Hund richtig sichern

Das können Sie tun, damit Ihr Hund nicht wegläuft

Ein Hund steht an einem Fluss. © Karin Wloka
Ein Sicherheitsgeschirr mit zusätzlichem Gurt bietet besonderen Schutz.

Täglich entlaufen zahlreiche Hunde. Hunde, die frisch adoptiert wurden, entlaufen zum Beispiel häufig bei der Übergabe an die neue Familie oder kurz nach der Ankunft im neuen Zuhause. Die Umgebung ist neu, die Situation anders und die Tiere konnten noch keine Bindung zu ihren neuen Haltern aufbauen. Aber auch bei langjährigen tierischen Begleitern kann es passieren, dass sie zum Beispiel durch ein lautes Geräusch panisch die Flucht ergreifen.

Vor diesem Hintergrund ist es sehr wichtig, dass ein Hund stets richtig gesichert wird. In diesem Artikel finden Sie hilfreiche Tipps, wie Sie Ihren Hund richtig sichern können und ihn so besser vor dem Entlaufen schützen.

Wie kann ich meinen Hund optimal schützen?

Kennzeichnung und Registrierung:
„Man kann ein Tier nicht vor dem Weglaufen schützen. Aber davor, nicht mehr zurückzukommen.“ Dieser von TASSO-Leiter Philip McCreight geprägte Satz begleitet die Mitarbeiter von TASSO tagtäglich. Doch auch wenn ein hundertprozentiger Schutz nicht immer möglich ist, können Tierhalter einiges tun, um das Risiko vor dem Entlaufen möglichst gering zu halten.

Das allerwichtigste ist deshalb die Kennzeichnung und anschließende kostenlose Registrierung bei TASSO. Wenn die individuelle Nummer des Transponders (auch Chip genannt) gemeinsam mit den Daten des Halters bei TASSO registriert wurde, kann ein Hund in der Regel zeitnah nach Hause zurückgebracht werden, wenn er einmal entlaufen sein sollte.

Die TASSO-Plakette:
Der Transponder, den Ihr Hund unter der Haut trägt, kann nur mithilfe eines Transponder-Lesegerätes ausgelesen werden. Zudem empfiehlt es sich, die TASSO-Plakette gut sichtbar am Geschirr oder am Halsband Ihres Hundes anzubringen. So wissen potentielle Finder sofort, dass der entlaufene Vierbeiner in einem Haustierregister registriert ist. Anhand der eingeprägten TASSO-Kenn-Nummer (TKN) ist die Identifizierung des Hundes durch einen Anruf in der TASSO-Notrufzentrale möglich.

GPS-Tracker für Hunde:
Auch ein GPS-Tracker kann neben der wichtigen Registrierung hilfreich bei der Suche nach Ihrem entlaufenen Hund sein. Mit Hilfe des TASSO.Findernetworks haben Halter viele weitere Möglichkeiten, nach ihrem vermissten Tier zu suchen. So können sie zum Beispiel einen GPS-Tracker für Haustiere mit der TASSO-App: Tipp Tapp koppeln. Hier finden Sie weitere Informationen dazu: Transponder und GPS-Tracker bei Hunden

Trainieren Sie den Rückruf mit Ihrem Hund:
Bei allen Sicherheitsmaßnahmen ist es unabdingbar, dass Sie den Rückruf mit Ihrem Hund trainieren. Dies ist unter anderem wichtig, damit Sie Ihr Tier in Gefahrensituationen schützen können. Ermöglichen Sie Ihrem Hund das freie Laufen ohne Leine nur dann, wenn der Rückruf gut trainiert ist und eine gute Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Hund besteht. Kommt Ihr Vierbeiner noch nicht sicher wieder zu Ihnen zurück, bieten sich Schleppleinen an, um Ihrem Hund auch angeleint mehr Bewegungsfreiheit zu ermöglichen.
Auch wenn Ihr Tier gut abrufbar ist, sollten Sie generell wachsam sein. Das gilt besonders im Wald während der Brut- und Setzzeit aber auch, wenn der Hund einen starken Jagdtrieb hat. Lassen Sie zudem beim Spaziergang das Smartphone in der Tasche und schalten Sie an der frischen Luft mit Ihrem Vierbeiner doch einfach mal ein bisschen ab.


Wann muss mein Hund gesichert werden?

Hund im Auto richtig sichern:
Achten Sie darauf, dass Ihr Tier während der Autofahrt ausreichend und richtig gesichert beziehungsweise angeschnallt ist. Dafür eignen sich am besten fest installierte Hundeboxen. Es gibt aber auch entsprechende Sicherheitsgurte für Hunde. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier: Hunde im Auto richtig sichern

Eine oft unterschätzte Gefahr ist das Ein- und Austeigen aus dem Auto: Das gilt besonders für Pausen auf Autobahnraststätten oder bei der Übergabe von Tierschutzhunden. Durch die ungewohnte Umgebung und die nahegelegene Straße ist die Gefahr hier besonders groß. Daher ist es ratsam, Ihren Hund noch im Auto anzuleinen, bevor Sie die Fahrertür oder den Kofferraum öffnen.

Sicher im Haus und Garten:
Achten Sie in Ihren Zuhause darauf, dass Türen geschlossen werden, damit Ihr Hund beim Hinein- oder Hinausgehen nicht entwischt. Wenn Sie einen Garten haben, prüfen Sie, ob dieser auch ausbruchsicher ist und Ihr Hund sich dort gefahrenfrei bewegen kann. Lassen Sie Ihren tierischen Mitbewohner bitte nicht unbeaufsichtigt. Wie Sie Ihren Garten auf die Bedürfnisse Ihres Tieres anpassen können, haben wir für Sie hier zusammengefasst: Tipps und Hinweise für einen hundefreundlichen Garten

Sicher unterwegs bei Spaziergängen:
Es gibt in Deutschland keine allgemeine Leinenpflicht . Leinen Sie Ihren Hund in den ausgewiesenen Gebieten entsprechend an. Sichern Sie auch sogenannte Angsthunde und Tiere, die zur Flucht neigen, stets gut ab, zum Beispiel mit einer doppelten Leine und einem Sicherheitsgeschirr.

Besonders rund um Silvester sind Doppelt- und Dreifachsicherungen sehr empfehlenswert, da wegen der Silvesterböller an diesen Tagen leider jedes Jahr viele Hunde aus Panik entlaufen. Darunter auch solche, die bislang keine große Angst gezeigt haben.

Doppelte Sicherung bei einem Hund. © TASSO e.V.
Die doppelte Sicherung ist eine Möglichkeit, Ihren Hund optimal zu sichern.

Doppelt- und Dreifachsicherung: Möglichkeiten, einen Hund optimal zu sichern

Wie Hunde gesichert werden, hängt vom Charakter und auch der Rasse des Tieres ab. Einige Tiere, wie zum Beispiel Angsthunde, benötigen ein extra Sicherheitsgeschirr. Bei anderen reicht eine einfache Leine aus.

Beim Sicherheitsgeschirr ist ein zusätzlicher Gurt vorhanden. Das verhindert, dass sich Hunde aus dem Geschirr winden können. Einen zusätzlichen Schutz bietet auch die Sicherung mit einer zweiten Leine. Dabei wird die Leine in einem Jogginggurt oder einer weiteren Leine, die Sie sich um den Körper hängen, befestigt. Ihr Hund wird gleichzeitig am Halsband und am Geschirr gesichert. So kann der Vierbeiner auch dann nicht entwischen, wenn Sie die Leine loslassen. Auf diese Weise sollten auch Schleppleinen extra gesichert werden.


Geschirr und Leine: Worauf können Halter beim Kauf achten?

In Fachgeschäften gibt es unzählige Farben, Formen und Materialien. Worauf kommt es beim Kauf eines Halsbandes, Geschirrs und der Leine an? Die wichtigsten Eigenschaften haben wir für Sie aufgelistet.

Das ideale Halsband sollte:

  • nicht zu dicht am Hals sitzen, aber „eng“ genug sein, damit der Kopf nicht „durchflutscht“ (An der tiefsten Stelle, an der das Halsband sitzen soll, sollte noch etwa zwei Finger breit Platz sein)
  • einen stabilen Verschluss haben
  • nicht zu schwer sein
  • nicht drücken oder scheuern
  • anschmiegsam sein

Das ideale Sicherheitsgeschirr:

  • darf den Hund bei Bewegung nicht beeinträchtigen
  • sollte weder drücken, noch reiben oder scheuern
  • Schultern und Achseln genügend Freiraum bieten
  • darf nicht zu locker sitzen und zu groß sein, um ein Herauswinden des Hundes zu vermeiden
  • sollte weich und flexibel sein
  • sollte in der Länge einstellbar sein
  • sollte über eine ausreichende Polsterung verfügen

Welches Halsband oder Sicherheitsgeschirr die richtige Lösung für Ihren Vierbeiner ist, hängt von der Größe und Körpertyp Ihres Hundes ab. Wichtig ist, dass beides gut sitzt und Ihr tierischer Liebling sich darin wohlfühlt. Lassen Sie sich am besten in einem Fachgeschäft beraten und das Geschirr von einem Experten ausmessen.

 

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