Bessere Chancen. Mit TASSO!

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Schönes Weihnachtsgeschenk für TASSO und bmt:
Hoffnung für Rumäniens Hunde

Kurz vor Weihnachten haben die beiden großen Tierschutzorganisationen, TASSO und Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt), Grund zur Freude. Die Ratifizierung des in Rumänien seit Langem geplanten und immer diskutierten Gesetzes PL 912, das die Legalisierung zum Töten aller Straßenhunde vorsieht, ist auf den 11. Januar 2012 verschoben worden. TASSO und der bmt gehen stark davon aus, dass die massiven Proteste aus ganz Europa maßgeblich zu der Entscheidung beigetragen haben.

Die beiden Tierschutzorganisationen danken daher allen Tierfreunden ganz herzlich für diesen phänomenalen Einsatz. 35.476 Proteste sind allein bei TASSO eingegangen! „Das ist ein tolles Ergebnis, mit dem wir nicht gerechnet haben. Wir bleiben aber dennoch dran und werden über die weiteren Entwicklungen berichten",  so Philip McCreight von TASSO e.V.

Außerdem scheinen die jahrelangen Bemühungen um die Straßenhunde  in Brasov, Rumänien, nun endlich den gewünschten Erfolg zu zeigen. Den zähen Verhandlungen von Cristina Lapis' Millions of friends und dem bmt ist es zu verdanken, dass Bürgermeister Scripcaru die Verantwortung für die Straßenhunde seiner Stadt den Tierschützern überlassen hat. In dieser Stadt, in der noch vor Kurzem tausende Hunde in einer Hundefängeranlage gestorben sind, hat die Vernunft gesiegt. Der Bürgermeister hat eingesehen, dass andere Maßnahmen zu hundefreien Straßen führen als Einfangen und Töten. Um den Zustrom auf die Straße zu stoppen, wurde in Brasov die Chip-, Registrierungs- und Kastrationspflicht für Hunde und Katzen eingeführt. Wer sein Tier nicht kastrieren möchte, muss eine Steuer zahlen. Für mittellose Tierhalter stellen der bmt und Millions of friends die kostenlose Kastration sicher. Wenn diese Maßnahme greift, werden wesentlich weniger Tiere auf der Straße sein, und die Situation wird beherrschbar.

Alle Hunde, die überlebt haben, sind aus dem ehemaligen städtischen Tötungslager Brasov/Stupin, das nach zähen Verhandlungen geschlossen werden konnte, ins Tierheim Brasov umgezogen. Einige Hunde leben schon glücklich  in Deutschland in neuen Familien. Insgesamt musste das Tierheim Brasov seit dem 1.8.2011 über 700 Hunde aufnehmen, es platzt aus allen Nähten, und ständig kommen natürlich neue Tiere dazu.

Hier bitten wir wieder alle Tierfreunde um Hilfe – gerade auch für die vielen Junghunde, die den strengen rumänischen Winter in einem Tierheim ohne Heizung nicht überleben würden. Gerne nimmt Petra Zipp vom Bund gegen Missbrauch der Tiere Anfragen zur Vermittlung eines Hundes entgegen: petra.zipp@bmt-tierschutz.de


Das passierte am 22.11.2011:

Schicksal besiegelt: Rumänische Straßenhunde werden getötet - Schnelle Proteste sind die letzte Chance der Hunde

Am Dienstag, den 22.11.2011 entschied die rumänische Abgeordnetenkammer über die seit Monaten von Tierschützern geforderte humane Lösung im Umgang mit den Straßenhunden. Mit 168 zu 111 Stimmen wählten die Abgeordneten jedoch das Töten der Hunde als Lösung des Problems. Dem Beschluss muss jetzt noch der Präsident Traian Basescu zustimmen.  Die Entscheidung hat zur Folge, dass nun jeder Bürgermeister in Rumänien, entscheiden kann, wie er mit den Straßenhunden in seiner Stadt umgeht. Die Folge: Die Ausrottung Hundertausender unschuldiger Hunde im ganzen Land.

Tierschützer in ganz Europa zeigen sich von dem Ergebnis empört und enttäuscht angesichts jahrelanger Bemühungen um eine Lösung ohne Blutvergießen. „Die Entscheidung ist ein wirklich trauriges Ergebnis für einen Mitgliedsstaat der Europäischen Union. Dieses Gesetz wird nicht einmal ansatzweise dazu beitragen, das Streunerhundeproblem tierschutzgerecht und nachhaltig zu lösen“, so Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale.
 
Die einzige Chance, die noch blieb, war ein Protest aller Tierfreunde an den rumänischen Präsidenten Traian Basescu. 35.476 Tierfreunde haben in kürzester Zeit den Straßenhunden Rumäniens ihre Stimme gegeben, damit das Schlimmste verhindert werden kann. Haben Sie vielen herzlichen Dank für Ihre Unterstützung! Wir haben alle Proteste gesammelt und an den rumänischen Präsidenten Traian Basescu übergeben. 

Hier geht es zur aktuellen Pressemeldung von TASSO, bmt und VIER PFOTEN. 



Das passierte vor dem 22.11.2011: 

Anfang April erhielten TASSO und die anderen am Protest beteiligten Tierschutzorganisationen die traurige Nachricht, dass die Fachkommission, die über den zukünftigen Umgang mit Straßenhunden in Rumänien einen Gesetzentwurf vorlegen sollte, für die Euthanasie gestimmt hat: 16 Abgeordnete stimmten dafür, die Entscheidung den einzelnen Städten zu überlassen, wobei feststeht, dass sich die meisten für Euthanasie entscheiden werden. 6 Abgeordnete stimmten für Kastration und das Wiederaussetzen. 8 Abgeordnete nahmen erst gar nicht an der Abstimmung teil.

Nun wird das Parlament erneut über die Vorlage abstimmen. Dies verschiebt sich jedoch wieder und wieder. Wir informieren Sie, sobald es eine Entscheidung gibt. 

All Denjenigen, die dafür gesorgt haben, dass Tausende von Protestbriefen verschickt wurden, und es einen nie da gewesenen Protest gegen ein solches Gesetz gab, sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön gesagt!

März-April 2011:
Am  7. März sollten die Abgeordneten vom rumänischen Oberhaus über den Gesetzesentwurf zur Tötung von Straßenhunden befinden. Aufgrund des großen Protestes vieler Tierschützer wurde aber nur besprochen und danach nicht abgestimmt. Die Gesetzesvorlage wurde an die Fachkommission zur Überarbeitung innerhalb von 3 Wochen zurückgeschickt. 
Diese Entscheidung wurde mit 70 Ja-Stimmen gegen 37 Nein und bei 5 Enthaltungen gefällt und von den Beobachtern auf den Tribünen mit Applaus begrüßt. Viele der anwesenden Tierschützer trugen T-Shirts mit der Aufschrift "Wählt das Leben".


Das passierte vor dem 7.3.2011:

Der Ausschuss für öffentliche Verwaltung in der Abgeordnetenkammer hatte über das rechtliche Vorgehen im Umgang mit streunenden Hunden diskutiert (Projekt PL 912).

Obwohl der Senat von Rumänien der Vorgehensweise „Sterilisation und Zurücksetzen " zugestimmt hatte, haben die Interessenvertreter der Liberal-demokratischen Partei (PD-L) im Ausschusses für öffentliche Verwaltung alles verändert.

Folgende Entscheidung wurde getroffen: Nach 14 Tagen werden die Hunde euthanasiert oder sterilisiert nach der Entscheidung des lokalen Gemeinderates (Rathaus).

Auch wenn von Sterilisation die Rede ist, bedeutet es nicht, die Hunde könnten danach auf die Straßen zurückkehren bzw. dass sie nach der Sterilisation nicht getötet werden.

Auf der anderen Seite wurden die restlichen Artikel / Änderungsvorschläge nicht diskutiert, die Antwort des Präsidenten Sulfina Barbu war: „ sie wurden bereits umgesetzt". Daher war der Vorschlag des Präfekten von Bukarest im Großen und Ganzen rechtswidrig genehmigt.

Der Text ist tendenziös, undemokratisch und verfassungswidrig (keinerlei Kontrolle der Aktivitäten im Hunde-Management durch zivile Gesellschaften/Vereine ist möglich) und die Begründung ist absurd, da behauptet wird, dass die Vertreter der zivilen Gesellschaften - also der Tierschutzorganisationen "keine Rechte / Interessen im Bereich des Managements von streunenden Hunden haben, sondern vielmehr ein Hindernis darstellen und die Tätigkeiten erschwerten".


 







Bitte, wenn Sie Kontakte zu Massenmedien haben, informieren Sie diese über die Situation in Rumänien und zeigen Sie Ihre Missbilligung!

 

 
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