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Rhein-Sieg-Kreis: Verordnung zum Katzenschutz

Pflichten für Halter von Katzen mit Freigang

Zwei Streunerkatzen auf der Straße. © TASSO e.V.

Um das Leid von freilebenden, verwilderten Katzen langfristig zu verbessern, hat der Rhein-Sieg-Kreis in der vergangenen Woche eine Katzenschutzverordnung erlassen. Darin ist geregelt, dass Katzen mit unkontrolliertem Freigang in Zukunft unfruchtbar beziehungsweise zeugungsunfähig gemacht werden und durch einen Mikrochip oder eine Tätowierung im Ohr gekennzeichnet und registriert werden müssen. Dabei nennt die Katzenschutzverordnung an erster Stelle TASSO e.V., Europas größtes Haustierregister, als Möglichkeit zur kostenlosen Registrierung. Für reine Wohnungskatzen gilt diese Regelung nicht.

Ein wichtiger Schritt für die Katzen an Rhein und Sieg

„Der Weg, den nach vielen anderen Städten und Gemeinden nun auch der Rhein-Sieg-Kreis eingeschlagen hat, ist ein wichtiger Schritt zum Schutz der Katzen“, freut sich TASSO-Leiter Philip McCreight. TASSO setzt sich bereits seit Jahren dafür ein, dass Städte und Gemeinden entsprechende Verordnungen erlassen und kämpft für eine gesetzliche Kastrations-, Kennzeichnungs- sowie Registrierungspflicht. „Nur mit diesen Maßnahmen kann das Elend der Tiere langfristig verhindert werden“, ist Philip McCreight überzeugt.

Warum ist die Katzenschutzverordnung so wichtig?

In Deutschland leben etwa zwei Millionen Streunerkatzen, weil sie entweder frei geboren, entlaufen, ausgesetzt oder zurückgelassen worden sind. Im Gegensatz zu Wildkatzen können sich Hauskatzen in der „Wildnis“ allerdings nur unzureichend zurechtfinden und selbst versorgen. Das führt dazu, dass viele Tiere schlecht ernährt und ausgezehrt sind. Weiterhin sind sie häufig krank, leiden an Infektionskrankheiten, sind von Parasiten befallen und haben unbehandelte Verletzungen. Dieses Elend wird kontinuierlich immer schlimmer, wenn sich die Tiere vermehren. Nicht kastrierte Hauskatzen mit unkontrolliertem Freigang tragen durch Fortpflanzung mit den Streunertieren zur Verschärfung dieses Problems bei.

Mit den neuen Regelungen will der nordrhein-westfälische Landkreis das Leid der verwilderten Katzen nun bekämpfen. Viele Katzenhalter haben in der Vergangenheit ihre Freigänger nicht kastrieren lassen. Die Zahl der Nachkommen von nur einer Katze kann schon nach nur vier Jahren in die Tausende gehen. Deswegen ist es wichtig, dass Freigängerkatzen kastriert werden. Nur so kann dem Katzenelend langfristig ein Riegel vorgeschoben werden.

Hier finden Sie weitere Informationen rund um das Thema Katzenkastration.

Die vollständige Katzenschutzverordnung des Rhein-Sieg-Kreises finden Sie hier.

TASSO rät: Ob Wohnungskatze oder Freigänger – Katzen entlaufen zehnmal häufiger als Hunde. Registrieren Sie hier Ihre Katze bei TASSO, damit sie auch im Verlustfall geschützt ist.

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