Kleintierhaltung

Tipps für Kleintierhalter

© Clipdealer
Meerschweinchen brauchen täglich Beschäftigung.

Was ist die ideale Ernährung für Kaninchen? Warum sollten Wellensittiche mindestens zu zweit gehalten werden? Und wieso brauchen Meerschweinchen trotz wenig Spieltrieb täglich Beschäftigung?

Antworten auf all diese Fragen und weiteres Wissenswertes rund um das Thema artgerechte Haltung von Kleintieren finden Sie auf den folgenden Seiten.

Inhaltsverzeichnis

Krallenpflege bei Nagern und Kaninchen
Kaninchenhaltung
Vergesellschaftung von Kaninchen
Meerschweinchenhaltung
Wellensittichhaltung

Krallenpflege bei Nagern und Kaninchen

Nager- und Kaninchenhalter kennen das „Problem“: Kleine Nager und Kaninchen benötigen in regelmäßigen Abständen Krallenpflege. Das Wichtigste dabei: Die Krallen müssen gekürzt werden.

Das Krallenschneiden kann der Tierarzt übernehmen. Möchten Sie Ihrem Tier jedoch den Stress beim Tierarzt ersparen, haben wir hier einige Tipps und Tricks, damit Sie die Krallenpflege auch selbst zu Hause durchführen können. Wir empfehlen jedoch, zumindest bei ersten Mal eine fachkundige Hand zur Seite stehen zu haben. Bevor es losgeht, sollten Sie sich erst einmal davon überzeugen, dass die Krallen wirklich zu lang sind. Sind die Zehen samt Krallen zu den Seiten gekrümmt und wachsen vielleicht schon in Richtung Pfote, ist es allerhöchste Zeit, diese zu kürzen. Für die Krallenpflege gibt es im Handel besondere Krallenscheren, die handlich und scharf genug sind. Schärfe ist wichtig, denn die geschnittene Kralle darf hinterher nicht splittern, weil sie so in Laufe der Zeit einreißen und dem Tier Schmerzen zufügen könnte.

Generell verhält sich jedes Kleintier in solchen Ausnahmesituationen anders: So ist bei einigen die Behandlung ohne große Probleme und nur durch Ablenkung mit einer Möhre oder ähnlichem möglich, während sich selbst zahme und zutrauliche Tiere vehement dagegen wehren können. Gerade bei Tieren, die eine solche Prozedur überhaupt nicht mögen, ist gutes Festhalten wichtig: Dabei nehmen Sie das Tier sitzlings auf Ihren Schoß, umfassen es mit einer Hand und drücken es mit dem Rücken leicht gegen Ihren Bauch. Mit dieser Hand können Sie dann auch jede Zehe halten, während Sie mit der anderen Hand die Krallen schneiden. Gerade am Anfang ist es durchaus sinnvoll, die Krallenpflege besser zu zweit zu machen.

Achten Sie genauestens darauf, dass Sie nicht zu viel schneiden. Die Kralle besteht aus zwei Teilen: Bei der äußeren Schicht der Kralle handelt es sich um totes Horngewebe. Wie beim menschlichen Fingernagel ist dieser Bereich schmerzunempfindlich. Durchblutet und schmerzempfindlich hingegen ist das „Leben“ im Inneren der Kralle. Bei gutem Licht können Sie das rosafarbene Gewebe und die roten Blutgefäße meist durchschimmern sehen.

Bei dunklen Krallen ist das Schneiden natürlich erschwert. Hier kann es hilfreich sein, die Pfoten von unten mit einer Taschenlampe zu beleuchten und so die Blutgefäße sichtbar zu machen. Sie schneiden mindestens einen Millimeter oberhalb des Lebens.

Möchten Sie sich und Ihrem Tier das Krallenschneiden ersparen oder die Wuchszeit der Kralle verlängern, können Sie beispielsweise Steine ins Gehege setzen: So können die Tiere ihre Krallen beim Laufen abnutzen. Eine besonders angenehme Alternative ist, wenn Sie Ihrem Tier in den warmen Monaten einen großen und abwechslungsreichen Auslauf im Freien anbieten. Beachten Sie hier die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen, damit es sich weder verletzen, noch entwischen kann und auch nicht der Sonne ausgesetzt ist.

Kaninchenhaltung – Eine interessante, aber auch anspruchsvolle Aufgabe

Kleine Fellnasen mit großen Ansprüchen – was man bei der Haltung von Kaninchen wissen sollte!

Viele Kinder wünschen sich ein Haustier. In der Vorstellung vieler Eltern, die ihrem Kind diesen Wunsch gerne erfüllen möchten, ist ein Kleintier eine gute Lösung, da oftmals davon ausgegangen wird, dass so ein kleines Tier wenig Platz braucht und pflegeleicht ist.

Aber die Aufnahme eines Tieres sollte immer zunächst reiflich überlegt werden. Denn wenn man sich ein Tier anschafft, trägt man auch die lebenslange Verantwortung. Auch ein Kleintier hat große Ansprüche. Zunächst sollte man wissen, dass Kaninchen und ihre Artgenossen gesellige Tiere sind, die unbedingt Artgenossen brauchen. Es sind Gruppentiere, die sich in Einzelhaltung wie in Isolierhaft fühlen. Damit die Tiere glücklich sind, sollten mindestens zwei Tiere zusammen gehalten werden. Für ihr Wohlbefinden brauchen Kaninchen Sozialkontakte und Kommunikation. Eine Einzelhaltung führt leider oft zu einem frühen Tod des Tieres.

Für eine artgerechte Haltung muss man unbedingt beachten, dass Kaninchen viel Platz und Bewegungsfreiheit brauchen. Kaninchen spielen miteinander. Auch müssen sie springen, hoppeln und Männchen machen können. Mit einem großen und weitläufigen Außengehege wird man diesen Ansprüchen am besten gerecht. Als Richtlinie gilt: ca. 6 qm für 2-3 Kaninchen. Da Kaninchen gerne Löcher graben, muss das Gehege ca. 50 cm senkrecht in die Tiefe durch ein Gitter geschützt werden. Zu ihrem Schutz sollte es mit einem Maschendraht abgedeckt sein. Im Gehege brauchen die Tiere eine Futterecke sowie eine wetterfeste Hütte, in der sie schlafen und sich zurückziehen können. Zum Spielen und verstecken eignen sich Naturmaterialien wie Äste und Wurzelstöcke.

Die ideale Ernährung für Kaninchen besteht aus einer Mischung aus trockenem und frischem Futter. Frisches Heu und Wasser sollten rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Für eine gesunde Ernährung brauchen die Tiere zusätzlich Obst und Gemüse, wie beispielsweise Karotten, Salat, Fenchel und Löwenzahn und auch Nüsse und Samen.

Werden die Tiere artgerecht gehalten, bleiben sie fit und gesund und können dann auch mal älter als zehn Jahre werden. Kinder, die liebevoll und geduldig angeleitet werden, haben sicher ihren Spaß dabei, sich verantwortungsbewusst mit um die Pflege ihrer kleinen Fellnasen zu kümmern und diese beim Spielen und gegenseitigen Putzen zu beobachten.

Wer Kaninchen ein Zuhause bieten möchte, freut sich sicher an den verspielten und geselligen Tieren. Dazu kann man in unserem Online-Tierheim shelta nach den passenden Fellnasen schauen.

Vergesellschaftung von Kaninchen

Kaninchen sind sehr gesellige Tiere, die es genießen zu kuscheln und sich gegenseitig zu pflegen. Zum Glück wissen inzwischen die meisten Tierhalter, dass Kaninchen nicht in Einzelhaltung gehören. Die Anzahl der Kaninchen, die einsam ihr Käfigdasein fristen, reduziert sich erfreulicherweise immer weiter. Ebenso gibt es immer weniger Kaninchen, die zusammen mit Meerschweinchen gehalten werden. Da sie unterschiedliche soziale Verhaltensweisen und „Sprachen" haben, leiden bei dieser Haltungsform beide Tierarten.

Meist wird in privater Hand ein Zwergkaninchen-Pärchen angeschafft. Wurfgeschwister mit unterschiedlichen Geschlechtern haben dabei die größten Chancen auf ein harmonisches Zusammenleben. Böckchen und Häsin sollten allerdings rechtzeitig kastriert werden, um ungewollten Nachwuchs und aggressives Verhalten im Zusammenhang mit Hitze und Scheinträchtigkeit zu vermeiden.

Es kommt auch vor, dass gleichgeschlechtliche Paare friedlich zusammen leben oder Gruppen mit unterschiedlichen Zusammenstellungen gut funktionieren. Empfohlen wird die Haltung eines kastrierten Rammlers mit zwei Häsinnen. Genauso kommt es aber auch vor, dass harmonische Verbindungen scheinbar plötzlich kritisch werden.

Für die Vergesellschaftung von Zwergkaninchen gibt es kein Patentrezept. Individuelle Lösungen und ausreichend Platzangebot sind Grundvoraussetzungen. Es gibt positive Erfahrungsberichte über die 2-Käfig-Variante, bei welcher die Kaninchen sich zunächst eine Zeit lang in getrennten Käfigen „beschnuppern“ können, bevor sie zueinander gelassen werden. Andere Experten empfehlen, die Tiere auf neutralem Boden zusammen zu setzen, ohne dass sie sich vorher sehen oder riechen konnten.

In jedem Fall ist es wichtig, die Verletzungsgefahr so gering wie möglich zu halten. Kaninchen können beim „Ausfechten“ der Rangordnung recht rabiat werden. Es kommt häufig vor, dass Fell fliegt, sich die Tiere jagen und sogar Bissverletzungen zufügen. Tierhalter brauchen hier gute Nerven und ein Gespür dafür, wann eines der Tiere tatsächlich zu stark bedrängt wird und eingegriffen werden sollte. Es gibt Kaninchen, die leider niemals zueinander finden.

Die Vergesellschaftung ist eine Herausforderung, trotzdem sollte sie nicht von vornherein abgelehnt werden. Jedes Kaninchen, ob Jungtier oder verwitweter Senior, hat das Tierschutzrecht auf einen Partner!

Tierhalter können die Rahmenbedingungen für die Partnerschaft optimal gestalten: um Beispiel durch die Zusammenstellung der Geschlechter, Berücksichtigung des Alters, ein ausreichendes Platzangebot, rechtzeitige Kastrationen und artgerechte Fütterung.

Text: © Dr. Anette Fach (Tierärztin)
Kleintierpraxis Oberursel

Meerschweinchenhaltung – Freude, die auf Gegenseitigkeit beruht

Meerschweinchen zu halten ist durchaus eine Aufgabe, die den Tierhalter fordert. Immerhin sind die Nagetiere zwar klein, dabei jedoch keineswegs anspruchslos. So ist es wichtig, sich schon vor der Anschaffung von Meerschweinchen mit der artgerechten Haltung auseinander zu setzen, damit die Zeit mit den Tieren besonders schön für beide Seiten wird. Werden Meerschweinchen artgerecht gehalten, so entwickelt sich diese Form der Tierhaltung zu einer besonderen Beziehung, in der auch die Tiere ihrem Halter viel Freude bereiten können.

Meerschweinchen brauchen ihre Freiheit

Grundsätzlich ist es für Meerschweinchen in Ordnung im Haus gehalten zu werden. Was jedoch durchaus ein Problem darstellt, sind die oftmals viel zu kleinen Käfige, in denen die Tiere gehalten werden. Es gibt für die Berechnung der Käfiggröße eine einfache Faustregel, die besagt, dass jedes Meerschweinchen einen Platz von mindestens einem Quadratmeter im Käfig haben sollte. Da Meerschweinchen grundsätzlich nicht alleine gehalten werden dürfen, ist alleine im Käfig ein Platz von mindestens zwei Quadratmetern notwendig. Besonders schön wird es im Käfig, wenn zusätzlich zur großen Größe noch Etagen eingebaut werden, die den nutzbaren Raum noch vergrößern. Die Meerschweinchen können sich so auch bei geschlossenem Gitter austoben. Was die Beschaffenheit des Käfigs angeht, ist ein unbeschichtetes Gitter als Abdeckung die richtige Wahl. Wer seinen Meerschweinchen eine richtige Freude machen möchte, der baut zusätzlich einen Freilauf an den Käfig an, den die Tiere immer dann nutzen können, wenn sie es möchten. Auch im Selbstbau ist so ein Freilauf aus stabilen Holzplatten schnell errichtet. Unbedingt erforderlich ist Freilauf für Meerschweinchen, wenn jedes Tier einen Raum von weniger als zwei Quadratmetern im Käfig für sich beanspruchen kann. Mindestens vier Stunden am Tag sollten die Tiere sich frei bewegen können. Hierbei ist es egal, ob nun frei in der ganzen Wohnung oder in einem abgegrenzten Bereich außerhalb des Käfigs. Ein alter Teppich als Unterlage für den Freilauf ist optimal, da er nicht zu kalt ist und auf ihm die Meerschweinchen mit ihren kleinen Füßen nicht ausrutschen. Wer seinen Meerschweinchen 24 Stunden am Tag die Möglichkeit geben möchte frei zu laufen, der fragt sich selbstverständlich nach der Stubenreinheit der Tiere. Hier kommt eine erfreuliche Nachricht für künftige Meerschweinchenhalter, denn die kleinen Nager können sich durchaus an stubenreines Verhalten gewöhnen, wenn man ihnen beispielsweise kleine Boxen mit Streu in den Auslauf stellt. Für den Anfang lohnt es sich, Streu zu nehmen, das bereits mit Urin in Kontakt gekommen ist.

Meerschweinchen beschäftigen

Sich mit Meerschweinchen zu beschäftigen ist eine tolle Angelegenheit, bei der der Kreativität kaum Grenzen gesetzt sind. Da die Tiere an sich nur wenig Spieltrieb haben, ist es für den Halter wichtig zu wissen, wie man Meerschweinchen so richtig motiviert. Dies gelingt vortrefflich mit Futter, denn dies bietet einen Anreiz, etwas aktiv zu tun. So kann man beispielsweise „Verstecken“ mit den Tieren spielen, indem man kleine Trockenfutterbröckchen im Freilauf verteilt. Damit sich die Meerschweinchen richtig strecken müssen, kann man Spießchen mit Gemüse an die Käfigdecke hängen oder auch Heubündel an der Käfigdecke befestigen. Ansonsten lieben Meerschweinchen es, sich frei zu bewegen und beispielsweise durch Röhren, Tunnel oder in kleine Höhlen zu klettern. Auch ein Zweig aus dem Garten (bitte auf mögliche Giftstoffe der Pflanze achten!) kann viel Freude bereiten. Da Meerschweinchen intelligente Tiere sind, die höchstvermutlich sogar in der Lage sind, Farben voneinander zu unterscheiden, brauchen sie diese Beschäftigung. Als Halter sollte man sich also nicht von der zunächst eher unmotivierten Art der Tierchen abschrecken lassen, denn sind sie einmal in Fahrt, macht es richtig Spaß, sie zu beobachten.

Ein kleiner Tipp zum Schluss

In vielen Tierhandlungen wird oftmals ein Kaninchen als optimaler Partner für Meerschweinchen angeboten. Dies jedoch entspricht nicht der Wahrheit und bedeutet für die Tiere unnötigen Stress, bei dem sie sich möglicherweise gegenseitig verletzen können. Kaninchen und Meerschweinchen sind extrem unterschiedlich, weswegen beide Tierarten nur mit den eigenen Artgenossen gehalten werden sollten. Wer sich dazu entschließt Meerschweinchen zu halten, der kann in unserem Online-Tierheim shelta sicher die passenden Fellnasen finden.

Wellensittichhaltung – Gesellige Überflieger aus Australien

Viele Menschen verspüren im Laufe ihres Lebens den Wunsch nach einem Haustier. Wellensittiche zählen dabei immer noch zu den beliebtesten Tierarten, die in deutschen Wohnzimmern leben. Doch welche Ansprüche stellen die vermeintlich genügsamen Krummschnäbel an ihr neues Zuhause?

Traute Zweisamkeit …

Wellensittiche sind Schwarmvögel und müssen daher mindestens zu zweit gehalten werden. Am schönsten sind ein Hahn und eine Henne, doch auch zwei Hähne können harmonisch miteinander leben, während von zwei Hennen abzuraten ist. Ein Minischwarm mit vier Tieren ist bereits eine sehr artgerechte Haltung, die auch dem Halter viel Freude bringt, da man die Vögel in ihrem vollen Sozialspektrum beobachten kann. Die traurige Einzelhaltung in einem kleinen Käfig mit Plastikvogel und Co. gehört zum Glück immer mehr der Vergangenheit an.

Schöner wohnen …

Beim Käfigkauf gilt: Je größer, desto besser. Der Käfig für ein Paar sollte eine Mindestlänge von 80 cm haben, allerdings ist ein solcher Käfig nur Schlaf- und Futterplatz.

Ohne ganztägigen Freiflug ist die Unterbringung in Volieren notwendig, welche ausreichend Platz bieten müssen. Um dem Bewegungsdrang der Vögel gerecht zu werden, ist jedoch mehrstündiger Freiflug im Zimmer Pflicht. Der Käfig sollte an einem hellen, zugluftfreien Platz stehen; ein erhöhter Standort vermittelt den Wellensittichen Sicherheit. Rundkäfige sind tierschutzwidrig, da die Vögel sich darin nicht orientieren können. Die natürliche Fortbewegungsart der Wellensittiche ist das Fliegen, das muss auch in Gefangenschaft unbedingt möglich sein. Im vogelsicheren Freiflugzimmer sollten daher Landemöglichkeiten angeboten werden, welche die Vögel zur Bewegung animieren. Als Landemöglichkeiten eignen sich beispielsweise ein Vogelbaum, ein Spielplatz aus Naturästen oder ein von der Decke hängender Freisitz; der Kreativität des Vogelhalters sind dabei keine Grenzen gesetzt. Neben den Muskeln sollte auch das Gehirn gefordert werden. So kann man Kolbenhirse so aufhängen, dass sie nur schwer erreichbar ist, die intelligenten Krummschnäbel müssen dann überlegen, wie sie an die beliebte Nascherei kommen. Auch die Futtersuche in einer sogenannten Buddelbox ist eine sinnvolle Beschäftigung. Dafür streut man Körnerfutter und Grit in eine mit Buchenholzgranulat, Sand oder Heu gefüllte Schale, sodass sich die Wellensittiche ihr Futter erarbeiten müssen, was ihnen viel Spaß bereitet.

Die Guten ins Kröpfchen ...

Eine ausgewogene Körnermischung für Wellensittiche besteht aus Hirsesorten, Kanariensaat und Grassamen. Des Weiteren können beispielsweise Hafer, getrocknete Kräuter oder Wildsamen beigemischt werden. Gutes Körnerfutter riecht frisch und nicht muffig. Futter, das von Schädlingen oder Schimmelpilzen befallen ist, muss entsorgt werden. Es ist außerdem wichtig, darauf zu achten, dass die Körnermischung keine unnötigen Zusätze wie Zucker und Honig oder billige Füllstoffe wie Bäckereierzeugnisse oder pflanzliche Nebenerzeugnisse enthält. Das Anbieten von Frischkost in Form von Kräutern und Gemüse sowie das Bereitstellen von Mineralsteinen und Grit rundet den Speiseplan ab. Sauberes Wasser muss ständig zur Verfügung stehen.

Der Doktor und das liebe Vieh …

Es ist sehr wichtig, sich bereits vor der Anschaffung von Wellensittichen nach einem vogelkundigen Tierarzt umzusehen. Im Krankheitsfall spart man so kostbare Zeit, wenn bereits eine gute Tierarztadresse bekannt ist. Im Idealfall findet man einen Tierarzt mit der Zusatzausbildung für Ziervögel oder eine Tierklinik mit entsprechender Spezialisierung. Dafür muss man unter Umständen einen längeren Anfahrtsweg in Kauf nehmen, kann dann aber sicher gehen, dass die eigenen Vögel die bestmögliche Behandlung bekommen.

Wellensittiche aus zweiter Hand …

Hat man sich dazu entschlossen, dass Wellensittiche einziehen sollen, stellt sich die Frage, woher man Wellensittiche bekommt. Als Alternative zum Gang zum Züchter entschließen sich immer mehr Halter dazu, Abgabevögel aufzunehmen, die über Tierheime oder Onlineplattformen vermittelt werden. Der Vorteil hierbei ist, dass sich oft schon echte Pärchen gefunden haben und man sich bei der Anschaffung keine Gedanken machen muss, ob die Wellensittiche sich im neuen Zuhause verstehen werden. Außerdem ist es immer schön zu sehen, wie Abgabewellensittiche im neuen Zuhause regelrecht aufblühen und ihr neues Leben genießen.

Text: © Verein der Wellensittich-Freunde Deutschland (VWFD) e.V.

775.011 „Gefällt mir“-Angaben

Danke für die vielen Likes!

TASSO-Videos

Alles zu den Aufgaben von TASSO in Bildern

Newsletter

Bleiben Sie immer auf dem Laufenden!