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Mit Bochum erlässt eine weitere Stadt im Ruhrgebiet eine Verordnung zum Schutz freilebender Katzen

Straßenkatzen © Pixabay

Um das Leid von freilebenden, verwilderten Katzen langfristig zu verringern, gilt seit Beginn des Jahres 2018 eine Katzenschutzverordnung in Bochum. Darin ist geregelt, dass Katzen mit unkontrolliertem Freigang in Zukunft unfruchtbar beziehungsweise zeugungsunfähig gemacht werden und durch einen Mikrochip oder eine Tätowierung im Ohr gekennzeichnet sowie kostenlos im Haustierregister von TASSO e.V. registriert werden müssen. TASSO e.V. betreibt mit rund 8,7 Millionen registrierten Tieren Europas größtes Haustierregister. Mehr als 14.000 Bochumer Katzen sind hier bereits registriert. Für reine Wohnungskatzen gilt diese Verordnung nicht.

Ein wichtiger Schritt für die Katzen in Bochum

„Der Weg, den nach vielen anderen Städten und Gemeinden nun auch Bochum eingeschlagen hat, ist ein wichtiger Schritt zum Schutz der Katzen“, freut sich TASSO-Leiter Philip McCreight. TASSO setzt sich bereits seit Jahren dafür ein, dass Städte und Gemeinden entsprechende Verordnungen erlassen und empfiehlt dabei eine gesetzliche Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht. Auch die Nachbarstädte Essen und Recklinghausen sowie der Ennepe-Ruhr-Kreis haben bereits eine solche Katzenschutzverordnung eingeführt.

Warum ist die Katzenschutzverordnung so wichtig?

In Deutschland leben etwa zwei Millionen Streunerkatzen, weil sie entweder bereits auf der Straße geboren wurden, entlaufen sind oder ausgesetzt oder zurückgelassen wurden. Im Gegensatz zu Wildkatzen können sich Hauskatzen in der „Wildnis“ nur unzureichend zurechtfinden und selbst versorgen. „Die unkontrollierte Vermehrung der Tiere verschlimmert ihr Elend fortwährend. Da oft auch unkastrierte Hauskatzen mit Freigang dazu beitragen, sind einzelne Kastrationsaktionen und bloße Aufklärungsmaßnahmen manchmal unzureichend, um das Problem in den Griff zu bekommen“, erläutert Dr. Cristeta Brause, Tierärztin und Projektmanagerin Streunerkatzen bei TASSO.

Damit das Katzenelend effektiver eingedämmt werden kann, hat der Gesetzgeber den Paragraphen § 13b in das Tierschutzgesetz eingeführt. Dieser ermächtigt die Landesregierungen durch Rechtsverordnungen zum Schutz freilebender Katzen Gebiete festzulegen, in denen große Populationen mit erheblich leidenden Katzen leben. Darüber hinaus können Maßnahmen zur Verminderung der Anzahl dieser Katzen angeordnet werden.  

Hier finden Sie weitere Informationen rund um das Thema Katzenkastration.

Die vollständige Katzenschutzverordnung für Bochum finden Sie hier.

TASSO rät: Ob Wohnungskatze oder Freigänger – Katzen entlaufen zehnmal häufiger als Hunde. Lassen Sie deshalb Ihre Tiere entsprechend der Bochumer Katzenschutzverordnung kastrieren und kennzeichnen und registrieren Sie ihre Katze hier bei TASSO, damit sie auch geschützt ist, wenn sie einmal entwischt.

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