Kastrations- und Kennzeichnungsaktion für Streunerkatzen
im Landkreis Zwickau
Zwickau/Hattersheim, 28.01.2013 – Gemeinsam mit dem Tierschutzverein Zwickau und Umgebung hat das Bündnis „Pro Katze“ eine Kastrationsaktion heute im Raum Zwickau organisiert, um die unkontrollierte Vermehrung von Streunerkatzen einzudämmen.
Schätzungsweise zwei Millionen Streunerkatzen fristen in Deutschland ein erbarmungswürdiges Leben - und es werden immer mehr. Um ihre rasante Verbreitung und das damit verbundene Tierleid zu stoppen, haben die drei großen Tierschutzorganisationen TASSO, VIER PFOTEN und bmt das Bündnis „Pro Katze“ gegründet. Neben der politischen Forderung nach einer bundesweiten Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hauskatzen mit Freigang führt „Pro Katze“ auch umfassende Kastrationsprojekte durch.
Am 28. Januar 2013 ließ das Bündnis „Pro Katze“ die ersten vier der im Landkreis Zwickau frei lebenden Streunerkatzen durch einen Tierarzt kastrieren. Weitere Katzen werden in den nächsten Monaten folgen. Die Kosten des Projekts trägt das Bündnis „Pro Katze“. Die herrenlosen Tiere wurden außerdem medizinisch versorgt, gegen Parasiten behandelt und gechipt. Anschließend wurden sie in ihrem Revier wieder freigelassen. Die notwendigen Transponder zur Kennzeichnung stellte die Firma „Tierchip Dasmann“ kostenlos zur Verfügung. Registriert wurden die Streuner bei TASSO e. V., Europas größtem Haustierregister, auf den Tierschutzverein Zwickau und Umgebung.
Schätzungsweise einige Hundert Streunerkatzen leben im Raum Zwickau, so die Schätzung von Dr. Claudia Ruf, Vorsitzende des TSV Zwickau. Darüber hinaus wird das Bündnis „Pro Katze“ in den kommenden Wochen auch eine Kastrationsaktion in Chemnitz durchführen.



Im Februar 2013 startete unsere Kastrationsaktion in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen. Zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung helfen uns, die Streunerkatzen zu finden und einzufangen. So konnten wir bereits bei unseren ersten Einsätzen rund 40 Katzen kastrieren und wieder freilassen. Zusätzlich werden die Streunerkatzen auch mit einem Mikrochip gekennzeichnet und registriert, sowie gegen Parasiten behandelt.
Die Einsätze sind eine gemeinsame Aktion mit der Tierschutzgruppe Bruchhausen-Vilsen und Umgebung e.V., und den Tierärzten aus der Region: Dr. Sagell und Dr. Hermisson (Asendorf), Dr. Gronbach (Bruchhausen-Vilsen), Dr. Mielke (Martfeld) und Frau Richter (Hoya).
Dank der Zusammenarbeit mit mehreren Tierärzten sind die Wege kurz; wir können die eingefangenen Katzen immer sehr schnell zur nächst gelegenen Praxis bringen, was unsere Arbeit sehr erleichtert.
Weitere Informationen:
Webseite der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen
Katzenverordnung Bruchhausen-Vilsen
Text: Vier Pfoten
Bruchhausen-Vilsen/Hattersheim, 09. November 2012 – Seit dem 1. Oktober gilt im Landkreis Diepholz die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Hauskatzen mit Freigang. Zusammen mit dem Bündnis "Pro Katze" (TASSO e.V., VIER PFOTEN, bmt e.V.) wird die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen jetzt beispielhaft aktiv, um die Verordnung auf einen guten Weg zu bringen. Neben finanziellen Zuschüssen für Katzenhalter sind Infostände sowie eine große Kastrationsaktion für Streunerkatzen geplant. Laut der neuen Verordnung müssen Katzenhalter, die ihr Tier außerhalb der Wohnung frei laufen lassen, dieses zuvor kastrieren und mittels Mikrochip kennzeichnen lassen.
Kastrationen von Streunerkatzen
Im Februar 2013 wird das Bündnis "Pro Katze" zusammen mit der "Tierschutzgruppe Bruchhausen-Vilsen und Umgebung e.V." die im Samtgemeindegebiet lebenden Streunerkatzen kastrieren. Vier Tierärzte haben ihre Unterstützung bereits zugesagt. Die Kosten des Projekts trägt das Bündnis „Pro Katze“. Alle herrenlosen Tiere werden medizinisch versorgt, kastriert, gegen Parasiten behandelt und gechipt. Anschließend werden sie in ihrem Revier wieder freigelassen. Die notwendigen Transponder zur Kennzeichnung stellt die Firma Tierchip Dasmann kostenlos zur Verfügung. Registriert werden die Streuner bei TASSO e.V., Europas größtem Haustierregister, auf die Tierschutzgruppe Bruchhausen-Vilsen.
Genauere Informationen zur Kastrationsaktion werden am 14.12.2012 auf einer Pressekonferenz im Rathaus der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen bekanntgegeben.
Zuschüsse für Katzenhalter
Ab sofort und befristet bis zum Abschluss des Kastrationsprojektes im Februar 2013 bekommen Katzenhalter in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen von der Samtgemeinde einen Kastrations-Zuschuss von zehn Euro für einen Kater und zwanzig Euro für eine Katze. Weitere Informationen zu den Zuschüssen sind bei der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen (Bürgerbüro/Ordnungsamt – Tel.: 04252-391/208-212 direkt zu erfragen.
Infostände
Auf den Weihnachtsmärkten in Bruchhausen-Vilsen (1./2. Dezember) und Asendorf (16. Dezember) ist das Bündnis "Pro Katze" mit einem Informationsstand zum Thema Streunerkatzen vertreten. Interessierte Passanten erhalten dort Informationsmaterial über die bestehende Verordnung sowie über das geplante Kastrations-Projekt.
Das Bündnis „Pro Katze“ (TASSO, VIER PFOTEN und Bund gegen Missbrauch der Tiere) hat am 11. September 2012 erneut Katzenkastrationsaktionen vor Ort durchgeführt. Diesmal in den Tierheimen Elisabethenhof in Reichelsheim und Butzbach. 17 freilebende Katzen wurden an diesem Tag kastriert, um eine weitere unkontrollierte Fortpflanzung und somit weiteres Katzenleid zu verhindern. Darüber hinaus wurden die Streuner tierärztlich behandelt, mit Mikrochips gekennzeichnet und bei TASSO registriert. Weitere Katzen folgen in den nächsten Tagen. Insgesamt werden im Rahmen dieser Aktion 60 Streunerkatzen kastriert. Anwesend war auch die Schirmherrin des Bündnisses „Pro Katze“, die Fernsehjournalistin Dr. Claudia Ludwig („Zeit für Tiere“). Die Mikrochips für die Kastrationsaktionen des Bündnisses „Pro Katze“ wurden freundlicherweise von der Fa. Tierchip Dasmann zur Verfügung gestellt.
v.l.: Christian Werner (bmt), Andrea Thümmel (TASSO), Sandra Hönisch (VIER PFOTEN), Mike Ruckelshaus (TASSO), Dr. Claudia Ludwig
Dr. Claudia Ludwig mit kleiner Streunerkatze.
v.l.: Sandra Hönisch (VIER PFOTEN), Martina Löhwing (Tierheim Butzbach), Mike Ruckelshaus (TASSO)
Das Team bei der Arbeit.
Der kleiner Patient.
Die Streuner wurden mit Mikrochips - gesponsort von der Firma Tierchip Dasmann - gekennzeichnet und bei TASSO registriert. Mit einem Lesegerät wird hier gerade überprüft, ob der Chip einwandfrei funktioniert.
Andere Patienten warten schon.
Bündnis „Pro Katze“ unterstützt die Bestrebungen des Landkreises
24.08.2012 - Das Bündnis "Pro Katze" - ein Zusammenschluss der drei großen Tierschutzorganisationen TASSO, VIER PFOTEN und Bund gegen Missbrauch der Tiere hatte sich bereits vor Monaten erfolgreich für die Einführung einer Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen mit Freigang in Osnabrück eingesetzt und wirkt aktiv an der Umsetzung mit. Jüngst unterstützt das Bündnis nun die Bemühungen, entsprechende Regelungen im Landkreis Lüneburg einzuführen. Der Landkreis Lüneburg hatte im Juli dieses Jahres einen Entwurf für eine Verordnung vorgelegt. Sechs von zehn Landkreisgemeinden zeigten sich kooperativ, die übrigen vier Gemeinden sehen derzeit keinen Handlungsbedarf.
Das Bündnis hat nun die Gemeinden im Landkreis Lüneburg nachdrücklich aufgefordert, die Verantwortung für die Katzen in ihrem Gemeindegebiet zu übernehmen und kommunale Kastrationssatzungen zu erlassen. Gleichzeitig haben die Tierschützer den Bürgermeistern ihre Unterstützung bei der Umsetzung der Verordnungen zugesagt. "Die Brisanz des Themas ist den meisten Politikern und Katzenbesitzern einfach noch nicht bewusst", so Mike Ruckelshaus vom Bündnis "Pro Katze". "Durch die unkontrollierte Vermehrung unkastrierter Katzen entsteht nicht nur immensens Tierleid. Die Situation stellt die finanziell ohnehin schon angeschlagenen Tierheime vor oft unlösbare Kapazitätsprobleme".
Vorrangiges Ziel des Bündnisses ist es, Regelungen zur Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hauskatzen mit Freigang in das Tierschutzgesetz aufzunehmen.
Am 19. Juni 2012 stimmt der Osnabrücker Stadtrat über die Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht ab.
Hattersheim, Osnabrück, 5. Juni 2012 – Es tut sich was! Seit heute können die Bürgerinnen und Bürger von Osnabrück Einblick in die Beschlussvorlage zur Kastrations-Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen nehmen.
Schätzungen zufolge gibt es rund 15.000 Stubentiger in den Haushalten der niedersächsischen Stadt. Hinzu kommen unzählig viele verwilderte Katzen. „Gewähren Besitzer ihren nicht kastrierten Tieren Zugang ins Freie, tragen diese erheblich zur Vergrößerung der Streunerkatzen-Population und dem damit verbundenem Leid bei“, erläutert Dr. Martina Stephany von der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN.
Das Bündnis „Pro Katze“, ein Zusammenschluss der Tierschutzorganisationen TASSO e. V., VIER PFOTEN und Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt), hat sich dieser Problematik angenommen und intensive Aufklärungsarbeit betrieben. Mit Erfolg, die Stadt Osnabrück hat erkannt, dass dringend Handlungsbedarf besteht und eine Beschlussvorlage ausgearbeitet, an der das Bündnis „Pro Katze“ im Vorfeld mitgewirkt hat. Demnach sollen Katzen künftig kastriert, gekennzeichnet und registriert werden. „Bislang wurde die Registrierungspflicht von sehr wenigen Gemeinden aufgenommen. Dabei ist sie unverzichtbar, damit ein Tier im Verlustfall seinem Besitzer schnell zugeordnet und zurück gebracht werden kann“, führt Philip McCreight, Leiter von TASSO e.V. weiter aus. Der Verordnungsentwurf sieht zudem Zuschüsse für Öffentlichkeitsarbeit und Kastrationen von Hauskatzen und verwilderten Samtpfoten vor.
„Nach Verabschiedung des vorgelegten Beschlusses wird das Bündnis „Pro Katze“ die Stadt Osnabrück bei der Umsetzung von Kastrationen und der Öffentlichkeitsarbeit tatkräftig zur Seite stehen“, bekräftigt Petra Zipp, Vorsitzende des bmt. Das Bündnis fordert den Rat der Stadt Osnabrück auf, allen geplanten Maßnahmen zuzustimmen und somit eine Vorbildfunktion in Sachen Katzenschutz einzunehmen.
Interessierte Bürger können den Verordnungsentwurf unter folgendem Link einsehen:
https://ris.osnabrueck.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1001026&options=4
Das Bündnis „Pro Katze“ kastrierte am 11. und 12. Juni in Syke (Landkreis Diepholz) neun Katzen eines kleinen Bauernhofs.
Mit vor Ort: ein Filmteam vom Fernsehsender VOX.
Copyright:DOGMA TV Produktions GmbH

Das Tierheim Arche Noah in Brinkum war Schauplatz der ersten Katzenkastrationsaktion des Bündnisses „Pro Katze“. Die drei Tierschutzorganisationen TASSO, Bund gegen Missbrauch der Tiere und VIER PFOTEN hatten das Bündnis Ende letzten Jahres gegründet, um auf die Folgen der unkontrollierten Vermehrung von Straßenkatzen aufmerksam zu machen und gesetzliche Regelungen zur Kastration, Kennzeichnung und Registrierung von Katzen mit Freigang zu fordern. Neben einer Online-Petition und einem Brief an den Deutschen Städte- und Gemeindebund sind zahlreiche Kastrationsaktionen in ganz Deutschland geplant. Der bei der Aktion im Tierheim anwesende Bürgermeister der Samtgemeinde Siedenburg und Vorsitzende der Bürgermeisterkonferenz im Landkreis Diepholz, Dirk Rauschkolb, begrüßte die Katzenkastrationsaktion in seinem Landkreis. Er befürworte eine Kastrationspflicht und strebe eine Lösung für die Straßenkatzen nach dem Paderborner Modell an.
Mike Ruckelshaus, tierschutzpolitischer Sprecher bei TASSO, betont: „Hauskatzen mit Zugang ins Freie tragen zu einer erheblichen Verschärfung des Problems bei.“ Er appelliert an alle Katzenbesitzer, sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein und eigene Tiere zu kastrieren, da sich die Straßenkatzen auch mit Hauskatzen paaren. „Eine einzige Katze kann im Laufe von nur wenigen Jahren für tausende von Nachkommen sorgen, da diese bereits mit wenigen Monaten geschlechtsreif sind und wiederum selbst Nachwuchs produzieren.“ Die stetig anwachsende Population der Straßenkatzen und das daraus resultierende Katzenleid sind schon jetzt durch den Tierschutz allein nicht mehr zu bewältigen.
Das Tierheim Arche Noah in Brinkum war Schauplatz der ersten Katzenkastrationsaktion des Bündnisses „Pro Katze“. Sehen Sie sich hier den Film zur Aktion an:
Das Bündnis "Pro Katze" hat an die deutschen Städte und Gemeinden geschrieben, um kommunale Kastrationssatzungen nach dem Vorbild Paderborns einzufordern:
Brief an den Präsidenten des Deutschen Städte- und Gemeindebundes
Brief an die (Ober-)Bürgermeister/innen der deutschen Städte und Gemeinden
Lesen Sie hier die Antwortschreiben der Städte und Gemeinden:
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Flyer zur Aktion zum Download
Fordern Sie hier unsere kostenlosen Aufklärungskarten zum Verteilen und Auslegen an.
Bitte beachten Sie:
Die Zusendung der gewünschten Materialien kann 5-10 Werktage dauern.
*Diese Felder müssen ausgefüllt werden.
Affringhausen
Aldenhoven
Alfhausen
Altena
Amelinghausen
Ammerland
Ankum
Apen
Arholzen
Arnsberg
Asendorf
Axstedt
Bad Driburg
Bad Dürrenberg (Sachsen-Anhalt)
Bad Harzburg
Bad Oeynhausen
Bad Zwischenahn
Bahrenborstel
Balve
Barenburg
Barnstorf
Barntrup
Barßel
Barver
Bassum
Bergheim
Bersenbrück
Betzendorf
Beverstedt
Blomberg
Bockhorn
Bonn
Borstel
Bösel
Bramstedt
Bremen
Bremerhaven (Bremen)
Brilon
Brockum
Bruchhausen-Vilsen
Bünde
Büren
Cappeln
Celle
Cloppenburg
Deensen
Delmenhorst
Detmold
Dickel
Dielmissen
Diepholz
Drebber
Drentwede
Driftsethe
Edewecht
Eggermühlen
Ehrenburg
Eimen
Emstek
Enger
Ense
Eschershausen
Eschweiler
Essen
Extertal
Eydelstedt
Freistett
Friesoyte
Fröndenberg/Ruhr
Garrel
Gehrde
Geseke
Gütersloh
Hagen
Halle
Hambergen
Heinade
Hemsloh
Herford
Herzogenrath
Hessisch Lichtenau (Hessen)
Hiddenhausen
Hilchenbach
Hildesheim
Holste
Holzen
Horn-Bad Meinberg
Hüde
Hürth
Iserlohn
Jülich
Kall
Kerpen
Kettenkamp
Kirchdorf
Kirchlengern
Kürten
Lage
Langen
Lastrup
Leer
Lembruch
Lemförde
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Lindern
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Löhne
Löningen
Loxstedt
Lübberstedt
Lüerdissen
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Marl
Marl
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Mellinghausen
Menden
Merzenich
Möhnesee
Molbergen
Neuenkirchen
Neuss
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Oer-Erkenschwick
Oerlinghausen
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Oldendorf/Luhe
Osnabrück
Osterholz-Scharmbeck
Paderborn
Porta Westfalica
Quernheim
Radeberg (Sachsen)
Rastede
Recklinghausen
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Rehlingen
Rieste
Rietberg
Ritterhude
Rödinghausen
Sandstedt
Sarstedt
Saterland
Schiffdorf
Schlangen
Schleusingen (Thüringen)
Schloss Holte-Stukenbrock
Scholen
Schwaförden
Schwarme
Schwerte
Siedenburg
Siegen
Soderstorf
Soest
Spenge
Stadtoldendorf
Staffhorst
Stemshorn
Stolberg
Stuhr
Sudwalde
Sulingen
Sundern
Süstedt
Syke
Titz
Twistringen
Uthlede
Varrel
Verden
Verl
Versmold
Vlotho
Vollersode
Wagenfeld
Wangelnstedt
Wangerooge
Weener
Wehrbleck
Westerstede
Wetschen
Weyhe
Wiefelstede
Wildeshausen
Wilhelmshaven
Wülfrath
Wulsbüttel
Würselen
Zetel

Noch sehen wir sie nicht, weil sie sich in Hinterhöfen und Kasernen verstecken. Aber wie lange wird es dauern, bis die Population der Streunerkatzen so groß wird, dass sie - wie in Südeuropa – zum täglichen Straßenbild auch bei uns gehören? Zigtausende von herrenlosen Katzen in Deutschland vermehren sich mindestens zweimal im Jahr. Deren Junge werden bereits mit 5 Monaten geschlechtsreif und bekommen auch wieder Junge. Die Versorgung der Katzen und die Kastrationen werden im Augenblick von einigen wenigen, engagierten Tierschützern getragen. Die Städte, die Lösungen für das Katzenelend ins Leben gerufen haben, lassen sich an einer Hand abzählen.
Um die Wichtigkeit des Themas zu unterstreichen, hat TASSO zusammen mit dem Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt) und VIER PFOTEN Ende vergangenen Jahres das Bündnis „Pro Katze” gegründet und fordert die Kastration, Kennzeichnung und Registrierung für alle freilaufenden Katzen und Katzen mit Zugang ins Freie. Nur so lässt sich das Elend der herrenlosen Streunerkatzen wirkungsvoll und nachhaltig eindämmen. Die Fernsehmoderatorin Claudia Ludwig unterstützt das Bündnis als Schirmherrin.
Was tun bei Sichtung oder gar unbeabsichtigtem Fang einer Wildkatze?
Nach dem Bundesnaturschutzgesetz und gem. Anhang IV FFH-Richtlinie ist die Wildkatze (F. silvestris) streng geschützt und darf weder gefangen noch kastriert werden, da hierdurch Wiederansiedlungsprojekte bzw. die Erholung der Wildkatzenpopulation gefährdet werden können. Sichtungen oder gar Totfunde sollten den zuständigen Naturschutzbehörden der Landkreise gemeldet werden.
Veranstaltungshinweis:
Multivisionsvortrag: Auf den Spuren der Wildkatze im Hunsrück
BUND, Naturpark Saar-Hunsrück, Umwelt-Campus Birkenfeld und Hunsrückverein veranstalten am Donnerstag, 23.05.2013, 19.30 Uhr im Umweltcampus Birkenfeld, 55768 Hoppstädten-Weiersbach, Campusallee, Gebäude 9938 einen Multivisionsvortrag „Auf den Spuren der Wildkatze im Hunsrück“. (Foto: Klaus Goerg)
Gabriele und Harry Neumann entführen Sie in das Reich der Wildkatzen, den „Tigern auf leisen Pfoten“ und informieren Sie über deren Lebensweise, Bedeutung und Vorkommen dieser europaweit streng geschützten Art. Sie leben zurückgezogen und versteckt, vor allem in urwüchsigen, naturnahen Wäldern. Meist schlafen sie tags¬über und jagen nachts. Und sie sind scheu. Deshalb bekommt sie kaum jemand zu Gesicht. Aber sie sind da. In unseren Wäldern gibt es sie: die Europäische Wildkatze (Felis silvestris silvestris).
Harry und Gabriele Neumann zeigen in diesem Benefizvortrag eindrucksvolle Bilder und Filmausschnitte und möchten damit das Engagement des Wildkatzenzentrums Wildenburg und des BUND für die Wildkatze unterstützen.
Zeigen auch Sie der Natur und der Wildkatze in unserer Heimat Ihre Verbundenheit.
Ein besonderer Dank geht an Umweltministerin Frau Ulrike Höfken, die die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung übernommen hat.
Der Eintritt ist frei. Wir bitten um eine Spende zur Finanzierung der Aufzucht-, Pflege- und Auswilderungsstation des Wildkatzenzentrums Wildenburg.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.wildfreigehege-wildenburg.de
Info:
Gabriele Neumann ist Naturwissenschaftlerin und ausgewiesene Expertin für Wildkatzen.
Harry Neumann ist Naturfotograf und Landesvorsitzender des BUND Rheinland-Pfalz.
Hintergrund:
Bundesweit wird der Bestand der Wildkatzen auf etwa 5.000 – 7.000 Exemplare geschätzt. In Rheinland-Pfalz leben alleine ca. 3.000, davon im Hunsrück ca. 1.000 Exemplare. Dies zeigt die besondere Verantwortung des Landes Rheinland-Pfalz für diese stark bedrohte Tierart.
Extra:
"Wir haben geglaubt, es habe jemand die armen Kätzchen böswillig ausgesetzt." "Die Mutter hat die hilflosen Tiere verlassen - bestimmt ist sie tot." So oder so ähnlich fangen die meisten Geschichten der Fundkätzchen an. Die armen ach so süßen Katzenbabys mit ihren blauen Augen, die beim Waldbesuch entdeckt werden, erwecken das Helfersyndrom.
Schnell werden die kleinen Kätzchen mit nach Hause genommen. Liebevoll wird Katzenfutter besorgt und die kleinen Kätzchen gefüttert. Die Kätzchen bekommen Durchfall und landen im Tierheim, bei Tierärzten oder Menschen, die sich um verwilderte Katzen kümmern.
Die Kätzchen fauchen, spucken, schlagen mit den Pfoten und knurren drohend. Nun kommt der Verdacht auf, es könnte sich um Wildkatzen handeln.
Nachdem einige Tage vergangen sind, wird das Wildkatzenzentrum informiert. Leider ist es zu spät um die Tiere an den Fundort zur Mutter zurückzubringen. Sie hat die Suche aufgegeben.
Nun schnell die Waisenkinder in Quarantäne bei unserer Tierärztin Frau Dr. Saxler unterbringen. Die Ernährung wird umgestellt. Der Durchfall ist weg. Es folgen Untersuchungen, Impfungen und die Kleinen werden geschippt. Es werden Proben entnommen um per Gentest festzustellen, ob es sich um echte Wildkatzen handelt. Danach kommen sie in die Auffangstation ins Wildfreigehege. Nach der zweiten Impfung geht es in die Auswilderungsgehege. Nach mehreren Monaten, wenn sie alt genug sind und selbständig Beute greifen können, erfolgt die Auswilderung.
Hätten sich die Waldbesucher richtig verhalten, wäre den Kätzchen unnötiger Stress und Gefangenschaft erspart geblieben. Sie hätten viel von ihrer Mutter für das Überleben in der Wildnis lernen können. Das Team des Wildkatzenzentrums hätte viel Arbeit gespart. Außerdem sind je Tier zwischen 3.000 und 5.000 Euro an Kosten entstanden.
Katzenbabys im Wald gefunden - Wie verhalte ich mich richtig?
• Bei getigerten Kätzchen im Wald besteht immer der Verdacht auf Wildkatzen!
• Hände weg! Kätzchen nicht anfassen!
• Den Fundort merken und sich entfernen! Die Katzenmutter ist auf Beutezug um Nahrung zu besorgen oder hat sich vor Ihnen versteckt. Sie kommt zurück und kümmert sich um ihren Nachwuchs.
• Jäger, Förster oder Naturschutzbehörde informieren! Diese Personen können aus sicherer Entfernung beobachten, ob die Tiere wirklich verwaist sind. Bei der Wildkatze handelt es sich um eine streng geschützte Art. Es ist strafbar sich die Tiere anzueignen.
Das Wildkatzenzentrum mit seiner Auffang- und Auswilderungsstation ist für echte Notfälle da. Etwa, wenn das Muttertier überfahren wurde oder bei Holzrückearbeiten zu Tode kam sowie für verletzte Tiere.
Bitte beachten Sie diese Hinweise. Die Wildkatzen sind wild und wollen es auch bleiben.
Hunsrückverein e.V.
Wildkatzenzentrum Wildenburg
Geschäftsführer Klaus Görg
Brühlstr. 16
55756 Herrstein
Tel. 06785-79151