Lesen Sie hier die oft mit Freuden-Tränen verbundenen Geschichten unserer registrierten Tiere.
Die Birmakatze Schoki der Familie Mirschél aus Dresden ist eine Freigänger-Katze und häufig draußen unterwegs. Doch dieses Mal, im April 2010, ist es anders als sonst. Schoki ist seit Tagen nicht mehr nach Hause gekommen. Familie Mirschél, die Schoki schon als junge Katze von einer Bauernhofsfamilie bekommen hat, ist in großer Sorge. Sie melden sie bei TASSO als vermisst und bestellen Suchplakate, die sie in der Umgebung aufhängen. Nach zweieinhalb Wochen endlich der erlösende Anruf: Ein Mann hat Schoki in einem Gartengrundstück gefunden und auf den Suchplakaten wiedererkannt.

Sie war nur etwa 900 Meter von zu Hause entfernt. Familie Mirschél macht sich sofort auf den Weg und findet ihre Katze, auf zweieinhalb Kilo abgemagert und an Pfote und Schwanz verletzt. Aber sie lebt! „Wir waren alle überglücklich und weinten vor Freude", erinnert sich Frau Mirschél. „Schoki kam uns entgegen, schnurrte, als wir sie hochnahmen, und schlief vollkommen entkräftet auf meinem Schoß ein."
Der Tierarzt stellt später fest, dass es sich an Schokis Schwanz um eine Bissverletzung handelt, die bereits eitert. An einer Pfote fehlen alle Krallen und auch eine Zehe ist stark in Mitleidenschaft gezogen. Scheinbar ist die 12-jährige Birmakatze in eine Auseinandersetzung mit einem Artgenossen geraten und anschließend verletzt oder auf der Flucht irgendwo hineingeklettert und eingesperrt worden. Was genau geschehen ist und wie sie sich dann befreit hat oder befreit wurde, darüber lässt sich nur spekulieren.
Familie Mirschél und insbesondere der vierjährige Sohn der Familie sind jedenfalls überglücklich, dass Schoki wieder zu Hause ist: „Wir danken dem Finder und Tasso für ihre Hilfe!“, so Frau Mirschél glücklich. „Unsere Schoki ist mittlerweile wieder zu Kräften gekommen und die Verletzungen sind vollständig verheilt!"
Anfang des Jahres war die Cairn-Terrier Hündin Biene mit ihrem Frauchen, Sibylle Kunzelmann, mit dem Auto in der Stadt unterwegs. Nach einem Besuch beim Hundefriseur musste die 7-jährige Hündin während eines Termins ihres Frauchens einige Zeit im Auto warten. An sich kein Problem, dachte Frau Kunzelmann, im Auto ist Biene ja gut aufgehoben.

Als Frau Kunzelmann nach ihrem Termin auf den Parkplatz zurückkehrte, sprach sie ein Mann an. Er habe ihre Hündin gefunden, sie sei jetzt bei ihm im Auto. „Ich brauchte eine Weile, um zu verstehen, dass er wirklich meine Biene gefunden hatte, und ich fragte mich die ganze Zeit: Wie war sie aus dem Auto gekommen?" Frau Kunzelmann vermutet, dass sich Biene, kurz nachdem das Auto abgeschlossen worden war, mit der vollen Kraft ihrer Pfoten auf die elektronischen Fensterheber gestemmt hat, da diese trotz fehlenden Schlüssels nach dem Verriegeln noch für kurze Zeit funktionieren. Dann muss sie wohl durch eines der vier offenen Fenster gesprungen und auf dem Parkplatz umher gelaufen sein. Zum Glück landete sie nicht auf der stark befahrenen Straßenkreuzung neben dem Parkplatz sondern in einem nahe gelegenen Restaurant. Der Restaurantinhaber fand die Marke an Bienes Halsband und informierte umgehend TASSO. Nachdem so die Kontaktdaten von Bienes Zuhause ermittelt waren, ließ es sich der Finder nicht nehmen und fuhr zur angegebenen Adresse.*
Dort angekommen erfuhr er, wo sich Frau Kunzelmann gerade aufhielt. Also brachte er Biene erneut in sein Auto, fuhr zurück zum Parkplatz, auf dem die Hündin entwischt war, und wartete. Schließlich konnte Biene dort seinem überglücklichen Frauchen unversehrt entgegenspringen.
„Dank TASSO konnten wir unsere Biene innerhalb kürzester Zeit wieder in die Arme schließen.“, freut sich Sibylle Kunzelmann. „Aber der Schreck sitzt uns noch jetzt in den Gliedern. Der Vorfall hat uns deutlich gemacht, wie wichtig und sinnvoll Tasso ist!“
*Hinweis zum Datenschutz:
Wenn Ihr Tier bei TASSO registriert ist, können Sie selbstverständlich individuell festlegen, welche Daten an einen potenziellen Finder weitergegeben werden für den Fall, dass TASSO Sie nicht persönlich erreichen kann. Unter
www.tasso.net/Ueber-uns/Datenschutz erfahren Sie alles Wichtige rund um den Datenschutz bei TASSO.
Frau König, die seit über zehn Jahren Shelties züchtet, kommt es auch heute noch wie ein Wunder vor: Nach etwas über einem Jahr der nervenaufreibenden Suche, während der alles unternommen wurde, um Collin zu finden, kann sie ihren Hund endlich wieder in die Arme schließen. Am 8. März 2009 wurde Collin, damals neun Monate alt, an ein Ehepaar verkauft. Die Familie freute sich auf den Hund und holte ihn wie vereinbart bei Frau König in Zeetze ab. Ein kurzer Stopp wenige Minuten nach der Abfahrt wurde Collin zum Verhängnis. Der Junghund muss durch irgendeinen Auslöser, der sich heute nicht mehr nachvollziehen lässt, derart erschrocken sein, dass er einfach weglief. Anstatt den kurzen Weg zurück zu Frau König zu nehmen, lief er in Panik in eine ganz andere Richtung. Frau König, die von den neuen Besitzern sofort zu Hilfe gerufen wurde, beteiligte sich stundenlang an der Suche. Aber alles Rufen und Suchen blieb erfolglos. Der Hund war verschwunden. Frau König forderte umgehend kostenlose Suchplakate bei TASSO an, die sie im Umkreis von 50 Kilometern verteilte. Die Polizeidienststellen und alle Tierheime in der Umgebung wurden informiert. „Ich wohne in einem sehr ländlichen Gebiet. Da war die Angst natürlich riesig, dass Collin von einem Jäger erschossen wird”, erzählt Frau König.
Collin blieb so viele Monate spurlos verschwunden, dass natürlich auch der Verdacht aufkam, der Hund sei gestohlen worden. „Immerhin handelt es sich um einen jungen Rassehund mit besten Anlagen”, so Frau König weiter. Da es die ganze Zeit über nicht ein einziges Lebenszeichen von dem Hund gab und ihn keiner gesehen haben wollte, schwand irgendwann die Hoffnung, Collin je lebend wiederzusehen.
Am Ende des Jahres gab Frau König die aktive Suche nach Collin dann tieftraurig auf. Am 1. März 2010, ein Jahr nach Collins Verschwinden, klingelte das Telefon bei Frau König. „Ich war gerade in der Küche und dachte wirklich nicht mehr an einen Anruf wegen Collin. Aber als ich hörte, dass TASSO am Telefon war, fühlte ich mein Herz pochen”, erinnert sich Frau König. „Die freundliche Dame von TASSO teilte mir mit, dass Collin in Ludwigslust gefunden und jetzt in einer privaten Tierpension ist.” Collins Chip wurde abgelesen und Frau König als Halterin ermittelt. „Ludwigslust!! Das ist ja mehr als 100 Kilometer von mir entfernt”, war die spontane Reaktion von Frau König. Collin konnte doch unmöglich diese Strecke zurückgelegt haben?! In Ludwigslust hatte der Lehrling einer Schlachterei Collin, der im Laufe des Jahres Menschen gegenüber sehr scheu geworden war und sich nicht anfassen ließ, trickreich gefangen und in die nahegelegene Tierpension bringen können. Dort dauerte es dann nochmal 10 Tage, bis der Chip gefunden und TASSO benachrichtigt wurde. „Natürlich bin ich sofort mit meiner Tochter und der Enkeltochter zu dieser Tierpension gefahren. Ich war so aufgeregt”, erinnert sich Frau König noch heute. „Collin sah mich, stutzte kurz, als wenn er überlegen würde, kam langsam auf mich zu und dann wackelte der ganze Hund vor Freude. Ich konnte nur noch weinen und schloss meinen Hund, der inzwischen auf dem Schoß saß, ganz fest in die Arme”, beendet Frau König diese unglaublich schöne Geschichte.
Collin hatte wohl tatsächlich ein ganzes Jahr auf der Straße gelebt. Wie er das bei dem extremen Winter geschafft hatte und warum es niemandem gelang, das Tier einzufangen, bleibt sein Geheimnis. Dieser sehr ungewöhnliche Abschnitt seines Lebens hat Collin zum Glück nicht verändert und auch zu Menschen hat er inzwischen wieder volles Vertrauen. Collin bleibt nun bei Frau König – das steht fest. Und in Kürze wird er Papa.
Frau Mittermeier-Sauter fiel ein riesiger Stein vom Herzen, als am 30. Januar 2010 das Telefon klingelt und Claudia Naumann, die an diesem Tag in der TASSO-Notrufzentrale Dienst hat, der völlig verzweifelten, mehrfachen Hundebesitzerin die freudige Nachricht überbringen konnte: "Wir haben Tommy." "Ein kleines Mädchen hat ihn gefunden. Allerdings ist Tommy verletzt und eingeklemmt." Frau Mittermeier-Sauter verständigte daraufhin sofort die Feuerwehr, die Tommy befreite und in eine nahegelegene Klinik brachte. Wie konnte das passieren? Frau Mittermeier-Sauter war nur wenige Minuten in ihrer Bankfiliale. Da sie Tommy aus einer sehr schlechten Haltung übernommen hatte, litt der Hund unter großen Verlustängsten und konnte nicht allein im parkenden Auto bleiben. Deshalb band sie ihn vor der Bank an. Nur fünf Minuten später war Tommy verschwunden. Seine schweren Knochenbrüche an den Vorderläufen lassen vermuten, dass jemand Tommy entführen wollte und dann aus dem fahrenden Auto geschmissen hat, so der behandelnde Tierarzt. Tommy ist auf dem Weg der Besserung und der Rest des Rudels freut sich auf seine Rückkehr. Die kleine Diana jedenfalls wird dieses Erlebnis so schnell nicht vergessen und zählt schon jetzt zu einer großen Tierschützerin.

"Zu sehen, wie sich die eigene Katze auf dem Weg zum Tierarzt vor Angst mit plötzlich ungeahnter Kraft aus ihrer Transport-Box befreit, vor ein Auto rennt und dann – wahrscheinlich verletzt – in Panik wegläuft, gehört mit zu meinen schlimmsten Erlebnissen. Bis heute nicht zu wissen, was aus Timmy geworden ist, ist ein Albtraum", beginnt Frau Seulberger die rührende Vorgeschichte um Kater Tiger. Denn Tiger kam in die Familie, als man sich eingestehen musste, dass sich Timmy nach dem Autounfall wahrscheinlich schwerverletzt zum Sterben zurückgezogen hatte. Beim ersten Tierarztbesuch mit dem neuen Kater Tiger riet Frau Dr. Weygand neben der Kastration auch zur vorsorglichen Tätowierung und Registrierung bei TASSO. Eine Maßnahme, die sich schon 3 Tage später als sehr sinnvoll erweisen sollte. Tiger ging am 10. November 2008 morgens um 7:15 Uhr wie immer in den Garten und kam einfach nicht mehr zurück. "Ich informierte sofort das Tierheim und alle Katzenschutzorganisationen in der Umgebung, ich hängte Suchplakate auf, und ich rief natürlich aufgeregt bei TASSO an. Abends marschierte ich stundenlang durch unseren Ort, schaute heimlich in alle Hinterhöfe, klingelte bei Nachbarn, um einen Blick in den Keller werfen zu dürfen. Das Verschwinden des lieb gewordenen, 7 Monate alten Katers raubte mir wochenlang den Schlaf", so Frau Seulberger. "Im Juni dieses Jahres, 8 Monate nach dem Verschwinden von Tiger - ich war gerade auf dem Weg zum Friseur - klingelte das Handy in meiner Tasche", erzählt Frau Seulberger, jetzt mit einem leichten Beben in der Stimme. "Guten Tag, hier Sabrina Wittka von TASSO. Vermissen Sie Ihren Kater Tiger noch?" Pause. "Wir haben ihn gefunden!" "Mir war kalt und heiß zugleich, ich war starr vor Schreck, konnte nicht antworten, weil mein erster Gedanke war: ,Lebt er? Ist er tot? Vielleicht überfahren worden? Bitte lass ihn leben!´”, erinnert sich Frau Seulberger noch genau an diesen kurzen Augenblick des Grauens. "Tiger lebt. Es geht ihm gut. Er ist von einer netten Familie gefunden worden", überbringt Frau Wittka die tolle Nachricht.
Der Finder, der von einem Tierarzt erfuhr, dass am besten TASSO anzurufen sei, bringt Tiger noch am selben Tag nach Hause und erzählt, dass es sich der überaus zutrauliche Vierbeiner gerade in seinem Auto, das er für die Urlaubsreise beladen hatte, bequem machen wollte. Der Ausflug hätte für Tiger auch ganz leicht in Österreich enden können, wäre er nicht rechtzeitig zwischen den Koffern entdeckt worden.
Bis heute ist nicht geklärt, wo Tiger 8 Monate lang bis zu seinem Auffinden steckte. Sein Zustand, sein Fell und sein Gewicht ließen darauf schließen, dass es ihm die ganze Zeit über sehr gut ging und er wahrscheinlich vorübergehend ein neues, nettes Zuhause gefunden hatte.
Die Freude über den Heimkehrer war riesig, währte allerdings nicht lange. Mira, die zweite Katze von Familie Seulberger, duldete den nun inzwischen erwachsen gewordenen Tiger nicht mehr in ihrem Revier. Sie fauchte ihn permanent an, jagte ihn quer durch Garten und Hof und ließ ihn unmissverständlich wissen, dass er nicht mehr willkommen war. Eines Tages passierte, was passieren musste. Im Gebüsch des eigenen Gartens gab es einen lautstarken Kampf, ein furchtbares Jammern und Schreien, aus dem Tiger als der Verlierer hervorging. Mira jagte ihn vom Hof. Und schon wieder: Die noch übrig gebliebenen Plakate aufhängen, wieder das stundenlange Suchen und wieder diese panische Angst um das Tier. Am Abend des nächsten Tages ruft ein nahegelegener Supermarkt an und bittet um Abholung des Katers, der durch die TASSO-Suchplakate als Tiger identifiziert werden konnte. "Liebevolle Mitarbeiter fütterten den schnurrenden Kater bereits mit Putenfleisch, als ich ihn dort abholte", erinnert sich Frau Seulberger lächelnd.
Momentan ist Ruhe eingekehrt zwischen Mira und Tiger. Man scheint sich zu dulden. Doch wie lange noch? Tiger jedenfalls hat bewiesen, dass er ein Überlebenskünstler ist. Und Frau Seulberger kann Dank der Registrierung bei TASSO wenigstens etwas beruhigter in die Zukunft blicken.
"Wo war Simba nur die letzten vier Jahre?" fragt sich Frau Hiemer noch heute kopfschüttelnd und erleichtert zugleich. Kann sie ihren Kater doch nach fast 4 Jahren endlich wieder in die Arme schließen. Als Familie Hiemer vor im September 2004 von Bayern in das Saarland zieht und wenig später wegen der Wohnungsauflösung noch mal für wenige Tage nach Bayern muss, findet sie bei ihrer Rückkehr die Wohnung ohne Katze vor. Das wochenlange Suchen blieb erfolglos und alle Fragen unbeantwortet. Hatte sich Simba doch noch nicht eingelebt? Fand er nicht nach Hause zurück? Suchte er seine Familie? Was war passiert?
Die Hoffnung, Simba je wieder zu sehen, schwand von Tag zu Tag mehr und so zog einige Monate später Anabell, eine Europäisch Kurzhaarkatze bei Familie Hiemer ein. Im Juli 2005 rief ein Nachbar an, weil er meinte, Simba in der Nähe der alten Wohnung in Bayern gesehen zu haben. Hals über Kopf fuhr Familie Hiemer nach Bayern, aber die Katze war bei der Ankunft natürlich schon wieder verschwunden. Traurig und unverrichteter Dinge reisten Hiemers wieder ab.
Im September 2008 dann endlich der erlösende Anruf bei TASSO: Eine Dame erzählte, dass seit Tagen ein Kater zu ihr käme, der auch eine Tätowierung hätte. Evelyn Weilbächer, die die Fundmeldung an diesem Tag in der TASSO-Notruf-Zentrale entgegennahm, bat die Frau, den Kater anzulocken und sich die Tätowierungsnummer in beiden Ohren aufzuschreiben. "Unter der mir genannten – wohl schon verblassten Nummer – konnte ich zunächst keinen Eintrag in unserer Datenbank feststellen. Und das, obwohl wir alle Tierärzte-Codes gespeichert haben", erinnert sich Frau Weilbächer.
So begann bei TASSO eine beinah schon detektivische Recherche nach dem möglichen Besitzer. Schliesslich stellte sich heraus, dass der Fundort im Saarland lag, die Tätowierung aber im Allgäu erfolgt sein musste. Leider war die Besitzerin, Frau Hiemer, verzogen, eine neue Adresse war TASSO nicht bekannt und die ermittelten Nachbarn im Allgäu meldeten sich nicht. Eine Nachfrage beim Einwohnermeldeamt förderte zwar die neue Adresse von Hiemers im Saarland zu Tage, allerdings gab es keinen neuen Telefonbucheintrag unter "Hiemer". Über die vom Einwohnermeldeamt ermittelte Adresse konnte schließlich die Telefonnummer von Frau Hiemers Lebensgefährten ermittelt werden. Einer Rückvermittlung von Simba und der tränenreichen Wiedersehensfreude stand nun nichts mehr im Wege.
"Wir haben wirklich nicht mehr daran geglaubt, dass wir Simba je wiedersehen würden. Wir wollten ihn aber auch nicht für tot erklären. Wir haben einfach vergessen, TASSO die neue Adresse mitzuteilen.", erzählt Frau Hiemer. "Jetzt weiß ich, dass man die Hoffnung nie aufgeben darf, sein Tier wieder zu bekommen!"
Winterberg, 31. Januar 2009, 17:30 Uhr: Schon jetzt sind die Temperaturen auf minus 10 Grad Celsius gesunken. Die Landschaft ist eine einzige atemberaubend schöne, geschlossene Schneedecke von mindestens 60 Zentimetern. Optimale Verhältnisse also für die schneebegeisterten Hunde Stimpy, Lea und Jairo. Auch Frauchen Svenja Päge und ihr Freund Uwe Strehl freuen sich auf die verschneite, klirrend kalte Winterlandschaft und das verlängerte Geburtstagswochenende, 150 Kilometer von zu Hause entfernt. Kaum aus dem Haus auf dem Weg zum Spaziergang rennen alle drei Hunde wie verabredet gemeinsam in Richtung des nur wenige Meter entfernten Waldes. Lea, die Labradorhündin und Stimpy, der Jack Russell kommen nach kurzer Zeit auf das Rufen von Herrchen und Frauchen zurück. Nur der Pflegehund Jairo, ein Deutsch Kurzhaar, ist wie vom Erdboden verschwunden. Was ein gemütlicher Abendspaziergang werden sollte, entwickelt sich zu einem 48-Stunden Albtraum.
Auf der Suche nach Jairo laufen Svenja Päge und ihr Freund fünf Stunden kreuz und quer durch den Wald. TASSO und die nächstgelegene Polizeidienststelle werden informiert. Als gegen 23:00 Uhr immer noch kein Hund in Sicht ist, richten Svenja Päge und Uwe Strehl Futterstellen im Wald ein und verteilen Decken, in der Hoffnung, dass der Hund so über Nacht wenigstens etwas Schutz hat. Leider schneit es in dieser Nacht heftig und ununterbrochen, so dass Futter und Decke bald unter einer 30 Zentimeter dicken Schneedecke liegen. Um 0:30 Uhr machen sich Svenja Päge und ihr Freund total erschöpft und starr vor Kälte und Angst um Jairo auf den Weg zu ihrem Hotel. "Schlafen konnte natürlich keiner von uns", sagt Frau Päge später. "Ich bin jede Stunde in den Wald gegangen und habe verzweifelt gerufen. Vergebens." Am nächsten Tag, einem Sonntag, steht für Svenja Päge und Uwe Strehl fest: Die Abreise nach Hause wird auf jeden Fall verschoben. "Wir würden nie ohne Hund zurückfahren", sind sich beide einig. So wird der Kurzurlaub einfach um einen Tag erweitert.
Am Montag Abend, fast genau 48 Stunden nach dem Verschwinden von Jairo dann endlich der erlösende Anruf aus der TASSO Notruf-Zentrale: "Wir haben Jairo gefunden, er ist unverletzt", so die freundliche Stimme von Manuela Brack, die an diesem Tag bei TASSO Dienst hat. "Mir sind sofort die Tränen in die Augen geschossen. Da ich gar nichts mehr sagen konnte, habe ich das Telefon einfach an meinen Freund weitergegeben", erzählt Frau Päge noch heute sichtlich erleichtert über den glücklichen Ausgang der Geschichte. Was war geschehen? Am Samstag, dem Tag, an dem alles passierte, fand im Wald eine Jagd statt. Alle drei Hunde müssen die Witterung des Wildes aufgenommen haben. Der heftige Schneefall hat Jairo wahrscheinlich später eine Spurensuche zurück zu seinem Frauchen und Herrchen unmöglich gemacht. 25 Kilometer vom Urlaubsort entfernt hatte ein Jäger Jairo und wenig später sein Geschirr mit der TASSO-Marke gefunden und umgehend bei TASSO angerufen. "Jairo hat außer verletzten Pfoten und einer Blasenentzündung alles gut überstanden und ist uns die ersten Tage nicht mehr von der Seite gewichen", erzählen beide Hundefreunde voller Erleichterung. Und weiter: "Ohne TASSO hätten wir ihn wohl nie wieder bekommen".
Mable, der quirlige Jack-Russell-Terrier, war damals gerade im trotzigen Alter von 10 Monaten. Schon längst hatte sich Familie Scheerle daran gewöhnt, dass der unerschrockene, lebenslustige Hund immer mal wieder eine offene Haus- oder Gartentür für kleinere Ausflüge in die nähere Umgebung nutzte. So dachte man sich auch am Abend des 27. Januar 2006 nichts, als Mabel mal wieder weg war. Sie war bei den Nachbarn bestens bekannt und bestimmt würde bald ein Anruf kommen, wo sie diesmal abzuholen sei. Als Mable allerdings nach 3 Stunden noch immer nicht zurück war, machte sich Frau Scheerle mit einem mulmigen Gefühl auf den Weg, um den Hund im Dorf zu suchen. Erfolglos.
Am nächsten Tag informierte Frau Scheerle die Polizei, das Forstamt, die Stadtmeisterei, den Tierschutz und natürlich TASSO. „Die nächsten 18 Monate waren grauenhaft.”, erzählt Frau Scheerle noch heute mit einem Zittern in der Stimme. „Marvin und Max, damals gerade 5 und 8 Jahre alt, weinten anfangs tagelang, bastelten Suchplakate und machten sich jeden Tag auf die Suche nach ihrem Hund. Die Stimmung war auf dem Tiefpunkt; es war, als hätten wir alle einen guten Freund verloren.”, so Frau Scheerle weiter. Auch bei TASSO kann man sich bis heute nicht erklären, warum es 18 Monate lang keinen einzigen Hinweis auf Mable gegeben hat. Die Familie hatte alles richtig gemacht: Mable war gechippt und bei TASSO registriert. Sie trug ihre SOS-Halsbandplakette, die doch irgend jemandem hätte auffallen müssen. Da liegt die Vermutung natürlich nahe, dass jemand den Hund so süss fand, dass er ihn kurzerhand behalten hat.
„Das kommt zum Glück nicht häufig vor.”, weiß Marianne Person, die seit 20 Jahren in der TASSO-Notrufzentrale arbeitet. „Die meisten Tierfreunde sind froh, wenn sie helfen können, und rufen uns umgehend an.” Allerdings kommt dann irgendwann der Zeitpunkt, an dem man die Hoffnung leider langsam aufgibt und sich nur noch wünscht, dass der Hund keinen qualvollen Tod hatte oder von einer netten Familie aufgenommen wurde, erinnert sich Frau Scheerle, als wenn das alles erst gestern passiert wäre.
Auch bei Marvin und Max wuchs der Wunsch nach einem neuen Hund von Monat zu Monat so stark, dass Frau Scheerle am 22. August 2007, also nach über 18 Monaten, mit den Kindern ins Tierheim Lahr ging, um sich umzuschauen. „Uns hat auch gleich ein Hund gefallen. Aber der konnte nicht allein sein, sondern sollte nur mit einem anderen Hund abgegeben werden. Und zwei Hunde waren mir einfach zu viel, weil wir ja auch noch 4 Katzen hatten.”, berichtet Frau Scheerle. „Das war ganz einfach Glück im Unglück. Denn 4 Tage später bekam ich morgens um 8:00 Uhr einen Anruf von TASSO.”, strahlt Frau Scheerle. „Mable war einen Tag zuvor im Tierheim Rheinfelden, mehr als 120 (!) Kilometer von unserem Dorf entfernt, abgegeben worden. Was passiert ist, wissen wir bis heute nicht, und ich denke auch, dass es besser ist, wenn ich nicht weiß, wo sie überall war. Jetzt ist sie wieder bei uns und wir sind alle überglücklich. Auch die Katzen haben sich wieder an Mable gewöhnt, aber die größte Freude haben Max und Marvin. Sie konnten diese sagenhafte Wendung des Schicksals lange nicht fassen.”
Jeanny, die einjährige Europäisch Kurzhaar-Katze des Ehepaars Schmidt aus Kissing ist es gewohnt, Herrchen und Frauchen überallhin zu begleiten. So ist es für die Katze ganz selbstverständlich, zum Segelurlaub nach Kroatien mitzukommen.
Es ist der späte Nachmittag des 11. Juli 2007. Beim Anlegen im malerischen Hafen von Rovinj entwischt Jeanny plötzlich ohne erkennbaren Grund vom Boot. Alles Suchen und Rufen hilft nichts. Jeanny bleibt verschwunden. Das Ehepaar Schmidt verbringt den Rest des Urlaubs mit der Suche nach ihrer geliebten Katze. Vergebens! Die Abreise fällt beiden unendlich schwer. Was wohl aus Jeanny so ganz allein werden wird? Kann sie - an regelmäßiges Füttern und liebevolle Hände gewöhnt - als Streuner im Süden überhaupt überleben?
In Deutschland zurück, ruft Herr Schmidt umgehend bei TASSO an und meldet den Verlust der Katze. „Jedes 20. Tier entläuft im Ausland. Europaweite Hilfe gehört deswegen für uns einfach dazu.”, berichtet Christa Ziemer, die an diesem Tag den Notruf entgegennimmt. Schon am 10. September fahren die Schmidts mit den kostenlosen Suchplakaten, die von TASSO mit einem Bild von Jeanny erstellt wurden, nach Kroatien zurück. Die kroatischen Restaurantbetreiber am Hafen kennen die Familie Schmidt seit Jahren und sind bei der Suche nach Jeanny gerne behilflich. Die Suchplakate werden großzügig im Hafenbereich verteilt.
Wenig später meldet sich in der TASSO-Notrufzentrale auch schon ein kroatisch sprechender Herr, der im Hafen eine Katze gesehen haben will, auf die Jeannys Beschreibung passt. Nach dem Telefonat mit dem freundlichen Herrn aus Kroatien scheint alles darauf hinzudeuten, dass es sich wirklich um Jeanny handelt. Was für ein Glück, Jeanny lebt! Doch noch läuft sie frei herum, kann wieder davonlaufen. Ohne zu zögern, fahren die Schmidts schon am nächsten Wochenende wieder nach Kroatien. Ein nettes Ehepaar aus Österreich hatte die Katze aus Mitleid kurz vor der Ankunft von Familie Schmidt zu sich aufs Segelboot genommen und gepflegt.
„Als ich auf das Boot kam und Jeanny nach zwei Monaten auf der Couch unter Deck das erste Mal wieder sah, blickte ich in ein total verdutztes Gesicht. Jeanny schaute mich an, als wisse sie offensichtlich für einen Augenblick nicht mehr, ob sie ihren Augen trauen sollte. Dann sprang sie auf und rannte wild miauend auf mich zu”, erzählt Frau Schmidt. „Wir wissen nicht, was Jeanny erlebt hat. Sie war bis auf die Knochen abgemagert, hatte aber zum Glück keine Verletzungen.”, so Frau Schmidt weiter. Jeanny ist glücklich, ihre Familie wieder zu haben. Sie ist durch ihren zweimonatigen Überlebenskampf in Kroatien erwachsen geworden. „Und noch anhänglicher als zuvor.”, lächelt Herr Schmidt und drückt seine Jeanny.
Am 11. November 2005 begann ein Drama, dass 14 Monate andauern sollte: Kater Samson, ein verschmuster, grau-getigerter Kater kehrte diesmal nicht wie üblich von seinem nächtlichen Streifzug heim. Für jeden Katzenbesitzer ein Horror-Szenario.
Umgehend entwirft die Familie des Katers eigene Suchplakate, telefoniert mit der Polizei und den umliegenden Tierheimen und informiert die Umgebung. Freundliche Nachbarn machen sich mit der Familie auf die Suche. Wo war bloß der Kater?
Am dritten Tag nach Samsons Verschwinden wird der kleine Tiger bei TASSO als vermisst gemeldet. Zum Glück war Samson registriert. Anhand der Tätowierung und der Halterdaten bei TASSO müsse sich der Kater doch finden lassen. Was macht Samson gerade? Geht es ihm gut? Lebt er überhaupt noch? Die Sorge um den geliebten Vierbeiner wächst mit jedem Tag.
Bei TASSO beginnt man nach dem Anruf umgehend mit den entsprechenden Maßnahmen. Samson wird mit einer Bild-Suchmeldung auf der TASSO-Internetseite für vermisste Tiere aufgenommen, Suchplakate werden gedruckt, um Tierheime und Tierärzte in der Umgebung zu informieren. Ehrenamtliche Helfer beginnen in ihrem Umkreis mit der Suche nach dem Kater.
Monate des Wartens und Hoffens vergehen, ohne ein einziges Lebenszeichen von Samson. Neben den Tränen kommen die Erinnerungen an die ersten Tage, wie alles begann: Im Juni 1994 erhielten die Familie von Samson von der Katzenhilfe Neuwied zwei erst 6 Wochen alte Katzenbabies.
Verwahrlost und verängstigt, von Unmenschen offensichtlich im Wald ausgesetzt. „Wir haben uns sofort in die beiden verliebt.“, erinnert sich der Katzenbesitzer heute. Durch viel Liebe und Zuneigung entwickelten sich die beiden zu den verschmusten Tieren, die sie heute sind. Und jetzt sollte der geliebte Kater weg sein? Einfach so? Dann kam der Abend des 5. Februar 2007. „Eine freundliche Stimme auf meinem Anrufbeantworter sagte, dass man Samson gefunden hätte. Ich wollte es zuerst gar nicht so richtig glauben und rief sofort bei TASSO an. Frau Person - den Namen werde ich nie vergessen - bestätigte mir geduldig und zum x-ten Mal, dass es sich wirklich um Samson handeln würde.“
Gleich am nächsten Tag fährt das Ehepaar zu der Familie, die Samson – der inzwischen Francesco hieß – gefunden hatte. Weil der Kater eine kleine Kampfverletzung hatte, brachte ihn die nette „Gastfamilie“ zum Arzt. Und der konnte anhand der Tätowierung feststellen, dass Samson bei TASSO registriert war. „Wäre er nicht registriert gewesen, wir hätten ihn wohl nie wieder gesehen.“, berichtet die glückliche Familie.
Dann kam der große Moment. Die nette Finderin holte Samson. Da war er, der große dicke, grau-getigerte Kater, mit den wenigen Zähnen, einem Knick im Ohr und der unverkennbaren Narbe auf der Nase. Das geliebte und so stark vermisste Familienmitglied, das sich sofort der streichelnden Hand entgegenstreckte. „Mein Traum wurde wahr.“.
Ein sofortiger Besuch beim Tierarzt bestätigt den ersten Eindruck. Bis auf ein paar Kilos zu viel und einigen Fellmitbewohnern war er in bestem gesundheitlichen Zustand. „Ich kann nur jedem Tierbesitzer raten, seinen Liebling registrieren zu lassen.“ freut sich Frau F. noch heute über den glücklichen Ausgang der Odyssee.
Gerade eben hatte sich Oscar, ein braun-schwarz getigerte Kater von einer schweren Vergiftung erholt. Der fünf Jahre alte, von jeher fangfreudige Kater hatte offensichtlich eines Morgens eine vergiftete Ratte in der Umgebung gefressen. Nur der glückliche Umstand, dass Herrchen und Frauchen zu Hause waren und schnell reagierten, als der Kater mit sichtlich schmerzverzerrter Miene von seinem Streifzug zurückkam, verhinderte Schlimmeres.
Doch bereits am Sonntag, den 10. September 2006, nur knapp zwei Wochen später, begann für Oscar und seine Familie erneut eine leidvolle Odyssee.
Kater Oscar kam an diesem Morgen nicht wie gewohnt ans Bett, um seine Menschen schnurrend zu wecken und sich seine Streicheleinheiten abzuholen. Für einen Freigänger wie Oscar eigentlich nichts Außergewöhnliches. Als das geliebte Tier jedoch am Montag Abend immer noch nicht zu Hause war, beschlich die Familie des Katers ein mulmiges Gefühl und man beschloss zu handeln.
Alle Tierschutzvereine in Lünen wurden angerufen und eine Suchanzeige in den Lüner Anzeiger sowie im Internet aufgegeben.
Zum Glück ist Oscar bei TASSO registriert; so ruft man noch am selben Abend in der Notrufzentrale an. Umgehend werden die TASSO-Mitarbeiter aktiv: Suchplakate mit einer Beschreibung und dem Foto von Oscar werden über Nacht gedruckt und gleich am nächsten Morgen an alle Tierärzte im Umkreis des Verlustortes verschickt. Ehrenamtliche Mitarbeiter im Umkreis von Lünen erhalten per E-Mail die Information über das Verschwinden des Katers.
Es folgen vier unendlich lange Wochen des Wartens. Nichts! Am Montag, den 9. Oktober klingelt das Telefon. Der erlösende Anruf von TASSO! Oscar ist bei einer netten Dame im 15 Kilometer entfernten Bork gefunden worden. Die Finderin hatte seit Freitag einen ihr zugelaufenen Kater bei sich aufgenommen. Am Montag hatte sie bei ihrem Tierarzt angerufen, der glücklicherweise das Suchplakat von TASSO erhalten hatte. Die Finderin meldet sich daraufhin bei TASSO. Anhand der Suchplakatnummer konnte Oscar eindeutig identifiziert werden. Nur Minuten später stellt Herr Schiffer von der TASSO-Notrufzentrale den Kontakt zwischen den Besitzern und der Finderin her. Oscars Familie kann ihr Glück kaum fassen, als sie Oscar wiedersehen. Nur Oscar scheint ein wenig verwirrt zu sein und ist stark abgemagert. Kein Wunder nach einer fast vierwöchigen Wanderschaft.
Nach nur zwei Tagen hat sich Oscar bei seiner Familie wieder bestens eingelebt. Nach anfänglichem Herzklopfen bei jedem von Oscars Freigängen ist jetzt wieder alles beim Alten.
Wie gut, dass es so nette Menschen wie die Finderin und das Haustierzentralregister von TASSO gibt.
„Wir möchten uns daher mit dieser E-Mail und einer kleinen Spende, die wir in den nächsten Tagen auf Ihr Konto überweisen, für die vielen Plakate und die Arbeit, die Sie hatten, bedanken“, schreiben die Besitzer am 15. Oktober überglücklich an das TASSO-Team.