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Bündnis „Pro Katze“ ist begeistert von Verein „Tiere in Not“ aus Bochum

Scheck über 6.000 Euro für Kastration von Katzen überreicht

Scheckübergabe von über 6.000 Euro für die Kastration von Katzen. Bündnis pro Katze

Sulzbach (Ts.) / Hamburg / Köln, 22. November 2018

„Die Katzen sterben nicht, sie verrecken elendig!“ Diese deutlichen Worte stammen von Gerhard Kipper vom Bochumer Tierschutzverein „Tiere in Not“. Sein Verein und viele andere Katzen- und Tierfreunde haben mehrere Jahre für die Einführung einer Kastrations-, Kennzeichnungs-  und Registrierungspflicht für freilaufende Hauskatzen in Bochum gekämpft. Dieses großartige Engagement hat das Bündnis „Pro Katze“ heute mit der Überreichung eines Schecks in Höhe von 6.000 Euro für die Kastration von Katzen gewürdigt.

In den vergangenen Jahren blieben die Tierschützer beständig bei ihrer Forderung nach einer Regelung zum Katzenschutz und kümmerten sich zusätzlich ehrenamtlich um verwilderte und herrenlose Hauskatzen in und um Bochum. Letztendlich hat sich dieser Einsatz ausgezahlt: Am 01.01.2018 ist die Katzenschutzverordnung für Bochum in Kraft getreten. Demnach müssen alle Katzen im Gebiet der Stadt Bochum kastriert, gekennzeichnet und registriert sein, wenn sie Freigang haben. Darüber hinaus hat die Stadt Bochum Herrn Gerhard Kipper von „Tiere in Not e.V. Bochum“ zum Katzenschutzbeauftragen der Stadt berufen. Ein echter Erfolg für die harte Arbeit der Tierfreunde und für die Katzen in Bochum.

„Die Katzenschutzverordnung war längst überfällig, um dem Leid wildlebender Katzen vorzubeugen und außerdem das Tierheim zu entlasten. Mit Gerhard Kipper als Katzenschutzbeauftragtem haben wir zudem die richtige Wahl getroffen. Er bringt nicht nur Leidenschaft mit, sondern auch das Fachwissen, das für diese Funktion nötig ist“, sagt die Bürgermeisterin Gabriele Schäfer zufrieden.

Vertreterinnen des Bündnisses „Pro Katze“ loben das Engagement der Tierschützer:

Die Beharrlichkeit und das Engagement der Bochumer Tierschützer blieben auch den Vertreterinnen des Bündnisses „Pro Katze“ nicht verborgen.

„Vorrangig muss es jetzt darum gehen, die noch vorhandenen wildlebenden Katzen zu kastrieren und somit die unkontrollierte Vermehrung von verwilderten Hauskatzen zu vermeiden“, sagt Manuela Stau, Koordinatorin Streunerkatzen-Projekt Deutschland von VIER PFOTEN.

„Katzen sind schon im Alter von vier bis sechs Monaten geschlechtsreif, und eine Katze kann zweimal im Jahr Nachwuchs bekommen. Bei einem Wurf mit durchschnittlich drei überlebenden Kätzchen kann die Zahl des Nachwuchses von nur einer Katze schnell in die Tausende gehen“, ergänzt Dr. Cristeta Brause, Tierärztin und Tierschutzreferentin bei TASSO e.V.

Mit der Einführung der Katzenschutzverordnung hört das Katzenelend jedoch nicht automatisch auf. Es wird weiterhin die Unterstützung vieler ehrenamtlicher Tierliebhaber benötigt, und vor allem kosten die Kastrationen sowie die medizinische Versorgung von Streunerkatzen viel Geld.

„Streunerkatzen sind im Gegensatz zur landläufigen Meinung auf die Hilfe des Menschen angewiesen. Diese Katzen können sich selbst nur unzureichend versorgen. Die meisten sind unterernährt, häufig sehr krank oder leiden durch unbehandelte Verletzungen“, so Kristine Conrad, PR-Referentin vom Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. und sagt weiter: „Wir sind wirklich dankbar für ein solch vorbildliches Engagement, wie es in Bochum der Verein „Tiere in Not“ leistet.“

Daher hat sich das Bündnis „Pro Katze“ entschieden, den Bochumer Tierschutzverein „Tiere in Not“ mit einem Scheck über 6.000 Euro bei seiner Arbeit für Streunerkatzen zu unterstützen. Der Geldbetrag ist für die Kastration, Kennzeichnung, Registrierung und gegebenenfalls notwendige medizinische Weiterversorgung von Streunerkatzen in Bochum vorgesehen. Ermöglicht wurde diese Spende mit freundlicher Unterstützung des Tiernahrungsherstellers „Happy Cat“.

Über das Bündnis „Pro Katze“

Das Bündnis „Pro Katze“ ist ein seit 2011 bestehender Zusammenschluss der Tierschutzorganisationen TASSO e.V., VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz und Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. Im Rahmen der Bündnisarbeit machen die Vereine auf die Folgen der unkontrollierten Vermehrung von Straßenkatzen aufmerksam. Gemeinsam setzen sich die drei Organisationen für eine bundesweite Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hauskatzen mit Freigang ein, unterstützen Städte und Gemeinden bei der Einführung von Katzenkastrationsverordnungen und führen Kastrationsprojekte durch.

Foto v.l.n.r.: Dr. Cristeta Brause, Tierschutzreferentin TASSO e.V., Gerhard Kipper, Geschäftsführer Tiere in Not e.V. und Katzenschutzbeauftragter der Stadt Bochum, Sigrid Kipper, 2.Vorsitzende Tiere in Not e.V., Ķristine Conrad, PR-Referentin vom Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., Manuela Stau, Koordinatorin Streunerkatzen-Projekt Deutschland VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz, Martina Schmück-Glock, Vorsitzende des Umweltausschusses (SPD)


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Vertreterinnen des Bündnisses „Pro Katze“ haben heute dem Verein „Tiere in Not“ aus Bochum einen Scheck über 6.000 Euro für die Kastration von Streunerkatzen überreicht. (Foto: Bündnis pro Katze)

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