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Geschenkt, geliebt, verstoßen: Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke

Sulzbach, 25. November 2015 – Weihnachten naht und die Suche nach den passenden Geschenken für die Lieben beginnt. Besonders Kindern werden zu Weihnachten viele Wünsche erfüllt, und nicht selten handelt es sich dabei um ein Haustier. shelta, das Online-Tierheim der Tierschutzorganisation TASSO e.V., appelliert: Vierbeiner sind keine Geschenke.

Viele Eltern möchten ihren Kindern zu Weihnachten ihre größten Wünsche erfüllen, wobei ein eigenes Haustier ganz oben auf dem Wunschzettel steht. Zu oft geben Eltern diesem Wunsch in der Weihnachtszeit nach, ohne sich ausführlich mit den Bedürfnissen des Tieres beschäftigt zu haben. Denn das Leben mit Haustier besteht nicht nur aus Kuscheln und Streicheln. Kehrt nach den Feiertagen der Alltag ein, wird manchem frischgebackenem Tierhalter schnell klar, dass das einst ersehnte Haustier auch eventuell als lästig empfundene Arbeit mit sich bringt: Der Hund muss mehrmals täglich Gassi gehen, auch bei schlechtem Wetter. Die Katzentoilette oder das Kleintiergehege müssen sauber gehalten werden.

Vielen Kindern ist nicht bewusst, dass Tierhaltung mit Verantwortung und Arbeit verbunden ist. Vielen Eltern ist nicht klar, dass die Hauptverantwortung für den neuen Mitbewohner bei ihnen liegt. Sind sie nicht bereit, die Verpflichtung zu übernehmen, landet das Tier schon kurz nach Weihnachten im Tierheim. „Tierheime erleben jedes Jahr nach der Weihnachtszeit einen großen Andrang von Tieren, die abgegeben werden“, erklärt Heike Engelhart, Leiterin von shelta, dem Online-Tierheim von TASSO. „Die meisten Tier verbindet dasselbe Schicksal: Noch wenige Wochen zuvor haben sie unter dem Weihnachtsbaum gesessen und die Freude der Familien miterlebt.“
Die Entscheidung für ein Haustier sollte gut überlegt sein und von allen Familienmitgliedern gemeinsam getroffen werden. Kann man einem Tier nicht gerecht werden, sollte man von der Anschaffung absehen. Ist man sich unsicher, kann zum Beispiel ein Ratgeberbuch über Haltung und Pflege des gewünschten Tieres eine Entscheidungshilfe sein.

„Fällt die Entscheidung für ein neues tierisches Familienmitglied, sollten Tierfreunde erst im Tierheim oder in einer der vielen Tierschutzorganisationen suchen. Auf www.shelta.net warten um die 8.000 Hunde und Katzen aus Tierheimen und Tierschutzorganisationen auf ein neues Zuhause. Allerdings muss man beachten, dass die meisten Tierschutzeinrichtungen in der Vorweihnachtszeit grundsätzlich keine Tiere vermitteln, damit diese nicht als unüberlegtes Geschenk unterm Weihnachtsbaum landen“, gibt Heike Engelhart zu bedenken.

Weihnachtliche Gefahren

Ganz gleich, ob sich Tierfreunde nach reiflicher Überlegung dazu entschließen, in der Vorweihnachtszeit ein Haustier bei sich aufzunehmen, oder ob sie bereits Tierhalter sind: Gerade in der Weihnachtszeit lauern Gefahren für unsere Haustiere. TASSO gibt fünf Tipps  für eine unfallfreie Weihnachtszeit:

Lassen Sie Ihr Tier niemals bei brennenden Kerzen allein. Das flackernde Licht lädt gerade Katzen zum Spielen ein. Nutzen Sie LED-Kerzen für Weihnachtsbaum oder Adventskranz.

Achten Sie darauf, Schokolade für Ihren Vierbeiner unerreichbar zu machen. Das enthaltene Theobromin ist zumindest für Hunde giftig. Verwöhnen Sie Ihren Vierbeiner stattdessen doch mal mit selbstgebackenen Hundeplätzchen.

Sichern Sie den Weihnachtsbaum, damit er bei etwaigen Kletterversuchen des Tieres nicht umfällt.

Tannennadeln im Wasser des Baumständers können wegen der ätherischen Öle für Tiere lebensgefährlich sein. Decken Sie diese am besten mit einem Tuch ab.

An den Scherben einer kaputten Kugel können sich Vierbeiner schnell die Pfoten oder Luftröhre und Darm verletzen. Probieren Sie doch einmal Papp- oder Kunstkugeln.


Download: 
Ein Tier ist kein Geschenk! Vierbeiner gehören nicht unter den Weihnachtsbaum
Bildnachweis: TASSO e.V.

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