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Katze Rumpel, der vermeintliche Mader

Dagmar Beutler erzählt ihre TASSO-Erfolgsgeschichte

Katze Rumpel © Dagmar Beutler

„Am letzten Donnerstag im Oktober verließ unsere Katze Rumpel das Haus wie gewohnt durch ihre Katzenklappe. Das war das letzte Lebenszeichen von ihr. Tags darauf informierten wir TASSO. Sofort bekamen wir Unterstützung und konnten Flyer verteilen. Drei Tage später erfuhren wir, dass ein Nachbar einen vermeintlichen Marder gefangen hätte. Da sein Fang und das Verschwinden unserer Katze zeitgleich waren, klingelten wir bei diesem. Auf Nachfrage wurde er unsicher und gestand, nicht wirklich in seine Holzfalle geschaut zu haben. Immerhin fuhr er mit uns zur Aussetzstelle. Als wir ihm folgten, wusste ich im Inneren schon, dass es unsere Katze war, die er ausgesetzt hatte. Er hatte seine Sache gründlich gemacht und sie 75 Kilometer weit von zu Hause ausgesetzt. An der Stelle angekommen – nur Wald und Felder. Wir riefen und lockten – nichts zu sehen oder zu hören. Die erste Woche fuhren wir täglich hin, wir verteilten im ganzen Gebiet Flyer. Aber nichts tat sich, keiner hatte sie gesehen. Mittlerweile hatten wir Minusgrade und Schneefall. Keiner hatte sie gesehen. Ich fing an zu hoffen, sie sei vielleicht auf dem Heimweg. Was sollte sie dort halten? Die Wochen gingen dahin. Wir suchten sie überall, aber es war wie verhext, sie blieb verschwunden. Nach vier Wochen fuhren wir an einem Sonntag ohne Hoffnung noch mal zur Aussetzstelle. Nichts. Wir waren schon fast im Auto, als hinter uns etwas auf dem Acker vorbeihuschte. Es war unsere Katze. Sie antwortete, lief aber weg. Dann war es dunkel. Ich war verzweifelt, warum kam sie nicht? Am nächsten Morgen besorgte ich mir eine Lebendfalle aus dem Tierheim, platzierte sie und wir fuhren täglich 75 Kilometer hin und 75 Kilometer zurück. Nicht passierte. Dann sah ich sie an einem Bachlauf Mäuse jagen. Ich fuhr zu dem Landwirt und bat um Erlaubnis, meine Falle aufzustellen. Also Falle neu platziert und da ich ein gutes Gefühl hatte, fuhren wir am selben Abend noch mal hin. Unsere Katze lag in der Falle auf ihrem Kissen, aber diese war nicht zu. Katze wieder weg! In strömendem Regen und Dunkelheit justierten wir die Falle neu. Wir fuhren heim. Sie war einmal drin, also hatten wir Hoffnung, dass es nochmal klappen könnte. Am nächsten Morgen dann der Anruf vom netten Landwirt. Unsere Katze saß in der Falle. Nach fünf Wochen konnten wir unsere Rumpel wieder nach Hause holen. Nach all den Wochen zwischen Hoffen, schlaflosen Nächten und Resignieren konnten wir sie wieder in die Arme schließen. Ein schöneres Weihnachtsgeschenk gibt es nicht.“

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