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Kater Tommi – Aus dem Urlaubsdomizil entwischt

Anne Landmesser erzählt ihre TASSO-Erfolgsgeschichte

Kater Tommy © Anne Landmesser

„Im August 2016 musste ich aufgrund meiner MS-Erkrankung für vier Wochen zur Reha. Die Frage stellte sich direkt mit der Antragstellung: Wohin mit Tommi und Ylvie? Ich freute mich, dass eine Freundin sich anbot, die beiden zu sich zu nehmen. Ich wusste sie dort gut aufgehoben und so fuhr ich entspannt zur Reha. Wir standen in Kontakt, und Tommi, mein Hallodri, aber scheuer schwarzer Kater, tat sich sehr schwer mit seinem Urlaubsdomizil. Beim Lüften aufgrund der sommerlichen Hitze, Mückenschutzgitter war vor der Tür, schaffte Tommi es abends um 22 Uhr bei Dunkelheit zu entwischen. Er sprang über den Gartenzaun und war weg. Alle Hebel wurden in Bewegung gesetzt, TASSO, Tierheim, Tierärzte, Tierpensionen wurden informiert. Auf die aushängenden Suchanzeigen kamen etliche Hinweise. Oftmals war es der eigene schwarze Kater der Freundin, auf den die Hinweise kamen. Ein richtiger Tipp kam auch zu Tommi, und meine Freundin besuchte ihn. In den wenigen Tagen hatte sich sein Fell, das nur Wohnungshaltung gewöhnt war, verändert. Es war ganz dicht geworden. Der sonst so scheue Tommi sprang allen Fremden in dem Garten auf den Schoß und zeigte meiner Freundin eine bis dahin unbekannte Seite, so dass sie glaubte, das kann nicht Tommi sein. Schwarze Katzen ohne weitere Erkennungsmerkmale sehen sich so ähnlich. Ylvie und ich trauerten und gewöhnten uns daheim an unsere Zweisamkeit. Ylvie suchte und vermisste Tommi. Nach sieben Wochen versuchte ich eine Vergesellschaftung mit einem neuen Kater aus dem Tierschutz. Die beiden mochten sich nicht und Ylvie wurde attackiert. Ich beendete die Vergesellschaftung. Zwei Tage später schellte das Telefon: Tommi war aufgetaucht. In der Familie, die er sich direkt nach seinem Ausbruch suchte, ist er geblieben. Sie haben sich liebevoll um ihn gekümmert und irgendwann gingen sie mit ihm zum Tierarzt, um zu erfahren, ob es einen Besitzer gibt. Ich habe mich so über den Anruf gefreut. Wenige Tage später holte ich ihn ab. Er sprang freudig durch den Garten, nur von mir wollte er nichts wissen, denn er sah den Katzenkorb. Widerwillig ließ es sich von mir mitnehmen. Die Angst war groß. Wie reagiert er auf Ylvie? Erkennen die beiden sich noch? Eskaliert die Situation zwischen beiden? Ich habe den Katzenkorb in die Wohnung gestellt, Ylvie hat daran gerochen, sonst nichts. Tommi ist ausgestiegen und es war so, als ob er nie weggewesen wäre. Die beiden kannten sich noch, haben direkt geschmust, er kannte seine Lieblingsplätze noch, und als ich abends ins Bett ging, lag Tommi nach zwei Monaten ganz selbstverständlich auf meinem Oberkörper. Dass die Wiedervereinigung nach zwei Monaten so unproblematisch funktioniert, hätte ich nicht gedacht. Bislang vermisst er seine Freiheit nicht. Heute steckte er seinen Kopf kurz durch die Balkontür und zog ihn angewidert zurück. Auf Regen hat er scheinbar keine Lust. Danke an die Familie, die Tommi so gut betreut hat und ihn beim Tierarzt auf eine Registrierung prüfen ließ.“

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