Erkältung bei Hund und Katze

So äußert sich die Krankheit bei Haustieren

© Ragna Witte
Kranke Haustiere brauchen auch viel Ruhe.

Aufgrund des wechselhaften Wetters sind wir Menschen häufig im Frühling und Herbst erkältet. Die Nase läuft, der Hals kratzt und der Kopf schmerzt. Oft bedeutet das viel Zeit auf dem Sofa. Unsere Tiere freut es, bedeutet das doch mehr Zeit zum Kuscheln.

Doch können wir unsere Haustiere eigentlich anstecken, wenn wir in diesem Zustand zu nah mit ihnen zusammen sind? Und wie äußert sich eine Erkältung bei Hund und Katze? Die wichtigsten Hinweise haben wir für Sie mit tierärztlicher Beratung zusammengestellt.

Kann ich mein Haustier bei einer Erkältung anstecken?

Oft sind Halter verunsichert, ob Sie mit einer Erkältung trotzdem mit ihrem Vierbeiner kuscheln können. Doch hier kann Entwarnung gegeben werden: Die Ansteckungsgefahr zwischen Mensch und Tier ist bei typischen menschlichen Erkältungssymptomen wie Husten, Schnupfen oder Fieber äußerst gering.

Symptome einer Erkältung bei Hund und Katze

Hunde und Katzen können dennoch Symptome aufweisen, die einer menschlichen Erkältung sehr ähnlich sind, zum Beispiel erhöhte Körpertemperatur und Husten. Dabei kann es sich um einen leichten Infekt handeln, aber auch um eine ernsthafte Erkrankung.

  • Symptome bei Hunden: Schnupfen tritt bei Hunden kaum auf. Wenn die Vierbeiner nicht so gerne fressen, können geschwollene Lymphknoten am Hals oder Schluckbeschwerden ein Grund dafür sein. Lautes bellendes Husten, Niesen und Würgen beim Hund können beispielsweise auf einen sogenannten Virushusten („Zwingerhusten“) hindeuten, der von Hund zu Hund übertragen wird. Bei Verdacht auf diese Infektionskrankheit sollte das betroffene Tier dem Tierarzt vorgestellt werden.

Tierärztliche Zusatzinfo: Gegen diesen ansteckenden Husten kann man sein Tier impfen lassen. Die Impfung wird für Hunde mit viel Kontakt zu anderen Hunden empfohlen. Virushusten ist bei vielen Tierärzten auch Bestandteil der regulären Hundeimpfung. Es entsteht zwar kein vollständiger Schutz vor der Erkrankung, aber die Symptome sind im Erkrankungsfall deutlich milder.

  • Symptome bei Katzen: Entzündungen der Atemwege und Augen bei Katzen sind unter anderem Symptome des Katzenschnupfens und sollten nicht unterschätzt werden. Dieser Krankheitskomplex bei unseren Samtpfoten wird durch verschiedene Erreger hervorgerufen. Katzenschnupfen kann sich zu einer chronischen Erkrankung entwickeln und im schlimmsten Fall auch zum Tod des Tieres führen. Deshalb sollten Katzen mit solchen Symptomen schnellstmöglich dem Tierarzt vorgestellt werden.

Tierärztliche Zusatzinfo: Gegen Katzenschnupfen stehen Kombinationsimpfstoffe zur Verfügung. Allerdings schützen auch diese leider nicht zu 100 Prozent. Ein guter und lang bestehender Schutz entsteht durch eine sorgfältige Grundimmunisierung und wiederholte Nachimpfung der Tiere. Gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StiKo Vet) sollten Katzenwelpen mit der 8., 12. und 16. Woche geimpft werden.

  • Fieber bei Haustieren: Fieber ist ebenfalls eines der Anzeichen für eine Erkältung. Ist Ihr Tier schlapp und teilnahmslos, oder fällt Ihnen vielleicht auch eine Appetitlosigkeit auf, dann greifen Sie lieber zum Fieberthermometer. Normalerweise haben Katzen und Hunde eine Körpertemperatur von etwa 38 bis 39 Grads Celsius. Eine Temperatur von mehr als 39 Grad erfordert auf jeden Fall Ihre Handlung. Die Messung der Körpertemperatur erfolgt rektal.

Wie kann ich meinem Haustier bei einer Erkältung helfen?

Vorab: Ist Ihr Tier krank und kann es andere anstecken, sollten Sie es von anderen Tieren trennen. Ruhe und Entspannung sind nun wichtig. Animieren Sie Ihren kranken Hund oder Ihre Katze nicht zum Spielen. Wie wir Menschen sollten auch kranke Tiere möglichst viel trinken, um die Erreger aus dem Körper zu spülen. Sorgen Sie außerdem für ein angenehm warmes Raumklima.

Auf jeden Fall zum Arzt

Hat Ihr tierischer Liebling eine höhere Temperatur oder ist das Allgemeinbefinden deutlich schlechter, sollten Sie unbedingt zum Tierarzt gehen. Spätestens dann, wenn sich der Zustand Ihres Tieres nach drei Tagen nicht bessert. Generell ist es ratsam, das Tier bei allen Erkältungsanzeichen beim Arzt vorzustellen.

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