© Elli Herfurth
Nach 4 Wintermonaten des Suchens und Hängens, sie war nach dem Umzug entwischt, kam endlich der Anruf von TASSO. Und dann telefonierten wir. Sie war durch Zufall an einem Plakat im anderen Dorf vorbeigelaufen. Die Katzenliebhaberin war sich direkt sicher, diese Katze hatte sie an ihrer Haustür gesehen! Sie hatten nämlich einen Napf mit Futter draußen stehen. Sie versprachen, sich direkt zu melden. Es war keine 10 Minuten Fußweg von uns entfernt. Den folgenden Abend kam der Anruf und ich fuhr so schnell ich konnte hin. Und da saß sie, ich traute meinen Augen kaum!
Aufgeregt wie ich war rief ich sie. Sie zögerte, doch entschied sich für den Rückzug und verschwand durch einen Nachbarsgarten. Und heute dann – wir saßen gerade beim Essen – wieder ein Anruf. Und da saß sie noch, am Napf und fraß. Ich setzte mich in sicherer Entfernung und sprach mit ihr. Als sie mit fressen fertig war, strich sie um die Mauer und Autos mit ihrem Köpfchen und maunzte in einer Tour. Ich ging ihr ein Stück nach und sie lief wieder ein Stück maunzend weiter. Und ich folgte ihr. Vielleicht wollte sie mir etwas zeigen? Sogar über eine Straße führte sie mich und dann, als wir an einer Scheune angekommen waren, auf deren Grundstück jede Menge Sperrmüll war, blieb sie stehen. Und das erste Mal durfte ich nah genug an sie ran und sie vorsichtig streicheln. Ich ließ mir diese Chance nicht entgehen. Ich griff sie mir und ließ sie nicht mehr los. Vor Schreck kratzte sie um sich und versuchte auch zu beißen. Mit der wilden Entschlossenheit, sie nicht loszulassen, trug ich sie so rasch ich konnte zurück zur Finderin.
Als sie gesichert war, weinten wir beide. Ach was, ich brach eigentlich nur zusammen und schluchzte hemmungslos in den Armen der Frau, die ich erst seit wenigen Tagen kannte und ihr endlos dankbar war. Und so brachte ich Freya endlich heim – nach 4 Monaten voller Angst, Sorge und Hoffnung. Nun darf sie erstmal in Ruhe ankommen und sich an alles gewöhnen. Ohne die großartige Hilfe der TASSO-Mitarbeiter:innen und dem riesigen Engagement der Finderin hätten wir das nicht geschafft!