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Engagierte TASSO-Suchhelferin rettet entlaufenen Beagle-Rüden

Völlig auf Abwege geraten ist der neunjährige Beagle-Rüde Vasall, nachdem er Anfang Mai einigen Reitern im Main-Kinzig-Kreis hinterher gelaufen war. Zwei Tage später, etwa 20 Kilometer von Zuhause entfernt, entdeckte ihn eine engagierte Retterin, die sich große Mühe gab, den Ausreißer wieder nach Hause zu bringen.

An einem sonnigen Dienstag hatte sich Vasall vermutlich unbemerkt an die Fersen einiger Reiter geheftet, die ihre Pferde auf dem Hof seines Herrchens, Uwe Bandilla, stehen haben. Allerdings blieb der Rüde nicht bei den Reitern, sondern ging seine eigenen Wege und verschwand. Dass er heute wieder zu Hause ist, ist vor allem dem Engagement von Jeane-Jennifer Broghammer zu verdanken. Die 25-Jährige arbeitet hauptberuflich als Rettungssanitäterin und hilft in ihrer Freizeit im Tierheim Gelnhausen aus. Außerdem ist sie TASSO-Suchhelferin und erhält daher Suchmeldungen in ihrer Umgebung per E-Mail. So konnte sie Vasall auch einer aktuellen Suchmeldung zuordnen.

Bis sie den Beagle-Rüden aber erst einmal eingefangen hatte, dauerte es eine Weile: „Wir standen gerade mit unserem Rettungswagen an einer Ampel in dem Örtchen Lieblos, als der kleine Racker plötzlich aus dem Gebüsch gesprungen kam. Einige Autofahrer stiegen aus und riefen nach ihm, aber er blieb nicht stehen. Deswegen habe ich meinen Kollegen gebeten, vorsichtig mit dem Rettungswagen neben mir herzufahren, um mich zu sichern, bin ausgestiegen und Vasall hinterhergegangen“, erzählt Jeane-Jennifer Broghammer von der Rettung. Unterstützung erhielt die junge Frau dabei von einigen Moped-Fahrern. Sie versuchten, dem Beagle den Weg abzuschneiden, aber der war viel zu flink und entkam immer wieder.

Das Herz des kleinen Ausreißers raste

Die Biker mussten dann irgendwann aufgeben, aber sie haben sich dafür sogar bei mir entschuldigt“, erinnert sich Jeane-Jennifer Broghammer. Da für sie gerade kein weiterer Einsatz anstand, wollte sie noch einmal versuchen, den Ausreißer einzufangen. Eine Motorradfahrerin unterstützte sie. Gemeinsam mit viel Ruhe gelang es den beiden Frauen, den Beagle anzulocken. Kaum hatte Vasall erkannt, dass keine Gefahr von seinen Retterinnen ausging, ließ er sich streicheln und in den Schatten bringen. „Er war ziemlich erschöpft, deshalb gaben wir ihm erst mal Wasser. Sein Fell war voller Zecken, und sein kleines Herz raste“, berichtet Jeane-Jennifer Broghammer. Vasall wurde schließlich vom Tierheim Gelnhausen abgeholt, das die junge Rettungssanitäterin zwischenzeitlich verständigt hatte. Dort lasen die Mitarbeiter den Transponder aus, telefonierten mit TASSO und brachten den kleinen Abenteurer wieder nach Hause.

Nach diesen zwei Tagen war Vasall ganz schön erschöpft und hat erst mal ausgiebig geschlafen“, erzählt Halter Uwe Bandilla. Und während der Beagle den versäumten Schlaf nachholte, waren Jeane-Jennifer Broghammer und ihr Kollege längst wieder an Bord ihres Rettungswagens im Einsatz. 

Wenn ein Tier entläuft, ist das immer dramatisch. Sowohl der Halter als auch das Tier müssen in dieser Ausnahmesituation viel Angst und Stress ertragen. Nun ist jede Hilfe gefragt, damit das Tier schnellstmöglich wieder nach Hause zurückvermittelt werden kann. Das vorbildliche Beispiel von Jeane-Jennifer Broghammer zeigt, wie wichtig der engagierte Einsatz von Tierfreunden ist. Aber auch mit wenig Aufwand kann jeder helfen und eine große Wirkung erzielen. Wie das funktioniert, erfahren Sie auf unserer Homepage.

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