Home > Tierschutz > News > Archiv > 2009 > Nicht nur am Martinstag und zu Weihnachten: Gänse leiden das ganze Jahr

Nicht nur am Martinstag und zu Weihnachten: Gänse leiden das ganze Jahr

06.11.2009
1,5 Millionen Gänse landen jedes Jahr auf deutschen Tellern. Welche Qualen die Gans bis zu diesem Zeitpunkt durchmachen musste, erfahren Sie hier.
 
Die meiste Zeit ihres ohnehin nur 84 Tage dauernden Lebens verbringt sie bei Kunstlicht in viel zu engen Drahtkäfigen und wird gemästet, um möglichst schnell an Gewicht zuzunehmen. Ungarn, Polen und Frankreich sind die Hauptlieferanten für diese zweifelhafte Delikatesse, weil die deutsche Produktion die Nachfrage gar nicht mehr decken kann.  "Mit der Wahl von Biogänsen weiß man zumindest, dass das Tier im Freien und immerhin einige Monate leben durfte", rät Andrea Thümmel, Pressesprecherin bei TASSO allen Tierfreunden, die auf Fleisch nicht verzichten möchten. Diese ethische Frage muss also jeder für sich entscheiden. Das Lebendrupfen der Gänse wird von der Tierschutzorganisation allerdings auf das Schärfste kritisiert. Hier darf es kein "ja, aber""geben. Bis zu vier Mal im Jahr werden den Tieren bei lebendigem Leib und unter starken körperlichen und seelischen Qualen die Daunen ausgerissen. Oft genug werden die Tiere dabei massiv verletzt. Eine Traumatisierung erleiden sie allemal, wie die Tierschutzorganisation Vier Pfoten e.V. berichtet. Den Arbeitern sind die Tiere ziemlich egal, es geht um das schnelle Geld und das wird pro gerupfter Gans bezahlt. Leider gibt es kein Gütesiegel, das darüber Auskunft gibt, ob es sich um einen grausamen Lebendrupf oder einen Tod-Rupf, bei dem die Tiere dann zumindest keine Schmerzen erleiden müssen, handelt. Selbst wenn man ein Etikett mit "Tod-Rupf" entdeckt, heißt das nicht, dass die Gans nicht schon ihr ganzes Leben lang gerupft wurde. Da bleibt dem Verbraucher nur eins: Auf Daunenprodukte in Zukunft ganz zu verzichten!
 
rss
 Impressum  Kontakt  Datenschutz  Sitemap 

Spenden Sie jetzt online Registieren Sie Ihr Tier online

Gesetzliche Regelung gefordert

Gesetzliche Regelung gefordert Ja zur Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hunde und Katzen. ...

Aktuelle Pressemeldung

19.01.2011 - TASSO machte 53.912 Tierbesitzer gluecklich ...