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Gefährlichste Nacht des Jahres

TASSO-Tipps zu Silvester

Hund versteckt sich unter einer Decke. © TASSO e.V.

Bald ist es wieder soweit: Die für Haustiere gefährlichste Nacht des Jahres steht an. Nach wie vor entlaufen an Silvester und Neujahr so viele Tiere wie an keinem anderen Tag. In der TASSO-Notrufzentrale herrscht daher in dieser Zeit Ausnahmezustand. Mit kräftig aufgestockter Besetzung ist die Notrufzentrale bereit, um im Ernstfall helfen zu können. Im Sinne Ihres Tieres und auch mit Blick auf Ihr Wohlbefinden hoffen wir jedoch, dass unsere Hilfe gar nicht nötig wird. Achten Sie daher bitte rund um den Jahreswechsel verstärkt auf Ihre vierbeinigen Freunde, greifen Sie ein, wenn andere Tiere in Not sind und verzichten Sie vielleicht selbst darauf, Feuerwerk zu zünden. Denn die TASSO-Zahlen zeigen: Silvester ist der Horror für viele Haustiere.

An keinem anderen Tag des Jahres verschwinden so viele geliebte Fellnasen wie am letzten. So haben zum Jahreswechsel von 2016 auf 2017 insgesamt 520 Tierhalter ihre vierbeinigen Lieblinge bei TASSO als vermisst gemeldet. Zusätzlich sind 262 Tiere gefunden worden, ohne dass zu dem Zeitpunkt schon eine Vermisstenmeldung bei TASSO vorlag. Das bedeutet: Allein an Silvestern 2016 und Neujahr 2017 sind mindestens 782 Tiere entlaufen und waren auf sich allein gestellt.

„Uns erreichen in der Silvesternacht und an Neujahr wirklich sehr viele Anrufe. Nicht nur von Tierhaltern, sondern zum Glück auch von vielen Menschen, die ein umherirrendes Tier gefunden und eingegriffen haben“, erinnert sich TASSO-Mitarbeiterin Karin Wloka an die vergangenen Silvesterdienste in der TASSO-Notrufzentrale. Viele Tiere entlaufen zum Beispiel auch, weil sie durch offen gelassene Türen oder Fenster entwischen, während ihre Halter um Mitternacht in den Garten oder auf die Straße vor dem Haus gehen, um das neue Jahr zu begrüßen. Vor allem Besucher achten häufig nicht darauf, alle Türen zu schließen.

Lassen Sie Ihren Hund deshalb nicht mehr frei laufen, sobald der Böllerverkauf begonnen hat. Auch ein Hund, der keine Angst zeigt, kann sich erschrecken und weglaufen, wenn ein Knallkörper direkt neben ihm explodiert. Achten Sie besonders beim Ein- und Aussteigen aus dem Auto und beim Öffnen der Wohnungstür darauf, dass Ihre  Vierbeiner nicht entwischen. Besondere Vorsicht gilt bei ängstlichen Hunden. Sichern Sie diese Tiere zusätzlich mit einer zweiten Leine und einem Sicherheitsgeschirr vor dem Entlaufen. Wählen Sie soweit es möglich ist ruhige Spazierwege. Seien Sie lieber zu vorsichtig als zu nachsichtig.

Auch Freigängerkatzen trauen sich rund um Silvester oft nicht nach Hause oder haben sich verlaufen, weil sie aus Angst vor dem lauten Knallen von ihren üblichen Wegen abgewichen sind. Daher sollten die Tiere – auch Wohnungskatzen – unbedingt bei TASSO registriert sein, damit sie im Ernstfall eine Chance haben, wieder nach Hause zurückgebracht werden zu können.

Für die Tage rund um den Jahreswechsel rät TASSO Tierhaltern:

  • Lassen Sie Ihre Freigängerkatzen im sicheren Haus
  • Sichern Sie Ihren Hund bei jedem noch so kleinen Spaziergang gut ab
  • Versuchen Sie am Silvestertag rechtzeitig mit Ihrem Hund die letzte Gassirunde zu gehen, bevor überall ausgelassen geknallt wird
  • Richten Sie Rückzugmöglichkeiten in der Wohnung ein und versuchen Sie durch heruntergelassene Rollos und mit Hilfe des laufenden Fernsehers oder Radios den Lärm auszusperren 
  • Wenn Ihr Hund große Angst hat, überlegen Sie vielleicht, irgendwo hinzufahren, wo es ruhiger zugeht
  • Seien Sie bei Ihrem Tier und stehen Sie ihm bei, wenn es Angst hat
  • Leidet Ihr Tier auch gesundheitlich stark unter dem Krach des Jahreswechsels, halten Sie frühzeitig Rücksprache mit Ihrem Tierarzt 
  • Verzichten Sie an Silvester selbst auf das Zünden von Raketen und Böllern und gehen Sie mit gutem Beispiel voran

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