TASSO-Tierschutzpreis „Goldene Pfote“

In diesem Jahr wurden Tier-Finder ausgezeichnet. Die Gewinner stehen nun fest.

Das Prinzip TASSO lebt von engagierten Tierfreunden. Von Menschen, die ein Tier in Not erkennen und ihm helfen. Nur dank solcher Menschen können wir jährlich mehr als 62.000 Familien wieder mit ihren tierischen Lieblingen vereinen. Aus diesem Grund widmen wir in diesem Jahr unseren Tierschutzpreis Menschen, die sich im besonderen Maße dafür eingesetzt haben, dass TASSO ein Tier und seinen Halter wieder zusammenbringen konnte. Herzlichen Dank an alle, die uns ihre persönliche Tierfinder-Geschichte erzählt haben. In unserem Online-Voting haben Sie im Juli darüber entschieden, welchen drei Tierrettern wir mit der Goldenen Pfote 2017 ein großes Dankeschön für ihren Einsatz aussprechen dürfen.

Das sind die Gewinner der Goldenen Pfote 2017

Platz 1: Monique Voßemer
Weihnachtswunder für Katzendame Cinderella

Platz 2: Rita Melzig
Happy End für Rüde Luc nach gefährlichem Ausflug auf die Bundesstraße

Platz 3: Diana Martin
Ohne zu zögern wurde Rüde Carlo eingefangen und gerettet

Alle drei Plätze haben einen Pokal und eine Urkunde erhalten. Darüber hinaus hat das Hamburger Unternehmen Whow Games GmbH TASSO e.V. die Bereitstellung von drei attraktiven Preisen für die Gewinner der diesjährigen Goldenen Pfote ermöglicht: Der erste Preis wird ein Wochenend-Aufenthalt in einem 4-Sterne-Hotel in Deutschland mit zwei Übernachtungen inklusive Frühstück für 2 Personen im Doppelzimmer sein. Die Gewinner der Plätze zwei und drei erhalten je einen Einkaufsgutschein im Wert von 300 bzw. 200 Euro. Damit stellt die Whow GmbH Preise im Gesamtwert von 1.000 Euro zur Verfügung und unterstützt die diesjährige Idee diejenigen zu ehren, die Mensch und Tier wieder zusammen gebracht haben. „Wir freuen uns mit der Goldenen Pfote 2017 den Tierschutz in Deutschland zu fördern und TASSO bei seinen Aufgaben zu unterstützen. Mit der Rückvermittlung vermisster Tiere leistet TASSO einen wichtigen Beitrag für die Beziehung zwischen Mensch und Tier“, sagt Patrick Stasek, Director Monetization der Whow Games GmbH.

Wir gratulieren allen drei Gewinnern und bedanken uns natürlich auch noch einmal ganz herzlich bei allen anderen Nominierten, dass sie uns Ihre Geschichte erzählt haben.

Die Nominierten für die Goldene Pfote 2017

  • Platz 2: Happy End für Rüde Luc nach gefährlichem Ausflug auf die Bundesstraße
    Tibet-Spaniel Luc © Stefan Cleff

    Rita Melzig bringt Tibet-Spaniel Luc wieder mit seiner Familie zusammen

    Bei einem Verwandtenbesuch mit seinen Menschen in Braunschweig entwischte der damals vierjährige Tibet-Spaniel Luc durch die offene Haustür. Alleine auf sich gestellt, in einer Stadt, die er nicht kannte, lief der Hund orientierungslos durch die Straßen und landete schließlich auf der Bundesstraße. Dort bemerkte Rita Melzig ihn und beobachtete auch noch ein weiteres Fahrzeug, das mit eingeschalteter Warnblinkanlage hinter Luc herfuhr. „Vielleicht braucht da jemand Hilfe, dachte ich und sagte meinem Mann, er soll hinterher fahren“, erinnert sich Rita Melzig. Luc lief schließlich in einen Hof und beide Autos, die ihn verfolgt hatten, stoppten. Aus dem ersten stiegen zwei junge Männer aus und auch Rita Melzig und ihr Mann verließen ihr Fahrzeug. Der schüchterne Luc, der sich eigentlich nicht von Fremden anfassen lässt, war so erschöpft, dass er Rita Melzig direkt an sich herankommen ließ. Diese holte sich schnell telefonischen Rat von ihrer Hundetrainerin, versorgte Luc umgehend mit Wasser und schnitt die größten Kletten aus dem Fell des Tieres. Mithilfe der TASSO-Plakette an Lucs Halsband und nach einem Anruf in der TASSO-Notrufzentrale stand dann auch schnell fest, wer den Vierbeiner vermisst. „Als Lucs Halter kamen, war die Welt für den Kleinen sofort wieder in Ordnung“, erzählt Rita Melzig. Und auch Lucs Halter Stefan Cleff ist überglücklich: „Dank dem Ehepaar Melzig, der Hundetrainerin und den unbekannten jungen Männern, haben wir unseren Luc wieder bei uns. Dafür sind wir unendlich dankbar und schlagen Frau Melzig daher für die Goldene Pfote vor.“

  • Zwölfjährige bringt Kater Baghira wieder nach Hause
    Sophia-Antonia Hinners und Olaf Skubacz mit ihrem Kater Boomer © Olaf Skubacz

    Sophia-Antonia Hinners und Olaf Skubacz haben Baghira gefunden

    Eigentlich war es eine Verwechslung, die Kater Baghira wieder nach Hause brachte. Die zwölfjährige Sophia-Antonia Hinners beobachtete einen Europäisch Kurzhaar-Kater vor dem Haus ihrer Familie, der ihrem eigenen Kater Boomer ähnlich sah. Das Tier humpelte und sofort fürchtete das Mädchen, ihrem Boomer sei etwas zugestoßen. Zusammen mit dem Lebensgefährten ihrer Mutter, Olaf Skubacz, rief sie das Tier zu sich. Erst als es näher kam, erkannten die beiden, dass der Kater viel dünner und dreckiger war als die eigene Katze. „Wir hatten ihn noch nie in der Nachbarschaft gesehen. Wir nahmen ihn auf dem Arm und bauten ihm ein schönes Nest in unserem Schuppen, mit Körbchen, einem Katzenklo und Futter“, erzählt Sophia-Antonia. Die Helfer begannen, in der Nachbarschaft zu fragen, ob jemand den hübschen Kater vermisst. Doch niemand kannte das Tier. Es war Samstagnachmittag, die Tierärzte hatten geschlossen und da der Kater ansonsten keine schweren Verletzungen zeigte, versorgte die Familie den Ausreißer bis Montagmorgen liebevoll.

    Dann ging es zum Tierarzt, und nachdem dieser festgestellt hatte, dass der Kater gechippt ist, folgte der Anruf bei TASSO, von wo aus die Halterin informiert wurde. Sophia-Antonia und Olaf Skubacz brachten den Kater, dessen Ähnlichkeit mit ihrem eigenen Tier ein glücklicher Zufall war, sofort zu Daniela Peters, die fünf Kilometer vom Fundort in Weyhe entfernt wohnt. „Wir haben ihn zu dem Zeitpunkt schon eine Woche lang schmerzlich vermisst“, berichtet Daniela Peters, froh, ihren kleinen Abenteurer dank Sophia-Antonia wieder in den Armen halten zu können.

    (Das Foto zeigt Sophia-Antonia Hinners und Olaf Skubacz mit ihrem Kater Boomer, der Baghira zum Verwechseln ähnlich sieht.)

  • 500 E-Mails für die Rettung von Kater Prinz
    Kater Prinz © Corina Schneider-Mutschelknaus

    Traudl Fasching sorgt dafür, dass Kater Prinz wieder nach Hause kommt

    Es war eine lange Nacht für Traudl Fasching. Jedoch auch eine, die dazu führte, dass der vermisste Kater Prinz wieder zu seiner Familie zurückkam. Doch von Anfang: Im Januar 2017 verschwand der Freigängerkater Prinz plötzlich spurlos. Im April wurde er zwar gefunden, sein Chip ausgelesen und geprüft, ob er vermisst wird, doch die Suche nach einer passenden Vermisstenmeldung ergab keinen Treffer. Die Tierfreundin Traudl Fasching aber, die sich seit Jahren für entlaufene Vierbeiner einsetzt und auch bei TASSO registrierte Suchhelferin ist, war sich sicher: „Den Kater habe ich schon einmal gesehen.“ Und zwar in einer TASSO-Suchmeldung, die sie für einen Umkreis von 40 Kilometern per E-Mail abonniert hat. Der Kater, von dem sie damals noch nicht wusste, dass er Prinz heißt, ließ ihr keine Ruhe. Also setzte sie sich mitten in der Nacht vor den Computer und durchforstete mehr als 500 gelöschte E-Mails, die sich zum Glück noch im virtuellen Papierkorb finden ließen. Bis sie schließlich den entscheidenden Treffer landete: Da auf dem Foto, das ist doch eindeutig das gefundene Tier!

    Auch der Anfang der Transpondernummer stimmte. Und tatsächlich. Ein Gespräch mit den Mitarbeitern der TASSO-Notrufzentrale brachte schließlich Klarheit. Der gefundene Kater heißt Prinz, gehört zu Familie Schneider-Mutschelknaus und wird seit Januar vermisst. Schnell wurde Prinz wieder mit seiner Familie vereint. „Nur dank des riesengroßen Engagements von Frau Fasching konnte unser Prinz wieder nach Hause kommen. Deswegen haben wir sie für die Goldene Pfote 2017 vorgeschlagen“, berichtet die glückliche Katzenhalterin Corina Schneider-Mutschelknaus.

    Aber warum wurde zunächst keine passende Suchmeldung gefunden, nachdem der Transponder des Katers ausgelesen wurde? Des Rätsels Lösung sind zwei Zahlen. Die letzten beiden Ziffern waren bei der Registrierung verdreht angegeben worden und so wurde bei der ersten Abfrage auf der TASSO-Homepage kein Treffer gefunden. Natürlich ist die Nummer mittlerweile korrigiert und Prinz auch für die Zukunft sicher.

     

     

  • Platz 3: Ohne zu zögern wurde Rüde Carlo eingefangen und gerettet
    Rüde Carlo © Dorothea Heller

    Diana Martin hat Rüde Carlo nach Hause zurückgebracht

    „Hier stimmt doch etwas nicht“, dachte Diana Martin, als ihr im Herbst des vergangenen Jahres auf dem Nachhauseweg in ihrem Wohnort ein Hund auffiel, der panisch über die Straße lief. Kurzerhand parkte Diana Martin ihr Auto, stieg aus und sprach das Tier an. „Der Hund blieb stehen und ließ sich anfassen“, berichtet die Helferin. „Ich habe ihn dann kurzerhand gepackt und in die Box in mein Auto geschoben. Er hat mich nur aufmerksam angeguckt, sich aber gefreut. Und dann musste ich erst mal nachdenken, was ich nun tue“, erinnert sie sich schmunzelnd. Schließlich saß plötzlich ein fremder Hund in ihrem Auto. In einer Box, in der eigentlich ihr eigener kleiner Hund reist.

    Da Diana Martin jedoch ein eigenes Lesegerät hat und man sie häufiger dazu ruft, wenn ein Tier gefunden wird, konnte sie den Chip ruckzuck auslesen. Und der freundliche Carlos lies das ohne Probleme zu. Ein Anruf in der TASSO-Notrufzentrale und Diana Martin konnte Carlo direkt und ohne Umwege in den Nachbarort zu seiner Familie zurückbringen. Dort freute man sich natürlich sehr, denn der kleine Ausbrecher hatte sich am Morgen aus dem Haus in den Hof geschlichen und war mit Vollgas durch das Tor gestürmt, als sich dieses einige Zeit später öffnete. Seitdem wurde er von Familie Heller verzweifelt gesucht, die natürlich sehr froh war, ihren hübschen Rüden nur wenige Stunden später dank Diana Martin wohlbehalten wieder in die Arme schließen zu können.

     

  • Platz 1: Weihnachtswunder für Katzendame Cinderella
    Katze Cinderella © Monique Voßemer

    Monique Voßemer findet nach zehn Jahren Katze Cinderella

    Die Rückkehr von Cinderella nach Hause zu ihrer Familie ist ein kleines Wunder der Vorweihnachtszeit. Monique und Patrik Voßemer waren an einem Abend Anfang Dezember mit ihrem Sohn Maximilian auf dem Weg zu ihren Eltern. Gerade als sie dort ankamen, lief plötzlich „ein Häufchen Elend“ wie Monique Voßemer es beschreibt, in das Scheinwerferlicht ihres Autos. Sie stieg sofort aus, um zu sehen, ob es sich um ein verletztes Tier handelt. Es war eine Katze, doch sie ließ Monique Voßemer nicht an sich heran. Gleichzeitig mauzte sie aber erbärmlich und hilfesuchend. Trotz größter Mühe gelang es nicht, die verwahrloste Katze anzulocken.

    Daher richteten die engagierten Helfer eine Futterstelle ein und Tierarzthelferin Monique Voßemer organisierte am folgenden Tag eine Katzenfalle. Damit wurde das bedauernswerte Tier schließlich gefangen. „Sie sah von Nahem noch viel schlimmer aus“, berichtet Monique Voßemer. „Sie wog nur noch 2,3 Kilogramm und ihr Fell war total verfilzt. Beim Tierarzt musste sie geschoren werden, bevor ihr ein Zugang gelegt werden konnte.“ Dann entdeckten die Helfer die Tätowierung in den Ohren der Katze und kontaktierten TASSO. Die Katze heißt Cinderella und war zu diesem Zeitpunkt seit mehr als zehn Jahren verschwunden. „Ich traute meinen Ohren nicht“, erinnert sich Monique Voßemer. „Wir waren so überwältigt. Um das Wunder wirklich wahr zu machen, hofften nun alle, dass die Halter erreicht werden können. Drei lange Tage später kam endlich der erlösende Anruf. Mir blieb kurz das Herz stehen. Sowohl Cinderellas Halterin als auch ich weinten am Telefon vor Glück.“

    Cinderellas Frauchen machte sich sofort am nächsten Morgen auf in die 400 Kilometer entfernte Eifel und holte ihre Cinderella, mittlerweile 17 Jahre alt, nach Hause nach Bremen, wo sie zwischenzeitlich von Köln aus hingezogen war. „Es ist wirklich das größte Weihnachtswunder, das ich je erlebt habe“, resümiert Monique Voßemer. Dass sie helfen würden, war für die Eheleute Voßemer selbstverständlich. „Cinderella sah so erbärmlich aus, und zeigte gleichzeitig so sehr, dass sie Hilfe benötigt, da haben wir keine Sekunde gezögert.“

  • Kater Wombat suchte sich seine Retter selbst aus
    Kater Wombat © Angelina Hauser

    Angelina Hauser hat Kater Wombat wieder nach Hause gebracht

    Wombat hat sich seine Retter eigentlich selbst ausgesucht. Eines Abends im August begegnete der Kater Angelina Hauser und ihrem Freund. Er folgte dem Paar und wich ihm nicht von der Seite. Angelina Hauser und ihr Begleiter setzten sich schließlich auf den Boden und streichelten das Tier. „Anschließend trafen wir ihn täglich“, berichtet Angelina Hauser. Einige Wochen später folgte Wombat den beiden sogar bis nach Hause und besuchte sie dort jeden Abend. Er war kastriert und machte einen gepflegten Eindruck, daher nahm das Paar an, dass er in der Nähe wohnt. Erst einige Gespräche mit den Nachbarn zeigten, dass Wombat offenbar doch kein Zuhause in der Nachbarschaft hat. Kurzerhand organisierten die Helfer ein Lesegerät und lasen bei nächster Gelegenheit den Transponder des Tieres aus. Die Nummer wurde auf der TASSO-Homepage abgefragt und Angelina Hauser erhielt die Information, dass sie den vermissten Kater Wombat gefunden hat.

    Ein Telefonat mit der TASSO-Notrufzentrale brachte Klarheit: Das Tier wurde zu diesem Zeitpunkt bereits seit vier Jahren vermisst. „Das war wirklich unfassbar“, erinnert sich Angelina Hauser. „Schon eine halbe Stunde später kontaktierte uns Wombats Frauchen Julia Sypke. Sie konnte es selbst kaum glauben und hatte nach so langer Zeit nicht mehr damit gerechnet, dass ihr kleiner Kater noch lebt“, erzählt Wombats Finderin von diesem emotionalen Telefonat. Im Leben von Wombats Halterin hatte sich in der Zwischenzeit einiges verändert: Nicht nur, dass sie umgezogen ist, darüber hinaus leben in ihrem Haushalt mittlerweile auch andere Katzen. Aber das Schicksal wollte offenbar, dass hier alles gut ausgeht –Wombat hat sich den richtigen, engagierten Menschen angeschlossen, er erkannte sein Frauchen trotz der langen Zeit sofort und freundete sich auch zu Hause schnell mit den anderen Katzen an. Und auch der Vermieter stimmte zu, dass noch eine weitere Katze bei Julia Sypke leben darf. Ein rundum gelungenes Happy End und ein schönes Leben mit vielen Katzenfreunden warteten auf den zurückgekehrten Ausreißer.

Jetzt ist Ihre Stimme gefragt!

Wer soll die Goldene Pfote 2017 gewinnen? Die Umfrage ist beendet.
Rita Melzig, die Rüde Luc gefunden hat
Sophia-Antonia Hinners und Olaf Skubacz, die Kater Baghira gefunden haben
Traudl Fasching, die Kater Prinz gefunden hat
Diana Martin, die Rüde Carlo gefunden hat
Monique Voßemer, die Katze Cinderella gefunden hat
Angelina Hauser, die Kater Wombat gefunden hat

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