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Schilddrüsenunterfundktion

von Beate H.

Hallo, bei meiner Hündin (8 Monate) wurde eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert. Werte: Thyroxin freies FT4 Ergebnis: 0.6 ng/dl-Normalwert: 0.6-2.1 TSH Ergebnis: 0.45 ng/nl: Hinweis auf primäre Hypothyraose oder kurz vor der Blutentnahme erfolgte Sekretion durch die Hypopfyse... Mit diesem Ergebnis bekommt meine Hünden 2x 400 microgramm Forthyron. Meine Frage: Muss mein Hund jetzt sein Leben lang Schilddrüsenhormone zu sich nehmen oder kann sich so was auch wieder geben?

Antwort von Tierarzt Dr. Christian Bank

Sehr geehrte Frau H., die von Ihnen beschriebenen Werte sind etwas uneinheitlich. Das erniedrigte fT4 spricht tatsächlich für eine gestörte Schilddrüsenfunktion. Allerdings würde man bei einer klassischen Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) einen erhöhten TSH-Wert erwarten. Das TSH wird von der Hirnanhangsdrüse gebildet und stimuliert die Schilddrüse zur Produktion des Schilddrüsenhormons T4. Lässt nun die Leistungsfähigkeit der Schilddrüse nach, wird dies normaler Weise von der Hirnanhangsdrüse registriert und Diese versucht durch vermehrte Ausschüttung von TSH die Schilddrüse zur Produktion des T4 anzuregen. Es gibt jedoch Fälle, in denen die Schilddrüse ausreichend T4 produziert, das T4 aber auf Grund einer Autoimmunerkrankung sofort vom Immunsystem des Körpers abgefangen wird. Um dies abzuklären, kann man versuchen im Blut Thyreoglobinantikörper nachzuweisen. Eine weitere Möglichkeit bestände darin, einen TRH-Stimulationstest durchzuführen, durch den die grundsätzliche Funktionsfähigkeit der Schilddrüse überprüft werden kann. Leider sind dieser Test, bzw. die hierfür benötigten Medikamente recht teuer. Schließlich muß man noch an andere Erkrankungen denken, die ebenfalls die Schilddrüsenfunktion beeinflussen können, ohne daß die Schilddrüse an sich krank ist (man spricht hier von euthyreot kranken Patienten). Hierzu zählen z.B. Infektionskrankheiten aber auch hormonelle Fehlsteuerungen der Nebenniere (Morbus Cushing). Sie sehe, es handelt sich hier um ein hochkomplexes Thema, daß ich in der hier notwendigen Kürze nur unzureichend erklären kann. Lassen Sie sich am Besten von Ihrem Tierarzt die Werte nochmals erläutern und sprechen Sie mit ihm, ob er weitere Diagnostik im konkreten Fall Ihres Hundes für sinnvoll erachtet. Mit freundlichen Grüßen C.Bank

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