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Motorische Ausfälle, Abgeschlagenheit

von Anke M. aus Hamburg

Hallo liebes Team, mein fast 15-jähriger Kater hatte 2x in großen Abständen "Aufallerscheinungen", d. h. er war für ca. 40/50 Sekunden wie in Trance, bewegte sich in Zeitlupe und sackte hinten leicht weg. Danach war er wie immer. Ich war bei meiner Tierärztin, die ihn auf Zucker testete, leicht erhöht, aber nicht behandlungsbdürftig. Dann waren die Herzgeräusche auffällig, Röntgenbilder auch auffällig. Dann kam er zur Kardiologin, kein Befund. Nun ist er so reduziert in allem. Vitalfunktionen soweit normal, also er isst/trinkt und geht aufs Klo. Für ihn sind der Katzenkorb, das Autofahren und ein Praxisbesuch äußerst strapaziös. Er schreit die ganze Zeit, übergibt sich im Auto usw. Ich mache mir weiterhin Sorgen und weiß nicht, was nun richtig für ihn ist. Will er einfach in Ruhe gelassen werden oder ist er ernsthaft/lebensbedrohlich erkrankt? Ich bin gerade 340 Euro losgeworden und bin leider finanziell etwas eingeschränkt. Was können Sie dazu sagen aus der Entfernung? Herzlichen Dank im Voraus und LG, Anke

Tierärztin Dr. Bettina Schmidt

Antwort von Tierärztin Dr. Bettina Schmidt

Sehr geehrte Frau M.,

für mich stellt sich die Frage, wie die anderen Blutwerte ausgesehen haben. Sind auch Bauchspeicheldrüsenenzyme, Leber- und Nierenwerte, Thyroxin (Schilddrüsenwert) und ein Blutbild untersucht worden? Wurde der erhöhte Zuckerwert anhand der Blutglukose als einmaliger Wert festgestellt oder als Langzeitzuckerwert Fruktosamin? Ein einmaliger Glukosewert ist bei einer aufgeregten Katze nicht aussagekräftig; der Fruktosaminwert hingegen zeigt, ob die Blutglukose innerhalb der letzten drei Wochen erhöht war.

Weiterhin ist es wichtig, dass die Zähne in Ordnung sind. Bei lieben Katzen kann man große Zahnsteinbrocken manuell absprengen, ein entzündeter Zahn muss natürlich in Narkose gezogen werden. In diesem Fall müsste man abwägen, ob die Narkose durchführbar ist.

Falls Sie vermuten, dass er Schmerzen hat, könnte man auch als diagnostische Therapie ein katzengeeignetes Schmerzmittel probeweise über 7-10 Tage verabreichen und schauen, ob sich sein Verhalten ändert.

Viele Grüße und alles Gute, Bettina Schmidt

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