300.000 Hunde und Katzen entlaufen jährlich in Deutschland. Ohne eine Kennzeichnung durch Mikrochip oder Tätowierung und eine anschließende Registrierung in einem zentralen Register können diese Tiere nicht an ihre Besitzer zurück vermittelt werden. Folglich werden viele von ihnen in Tierheimen untergebracht. Doch schon jetzt sind die meisten Tierheime in Deutschland durch Überfüllung und aufgrund der Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise und einem damit einhergehenden Spendenrückgang, in ihrer Existenz bedroht. Für die Tierhalter ist der Verlust des geliebten Haustieres immer mit großem Leid und Verzweiflung verbunden. Die Tiere selbst sind aus ihrer vertrauten Umgebung herausgerissen und plötzlich mit dem tristen Tierheimalltag konfrontiert. Viele von ihnen können nie wieder an ihre Besitzer zurück vermittelt werden. (Foto: fotolia ©Olivier Tuffé)
Mit unserer Petition möchten wir erreichen, dass die Politik eine gesetzliche Grundlage schafft, damit alle entlaufenen Hunde und Katzen innerhalb kürzester Zeit wieder zu ihren Besitzern zurück vermittelt werden können. Dies geht nur durch die Einführung einer gesetzlichen Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht, die allen Hunde- und Katzenbesitzern vorschreibt, ihre Tiere kennzeichnen und registrieren zu lassen. Wenn alle Hunde und Katzen gekennzeichnet und registriert sind, kann den Tieren und den Tierhaltern selbst auf diese Weise viel unnötiges Leid erspart werden. Gleichzeitig könnten die ohnehin schon finanziell angeschlagenen Tierheime durch eine rasche Rückvermittlung entlaufener Haustiere spürbar entlastet werden.
Schon jetzt spart allein TASSO durch die erfolgreiche Rückvermittlung von jährlich zirka 52.000 entlaufenen Tieren den deutschen Tierheimen Kosten in Höhe von 9,8 Millionen Euro pro Jahr. Wären alle in Deutschland gehaltenen 5,2 Millionen Hunde und 7,5 Millionen Katzen mit einem Mikrochip oder per Tätowierung gekennzeichnet und in einem Zentralregister erfasst, könnten den Tierheimen Kosten in Höhe von über 22 Millionen Euro pro Jahr erspart werden. Darüber hinaus könnte das Aussetzen von Haustieren dann endlich effektiv geahndet werden.
Bislang hat der Gesetzgeber wenig unternommen, um den finanziell angeschlagenen Tierheimen zu helfen und dafür zu sorgen, dass entlaufene Haustiere schnell wieder zu ihren Besitzern zurück können. Deshalb müssen wir jetzt Druck auf die politisch Verantwortlichen ausüben. Nur wenn zahlreiche Tierfreunde die Petition unterschreiben, besteht die Chance, dass die Politik das Thema auf die Agenda nimmt und endlich handelt.
Pressemitteilung:
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