatte ich immer wieder Phasen in denen ich in ein regelrechtes "Loch" fiel und mich vollkommen von der Welt abkapselte. Das artete auch schonmal soweit aus, dass ich für 2 Wochen einfach das Haus nicht mehr verließ - egal ob noch Essen vorhanden war, Termine anstanden etc.. Es ist ein bisschen ironisch, dass es ausgerechnet eine Psychologin war, die mir dann vor 2 Jahren nahelegte vielleicht doch mal an die erneute Anschaffung eines Hundes (ich bin mit Tieren aufgewachsen) zu denken und purer Zufall, dass ich über meine jetzige Cocker-Dame „stolperte“, deren bisheriges Leben auch nicht viel besser verlaufen ist als meins. Heute denke ich es war vielleicht Schicksal, denn wir sind wohl das Beste was einander je passiert ist und ich frag mich oft wie ich je ohne Dolly ausgekommen bin. Natürlich habe ich immernoch dann und wann meine „Löcher“ in die ich falle, aber jetzt muss ich das Haus verlassen und wenn ich dann sehe wie Dolly fröhlich über die Wiese tobt kann ich zumindest ein Lächeln oft gar nicht unterdrücken. Zu Angstsituationen wie dem Einkaufen begleitet sie mich und wartet brav vor dem Supermarkt, wenn ich traurig bin tröstet sie mich – oder lenkt mich ab, weil sie beschäftigt werden will – und ich schlafe nachts vielleicht nicht perfekt, aber doch wesentlich beruhigter wenn sie in der Nähe ist. Kurz gesagt: aus zwei deprimierten, verängstigten Einzelgängern ist ein unzertrennliches Team geworden. Wir haben vielleicht immernoch unsere Tiefs, aber wir können das Leben jetzt beide auch oft einfach nur genießen – und, um meinen Anfangssatz zurück zu kommen, dahin konnte mich vor Dolly kein Therapeut bringen! (Natalie Q.)


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