Wie heißt das Projekt?
Kids 4 dogs, Schülerfirma der Förderschule Sulzbach /Murr
Homepage:
www.kids4dogs.de
Zielsetzung:
1. Spenden für folgende Tierschutzorganisationen zu erwirtschaften:
Streunerhilfe (Rumänien)
Tierhilfe Hoffnung (Rumänien)
Tierheim Oelzschau
2. Einüben folgender Schlüsselqualifikationen:
Teamfähigkeit
Selbständigkeit
Durchhaltevermögen
Selbstbewusstsein
Umgangsformen
Kritikfähigkeit
Pünktlichkeit
Verlässlichkeit
Diese Fähigkeiten sollen die Schüler auf das Berufsleben vorbereiten.
3. Tierschutzgedanke vermitteln, denn
Tierschutz fördert soziale Kompetenz
Tierschutz fördert Mitgefühl
Tierschutz fördert Gewaltprävention
Tierschutz fördert Menschenschutz
Umsetzung und Kurzbeschreibung des Projekts: Wer ist Initiator?
Wann wurde das Projekt gestartet? Läuft es noch? Ist es längerfristig und zukunftsorientiert angelegt?
Die nunmehr seit mehr als 4 Jahren bestehende Schülerfirma kids4dogs entstand durch eine Idee der Sonderschullehrerin Michaele Frank, welche im Jahr 2004 einen italienischen Hund aus einem Tierheim in Deutschland holte. Durch die Herkunft von Buddy wurde Frau Frank auf die Tierschutzorganisation Tierhilfe Hoffnung aufmerksam.
Frau Frank begann sofort, die Organisation mit ersten Verkaufsaktionen, welche sie mit ihrer Klasse durchführte, zu unterstützen.
2006 reiste sie nach Rumänien und schoss sehr, sehr viele Fotos. Außerdem brachte Frau Frank eine kleine rumänische Hündin, eine Paula, mit. Mit den Fotos wurden Kalender gefertigt, die einige Wochen später bereits in den Verkauf gingen.
Paula wurde in den darauf folgenden Jahren in einer Hundeschule und bei socialdogs in Münster zu einem Therapiehund ausgebildet. Sie „erzieht“ nun Schüler, hilft ihnen beim Lernen und ist immer wieder Motivation und der Motor für die viele Arbeit in der Schülerfirma.
Schon im Jahr 2007 konnte die Schülerfirma mit dem Erlös das Tierheim in Rumänien unterstützen. Durch immer weitere Ideen und neue Helfer der Schülerfirma wuchs das Angebot des Verkaufs immer weiter. Inzwischen kann man Suppengewürz, verschiedene Marmeladen, Gelees, selbst gestrickte Socken, überzogene Kisten, genähte Dinkelspelzkissen und Kirschkernkissen, Lavendelsäckchen, Fotokarten und in jedem Jahr einen neuen Hunde- und Katzenkalender erwerben. Die Fotos für die Kalender und Fotokarten sind alle aus den oben benannten Tierheimen in Rumänien. Die Schüler verkaufen, auch in ihrer Freizeit, die selbst hergestellten Produkte auf Märkten (Wochenmarkt, Tierheim Ludwigsburg, Schulfesten etc.). Auch Bestellungen werden angenommen und von den Schülern bearbeitet. Dazu gehört das Zusammenstellen der Waren, die sichere Verpackung, das Schreiben einer Rechnung und die anschließende Buchführung.
Seit diesem Schuljahr gibt es ein „verkaufsoffenes Klassenzimmer“. Jeweils am Mittwochmorgen können Kunden sich über das Projekt Schülerfirma kids4dogs informieren und dort einkaufen.
Weitere Infos zu den Produkten und der Herstellung dieser finden Sie auf unserer homepage www.kids4dogs.de!
Die Tierschutzorganisation Streunerhilfe und das Tierheim Oelzschau wurden nach dem nächsten Besuch in Rumänien in die Spenderliste mit aufgenommen.
Im Januar 2010 wurde kids4dogs als gemeinnütziger Förderverein anerkannt. Mit dem Erlös werden die zwei Tierheime in Rumänien seither unterstützt. Im letzten Jahr konnten wir M.Schmorenz (Streunerhilfe) beim Bau seines neuen Geländes in Rumänien mit Spendengeldern behilflich sein.
Jährlich fährt Frau Frank nach Rumänien und besucht die zwei Tierschutzorganisationen. Ein Besuch dort mit der ganzen Klasse ist ein Traum, der vielleicht im nächsten Schuljahr in Erfüllung geht.
Das SWR-Fernsehen hat innerhalb von drei Drehtagen einen Film über die Arbeit von Paula und der Schülerfirma kids4dogs gedreht, welcher am 24. Juli 2010 um 18.15 Uhr im SWR ausgestrahlt wurde.
Das Projekt Schülerfirma kids4dogs wird in den nächsten Jahren weitergeführt. Schüler aus den Klassen 5-7 finden es ganz toll, wenn sie stundenweise mitarbeiten dürfen und freuen sich, bis sie in die Klasse 7-9 kommen, um dann die Mitarbeiter der Schülerfirma zu sein.
Es gäbe noch viel zu berichten! Viele Infos stehen auch auf unserer Homepage.
Wofür würde das Preisgeld verwendet werden?
Sollten wir gewinnen, geht das Preisgeld natürlich komplett in die rumänischen Tierschutzorganisationen, die wir bereits seit Jahren unterstützen. Einen Nachweis darüber erhalten Sie gerne von uns!

Schüler präsentieren ihr Warenangebot im Klassenzimmer.

Ein Tierkalender wird erstellt.

Verkaufsstand im Tierheim Ludwigsburg.

Verkaufsstand auf dem Weihnachtsmarkt.

Beim Verpacken der Produkte.

Verkaufsstand vor einem Supermarkt mit Banner.

Feier anlässlich der Anerkennung als gemeinnütziger Förderverein im Januar 2010.
Wie heißt das Projekt?
UNA Tierrettungsdienst
Homepage:
www.tierrettungsdienst.eu
Zielsetzung:
Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, einen bundesweiten, flächendeckenden medizinischen Tierrettungsdienst aufzubauen. Dazu werden sowohl vereinseigene Tierrettungswagen, wie auch sog. Kooperationspartner (andere mobile Tierretter oder Tierärzte) eingesetzt.
Kurzbeschreibung des Projektes:
Gründungsjahr August 2007. Einsatz von Tierrettungsfahrzeugen in 24 Std.-Bereitschaft. Einsatzradius 30-50 km. 24 Std. Erreichbarkeit unter der bundeseinheitlichen Notrufnummer 0700-952 952 95. Ausbau der Tierrettungsleitstelle und des Fahrzeugnetzwerkes. Ausführliches siehe Homepage www.tierrettungsdienst.eu
Wer ist der Initiator?
Gründungsvater ist Uwe Lässig, 53 Jahre alt, aus Bruchsal / Baden Württemberg stammend hat den Verein in Bad Herrenalb (BW) gegründet. Mittlerweile wohnhaft in Schleswig Holstein (speziell zum weiteren Ausbau des TRD in SH). Uwe Lässig ist gelernter Krankenpfleger und Rettungssanitäter. War lange Jahre im Krankenhaus und beim Malteser Hilfsdienst in Bruchsal tätig.
Wann wurde das Projekt gestartet? Läuft es noch? Ist es längerfristig und zukunftsorientiert angelegt?
Er musste im Rettungsdienst für Menschen feststellen, dass verunfallten Tieren leider keine Hilfe zukommt. Bei einem gravierenden Unfall entschloss sich Uwe Lässig dann, nach intensiver Vorplanung, einen Tierrettungsdienst zu gründen und diesen kontinuierlich auszubauen. Das Projekt ist stetig am Wachsen und das Netzwerk von Kooperationspartnern und Tierärzten / kliniken umfasst mittlerweile weit über 1000 Kontakte. Auch der eigene Fuhrpark und die Fahrzeuge der Vereins-mitglieder sind inzwischen auf über 100 Fahrzeuge bundesweit angewachsen. Die Expansion der Organisation ist umfassend geplant. Alle Einsatzkräfte sind derzeit noch ehrenamtlich tätig. Der 24 Std.-Dienst kann unproblematisch aufrecht erhalten werden.
Konnten bereits Erfolge oder Verbesserungen einer Situation verzeichnet werden?
Seit Gründung wurde die Zahl der Einsatzfahrzeuge kontinuierlich erhöht. Vor anfänglich 5 Einsätzen im August 2007 konnte die Einsatzfrequenz bis Ende 2009 auf 1650 Einsätze und Hilfeleistungen gesteigert werden. In Jahre 2010 erwarten wir eine Einsatzfrequenz von ca. 3000 Einsätzen und Hilfeleistungen (medizinischen und technische Einsätze).
Wofür würde das Preisgeld verwendet werden?
Das Preisgeld würde zur Verbesserung der Ausstattung von Tierrettungswagen verwendet. Dabei wird gezielt und nach Bedarf der Einsatzaufkommen medizinisches oder technisches Equiqment angeschafft. Hierzu gehören z.B. Thermo Scaner, Chip-Lesegeräte, Beatmungseinheiten, usw., aber auch Material zur Schulung von Tiernotfallsanitätern. Hier z.B. Dummy zur Beatmung oder zur Venenpunktion.







Wie heißt das Projekt?
Soziale Tiernothilfe
Homepage:
www.tier-not-hilfe.de
Zielsetzung:
Den Tieren von Obdachlosen, Punks und immer öfter auch Hartz-4-Empfängern und Rentnern eine tierärztliche Grundversorgung zukommen lassen.
Kurzbeschreibung des Projektes:
Für viele Menschen sind Hunde & Co. die letzten Sozialpartner, die sie noch haben. Krankheiten der Vierbeiner können sich aber nicht alle in der Gesellschaft leisten. Daher übernimmt der Verein die Behandlungskosten für die tierärztliche (Grund-)Versorgung in der "offenen Sprechstunde" einmal im Monat an der S- und U-Bahn-Station Hauptwache in Frankfurt ("B-Ebene"), die die Tierärztin Maja Firlé durchführt.
Wer ist der Initiator?
Tierärztin Maja Firlé darf laut Tierärztekammer nicht umsonst behandeln. Also haben Herrchen und Frauchen ihrer Patienten zusammen mit ihr einen Verein gegründet, der die Kosten für Behandlung und Medikamente übernimmt. Der Verein finanziert sich ausschließlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge.
Wann wurde das Projekt gestartet? Läuft es noch? Ist es längerfristig und zukunftsorientiert angelegt?
Mitte 2008, es läuft noch und sogar immer erfolgreicher. Bei kostspieligen Operationen suchen wir uns inzwischen aus finanziellen Gründen Sponsoren, weil das Budget sonst nicht reicht.
Konnten bereits Erfolge oder Verbesserungen einer Situation verzeichnet werden?
2009 haben wir 70 Hunden und 12 Katzen und somit auch deren Herrchen und Frauchen geholfen; allein bis Mitte dieses Jahres sind es schon 80 Hunde und 20 Katzen, weil sich das Engagement rumgesprochen hat und auch, weil immer weniger Menschen mit kleiner Rente oder Hartz-4 über die Runden kommen. Nicht wenige "Zweibeiner" versichern glaubhaft, dass sie ohne die Tiere nicht wüssten, was sie machen sollen.
Wofür würde das Preisgeld verwendet werden?
Impfungen; Medikamente unter anderem auch chronisch kranker Tiere; Wurmkuren; Bluttests; alles, was sonst noch in einer Tierarztpraxis anfällt, eventuell in Ausnahmefällen OPs, die Leben retten (Tumor, Notfall-OPs etc).

Die "Praxis" am ersten Samstag im Monat in der B-Ebene, Hauptwache Frankfurt.

Maja Firlé mit einem Patienten.

Alles fing mit Obdachlosen & Punks an, heute sind es immer öfter Rentner und Hartz-4-Empfänger, die vorbeikommen.
Wie heißt das Projekt?
Mondbären Rettung in Asien
Homepage:
www.animalsasia.de
Zielsetzung:
Die Schließung bzw. das endgültige Verbot der Bärenfarmen in Asien, insbesondere in China und Vietnam (wo wir konkret arbeiten und Rettungszentren für Bären haben). In China sind Bärenfarmen derzeit nicht verboten. Nach offiziellen Angaben gibt es ca. 7.000 Bären auf Bärenfarmen, wir gehen von 10.000 bis zu 12.000 Bären aus. In freier Wildbahn soll es noch ca. 15.000/16.000 Mondbären geben.
Kurzbeschreibung des Projektes:
In China wird Asiatischen Schwarz- oder Kragenbären über Katheter unterschiedlichster Art, die permanent in die Galle "verlegt" werden, zweimal täglich Galle abgezapft. Diese Tiere, Wildtiere, fristen ein unvorstellbar grausames Dasein auf sogenannten Bärenfarmen, die in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts eingerichtet wurden, angeblich um den Wildbestand der Mondbären, wie sie in China aufgrund der sichelförmigen und hellgelben bis orangefarbenen Fellzeichnung genannt werden, zu schützen. Nach CITES sind diese prachtvollen Bären als bedrohte Tierart gelistet. Trotzdem werden sie in den Bärenfarmen brutal ausgebeutet und leiden Höllenqualen - tatsächlich ein Bärenleben lang, das können bis zu 30 Jahre sein. Diesen Bären wird ein stoisches Wesen nachgesagt. Tatsache ist, dass sie besonders leidensfähig sind, d.h. die Qualen, die diese Bären ertragen können, sind leider unbeschreiblich. Sie werden in Gitterkäfigen gehalten - ohne jede Beschäftigungsmöglichkeit, was für diese intelligenten Tiere bereits furchtbar ist. Sei erhalten lediglich gesüßtes Wasser und einen Nahrungsbrei in geringen Mengen, der weder eine angemessene Fütterung für Bären ermöglicht, noch ausreichend ist. Beides erhalten die Bären, während sie gemolken werden - so halten sie still. Um ihnen jede Möglichkeit der Gegenwehr zu nehmen, bricht oder raspelt man ihnen die Zähne bis zum Zahnfleisch ab, beschädigt dabei den Gaumen (gebrochene Kiefer, bloßliegende Zahnhälse, Geschwüre...) und kappt ihnen die Tatzen mit den gefährlichen Krallen. Andere behalten ihre Krallen, haben aber keine Möglichkeit, sie abzunutzen, was dazu führt, dass die Krallen ungehindert in die empfindlichen Tatzen einwachsen. Der Katheter muss operativ gelegt werden, denn er ist stets eine Öffnung im Bauchraum, die mit einer Öffnung in der Galle verbunden und permanent offen gehalten wird. Entweder wird die Öffnung im Bauch über einen Metallkatheter zur Galle überbrückt oder die Öffnung im Bauch wird direkt mit einer Öffnung in der Galle verbunden, so dass die Galle ständig aus dem Bauch des Bären tropft. Diese sogenannte frei tropfende Methode gilt als "human" und ist aktuell Standardvorgabe für Bärenfarmen in China. Das Abzapfen und natürlich auch die Operation erfolgen nicht unbedingt unter hygienischen Bedingungen. Massive und in der Regel tödliche oder in der Kombination tödliche Erkrankungen stellen sich ein - Bauchfellentzündugen, Karzinome, Blutvergiftung, Arthrose, Blindheit,... Die Galle der Mondbären wird in der TCM gegen Entzündungen eingesetzt - Augen-, Zahnfleischentzündungen, Lebererkrankungen, aber auch Magenkrebs, Parkinson. Der Wirkstoff UDCA im Gallensaft der Bären ist tatsächlich vorhanden, kann aber längst pflanzlich oder synthetisch ersetzt werden, was wesentlich kostengünstiger und ebenso wirksam ist. Er kann auch über die Galle von Schlachttieren gewonnen werden (z.B. Hühner) ist aber bei den Bären in besonders hoher Konzentration vorhanden. Tatsächlich ist die Galle der Bären durch Blut, Eiter und Gewebeteile verunreinigt. Bei den Bären, die zu uns kommen, bildet Leberkrebs (Tumore bis zu 7kg und vereinzelt mehr) die häufigste Todesursache. Wird eine Bärenfarm geschlossen, übernehmen wir die Bären auf unser Rettungszentrum bei Chengdu, Provinz Sichuan. Dort werden die Tiere medizinisch versorgt - allen muss die Galle entfernt werden. Die Bären, die wir erhalten, sind in der Regel an der Schwelle des Todes und haben eine Unzahl von schwerwiegenden und eigentlich auch immer schmerzhaften Erkrankungen. Wir stellen sie nach tiermedizinischen Gesichtspunkten wieder her, geben ihnen Beschäftigungsmöglichkeiten, trainieren ihre Beweglichkeiten - mit dem Ziel, ihnen nach ca. 6 Monaten Zugang zu einem naturnahen Freigehege zu geben. Die Bären sind in Bärenhäusern untergebracht - jeweils bis zu 4 in einem "den", alle haben Zugang ins Freie. Diese Tiere können leider nie wieder in die Wildnis entlassen werden. Aufgrund ihrer Behinderungen, Erkrankungen und Störungen und weil diese Tiere nie die Möglichkeit hatten, Überlebensstrategien von ihren Müttern zu erlernen, hätten sie keine Überlebenschance. Außerdem sind sie durch ihren Aufenthalt auf der Bärenfarm viel zu sehr geschädigt. Wir erleben immer wieder, dass die Tiere schon bei ihrer Ankunft bei uns zu ahnen scheinen, dass sich etwas in ihrem Leben auf dramatische Weise geändert hat. Obwohl sie unglaublich viel Schlimmes und Schmerzhaftes durch den Menschen erlebt haben, gelingt es ihnen, diese Vergangenheit zu überwinden und wieder Vertrauen zu fassen. Aber natürlich braucht das Zeit. Wenn es aber gelungen ist, dann ist das Verhalten dieser Bären das schönste Geschenk an uns und die Besucher unseres Rettungszentrums bzw. unsere Unterstützer. Sie entdecken ursprüngliche Verhaltensweisen wieder, spielen miteinander, klettern, baden, suchen Futter und arbeiten auch bei Verhaltenstrainigs mit, was ihre Untersuchung im Krankheitsfall oder bei der Entwurmung beispielsweise natürlich sehr erleichtert.
Wer ist der Initiator?
Die Gründerin unserer Organisation ist Jill Robinson, Engländerin und 52 Jahre alt. Sie engagierte sich bereits früh im Tierschutz und ging mit ihrem Mann nach ihrer Hochzeit aus beruflichen Gründen nach Hongkong. Dort war sie weiter im Tierschutz aktiv und startete z.B. das Projekt Dr. Dog (Dr. Hund - Hunde als Tiertherapie). Heute hat Animals Asia z.B. über 300 Dr. Dog Hunde in Asien im Einsatz. In dieser Zeit erfuhr sie von den Bärenfarmen in China und schloss sich einer Gruppe japanischer Touristen an, die eine solche Farm besuchten - damals war das noch möglich. Bei diesem Besuch gelang es ihr, sich aus der Gruppe zu stehlen und das Gelände selbst zu erkunden. Dabei stieß sie auf den Raum, in dem die Tiere in ihren engen Käfigen gehalten wurden. Die Tiere sind in der Regel alle über kurz oder lang krank, oft sind es entzündliche Erkrankungen und der Geruch ist entsprechend. Die Bären "hupten", das sind Laute, die sie bei Gefahr als Warnung ausstoßen - sobald sich ihnen ein Mensch nähert. Jill war völlig gebannt und bemerkte plötzlich eine Berührung an ihrer Schulter. Als sie sich umdrehte, schaute sie tatsächlich einer Bärin in die Augen - und spürte ihre Tatze auf ihrer Schulter. Jill betont immer wieder, dass sie es nicht fassen konnte, was da geschah - auf der Farm, aber auch in diesem Moment, denn natürlich war ihr klar (und heute noch mehr), wie gefährlich die Situation war. Auch mir ist klar, dass dies merkwürdig in Ihren Ohren klingen mag, aber wer Jill kennt, glaubt ihr das. Dieser Augenblick, als die Bärin Jill berührte und sie ansah, muss ganz entscheidend gewesen sein - denn bis heute ist es der Moment, in dem Jill Robinson klar wurde, dass sie gegen diese Bärenfarmen etwas unternehmen muss. Nach diesem Erlebnis nahm sie Kontakt mit den Behörden in China auf, jahrelange Verhandlungen folgten und im Jahr 1998 war es endlich soweit und Animals Asia Foundation wurde in Hongkong gegründet. Das Büro war damals am Wohnzimmertisch und die Mitarbeiter 4 Freunde, die gemeinsam die ersten Schritte der Rettung ins Rollen brachten.
Wann wurde das Projekt gestartet? Läuft es noch? Ist es längerfristig und zukunftsorientiert angelegt?
Im Juni 2000 unterzeichnete Animals Asia ein Abkommen mit der chinesischen Regierung und der Forstbehörde in Sichuan, über die Rettung von 500 Bären aus den schlimmsten Farmen in Sichuan und ihre Übergabe in die Obhut von Animals Asia, die langfristige Zusammenarbeit mit dem Ziel der Schließung der Bärenfarmen und die Bekanntmachung der Alternativen zur Bärengalle in medizinischer Hinsicht. Dieses Abkommen war bahnbrechend und ist es bis heute. Aber nicht nur im Hinblick auf die Bären. Das Abkommen beinhaltete auch folgendes: Entschließt sich ein Farmer, seine Bärenfarm zu schließen und seine Bären an uns zu übergeben, zahlen wir ihm eine Abfindung, die es ihm ermöglicht, sich einen anderen Lebensunterhalt zu sichern. Dafür übergibt er auch seine Lizenz an uns, ohne die er keine Bärenfarm haben darf. Gleichzeitig hat sich in diesem Abkommen die chinesische Regierung verpflichtet, keine neuen Lizenzen auszugeben.
Konnten bereits Erfolge oder Verbesserungen einer Situation verzeichnet werden? Animals Asia konnte von der chinesischen Regierung Gelände pachten und bis heute, im 12. Jahr, haben wir 276 Mondbären in unsere Obhut übernommen (das bedeutet intensive medizinische Betreuung, Unterkunft, Beschäftigung), 42 Farmen geschlossen. Unser Rettungszentrum ist für Besucher geöffnet - und wir erhalten sehr viel Besuch von Schulen, Studenten, Beamten und Regierungsvertretern, öffentlichen Personen in China, TCM Praktikern und Anwendern, chinesischen und internationalen Medien... Animals Asia arbeitet mit kulturellem Respekt und gewaltfrei. Wir möchten durch Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung in Zusammenarbeit mit den Behörden und durch Unterstützung lokaler Initiativen die Menschen über das Schicksal der Mondbären und die Alternative aufklären und gleichzeitig eine Verhaltensänderung in Gang bringen, damit so ein nachhaltiger Wandel erreicht werden kann. Zum einen haben wir das Rettungszentrum, 276 Bären, 43 Farmen geschlossen. Wir beschäften chinesische Mitarbeiter vor Ort als Bärenpfleger, PR-Fachleute, bei der Instandhaltung, bei den Verhandlungen mit Behörden... Karen Mok ist unsere Botschafterin in China - sie gilt als die Madonna Asiens und ist ein sehr großes Vorbild für die Jugend dort. Im Dezember 2005 haben wir eine Resolution im Europäischen Parlament bewirkt, die wirksam wurde durch die Unterschrift der Mehrheit aller Parlamentarier und die chinesische Regierung auffordert, die Bärenfarmen zu schließen und dabei eng mit Animals Asia zusammenzuarbeiten. Im Dezember 2009 hat Animals Asia erreicht, dass 19 Provinzen von insgesamt 31 in ganz China sich als frei von Bärenfarmen erklären und es auch bleiben wollen. Gemessen an der Gesamtfläche Chinas sind das über 70 Prozent. Vertreter von Behörden und der Regierung Chinas besuchen immmer wieder unser Rettungszentrum. Die chinesischen Medien - Print, TV - unterstützen unsere Arbeit sehr. Dabei muss man bedenken, dass China nach wie vor ein totalitärer Staat und die Medien dort staatlich sind. D.h. die Unterstützung der Medien bedeutet auch (indirekt) eine Unterstützung des Staates. Wir hatten um die Jahreswende z.B. eine Aktion einer großen Drugstore Kette, die bislang Bärengalle anbot, und die dies nun eingestellt hat. Andere "Apotheken" schlossen sich an.
Wofür würde das Preisgeld verwendet werden?
Das Preisgeld würden wir für dringend benötigte Medikamente (hochwertige Antibiotika) oder zur Finanzierung medizinischen Gerätes verwenden, wie z.B. OP-Liegen, die höhenverstellbar sind. Wir benötigen aber auch ein neues Bärenhaus, um weitere Bären, die wir erwarten, aufzunehmen bzw. ein Bärenhaus, das wir im letzten Jahr für unsere Bärenwelpen begonnen haben (wir erhalten auch immer wieder ganz junge Tiere, die wir natürlich nicht sofort mit den erwachsenen Tieren integrieren können) und in diesem Jahr fertigstellen wollen.

Dieses Foto zeigt 28 Bären, die im Frühjahr 2008 bei uns ankamen. Noch bevor die Bären ankamen, konnte man am Geruch erkennen, wie krank sie waren. Und noch Wochen nach ihrer Ankunft verbreiteten diese Käfige den Gestank von Eiter und faulendem Fleisch. Einer der Bären war bei der Ankunft bereits tot. Das R.I.P. bedeutet, dass diese Bären nach der Ankunft starben. Innerhalb von 3 Monaten verloren wir 13 von ihnen.
Dieses Booklet zeigt Fotos der o.g. Bären und listet die schlimmsten Verletzungen auf. Wir sammeln diese Informationen und geben sie, zusammen mit einem Veterinärreport, an die Entscheider in China, um sie über den Zustand der Bären und die Realität auf den Farmen aufzuklären. Denn es ist tatsächlich so, dass die Bärenfarmer diese Fotos und diese Realität gegenüber den Behörden verschweigen. Natürlich gehen diese Informationen auch an andere Institutionen weltweit, aber insbesondere auch in China. So zeigen wir, dass unsere Arbeit authentisch ist und unsere Aussagen und Behauptungen der Wahrheit entsprechen.

Dieses Foto zeigt einen Bären, Vincent, kurz nach der Ankunft und beim ersten "Healthcheck" - Ultraschall, Abtasten, Abhören, Krallen schneiden, Ohren Reinigen, Zahnuntersuchung, Temperatur messen... Vincent haben wir bereits kurz nach der Ankunft verloren. Seine Verletzungen wurden deutlich, nachdem er für die Untersuchung rasiert war - für ihn kam jede Hilfe zu spät, ihn konnten wir nur noch beerdigen.

Wir sehen jedes Tier als Persönlichkeit, weil wir der Meinung sind, wenn es uns gelingt, Zuneigung oder Respekt für ein Tier zu wecken, wird sich dies auf die anderen Tiere dieser Art übertragen und schließlich von einer Art auf die nächste. Und weil wir auch so zeigen wollen, dass ein Bär (Tier) keine Sache ist, sondern ein empfindendes und leidensfähiges Lebewesen und Mitgeschöpf, das es verdient, um seiner selbst willen geliebt und respektiert zu werden, unabhängig vom Nutzen, den wir Menschen glauben, daraus ziehen zu müssen. Deshalb haben wir auf dem Gelände unseres Rettungszentrums auch einen Friedhof, auf dem wir unsere verstorbenen Bären in einer Zeremonie, bei der die Mitarbeiter anwesend sind, begraben.

Das ist ein Foto von Peace - dem Bären, der bereits tot bei uns ankam. Ich glaube nicht, dass man das noch kommentieren muss. Ich weiß auch nicht, wie ich das tun sollte. Peace war völlig abgemagert und dehydriert. Seine Verletzungen, die Zeugnis seiner Qual sind, sind unfassbar.

Die Leber von Peace - sie ist vergrößert und und die "Pusteln", die sie überziehen, sind Krebs. Wie ich bereits erwähnte beobachten schon lange und sehr häufig Leberkrebs als "Langzeitfolge" des Galleabzapfens. Bei allen verstorbenen Bären führen wir eine Autopsie durch und halten fest, was wir an Abweichungen sehen. All dies dient dazu, den Missbrauch und seine Langzeitfolgen zu dokumentieren.

Es tut mir leid, wenn ich Ihnen dieses Foto zumuten muss. Es zeigt Peace' abgestorbene Tatze - sie verfaulte ihm buchstäblich bei lebendigem Leib. Ich hätte Ihnen gerne noch ein Foto unserer glücklichen Bären gezeigt... aber leider habe ich keine Möglichkeit mehr dazu. Niemand würde für möglich halten, wie glücklich und unbeschwert diese Bären sein können, wenn sie sich erholt haben und wieder bereit dafür sind, Bär zu sein - was sie bei uns können und dürfen. Dazu sind unsere Bärenhäuser mit den naturnahen Freigehegen ausgelegt. Aber auf unseren Webseiten können Sie sich gerne selbst ein Bild davon machen.
Wie heißt das Projekt?
Esel in Mauretanien
Homepage:
www.respektiere.at
Zielsetzung:
kostenlose medizinische Versorgung der abertausenden Arbeitsesel Mauretaniens; Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Esel; Verankerung des Tierschutzgedankens in der Bevölkerung
Kurzbeschreibung des Projektes:
Wir haben einen Tierarzt angestellt, der jeden Tag mehrere Stunden unterwegs ist und an den Sammelstellen der Esel die Tiere für deren Besitzer völlig kostenlos behandelt. Außerdem lassen wir direkt in der Stadt Halfter anfertigen, wo nun die Esel nicht mehr mit dem Stock geschlagen sondern mit dem Strick gelenkt werden. 2009 hat das Projekt den Tierschutzpreis der Hanns-Rönn-Stiftung gewonnen. Die wunderschöne Zeitschrift 'Freiheit für Tiere' hat schon mehrmals über 'Esel in Mauretanien' berichtet; den bislang letzten Bericht können Sie unter http://www.freiheit-fuer-tiere.de/downloads/freiheitfuertiere320103441.pdf nachlesen!
Wer ist der Initiator?
Der Verein RespekTiere ist ein Tierrechtsverein, der in erster Linie für die so genannten 'Nutz'tiere 'zuständig' ist; nebenbei haben wir aber auch die Initiative respekTIERE IN NOT gegründet, wo wir verschiedenste Auslandsprojekte betreiben, vor allem Osttierheime mit dem Nötigsten versorgen und gegen die Tötungslager für Streunertiere in der EU arbeiten, aber auch die Obdachlosen und sozial Benachtteiligten in Österreich mit Kleidung sowie Hunde- und Katzenfutter versorgen.
Wann wurde das Projekt gestartet? Läuft es noch? Ist es längerfristig und zukunftsorientiert angelegt?
Das Projekt wurde 2005 gestartet, ist sehr langfristig angelegt. Es gibt ca. 100 000 Arbeitsesel in Nouakchott, der Hauptstadt wo wir arbeiten. Wir initiieren auch Radiowerbung vor Ort zur Thematik, stellen Aufklärungsbroschüren her, die dann an den Wasserstellen verteilt werden, geben Halfter kostenlos weiter, vergeben kleine Preise an Eselhalter, deren Tiere keine Schlagwunden aufweisen, und, und, und... Für allfällige weitere Fragen stehen wir natürlich jederzeit zur Verfügung!
Konnten bereits Erfolge oder Verbesserungen einer Situation verzeichnet werden?
Wir konnten schon sehr große Erfolge verzeichnen; unser Tierarzt versorgt mehr als 1000 Esel im Monat medizinisch! Durch einen Radiospot in den vier Landessprachen, für den ein hoher Geistlicher gewonnen werden konnte, der da sagte, dass der Koran das Schlagen von Tieren verbietet; seither können wir einen deutlichen Rückgang in grobster Mißhandlung feststellen, der Sender berichtete aufgeregt, dass jeden Tag viele Menschen anrufen um sich zu bedanken! Auch die Halterproduktion ist ein großer Erfolg - nicht zuletzt konnten damit zwei Arbeitsplätze geschaffen und tausenden Eseln das Schlagen erspart werden!
Wofür würde das Preisgeld verwendet werden?
Wir würden das Preisgeld natürlich zu 100 % dem Projekt zuführen; Möglichkeiten hierbei gibt es viele - so z. B. stellen wir die Halfter vor Ort her und die Kosten liegen bei ungefähr 3 Euro pro Stück. Mit dem Preisgeld könnte also schon eine ganze Menge an Halfter hergestellt werden:) Dann muss der Tierarzt jeden Monat bezahlt werden, sowie ein Kontrollorgan; was uns auch ganz wichtig wäre: Gerne würden wir zusätzliche Medikamente anschaffen, welche temporär (z. B. gibt es in der 'Übergangszeit' im Wüstenstaat immer wieder Erkältungswellen, welchen oft fast 50 % der Tiere erliegen...). Preise für Eselprämierungen (zur Vorbildwirkung) könnten angeschafft werden. Die Möglichkeiten finden kein Ende:)
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Typische Verletzungen am Rücken, entstanden durch das Schlagen und billigst zusammengeflicktes Zaumzeug, welches bei jedem Schritt scheuert!
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Unser Tierarzt bei der Arbeit an einer Wasserstelle, wo die meisten Esel im Einsatz sind; von dort weg bringen sie das Wasser zu den Haushalten, ein Gewicht von 2 mal 200 kg, plus der schwere Wagen, plus der Fahrer selbst...

Eine Verletzung durch den Schlagstock; die Tiere werden permanent geschlagen, oft selbst im stillstehenden Verkehr, wie um die Monotonie damit zu besiegen...
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Einen Tierarzt können sich diese Menschen niemals leisten; deshalb werden selbst schlimme Verletzungen mit einfachsten Mitteln behandelt; hier sehen Sie einen Esel, der mit Altöl eingerieben wurde, um die offene Wunde vor Fliegenbefall zu schützen. Im Futtersack befindet sich übrigens nichts als zerkleinerter Karton, der Esel muss sich aus der daraus gewonnen Zellulose ernähren...
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Die Esel sterben so, wie sie gelebt haben - unbeweint...

Hier sehen Sie unseren Dr. Dieng bei der Arbeit.

Mit Ihrer Hilfe können wir diese Tränen trocknen! Herzlichsten Dank für Ihre Mühen!!
Wie heißt das Projekt?
Asociación Amigos de Lucky, Tierschutz in der Dominikanischen Republik – für ein besseres Miteinander zwischen Mensch und Tier
Homepage:
www.amigos-de-lucky.org (im Aufbau)
Zielsetzung:
- In der gemeinsamen Zusammenarbeit von Dominikanern und Europäern versuchen wir, allen Tieren ein besseres Leben in ihrer Umgebung und ihren natürlichen Lebensräumen zu ermöglichen sowie Missstände zu beseitigen.
- Durch die Kastrationsaktionen verschaffen wir den bestehenden Populationen eine bessere Lebensqualität: Mehr Futter für die vorhandenen Tiere, für die Hündinnen kein Stress mit Läufigkeit, Schwangerschaft und Aufzucht, für die Rüden kein Stress durch Kämpfe um eine läufige Hündin, größere Akzeptanz durch die Bevölkerung, wenn die Tiere gesund sind und “schön” aussehen, kein Aussetzen mehr von schwangeren Tieren und von Welpen. Zusätzlich können wir damit eine Überpopulation langfristig verhindern und vielen Tieren ein gefährliches und trauriges Leben auf der Straße ersparen.
- Eine höhere Akzeptanz für Tier- und Naturschutz in der Bevölkerung zu schaffen, aber auch bei den Touristen zu erreichen, dass sie während ihres Aufenthalts keine “Fehler” im Sinne des Tierschutzes begehen.
- Durch Veröffentlichung unserer Arbeit auf die Missstände und auf das Elend der Tiere in der Dominikanischen Republik aufmerksam zu machen. Bei den dominikanischen Behörden Druck auszuüben, um Vergiftungsaktionen zu stoppen. In Europa, speziell in Deutschland, eine Lobby für die Tiere der Dominikanischen Republik zu bilden.
Kurzbeschreibung des Projektes:
- Kampf gegen Vergiftungsaktionen der Straßen-/Strandhunde und -katzen, bei denen die Tiere qualvoll zu Grunde gehen. Dazu nehmen wir Kontakt zu Politikern und Behörden auf, betreiben Aufklärung und zeigen Alternativen (z.B. Kastrationsaktionen) um die Überpopulation in den Griff zu bekommen. Gespräche mit Geschäftsführern der Hotels, da auch leider auf deren Betreiben immer wieder Giftköder am Strand ausgelegt werden. Selbst ein Kind musste schon durch einen Giftköder sterben - dass kann so nicht weiter gehen!
- Kampf gegen brutale Misshandlungen aller Art
- Aufklärung der Menschen, besonders der Kinder (z.B. in Schulen), wie sie verantwortungsvoll mit den Tieren umgehen und wie sie diese besser versorgen können
- Vermittlung von Respekt gegenüber den Tieren und der Natur
- Kastrationen von Straßenhunden und Katzen sowie Hunden und Katzen der armen Bevölkerung (wir kastrieren überwiegend Weibchen, um die ungewollte Population zu verhindern). Dazu arbeiten wir regelmäßig mit einem dominikanischen Tierarzt und versuchen größere Aktionen mit deutschen Tierärzten (z.B. vom Tierärztepool) zu organisieren.
- medizinische Versorgung: z.B. Impfungen, Bekämpfung von Parasiten mit Entwurmungen und Mitteln gegen Hautparasiten, Versorgung von Wunden und Behandlungen von div. Krankheiten, dafür sind wir täglich in den Straßen unterwegs
- Aufnahme und Pflege von kranken Tieren und ausgesetzten Welpen
- Vermittlung von herrenlosen Tieren und den damit verbundenen Nachkontrollen
- Schutz der einheimischen Tiere (Wildvögel, Schlangen etc.)
- Aufklärung der Touristen über das verantwortungsvolle Umgehen mit den Tieren (z.B. keine Hunde mit in die Hotels nehmen, Reitausflüge nur auf gesunden und gut gehaltenen Pferden, kein Verzehr von Langusten während der Schonzeit, Wal-Beobachtung nur mit lizenzierten Booten und Unternehmen etc.)
- Verteilung von Futter an herrenlose Tiere und Tiere von armen Familien, die kaum genug für sich selbst zum Leben haben
Wer ist der Initiator?
Mein Name ist Miriam Busch, 67'er Jahrgang, und ich bin mit meinem Mann 2004 von Berlin nach Las Terrenas/Samana in die Dominikanische Republik ausgewandert. Schon in den vorangegangenen Jahren, als wir nur als Urlauber kamen, haben wir den Strand- und Straßenhunden geholfen; haben unseren Urlaub damit verbracht, Autos zu mieten und vier Stunden zum nächsten Tierarzt zu fahren, um die Hündinnen kastrieren zu lassen oder haben Medikamente aus Deutschland mitgenommen um die Tiere medizinisch zu versorgen. Heute leben wir mit sehr vielen Tieren, auch pflegebedürftigen Patienten, auf einem großen und ruhigen Berggrundstück. Fast alle unsere Tiere haben wir von der Straße oder aus schlechter Haltung gerettet. Alle Patienten werden von uns liebevoll aufgenommen und individuell gepflegt. Bei uns gibt es keine Zwinger – alle Tiere, wie z.B. Hunde, Katzen, Pferde, Gänse, Enten, Hühner und Kaninchen etc. leben frei in einer friedlichen Gemeinschaft miteinander. Aus Mangel an finanziellen Mitteln, besteht unser Team nur aus meinem Mann und mir, da wir uns keine Angestellten leisten können. Unterstützung bekommen wir telefonisch von einer deutschen Tierärztin, mit der wir jeden Fall beraten.
Wann wurde das Projekt gestartet? Läuft es noch? Ist es längerfristig und zukunftsorientiert angelegt?
Gleich nach unserer Ankunft im Januar 2004 haben wir uns für die Belange der Tiere eingesetzt. Seitdem haben wir kontinuierlich weitergearbeitet. Die Kosten dafür haben wir fast immer aus eigener Tasche bezahlt. Als wir an unsere finanziellen und physischen Grenzen gestoßen sind, haben wir im Juli 2009 den Verein "Amigos de Lucky" gegründet und bauen nun ein Netzwerk aus Mitstreitern, Helfern und Spendern auf. Da in den meisten Dörfern des Landes weder Strom noch Wasser vorhanden sind, haben wir einen Krankenwagen mit einem großen Vorzelt gekauft und beides zu einer mobilen Tierklinik umgerüstet. So können wir überall unabhängig, unkompliziert und schnell direkte Hilfe vor Ort leisten und in einer fast sterilen Umgebung Operationen durchführen. Die mobile Tierklinik wurde erstmalig im Dezember 2009 bei einer Kastrations-Aktion von 648 Tieren eingesetzt. Täglich behandele ich kranke Tiere, kläre auf oder kämpfe gegen Vergiftungsaktionen. Wegen der Vielzahl von Tieren, die in der Dom. Rep. Hilfe und Schutz benötigen, werden wir erst aufhören zu arbeiten, wenn alle Missstände beseitigt sind...
Konnten bereits Erfolge oder Verbesserungen einer Situation verzeichnet werden?
Bisher wurden 955 Tiere kastriert – davon waren 85% Hündinnen, die restlichen 15% waren weibliche Katzen, Kater und Rüden. Damit wurden nicht nur tausenden von Welpen das harte und ungewisse Leben auf der Straße erspart, sondern es wurde eine grundsätzliche Verbesserung der Lebenssituation der Tiere in und um Las Terrenas geschaffen. Zusätzlich haben wir ca. 200 herrenlose Tiere in Familien vermittelt, ca. 1.800 Tiere entwurmt, ca. 200 Tiere geimpft und unzählige Tiere medizinisch versorgt, gepflegt, aufgepäppelt etc. Nach den Kastrations-Aktionen konnte man sehr schnell eine Verbesserung erkennen: die Hündinnen – vorher oft verängstigt, abgemagert und durch die ewigen Geburten sehr geschwächt – sind in kurzer Zeit zu gesunden und ausgelassenen Tiere geworden. Die Rüden haben weniger Bisswunden. Die Unfälle auf den Straßen haben deutlich abgenommen, da es fast keine läufigen Hündinnen mehr gibt, die von einem Rudel Rüden verfolgt werden und panisch die Straßen überqueren. Wir konnten einige Vergiftungsaktionen verhindern. Die Akzeptanz der Dominikaner gegenüber den Tieren hat sich verbessert – es gibt sehr viel mehr verantwortungsvolle Tierbesitzer. Touristen, die wir über die Missstände informiert haben, buchen keine Reitausflüge mehr auf geschundenen Pferden, nehmen keine Hunde mehr mit in die Hotels (da sie dort meist nach deren Abreise vergiftet werden) etc. Einige Wildtiere konnten wir aus den Fängen von Tierhändlern befreien und nach der Pflege wieder auswildern.
Wofür würde das Preisgeld verwendet werden?
- monatliche Kastrations-Aktion und Sprechstunde für die Tiere der armen Bevölkerung und der Straßentiere, dafür würde ein dominikanischer Tierarzt extra aus einer größeren Stadt zu uns kommen
- Beauftragung eines Anwalts um Vergiftungsaktionen zu stoppen und zu verhindern (Ein Anwalt ist hier leider von Nöten, da wir als “Gringos” nicht so viel Druck auf Behörden und Politiker ausüben können.)
- Einstellung einer Tierpflegerin, um die Auffang- und Pflegestation zu vergrößern, da die Anzahl der stationären Patienten ständig steigt

Das traurige und gefährliche Leben der Straßenhunde in der Dominikanischen Republik und es gibt so viele von ihnen...

Sie alle brauchen unsere Hilfe, denn sie sind fast verhungert, sehr krank und viele haben den häufig vorkommenden Sticker-Tumor, der sich durch den Deckakt immer weiter verbreitet.

Unsere mobile Tierklinik im Einsatz. Die Kastrationsaktionen werden von der Bevölkerung sehr gut angenommen und viele bringen ihre Hunde zum operieren oder zur medizinischen Versorgung wie z.B. Entwurmungen etc

Mittlerweile gibt es auch viele Katzen, denn obwohl sie hier immer noch verzehrt werden, steigt die Anzahl durch unkontrollierte Vermehrung. Alle Hunde bekommen während der Narkose eine Ohrmarke gesetzt, die Katzen eine Kerbe ins Ohr. So können wir nicht nur noch unkastrierte Tiere ausfindig machen, sondern die Kennzeichnung hat auch eine Schutzfunktion, sie besagt: das Tier ist kastriert und medizinisch versorgt, die Bevölkerung muss keine Angst vor ansteckenden Krankheiten oder ungewolltem Nachwuchs haben – ein Schutz vor Misshandlungen und Vergiftungen.

Erleichterte Straßenhündin nach ihrer OP. / Die Aufklärungsarbeit bei der Bevölkerung ist uns sehr wichtig. / Bei sehr armen Familien oder Straßenhunden helfen wir auch mit Futter aus.

Der Amtstierarzt sieht das erste mal in seinem Leben eine “richtige” Kastration. Er ist für die behördlichen Vergiftungsaktionen mit verantwortlich – auch ihn gilt es von unserem Projekt zu überzeugen und zum Umdenken zu bewegen.
Initiatorin:
Melanie Knies
Homepage:
www.pfotenweise.de
Hunde aus dem Tierschutzprojekt Niemandshunde e. V. oder anderen werden bei mir in Pflege aufgenommen. In Kooperation mit dem Dog-Institut Berlin werden diese Hunde zu Therapiehunden ausgebildet und als "Experten" weitervermittelt. Einsätze für Therapiehunde können sein: - Schulen und Kindergärten - Seniorenheime - Pflegeheime - Krankenhäuser - Gefängnisse (hier könnten ganz eigene Projekte entstehen siehe Film "Underdogs" oder Projekt "Puppies behind bars", USA) - Hospize - Praxen für Physiotherapie, alternative Heilmethoden etc. Ein ausgebildeter Therapiehund hat deutlich mehr Vermittlungschancen als ein "normaler" Hund und die Schutzgebühr kann entsprechend erhöht werden und dem Verein zugute kommen. Menschen, die einen Therapiehund übernehmen, helfen mit seinem Einsatz anderen Menschen. Therapiehunde können Arbeitslosen zu einer Beschäftigung verhelfen. Therapiehunde können ungemein das Image der Tierheimhunde verbessern und auf die Tierschutzarbeit aufmerksam machen. (Therapie-)Hunde helfen, heilen, spenden Kraft, Mut und Freude und lassen lächeln.
Die Vermittlung dieser Hunde würde absolut professionell verlaufen. Vor- und Nachkontrollen sind Voraussetzung, um das Wohl der Hunde, das im Fokus steht, im Auge zu behalten. Ich würde eine eigene Internetpräsenz "mit Stil" errichten. Diese Hunde sollen nicht wie andere per Kleinanzeige "verramscht" werden, sondern als Profis an passende Halter vermittelt werden. Die Idee kam von meiner Hündin Gioia, die seit Februar bei mir ist. Sie kommt aus dem Rifugio aus Sardinien, da ich seit Jahren als Helfer für den dort agierenden Verein Niemandshunde e. V. tätig bin. Gioia ist ca. 1,5 Jahre alt, wie 99 % der Hunde ein soziales Highlight, geräuschunempfindlich und völlig ausgeglichen. Auf der Suche nach einer Beschäftigung für sie und mich kam ich auf die Idee der Therapiehundausbildung, weil Gioia dafür einfach prädestiniert erscheint und es meinem Helfersyndrom zugute kommt. Und die Ausbildung macht uns beiden einen Riesenspaß und erste Erfahrungen in einer Gruppe dementer Menschen haben gezeigt, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben. Und dieser Weg könnte auch für andere Menschen interessant sein.
Wofür würde das Preisgeld verwendet werden?
www.pfotenweise.de
Therapiehündin Gioia