zurück zur Übersicht Knieverletzung 24.05.2013 von Bettina G. Hallo, vor einem halben Jahr kam mein Kater stark humpelnd heim, wir wissen nicht, was passiert ist. Wir waren daraufhin beim TA, der ein geschwollenes Knie feststellen konnte und eine Zerrung o.Ä. vermutete. Das Humpeln war schnell weg, nur das betroffene rechte Hinterbein spreizte er beim Sitzen noch leicht ab. Auch das wurde besser und verschwand fast vollständig, bis es vor einigen Wochen wieder verstärkt auftrat und nun auch nicht besser wird. Laufen und Springen kann er (fast) vollkommen normal, nur beim Sitzen und Hocken scheint er Schmerzen oder eine Bewegungseinschränkung zu haben. Ein erneuter Tierarztbesuch ergab, dass das Knie immer noch leicht geschwollen und schmerzhaft ist, das Röntgenbild zeigt eine leichte Weichteilschwellung und eine beginnende Arthrose. Die Behandlung erfolgt symptomatisch, hauptsächlich mit homöopathischen Mitteln, brachte aber noch keine Besserung. Gibt es irgendeine Möglichkeit, z.B. durch einen auf Orthopädie spezialisierten Arzt, eine genauere Diagnose zu stellen? Kann man irgendwie feststellen, ob evtl. doch ein Band an- oder abgerissen ist? Wie würden Sie in so einem Fall weiter vorgehen? Ich weiß, dass z.B. ein MRT möglich wäre, was aber leider sehr kostspielig ist und wohl auch nicht immer ein eindeutiges Ergebnis liefert? vielen Dank für Ihre Mühe! Antwort von Tierärztin Dr. Anette Fach Sehr geehrte Frau G., ich würde, wie Sie es bereits angesprochen haben, zu weiterer Diagnostik raten. Das beinhaltet eine Vorstellung bei einem orthopädisch geschulten Tierarzt und evtl. weitere bildgebende Untersuchungen wie ein CT oder MRT. Beides ist beim Tier nur in Narkose durchführbar. Daher würde ich einen Tierarzt wählen, der eine eventuell notwendige Operation ebenfalls durchführen könnte. Alternativ können Sie die Katze für 4-6 Wochen schonen (das bedeutet aber leider Stubenarrest!) und mal ein entzündungshemmendes Medikament für diesen Zeitraum geben. Mir wäre aber in Ihrer Situation die erste Variante sicherer, da man durch die Schonungsvariante Zeit verliert, wenn eine konservative Therapie nicht zum gewünschten Erfolg führt bzw. keine genaue Diagnose vorliegt. Wenn ein Erguß im Gelenk vorliegt, sollte dieser punktiert werden, um eine Infektion auszuschliessen. Dieser bräuchte sonst eine antibiotische Behandlung. Gute Besserung und schöne Grüße Anette Fach
Antwort von Tierärztin Dr. Anette Fach Sehr geehrte Frau G., ich würde, wie Sie es bereits angesprochen haben, zu weiterer Diagnostik raten. Das beinhaltet eine Vorstellung bei einem orthopädisch geschulten Tierarzt und evtl. weitere bildgebende Untersuchungen wie ein CT oder MRT. Beides ist beim Tier nur in Narkose durchführbar. Daher würde ich einen Tierarzt wählen, der eine eventuell notwendige Operation ebenfalls durchführen könnte. Alternativ können Sie die Katze für 4-6 Wochen schonen (das bedeutet aber leider Stubenarrest!) und mal ein entzündungshemmendes Medikament für diesen Zeitraum geben. Mir wäre aber in Ihrer Situation die erste Variante sicherer, da man durch die Schonungsvariante Zeit verliert, wenn eine konservative Therapie nicht zum gewünschten Erfolg führt bzw. keine genaue Diagnose vorliegt. Wenn ein Erguß im Gelenk vorliegt, sollte dieser punktiert werden, um eine Infektion auszuschliessen. Dieser bräuchte sonst eine antibiotische Behandlung. Gute Besserung und schöne Grüße Anette Fach