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Die große Reise des ängstlichen Katers Murdock

Elenna Hendriks Romen erzählt ihre TASSO-Erfolgsgeschichte

Kater Murdock © Elenna Hendriks Romen

„Murdock, ein schwarz-weißer Kater unbekannten Alters, zog quasi im März 2015 bei uns im Haus ein. Geduldig wartete er vom ersten Tag an vor Fenstern und Außentüren, suchte Blickkontakt zu uns und signalisierte: Ich möchte hinein! Anfangs musste er am Abend wieder raus ins Freie, wussten wir doch nicht, ob er irgendjemandem gehörte. Es dauerte genau eine Woche, da saß auch noch ein kohlrabenschwarzes Weibchen morgens wartend neben ihm vor der Tür. Beide zogen kurzerhand mit in unser Haus und fühlten sich wohl. Auf Dauer war es ziemlich lästig, mehrmals nachts die Katzen rein- und rauszulassen. Kurzum, sie bekamen einen eigen „Haustürschlüssel“ für ihre Katzenklappe. Im September dieses Jahres wurde dann leider das Weibchen fast vor der Haustür, in verkehrsberuhigter Zone, am helllichten Tag angefahren und verstarb. Genau zwölf Tage später war Murdock plötzlich verschwunden. Über Nacht von Samstag auf Sonntag, vom 10. auf den 11. September, war er weg, wie vom Erdboden verschluckt. Wir suchten, fragten, Nachbarn halfen dabei – vergebens. Er blieb unauffindbar. Am Montag, den 17. Oktober klingelte am Nachmittag das Telefon, TASSO meldete sich. Gleich darauf kam eine SMS, und wir konnten es kaum glauben, als wir die Telefonnummer eines Tierheimes lasen. Ich rief dort an und erfuhr, dass kurz vorher ein seit mehreren Wochen durch Gochsheim, das liegt in Bayern nahe Schweinfurt, streunender Kater abgegeben wurde. Über Ebay-Kleinanzeigen konnten wir Fotos des Katers anschauen und wussten sofort, das ist er. Dann ging alles sehr schnell. Tags darauf fuhr mein Mann früh am Morgen los, holte Murdock im Tierheim ab und brachte den Kater noch fast 400 km mit Gemaunze und Gejammer wieder nach Hause. Wir sind froh, dass er wieder da ist. Wir sind froh, dass er gechippt ist, sonst hätten wir ihn sicherlich nie mehr wieder gesehen. Trotzdem stellen wir uns immer wieder die Frage: Wie kam der Kerl nach Schweinfurt? Wer hat ihn mitgenommen? Gelaufen ist er sicherlich nicht, dann hätte er Blasen an den Pfoten. Er ist übrigens eher bequem und vom Wesen her gemütlich, unsportlich halt. Murdock hat hier seinen Platz wieder eingenommen. Über das Erlebte schweigt er. Wir glauben, dass er dieses Kapitel abgeschlossen hat. Wir möchten trotzdem nochmal danke sagen. Danke den beiden Familien, die ihn in Gochsheim mehrere Wochen lang gefüttert und gestreichelt haben, ihm die Tür zu Haus und Herz geöffnet haben und ihn, wie sie uns sagten, sicherlich in Erinnerung behalten werden.“

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