Einsatz für die Rechte der Tiere

© Claudiu Dumitriu / Alianta pentru Combaterea Abuzurilor
Tierrechtler Claudiu Dumitriu und TASSO-Leiter Philip McCreight bei der Konferenz zum Schutz von Katzen und Hunden in Europa bei der EU-Kommission.

Ausgangssituation
In Rumänien werden selbst die bereits im Tierschutzgesetz verankerten Rechte der Tiere missachtet und mit Füßen getreten, Straßenhunde wie Sondermüll behandelt, Pferde bis zum Zusammenbruch gequält, Zirkusse transportieren exotische Tiere unter katastrophalen Bedingungen, Massentierhaltungen ersetzen die bäuerliche Landwirtschaft etc. Tierethik kollidiert mit den Positionen der verschiedenen Tiernutzer.
 
Ziel
TASSO sieht neben der praktischen Tierschutzarbeit den politischen und rechtlichen Tierschutz als absolute Notwendigkeit an, um langfristig Verbesserungen für Tiere zu erreichen. Tierrechte müssen als Teil einer staatlichen Rechtsordnung etabliert, Tierquälereien verfolgt und zur Anzeige gebracht werden. In Rumänien, wo Tiere immer noch einen niedrigen Stellenwert besitzen, ist oft schon die Anzeigenerstattung ein Problem und bedarf genauester Beweisführung. Verfahren müssen beobachtet und ggfs. Beschwerden eingelegt werden. Ein langer mühsamer Weg.
 
Vorgehen
Seit 2012 finanzierte TASSO Projekte des Tierrechtsvereines Combaterea Abuzurilor. Die Tierrechtler Claudiu Dumitriu und Codrut Feher setzen sich zielstrebig, mutig und sachkundig für die Rechte der Tiere ein. Ihr Aufgabengebiet umfasst Stellungnahmen zu Gesetzen, Prozesse gegen Behörden, die gegen Tierschutzregeln verstoßen, Verhandlungen mit Bürgermeistern und natürlich den Kampf gegen die starke Hundefängermafia in Rumänien. Durch die engagierte Arbeit von Claudiu Dumitriu und Codrut Feher haben die Projekte große Eigendynamik entwickelt. Inzwischen wurde ein eigener Verein gegründet, in dem diese Arbeit eigenständig weitergeführt wird. Wir wünschen www.pau.care (PEOPLE & ANIMALS UNITED) viel Erfolg beim Einsatz für die Rechte der Tiere und bedanken uns an dieser Stelle für die bisherige hervorragende Zusammenarbeit.

Die TV-Journalistin Stefanie Fink hat einen eindringlichen Film über die Zustände in Rumänien und die Arbeit von Claudiu Dumitriu gedreht, um die Öffentlichkeit aufzuklären:



Die englische Version: 


 

 

Bukarest 4. Oktober 2014

Erste Tierrechtskonferenz in der Rechtsfakultät Bukarest

Im Rahmen des Welttierschutztages am 4. Oktober 2014 veranstaltete READC/Rumänien (Verband für den Schutz, die Überwachung und die Rettung von Tieren) in Zusammenarbeit mit TASSO e.V. und der Asociatia Studentilor in Drept (Verband der rumänischen Jurastudenten) eine Preisverleihungsfeier für verschiedene rumänische Verbände und Einzelpersonen, die sich für Tierschutz, Bewusstseinsänderung im Umgang mit Tieren und für neue rechtliche Regelungen in diesem Bereich eingesetzt haben. Ihre Vorträge wurden mit Interesse verfolgt. 

Junge Juristen fangen an, sich mit den Themen Tierschutz und Tierrecht zu beschäftigen. Diese Bewegung muss langfristig gefördert werden, um einen verantwortungsvollen Umgang mit Tieren in der  rumänischen Gesellschaft zu erreichen. „Tierrecht“ ist ein neuer Bereich in der jungen rumänischen  Demokratie und stößt wie alles Neue auf Angst und Zurückhaltung. Es gilt, eine Akzeptanz dafür zu schaffen, damit immer mehr Bürger den Mut finden, sich den Tierschutzaktivisten anzuschließen, Tiermisshandlungen anzuzeigen und für die Rechte der Tiere zu kämpfen. Dies ist angesichts der herrschenden Korruption in Rumänien eine Herausforderung.

Marin Bleidner, Petra Zipp und Claudiu Dumitriu. Foto: Claudiu Dumitriu

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