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Die Geschichte von Simba

"Wo war Simba nur die letzten vier Jahre?" fragt sich Frau Hiemer noch heute kopfschüttelnd und erleichtert zugleich. Kann sie ihren Kater doch nach fast 4 Jahren endlich wieder in die Arme schließen. Als Familie Hiemer vor im September 2004 von Bayern in das Saarland zieht und wenig später wegen der Wohnungsauflösung noch mal für wenige Tage nach Bayern muss, findet sie bei ihrer Rückkehr die Wohnung ohne Katze vor. Das wochenlange Suchen blieb erfolglos und alle Fragen unbeantwortet. Hatte sich Simba doch noch nicht eingelebt? Fand er nicht nach Hause zurück? Suchte er seine Familie? Was war passiert?

Die Hoffnung, Simba je wieder zu sehen, schwand von Tag zu Tag mehr und so zog einige Monate später Anabell, eine Europäisch Kurzhaarkatze bei Familie Hiemer ein. Im Juli 2005 rief ein Nachbar an, weil er meinte, Simba in der Nähe der alten Wohnung in Bayern gesehen zu haben. Hals über Kopf fuhr Familie Hiemer nach Bayern, aber die Katze war bei der Ankunft natürlich schon wieder verschwunden. Traurig und unverrichteter Dinge reisten Hiemers wieder ab.

Im September 2008 dann endlich der erlösende Anruf bei TASSO: Eine Dame erzählte, dass seit Tagen ein Kater zu ihr käme, der auch eine Tätowierung hätte. Evelyn Weilbächer, die die Fundmeldung an diesem Tag in der TASSO-Notruf-Zentrale entgegennahm, bat die Frau, den Kater anzulocken und sich die Tätowierungsnummer in beiden Ohren aufzuschreiben. "Unter der mir genannten – wohl schon verblassten Nummer – konnte ich zunächst keinen Eintrag in unserer Datenbank feststellen. Und das, obwohl wir alle Tierärzte-Codes gespeichert haben", erinnert sich Frau Weilbächer.

So begann bei TASSO eine beinah schon detektivische Recherche nach dem möglichen Besitzer. Schliesslich stellte sich heraus, dass der Fundort im Saarland lag, die Tätowierung aber im Allgäu erfolgt sein musste. Leider war die Besitzerin, Frau Hiemer, verzogen, eine neue Adresse war TASSO nicht bekannt und die ermittelten Nachbarn im Allgäu meldeten sich nicht. Eine Nachfrage beim ­Einwohnermeldeamt  förderte zwar die neue Adresse von Hiemers im Saarland zu Tage, allerdings gab es keinen neuen Telefonbucheintrag unter "Hiemer". Über die vom Einwohnermeldeamt ermittelte Adresse konnte schließlich die Telefonnummer von Frau Hiemers Lebensgefährten ermittelt werden. Einer Rückvermittlung von Simba und der tränenreichen Wiedersehensfreude stand nun nichts mehr im Wege.

"Wir haben wirklich nicht mehr daran geglaubt, dass wir Simba je wiedersehen würden. Wir wollten ihn aber auch nicht für tot erklären. Wir haben einfach vergessen, TASSO die neue Adresse mitzuteilen.", erzählt Frau Hiemer. "Jetzt weiß ich, dass man die Hoffnung nie aufgeben darf, sein Tier wieder zu bekommen!"

 

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