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Wichtiger Schritt für den Tierschutz

Hannover führt Katzenschutzverordnung ein

Katzenschutzverordnung in Hannover - junge Katze © Silke Steinsdörfer

Um das Leid von freilebenden, verwilderten Katzen langfristig zu verringern, tritt mit Beginn des Jahres 2019 in Hannover eine Katzenschutzverordnung in Kraft. Darin regelt die niedersächsische Landeshauptstadt, dass Katzen mit unkontrolliertem Freigang in Zukunft kastriert werden müssen. Weiterhin müssen ihre Halter sie mit einem Transponder, umgangssprachlich auch Chip genannt, kennzeichnen lassen und sie in einem Haustierregister, zum Beispiel bei TASSO registrieren. Für reine Wohnungskatzen gilt diese Verpflichtung nicht. TASSO e.V. betreibt mit rund 9,3 Millionen registrierten Tieren Europas größtes Haustierregister. Mehr als 19.700 Katzen aus Hannover sind bereits registriert.

Eine gute Nachricht für Hannovers freilebende Katzen

Für Katzen, die nicht in menschlicher Obhut, sondern auf der Straße leben, ist dies eine gute Nachricht, findet TASSO. Die Streunerkatzen wurden ursprünglich ausgesetzt oder sind schon draußen geboren worden und führen in der Regel ein elendiges Leben. „Diese freilebenden verwilderten Hauskatzen leiden extrem unter Kälte, Hunger und Krankheiten und sterben nicht selten einen qualvollen Tod“, erklärt Dr. Cristeta Brause, Tierärztin und Projektmanagerin Streunerkatzen bei TASSO. Sie findet: „Der Schritt, den nach vielen anderen Städten und Gemeinden nun auch Hannover gemacht hat, ist der richtige zum Schutz der Katzen.“ TASSO setzt sich bereits seit Jahren dafür ein, dass Städte und Gemeinden entsprechende Verordnungen mit Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht erlassen.

Warum ist die Katzenschutzverordnung so wichtig?

Damit das Katzenelend effektiver eingedämmt werden kann, hat der Gesetzgeber den Paragraphen § 13b in das Tierschutzgesetz eingeführt. Dieser ermächtigt die Landesregierungen durch Rechtsverordnungen zum Schutz freilebender Katzen Gebiete festzulegen, in denen große Populationen mit erheblich leidenden Katzen leben. Darüber hinaus können Maßnahmen zur Verminderung der Anzahl dieser Katzen angeordnet werden. In Niedersachsen haben bereits zahlreiche Städte und Gemeinden entsprechende Regelungen festgelegt. Mit der Landeshauptstadt Hannover folgt nun die größte Stadt des Bundeslandes.

Hier finden Sie weitere Informationen rund um das Thema Katzenkastration sowie eine Liste mit den Städten und Gemeinden, die bereits Katzenkastrationsverordnungen erlassen haben.

Geld für wichtige Kastrationen
Mit 8.000 Euro für die Kastration von Streunerkatzen unterstützt das Bündnis „Pro Katze“, zu dem auch TASSO gehört, die Katzenhilfe Hannover.

Schutz für den Notfall
Katzen entlaufen zehnmal häufiger als Hunde. Registrieren Sie deshalb auch Ihre Wohnungskatze bei TASSO, damit sie im Notfall geschützt ist.

 

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