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Landwirtschaftsministerium in Kroatien lässt wahllos Tiere töten

 
Am 14. Juni 2012 wurde  in Zagreb bei der Untersuchung eines jungen Hundes der Verdacht auf Tollwut geäußert. Ohne weitere Untersuchungen, die diesen schwerwiegenden Verdacht hätten bestätigen können, wurde daraufhin von dem verantwortlichen Veterinäramt im Landwirtschaftsministerium eine beispiellose Tötungsaktion im Großraum Zagreb ausgelöst. 

Allein im städtischen Tierheim in Dumovec, aus dem der junge, tollwutverdächtigte Hund stammte, wurden bis 17. Juni 2012, also innerhalb von nur 3 Tagen, über 50 Hunde getötet. Das Asyl  des Tierschutzvereins  „Noina Arka“, der seine Anlage in der Nachbarschaft betreibt, blieb auch nicht verschont. Dort wurden 10 Hunde und 7 Katzen getötet. Wahllos haben 3 Tierärzte des Landwirtschaftsministeriums weitere Tiere getötet, ohne eine wirkliche Gefahr und damit den Nachweis der Notwendigkeit  solch drastischer Maßnahmen zu erbringen. Dabei wurde auch der Nachweis eines  gültigen Impfschutzes gegen Tollwut ignoriert.  Die Tötungen dauern unvermindert an.

TASSO und der „Förderverein Tierschutzprojekt Kroatien“  protestierten gegen die grausame Vorgehensweise des  kroatischen Landwirtschaftsministerium, ohne Nachweis zwingender Notwendigkeit die Tötung unschuldiger Tiere angeordnet oder geduldet zu haben.  Diese grausame Aktion verstößt nach Aussagen des "Fördervereins Tierschutzprojekt Kroatien" eindeutig gegen das kroatische Tierschutzgesetz und ist somit strafrechtlich zu ahnden.  Diese völlig unnötige Aktion widerspricht dem Eid, den alle Tierärzte ablegen, nämlich sich dem Schutz der Tiere verpflichtet zu fühlen. "Wir verurteilen diese Morde an unschuldigen Lebewesen scharf und verlangen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.  Mit den Tierschutzorganisationen vor Ort erklären wir uns solidarisch", so Volker Fritzemeier, Vorsitzender des  Fördervereins Tierschutzprojekt Kroatien e.V. Fritzemeier weiter: "Die Vermutung liegt nahe, dass hier ein minderer Grund gefunden wurde, endlich wieder eine groß angelegte Tötungsaktion durchführen zu können, wie es vor Jahren noch üblich war."


Folgendes Schreiben wurde im Rahmen einer Protestaktion an das kroatische Landwirtschaftsministerium geschickt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 14. Juni wurde in Zagreb bei der Untersuchung eines jungen Hundes der Verdacht auf Tollwut geäußert. Ohne weitere Untersuchungen, die diesen schwerwiegenden Verdacht hätten bestätigen können, wurde daraufhin von dem verantwortlichen Veterinäramt im Landwirtschaftsministerium eine beispiellose Tötungsaktion im Großraum Zagreb ausgelöst, der innerhalb kürzester Zeit über 50 Hunde zum Opfer fielen.

Dieses sinnlose Morden unschuldiger Hunde ohne hinreichenden Verdacht auf Tollwut kann nicht hingenommen werden. Kroatien gilt als fortschrittliches Land mit freundlichen Menschen und lebt nicht zuletzt vom Tourismus. Sie sind auf dem besten Weg, dieses Image zu zerstören und Ihrem Land damit nicht absehbaren Schaden zuzufügen.

Ich verurteile diese schändlichen Tötungen und protestiere gegen die grausame Vorgehensweise des kroatischen Landwirtschaftsministeriums. Ich fordere zentralisierte, mit Prüfungen verbundene Weiterbildung der Veterinär- Inspektoren.

Mit freundlichen Grüßen
 


Mehr über die Zustände in Kroatien erfahren Sie unter:

www.animal-friends-croatia.org
 

In Kürze erfahren Sie auf dieser Seite mehr über den aktuellen Stand der Dinge in Kroatien.
  

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