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Kater Lui – 88 Tage Ungewissheit bis zum erlösenden Anruf

Petra P. erzählt ihre TASSO-Erfolgsgeschichte

Kater Lui © Petra P.

„Unser vier Jahre alter Kater Lui wurde Ende Juni für einige Tage von unserer Nachbarin betreut. Am 1. Juli, unserem letzten Urlaubstag, verschwand Lui spurlos. Wir starteten eine großangelegte Suchaktion in der Nachbarschaft, Suchplakate wurden in großer Stückzahl aufgehängt, Vermisstenmeldungen gingen an TASSO, Tierheime, Tierärzte, die örtliche Presse. Nichts ließen wir unversucht, um Lui zu finden. Die Ungewissheit war quälend, motivierte uns aber auch, nicht vorschnell aufzugeben. Am 26. September, nach 88 Tagen kam dann endlich der erlösende Anruf von TASSO. Im südlichen Landkreis Rosenheim war einer Familie vor ca. zwei Wochen ein Kater zugelaufen. Die Entfernung beträgt etwa 30 Kilometer. Auf dem malerisch gelegenen ehemaligen Bauernhof leben bereits vier eigene Katzen. Nach Auskunft der Finder war Lui, als er dort aufgenommen wurde, stark abgemagert. Er wurde mitgefüttert und bekam sogar eine Extraportion Futter, nachdem er den hauseigenen Katzen sehr dominant die Futterrationen streitig machte. Auch einen Namen bekam der Findelkater während seines „Urlaubs auf dem Bauernhof“ von seinen Gasteltern: Toni. Als die Finder die Tätowierung in den Ohren entdeckten, stand fest, dass es sich nicht um eine verwilderte Katze handelte, sondern dass er irgendwo schmerzlich vermisst wird. Daraufhin meldeten sie sich bei der TASSO. Wir wurden noch am selben Abend telefonisch informiert, dass Lui aufgefunden wurde. Wir waren völlig überwältigt von dieser lang ersehnten Nachricht und haben sofort Kontakt aufgenommen. Zu unserer großen Überraschung und Freude erhielten wir bereits am nächsten Abend einen Anruf, dass Lui einfangen werden konnte. Noch am selben Abend wurde unser kleiner Streuner nach Hause zurück gebracht. Er hat sich sofort wieder heimisch gefühlt und mit uns gekuschelt. Er war von 5,5 kg auf 4,1 kg abgemagert. Mehrere Kampfspuren/Schnittverletzungen waren bereits zum Glück gut verheilt. Weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen ließen sich medikamentös gut behandeln. Für die Dauer seines Verschwindens war er in einem erfreulich guten Zustand. Die ersten Tage hat er viel geschlafen/gedöst und sich von seinem Abenteuer erholt. Nachdem er vermutlich über längere Zeit Hunger gelitten hat, forderte er am Anfang noch häufig und lautstark nach Verpflegung und ließ sich mit Leckereien verwöhnen. Wie er die große Entfernung zurückgelegt hat, ob er selbst gelaufen ist, unbemerkt in ein Fahrzeug eingestiegen und als blinder Passagiert mitgefahren ist oder von jemanden mitgenommen wurde, das bleibt Luis großes Geheimnis. Wir bedanken uns sehr herzlich bei den Findern, die sich so liebevoll um unseren Lui gekümmert und sich die Mühe gemacht haben, ihn wieder nach Hause zu bringen. Bei TASSO e.V. für die engagierte Arbeit und freundliche Unterstützung. Ebenfalls ein herzliches Dankeschön an die vielen hilfsbereiten Katzenfreunde, denen wir begegnet sind, und unsere Tierärztin, die uns unterstützt und uns in der Hoffnung auf ein Happy End bestärkt hat.“

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