zurück zur Übersicht SDMA Wert, Lipase und cPLI erhöht 02.11.2025 von Sophia W. Guten Tag, Bei meiner Hündin (6) war im Mai bereits der Lipasewert leicht erhöht bei 267. Im August haben wir ein weiteres Blutbild gemacht, da hatte sie einen SDMA Wert von 16, einen Lipasewert von 418 und einen Canine Spezifische Pankreaslipasewerz von 329. Der SDMA Wert war vor ca. Einem Jahr schonmal bei 16. Dann haben wir Nierenfutter gegeben, woraufhin der Wert wieder in den Normalbereich fiel. Sie hat durch das Nierenfutter jedoch stark zugenommen und hatte erhöhte Blutfettwerte (Colesterin 495, Frukotsamin 322 und Lipase eben 267), weshalb wir nach Absprache wieder umstellten auf Dog Sana Pferd. Das Blutbild von August ist das Kontrollblutbild nach der Futterumstellung. Wir haben einen Uktraschall vom Bauch und eine Urinubtersuchung machen lassen im August. Beides war unauffällig. Woran könnten die erhöhten Werte dann liegen? Und könnten sie zusammenhängen? Sie hat keinerlei Symptome. Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau W Erhöhte Laborwerte wie SDMA, Lipase oder die canine pankreasspezifische Lipase können verschiedene Ursachen haben und sind immer im Zusammenhang mit dem klinischen Bild zu beurteilen. Ohne Referenzwerte und ohne die tatsächlichen Einheiten ist eine exakte Interpretation nicht möglich, da sich sowohl Messmethoden als auch Grenzbereiche je nach Labor unterscheiden. Ein wiederholt leicht erhöhter SDMA-Wert kann, besonders bei unauffälligem Ultraschall und ungestörter Harnuntersuchung, vorübergehend durch Faktoren wie Dehydratation, Muskelmasse oder leichte Stoffwechselschwankungen beeinflusst werden. Wenn Kreatinin und Urinstatus stabil sind, ist das meist kein Hinweis auf eine manifeste Nierenerkrankung. Die Lipase und die canine pankreasspezifische Lipase (cPL) steigen nicht ausschließlich bei einer Pankreatitis an. Auch Fütterungsänderungen, Hyperlipidämie, hormonelle Einflüsse wie Schilddrüse oder Cushing-Syndrom oder Begleitreaktionen anderer Organe können zu erhöhten Werten führen. Dass die Hündin klinisch symptomfrei ist und der Ultraschall sowie der Urin unauffällig waren, spricht gegen eine akute Pankreatitis. Die kurzzeitig erhöhten Blutfettwerte unter dem Nierenfutter können sowohl die Lipaseaktivität beeinflusst haben als auch indirekt den SDMA verändern, da eine veränderte Fettstoffwechsellage die Stoffwechsellast für Leber, Niere und Pankreas verändern kann. Nach einer Futterumstellung kann es mehrere Wochen dauern, bis sich die Werte wieder stabilisieren. Insgesamt deuten die vorliegenden Befunde bei unauffälliger klinischer Untersuchung und normalem Ultraschall eher auf vorübergehende, unspezifische Schwankungen hin. Eine Verlaufskontrolle mit erneutem Blutbild und gegebenenfalls Urinstatus nach einigen Wochen ist sinnvoll, um die Tendenz zu beurteilen. Solange die Hündin symptomfrei bleibt, besteht derzeit kein Anlass zur Sorge, eine engmaschige Beobachtung bleibt jedoch empfehlenswert. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau W Erhöhte Laborwerte wie SDMA, Lipase oder die canine pankreasspezifische Lipase können verschiedene Ursachen haben und sind immer im Zusammenhang mit dem klinischen Bild zu beurteilen. Ohne Referenzwerte und ohne die tatsächlichen Einheiten ist eine exakte Interpretation nicht möglich, da sich sowohl Messmethoden als auch Grenzbereiche je nach Labor unterscheiden. Ein wiederholt leicht erhöhter SDMA-Wert kann, besonders bei unauffälligem Ultraschall und ungestörter Harnuntersuchung, vorübergehend durch Faktoren wie Dehydratation, Muskelmasse oder leichte Stoffwechselschwankungen beeinflusst werden. Wenn Kreatinin und Urinstatus stabil sind, ist das meist kein Hinweis auf eine manifeste Nierenerkrankung. Die Lipase und die canine pankreasspezifische Lipase (cPL) steigen nicht ausschließlich bei einer Pankreatitis an. Auch Fütterungsänderungen, Hyperlipidämie, hormonelle Einflüsse wie Schilddrüse oder Cushing-Syndrom oder Begleitreaktionen anderer Organe können zu erhöhten Werten führen. Dass die Hündin klinisch symptomfrei ist und der Ultraschall sowie der Urin unauffällig waren, spricht gegen eine akute Pankreatitis. Die kurzzeitig erhöhten Blutfettwerte unter dem Nierenfutter können sowohl die Lipaseaktivität beeinflusst haben als auch indirekt den SDMA verändern, da eine veränderte Fettstoffwechsellage die Stoffwechsellast für Leber, Niere und Pankreas verändern kann. Nach einer Futterumstellung kann es mehrere Wochen dauern, bis sich die Werte wieder stabilisieren. Insgesamt deuten die vorliegenden Befunde bei unauffälliger klinischer Untersuchung und normalem Ultraschall eher auf vorübergehende, unspezifische Schwankungen hin. Eine Verlaufskontrolle mit erneutem Blutbild und gegebenenfalls Urinstatus nach einigen Wochen ist sinnvoll, um die Tendenz zu beurteilen. Solange die Hündin symptomfrei bleibt, besteht derzeit kein Anlass zur Sorge, eine engmaschige Beobachtung bleibt jedoch empfehlenswert. Viele Grüße Janina Rohde