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Schokis Schutzengel
Die Birmakatze Schoki der Familie Mirschél aus Dresden ist eine Freigänger-Katze und häufig draußen unterwegs. Doch dieses Mal, im April 2010, ist es anders als sonst. Schoki ist seit Tagen nicht mehr nach Hause gekommen. Familie Mirschél, die Schoki schon als junge Katze von einer Bauernhofsfamilie bekommen hat, ist in großer Sorge. Sie melden sie bei TASSO als vermisst und bestellen Suchplakate, die sie in der Umgebung aufhängen. Nach zweieinhalb Wochen endlich der erlösende Anruf: Ein Mann hat Schoki in einem Gartengrundstück gefunden und auf den Suchplakaten wiedererkannt.
Sie war nur etwa 900 Meter von zu Hause entfernt. Familie Mirschél macht sich sofort auf den Weg und findet ihre Katze, auf zweieinhalb Kilo abgemagert und an Pfote und Schwanz verletzt. Aber sie lebt! „Wir waren alle überglücklich und weinten vor Freude", erinnert sich Frau Mirschél. „Schoki kam uns entgegen, schnurrte, als wir sie hochnahmen, und schlief vollkommen entkräftet auf meinem Schoß ein."
Der Tierarzt stellt später fest, dass es sich an Schokis Schwanz um eine Bissverletzung handelt, die bereits eitert. An einer Pfote fehlen alle Krallen und auch eine Zehe ist stark in Mitleidenschaft gezogen. Scheinbar ist die 12-jährige Birmakatze in eine Auseinandersetzung mit einem Artgenossen geraten und anschließend verletzt oder auf der Flucht irgendwo hineingeklettert und eingesperrt worden. Was genau geschehen ist und wie sie sich dann befreit hat oder befreit wurde, darüber lässt sich nur spekulieren.
Familie Mirschél und insbesondere der vierjährige Sohn der Familie sind jedenfalls überglücklich, dass Schoki wieder zu Hause ist: „Wir danken dem Finder und Tasso für ihre Hilfe!“, so Frau Mirschél glücklich. „Unsere Schoki ist mittlerweile wieder zu Kräften gekommen und die Verletzungen sind vollständig verheilt!"