Baby im Katzenhaushalt erwartet

Worauf gilt es zu achten, wenn sich Nachwuchs ankündigt

Eine Katze wird von einem Kind gestreichelt. © TASSO e.V.
Der richtige Umgang mit Tieren kann von klein auf trainiert werden.

Katzen sind keine Freunde von Veränderung. Diese lassen sich mit dem Einzug eines Babys allerdings nicht verhindern. Ihre Welt wird Kopf stehen. Ebenso die Welt Ihrer Katze. Damit die Umstellung für sie jedoch möglichst angenehm verläuft, sollten Sie die Zeit bis zur Ankunft Ihres Kindes für einige Vorbereitungen nutzen. Denn grundsätzlich steht dem Zusammenleben von Babys und Katzen nichts im Wege. Je nach Charakter und Lebensumständen der Samtpfote kann es für sie jedoch ungewohnt sein, die Aufmerksamkeit plötzlich mit einem neuen Menschen teilen zu müssen und das Tabu bestimmter Plätze zu akzeptieren. Reinen Wohnungskatzen fällt die Umstellung meist schwerer, weil sie nicht die Abwechslung des Freigangs haben und sehr großen Wert auf die Aufmerksamkeit Ihres Menschen legen.

Regeln vorher einführen

Planen Sie daher vor. Überlegen Sie sich frühzeitig: Welche Regeln gelten jetzt? Welche Regeln gelten in Zukunft? Soll Ihre Katze zum Beispiel zukünftig nicht mehr ins Schlafzimmer? Dann beginnen Sie am besten sofort mit dem Training. Zum einen braucht Erziehung bei Katzen bekanntermaßen oft einen langen Atem, zum anderen vermeiden Sie so, dass Ihre Katze das Schlafzimmerverbot mit der Ankunft des Babys in Verbindung bringt und eifersüchtig reagiert.

Natürlich werden Sie für Ihr Baby einige neue Dinge anschaffen. Babybett, Wickelkommode, Kinderwagen und vieles mehr. Bringen Sie diese Dinge schrittweise in die Wohnung und geben Sie Ihrer Katze Zeit, sich daran zu gewöhnen und sie zu beschnüffeln. Und die leeren Kartons von all diesen Sachen, die schenken Sie am besten gleich Ihrer Samtpfote, dann hat die Anschaffung für sie sogar noch Vorteile. Lassen Sie Ihr Tier aber nicht im Babybettchen schlafen, da dieses mit Einzug des Babys sicherheitshalber tabu sein sollte.

Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Katze

Selbstverständlich verlangt Ihr Baby gerade in der Anfangsphase ganz besonders stark nach Ihrer Aufmerksamkeit. Vergessen Sie darüber aber bitte nicht Ihr Tier. Nehmen Sie sich bewusst Zeit für Streicheleinheiten und Spielrunden, damit sich Ihr Tier nicht zurückgesetzt fühlen muss. Verknüpfen Sie Neues gerne auch mit kleinen Belohnungen.

Hat Ihre Katze ausreichend Rückzugsmöglichkeiten? Spätestens wenn Ihr Kind mit dem Krabbeln beginnt ist es wichtig, dass Ihre Katze sich zurückziehen kann. Am besten kann sie dann auf ein Versteck in etwas erhöhter Position zurückgreifen. Auch für Ihr Kind werden Regeln nun wichtig: Zum Beispiel sollten Kinder die Rückzugsorte der Katzen von Anfang an als tabu akzeptieren. Ebenfalls tabu für die flinken Kinderhände sollte das Katzenklo sein. Außerdem sollten Sie lernen, das Tier mit seinen Bedürfnissen zu respektieren.

Viele werdende Eltern sorgen sich vor allem darüber, wie Katzen auf das Weinen und Schreien von Babys reagieren. Auch hier sind ruhige Orte, an die die Katze sich zurückziehen kann, wieder wichtig. Vielleicht haben Sie ja die Gelegenheit, jemanden aus Ihrem Bekanntenkreis mit seinem Baby einzuladen, damit Sie schon mal sehen können, ob Ihre Katze mit Stress auf Babygeräusche reagiert. Darüber hinaus gibt es auch entsprechende Geräusch-CDs, mit deren Hilfe die Katzen langsam an Babylaute gewöhnt werden soll. Ob dies Wirkung zeigt, ist aber stark vom Einzelfall abhängig.

Wichtig

  • Lassen Sie Ihr Tier nicht mit einem Baby oder Kleinkind alleine!
  • Wenn Sie im Zusammenleben mit Nachwuchs und Katze Probleme haben oder im Vorfeld sehr unsicher sind, holen Sie sich frühzeitig Hilfe. Es gibt zahlreiche Katzenpsychologen, die Sie dabei unterstützen können, das Zusammenleben für alle optimal zu gestalten.


© TASSO e.V.

Toxoplasmose

Angst vor dem Unsichtbaren

Viele Schwangere haben große Angst vor einer Ansteckung mit Toxoplasmose. Gerade Katzen werden in diesem Zusammenhang häufig als Gefahr gebrandmarkt. Dabei helfen wenige Regeln aus, um das Risiko einer Ansteckung zu bannen.

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