zurück zur Übersicht Gasthund behalten 22.04.2010 von Regina R. Sehr geehrte Frau Fries, ich habe eine Frage zu unserem Gasthund: er wurde Anfang November beim Azubi meines Mannes abgegeben. Der Besitzer wollte im Ausland (er stammt aus diesem Land) etwas erledigen und sagte, er sei bis Weihnachten zurück. Er hat sich bis Weihnachten nicht gemeldet. Der Betreuer hatte dann kein Futter mehr, kein Geld, um Futter zu kaufen und auch keine Lust mehr, den Hund zu betreuen. Da wir früher schon einen Hund hatten, haben wir den Hund zu uns geholt. Der Azubi hat das okay für die Weitergabe des Hundes vom Besitzer eingeholt. Mitte Januar und Mitte Februar haben wir den Hundebesitzer tel. kontaktiert, um zu erfahren, wann er seinen Hund holt. Beides mal bekamen wir die Auskunft, dass er in ca. 10 Tagen wieder in Deutschland sei und dann sofort den Hund abholt (seine Aussage: "der Hund ist das liebste was ich habe"). Jetzt haben wir den 21. April und der Hundebesitzer hat sich nicht einmal bei uns gemeldet, gefragt wie es dem Hund geht oder gesagt, wann er ihn holen kommt. Wir würden den Hund mittlerweile gerne behalten. Gibt es hierfür eine rechtliche Möglichkeit? Auf eine Antwort von Ihnen freuen wir uns! Foto: © Ann-Kathrin Fries Antwort von Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries Da der Besitzer/Halter immer noch Eigentümer des Hundes ist, kann er darüber –im Rahmen des Tierschutzgesetzes- frei verfügen. Er kann Ihnen den Hund z.B. schenken oder verkaufen. Aus Ihrer Tätigkeit als Pflegestelle haben Sie grundsätzlich einen Anspruch auf Erstattung der notwendigen Kosten. So könnten Sie ihm z.B. auch anbieten, auf die Erstattung dieser Kosten zu verzichten, wenn er Ihnen dafür unentgeltlich den Hund übereignet. Daneben sind jedoch auch noch weitere Varianten denkbar. Welches Vorgehen in Ihrem konkreten Fall sinnvoll ist, lässt sich ohne Kenntnis der gesamten Umstände so pauschal nicht beantworten. Unabhängig davon, sollten Sie jegliche Vereinbarung mit ihm -zu Ihrer eigenen Sicherheit- schriftlich abfassen.
Foto: © Ann-Kathrin Fries Antwort von Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries Da der Besitzer/Halter immer noch Eigentümer des Hundes ist, kann er darüber –im Rahmen des Tierschutzgesetzes- frei verfügen. Er kann Ihnen den Hund z.B. schenken oder verkaufen. Aus Ihrer Tätigkeit als Pflegestelle haben Sie grundsätzlich einen Anspruch auf Erstattung der notwendigen Kosten. So könnten Sie ihm z.B. auch anbieten, auf die Erstattung dieser Kosten zu verzichten, wenn er Ihnen dafür unentgeltlich den Hund übereignet. Daneben sind jedoch auch noch weitere Varianten denkbar. Welches Vorgehen in Ihrem konkreten Fall sinnvoll ist, lässt sich ohne Kenntnis der gesamten Umstände so pauschal nicht beantworten. Unabhängig davon, sollten Sie jegliche Vereinbarung mit ihm -zu Ihrer eigenen Sicherheit- schriftlich abfassen.