Bridge-Trainingsprojekte

Diplomatie unter Menschen zum Wohl der Tiere

Hunde in einem Zwinger © Gudrun Koller
Kastrieren statt töten: Trainingsprojekte sollen Hundeleben retten.

In einem BRIDGE-Trainingsprojekt, das etwa zehn Tage dauert, werden mehr als 200 Straßentiere kastriert. Ein Tierarzt zeigt jungen Tierärzten und Assistenten schonende Techniken bei Operationen. Gudrun Koller ist zuständig für die Infrastruktur des Bridgeprojektes und übernimmt das OP-Management.
 
Darüber hinaus werden etliche Bürger in die Projektstruktur einbezogen. Halter von Kettenhunden oder aber alte Damen, die Straßenkatzen betreuen und für die Projekte einfangen, Leiter und Helfer von Tierschutzorganisationen und viele andere werden dabei in der Infrastruktur eines gelungenen Kastrationsprojektes unterwiesen.

Ziel ist es, den Menschen vor Ort zu vermitteln, wie wichtig es ist, freilebende Tiere zu kastrieren. Das Motto lautet: Kastrieren statt töten. Da Straßentiere in vielen Ländern in den Augen zahlreicher Menschen nicht viel wert sind, ist es wichtig, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass auch die Straßentiere fühlende Lebewesen sind.

Dabei werden Brücken zwischen der Bevölkerung, der Politik, den Behörden einerseits und einem ethisch korrekten Umgang mit Straßentieren in Form von Kastrationsaktionen andererseits gebildet. Die Brücke symbolisiert somit den Weg von einer tierverachtenden Sichtweise zu einer wertschätzenden Haltung gegenüber dem Leben von Tieren. In diesem Sinne führt Gudrun Koller auch Gespräche vor Ort, um die geordnete Identifikation und Kennzeichnung der Straßen- und Haustiere voranzutreiben und mit TASSO zu vernetzen.

Projekte in Kürze

  • Baltikum

    Ausgangssituation

    In vielen Ländern der ehemaligen Sowjetunion werden Straßentiere und der Nachwuchs von Hoftieren als Abfall betrachtet und getötet.

    Ziel

    Ziel des Projektes ist es, auf sanfte Weise nachhaltige Nicht-Tötungs-Strategien im Umgang mit Straßentieren zu vermitteln. Zudem trägt die Arbeit zur Lösung und Entspannung möglicher Konfliktsituationen mit örtlichen Veterinärbehörden bei. Die BRIDGE-Projekte ermöglichen es lettischen/litauischen Behörden, Nicht-Regierungs-Organisationen, Politikern und der Bevölkerung, diesen Weg ohne Kritik und Gesichtsverlust zu gehen.

    Partner

    Gudrun Koller, Ehefrau des derzeitigen österreichischen Generalkonsuls in München, hat in der Amtszeit ihres Mannes als österreichischer Botschafter in Vilnius, Litauen, von 2009 bis 2013 den Tierschutz in Litauen auf- und ausgebaut. Seit sie 2013 nach München umgezogen ist, führt sie ihre Brücken bildenden Trainingsprojekte in Kooperation mit TASSO e.V. durch.

    Erfolg

    Die Nachhaltigkeit der Projekte wird durch großes Medieninteresse vor Ort unterstützt. Internetportale, Radio- und Fernsehsender berichten regelmäßig, zum Beispiel große Online-Plattformen wie delfi, alfa.lt und balsas.tv3.lt sowie die Fernsehsender TV3 und LTV7.
     
    Dies trägt dazu bei, dass tausende Litauer und Letten dafür sensibilisiert werden können, dass Tiere Lebewesen sind, die es zu schützen gilt.
     
    Die tragende Botschaft setzt sich zunehmend durch: kastrieren statt töten! Mehr und mehr Menschen auf dem Land ersäufen Kätzchen nicht mehr im See, begraben Welpen nicht mehr lebendig. ABER: Der Weg ist lang, Projekte müssen regelmäßig durchgeführt werden, um alte Traditionen durch die humanen und nachhaltigen Kastrationsprojekte zu ersetzen.
     
    BRIDGE-Trainingsprojekte sind Hilfe zur Selbsthilfe – nachhaltig und dennoch kostengünstig. Ein BRIDGE-Training, bei dem Gudrun Koller selbst anwesend ist, um die Umsetzung aller Aufgaben zu überwachen und tatkräftig mitzuhelfen, ist nicht teuer, wirkt aber anhaltend für den Tierschutz.

    Projektberichte


    So können Sie helfen!

    Spenden Sie für das Projekt, und unterstützen Sie damit nachhaltigen Tierschutz, der das Umdenken der Bevölkerung im Umgang mit Tieren als wichtigen Grundsatz hat.

    Gudrun Koller und Hund © Gudrun Koller
  • Montenegro

    Ausgangssituation

    Es ist ein Land so groß wie Schleswig-Holstein. Ein Land mit 625.000 Einwohnern, in dem zehntausende Tiere im Elend leben. Straßenhunde sind in Montenegro an der Tagesordnung. Sie werden geschlagen, sich selbst überlassen oder eingefangen. Sie sind krank, hungrig und vermehren sich unkontrolliert.

    In Montenegro ist es von Gesetzes wegen her verboten, Straßenhunde im Tierheim abzugeben. Die „Tierheime“ selbst sammeln zwar streunende Hund und Katzen ein, aber nicht mit dem Zweck, Ihnen Schutz zu bieten oder sie in Familien zu vermitteln. „Vielmehr scheint es sich um Tötungsstationen zu handeln“, vermutet die Tierschützerin Gudrun Koller. Gemeinsam mit TASSO e.V. will Gudrun Koller etwas an diesen grauenvollen Umständen ändern und initiiert daher in Montenegro ein sogenanntes BRIDGE-Projekt.

    Ziel

    • Durch positives Beispiel Meinungs-Umbildung bei Bevölkerung und Behörden: Kastrieren statt Töten
    • Identifikation, Registrierung und Kastration im Sinne einer Kampagne für ‚Responsible Ownership’, Reduktion der vermehrungsfähigen Straßentier-Population
    • Ausbildung von Tierarztstudenten/innen, Tierarztassisten/Innen und Tierärzten/Innen in der in meinen mit TASSO e.V. kooperierten Projekten auch schon bisher gelehrten schonenden Kastrationsmethode
    • Unterweisung von Freiwilligen und mittellosen Tierbesitzern in der Infrastruktur der CNR Bridge Trainings Projekte, um Brücken zu bauen und weite Bevölkerungsanteile zu erreichen (CNR - Catch = fangen von Straßentieren, Neuter = kastrieren, Release = freilassen)
    • Aufbau einer Medien-Präsenz
    • Erreichen eines erhöhten Bewusstheitsgrades bei Bevölkerung, Politik und Medien über das Tier als fühlendes Wesen im Sinne des seit Dezember 2009 geltenden Vertrags von Lissabon  (Artikel 13 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union)
    • Impfaktion als Schutz für Tier und Mensch
    • Folglich Sensibilisierung des EU-Beitrittskandidaten Montenegro für einen humanen Umgang mit Tieren


    Vorgehen

    • Primär auftragsgemäß CNR Bridge Trainings, die in ihrer gesamten Tragweite so wie in Litauen und Lettland bei regelmäßiger Ausführung und Wiederholung nachhaltige Effekte auf allen Ebenen zeitigen.
    • Wenn budgetär möglich, Verhandlungen mit den montenegrinischen Behörden hinsichtlich eines neuen TSG entsprechend den Normen z.B. des derzeit geltenden österreichischen Tierschutzgesetzes, wie es in Litauen im Rahmen einer Tierschutz-Konferenz 2011 auf die politische Agenda kam und schließlich beschlossen wurde.


    Projektberichte


    So können Sie helfen!

    Spenden Sie für das Projekt, und unterstützen Sie damit nachhaltigen Tierschutz, der das Umdenken der Bevölkerung im Umgang mit Tieren als wichtigen Grundsatz hat.

    Kastration einer Katze © Gudrun Koller

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TASSO-Videos

Alles zu den Aufgaben von TASSO in Bildern

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