Arbeitsgemeinschaft „Welpenhandel“

Gemeinsam gegen mafiöse Strukten

Die Beteiligten der AG Welpenhandel © Arbeitsgemeinschaft Welpenhandel
Treffen der AG Welpenhandel mit der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Dr. Maria Flachsbarth.

Die 2010 von TASSO und dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) gegründete Arbeitsgemeinschaft „Welpenhandel“ hat in den vergangenen Jahren tatkräftige Unterstützung bekommen. Gemeinsam ziehen mittlerweile auch das renommierte Hundemagazin dogs, der Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt), VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz, die Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und -therapie (GTVMT), die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) sowie der Deutsche Tierschutzbund e.V. (DTB) an einem Strang gegen mafiöse Strukturen im Welpenhandel.
 
Ziel des Bündnisses ist es, die breite Öffentlichkeit und die Politik auf das zunehmende Problem der europäischen Welpenmafia aufmerksam zu machen, um unabsehbare zukünftige Folgen im Vorfeld abwehren zu können. Im Fokus stehen unseriöse Anbieter, die das Internet nutzen, um die Ware Hund anzupreisen. Viele der Welpen kommen aus Osteuropa. Die dortigen Aufzuchtsbedingungen sind haarsträubend.
 
Weitestgehend bekannt ist die Tatsache, dass die Drehscheibe für den Welpenvertrieb Belgien und die Niederlande sind. Weniger bekannt ist allerdings, dass 80 Prozent der in Belgien und fast genauso viele der in Holland verkauften Hunde aus osteuropäischen Produktionsstätten stammen.
 
Diese Länder bieten sich an, weil beispielsweise in Holland jeder Tierarzt einen ausländischen Hundepass legal in einen holländischen umschreiben kann. So gilt der Welpe dann nicht mehr als Ostimport, sondern als Tier aus Holland und lässt sich besser weiterverkaufen.
 
Es gibt Vermehrungsanstalten, in denen Rassehunde und Mischlinge angeboten werden, die sich am lukrativsten vermarkten. Oft drängen sich viele Hunde auf engstem Raum, in stark verschmutzten Verschlägen. Wurmkuren und Impfungen? Fehlanzeige. Stattdessen gibt es gefälschte Papiere und einen Kleinbus- oder Kofferraum-Transfer nach Deutschland, aber auch in andere europäische Länder wie Frankreich, Italien oder sogar Spanien. Dort wird gekauft. Von Menschen, die Mitleid mit den Elendswelpen haben. Und von Menschen, die einen Rassehund zum Schnäppchenpreis wollen. Meistens bereuen sie diese Entscheidung schnell. Denn rund die Hälfte der Billigtiere ist ernsthaft krank. Hinzu kommen Verhaltensauffälligkeiten, die aus katastrophalen Aufzuchtsbedingungen und mangelnder Sozialisation entstehen. Kommt der Halter nicht klar, was oft passiert, landet der Hund im Tierheim. Das Bündnis rät daher dringend, den billigen Preisen nicht zu erliegen.
 
Auf der Internetplattform der Arbeitsgemeinschaft findet jeder Interessierte eine umfassende Checkliste für den Welpenkauf und alles zu den Hintergründen dieses dunklen Geschäftes.

Weitere Informationen:

Homepage der AG Welpenhandel
Facebook-Seite der AG Welpenhandel

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Ansprechpartner der einzelnen Bündnispartner

TASSO informiert: Animationsfilm im Kampf gegen illegalen Welpenhandel

Anlässlich des Welttierschutztags am 4. Oktober 2014 hat TASSO zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft „Welpenhandel“ einen Animationsfilm veröffentlicht, der vor dem illegalen Welpenhandel warnt. Der Film informiert über die gravierenden Mängel, die bei der Aufzucht und dem Transport der Welpen bestehen.
 
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