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Hannover: Bündnis „Pro Katze“ und Landestierschutzbeauftragte Dämmrich begrüßen neue Katzenschutzverordnung

Scheck über 8.000 Euro an Katzenhilfe Hannover e.V. überreicht

Bündnis © VIER PFOTEN

Hannover, 11. Dezember 2018 Das Bündnis „Pro Katze“ begrüßt gemeinsam mit der Landestierschutzbeauftragten für Niedersachsen, Michaela Dämmrich, die Einführung der neuen Katzenschutzverordnung, welche eine Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen in der Stadt Hannover vorsieht. In diesem Zusammenhang überreichten heute Vertreterinnen des Bündnisses „Pro Katze“ der Katzenhilfe Hannover e.V. einen Scheck über 8.000 Euro für die Kastration von Streunerkatzen. Das Bündnis „Pro Katze“ ist ein Zusammenschluss der Tierschutzorganisationen VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz, TASSO e.V. und Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V.

Im Stadtgebiet Hannover leben schätzungsweise 21.000 Katzen auf der Straße. Unter ihnen auch viele, die einst ein Zuhause hatten, jedoch entlaufen, zurückgelassen oder ausgesetzt worden sind. Sie sind in der Regel nicht geimpft, nicht kastriert, krank und abgemagert und vermehren sich in rasantem Tempo weiter. Als domestizierte Haustiere schaffen sie es nicht, sich selbst ausreichend zu versorgen. Verschlimmert wird ihr Leid massiv durch ständige Paarung und zahlreiche Geburten. Unterernährung, Krankheiten, Verletzungen und Kälte führen oft zu einem qualvollen Tod.

Das Engagement der Katzenhilfe Hannover e.V.

Ein Schwerpunkt der Arbeit des 1987 gegründeten Vereins Katzenhilfe Hannover e.V. ist die Durchführung von Kastrationsaktionen, um so der unkontrollierten Vermehrung der wildlebenden Katzen entgegen zu wirken. „Doch dieses Jahr saufen wir ab“, sagt Frauke Ruhmann, Sprecherin der Katzenhilfe Hannover e.V. und resümiert: „Wir haben in Niedersachsen inzwischen dramatische Verhältnisse.“ Auch die Paarung unkastrierter freilaufender Besitzerkatzen mit Streunerkatzen verschärft die Situation zusätzlich.

„Die Stadt Hannover hat daher mit dem Erlass einer Katzenschutzverordnung nun die richtige Maßnahme zum nachhaltigen Schutz der freilebenden Katzen ergriffen. Jetzt hoffen wir, dass dies für weitere Kommunen in Niedersachsen Signalwirkung hat“, sagen die Vertreterinnen des Bündnisses „Pro Katze“. „Wir sehen hier ganz klar die Städte und Kommunen in der Pflicht, endlich politische Verantwortung für tierschutzrelevante Vorgänge im eigenen Verwaltungsbereich zu übernehmen. Diese Aufgaben können nicht von Vereinen oder Privatpersonen übernommen werden. Darüber hinaus tragen diese meist die gesamten Kosten.“

Auch die Landestierschutzbeauftragte Michaela Dämmrich begrüßt die Initiative für den Katzenschutz in Hannover: „Ich bedanke mich bei den Frauen der Katzenhilfe Hannover e.V. für ihr erfolgreiches und ausdauerndes Engagement. Ohne die vielen ehrenamtlichen BetreuerInnen wären die Straßenkatzen sich selbst überlassen und würden elendig verhungern oder an Krankheiten sterben. Wichtig zur Verringerung des Elends der Straßenkatzen ist jedoch nicht nur das Füttern, sondern die Populationskontrolle und die tierärztliche Versorgung, welche viel Geld kosten. Umso schöner ist die Unterstützung durch den heute überreichten Betrag. Dafür bedanke ich mich besonders bei dem Bündnis „Pro Katze“.“

8.000 Euro für die Katzenhilfe Hannover

Das Bündnis „Pro Katze“ hat entschieden, die Katzenhilfe Hannover e.V. für ihr jahrelanges Engagement, das letztlich auch zur Einführung der Katzenschutzverordnung in Hannover beigetragen hat, mit einem Scheck über 8.000 Euro für die Kastration, Kennzeichnung, Registrierung und gegebenenfalls notwendige medizinische Weiterversorgung von Streunerkatzen zu fördern. Ermöglicht wurde dies mit freundlicher Unterstützung des Tiernahrungsherstellers „Happy Cat“.

Über das Bündnis „Pro Katze“

Das Bündnis „Pro Katze“ ist ein seit 2011 bestehender Zusammenschluss der Tierschutzorganisationen TASSO e.V., VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz und Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V. Im Rahmen der Bündnisarbeit machen die Vereine auf die Folgen der unkontrollierten Vermehrung von Straßenkatzen aufmerksam. Gemeinsam setzen sich die drei Organisationen für eine bundesweite Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hauskatzen mit Freigang ein, unterstützen Städte und Gemeinden bei der Einführung von Katzenkastrationsverordnungen und führen Kastrationsprojekte durch.

Weitere Informationen finden Sie unter:
https://www.tasso.net/Tierschutz/Tierschutz-Inland/Kastration-von-Katzen/Buendnis-Pro-Katze

Foto von links nach rechts: Frauke Ruhmann: Pressesprecherin und 2. Vorsitzende des Katzenhilfe Hannover e.V., Maud Behrens: 1. Vorsitzende des Katzenhilfe Hannover e.V., Kristine Conrad: PR-Referentin vom Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., Michaela Dämmrich: Landesbeauftragte für den Tierschutz in Niedersachsen, Dr. Cristeta Brause: Tierschutzreferentin TASSO e.V., VetDir Dr. Christiane Mehl: Leiterin des Veterinäramts Hannover, Manuela Stau: Koordinatorin Streunerkatzen- Projekt Deutschland, VIER PFOTEN  Stiftung für Tierschutz


Download: 
Vertreterinnen des Bündnisses „Pro Katze“ überreichten der Katzenhilfe Hannover e.V. einen Scheck über 8.000 Euro für die Kastration von Streunerkatzen. Bildnachweis: VIER PFOTEN

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