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Darius: Erst gestohlen und dann ausgesetzt

Es ist Ende Juli und ein lauer Sommerabend in Hamburg. Jetzt noch schnell ein paar Einkäufe in einem Supermarkt machen – so der Plan von Florian Müller*. Hund Darius ist natürlich mit von der Partie. Vor dem Eingang zum Supermarkt soll der kleine Kerl der seltenen Rasse „Löwchen“ einige Minuten angeleint warten. Nach wenigen Minuten kommt Herr Müller zurück und traut seinen Augen nicht: Kein Hund da, auch Halsband und Leine sind weg. Sofort macht er sich auf die Suche in den umliegenden Parkanlagen. Nichts. Schließlich spricht er Gäste eines Imbissstandes in der Nähe des Supermarktes an, wo der kleine Darius der Rasse „Löwchen“ verschwand. Von ihnen erfährt er, dass Unbekannte den Hund mitgenommen haben. Sie geben ihm eine gute Detailbeschreibung der Diebe und zeigen ihm die Richtung, in die die Männer mit dem Hund gegangen sind.

„Darius ist sowohl zu anderen Hunden, als auch zu Kindern und Erwachsenen stets freundlich und zugänglich und bellt nur selten. Somit bedarf es keiner großen Lockmittel, diesen kleinen Hund samt Halsband und Leine mitzunehmen. Er würde mit jedem „Gassi gehen" - denn bis zu diesem Vorkommnis im Juli hatte er in seinem fast siebenjährigen Leben noch keine negative Erfahrung gemacht“, weiß Herr Müller.

Die Suche bleibt erfolglos. Mit dem Handy informiert Darius‘ Herrchen schließlich die Polizei. Von dort erhält er den Tipp: ‚Vielleicht haben die Täter den Hund laufen lassen, und er hat den Weg nach Hause gefunden. Gehen Sie doch mal nach Hause und schauen nach.‘ Gesagt – getan. Doch in der Nähe der Wohnung ist Darius auch nicht. Herr Müller beschließt jetzt erst einmal zu Hause zu warten. Dann endlich der erlösende Anruf: „Eine nette weibliche Stimme von TASSO fragte mich, ob ich meinen Hund vermissen würde. Dieser sei auf dem Polizeirevier St. Georg“, erzählt er. Vermutlich war der Hund im oder in der Nähe des Hauptbahnhofes ausgesetzt worden. Passanten gaben den scheinbar streunenden Hund zunächst im Fundbüro ab. Von dort wurde er zum nächsten Polizeirevier gebracht. Dank des Chips und der Tasso-Registrierung konnte die Polizei die Transponder-Nummer auslesen und so die Anschrift und Telefon-Nummer von Darius‘ Herrchen ausfindig machen. Kurz danach kann Florian Müller seinen Hund wohlbehalten in die Arme schließen.

*Name von der Redaktion geändert

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