Garten für Hunde gestalten

Tipps und Hinweise für einen hundefreundlichen Garten

Hund liegt fröhlich auf der Wiese. (c) Julia Brenner © Julia Brenner

Ob groß oder klein, ein eigener Garten ist ein Platz zum Wohlfühlen und ziemlich praktisch, vor allem für diejenigen, zu deren Familie auch ein Hund gehört. So ist zum Beispiel eine eigene Wiese ideal, dort kann sich der Vierbeiner entspannen, etwas rumschnüffeln und sich ohne Leine austoben. Doch bevor der Hund das sicher und gefahrenfrei tun kann, sollte der Garten hundefreundlich gestaltet und auf die tierischen Bedürfnisse ausgerichtet werden.

Welche Vorteile hat ein für Hunde angepasster Garten?

Eins vorne weg: Ein Garten ist kein Ersatz für ausgiebige Spaziergänge mit dem Hund. Dennoch ist er sehr praktisch und hilfreich, wenn der Vierbeiner sich zum Beispiel im Krankheitsfall zügig erleichtern kann. Außerdem bietet ein Garten einen sicheren Auslauf für Welpen, ängstliche Hunde oder Tiere, die noch alles kennenlernen müssen und mit dem Gassigehen überfordert sind. Zudem kann das Toben und Spielen auch außerhalb der Spazierrunde, einfach nach draußen in den Garten verlagert werden. Besonders im Sommer, wenn das gute Wetter lockt, ist es umso schöner: Entspannte Familienzeit an der frischen Luft – direkt vor der Haustür.

6 Tipps für einen gesicherten Hundegarten

Der Garten ist eine Wohlfühloase und ein Rückzugsort für Mensch und Tier. Doch wie sieht ein hundefreundlicher Garten überhaupt aus und was sollten Tierhalter bedenken? Dazu haben wir die wichtigsten Punkte aufgelistet.

Zuallererst sollte der Garten für den Hund (ausbruchs)sicher sein. Das bedeutet:

  1. Sichere Umzäunung: Außerhalb des Gartens passieren viele interessante Dinge, es gibt spannende Gerüche, denen viele Hunde am liebsten nachgehen würden. Es könnten einige Gefahren lauern, wie zum Beispiel eine vielbefahrene Straße. Daher ist ein Zaun ein Muss, wenn sich der Vierbeiner ohne Leine im Garten frei bewegen darf.
  2. Höhe des Zauns: Der Zaun sollte hoch genug sein, sodass Ihr Vierbeiner nicht einfach darüber springen kann. Je agiler, sportlicher und neugieriger Ihr Hund ist, desto höher kann er springen. Oft wird unterschätzt, wie hoch das beim richtigen Reiz von außen sein kann. Auch sollten keine Gegenstände, wie etwa eine Mülltonne oder ein Komposter in der Nähe des Zaunes stehen, die der Hund als Zwischenstufe zum Überqueren des Zaunes nutzen kann.
  3. Zwischenräume: Achten Sie unbedingt auf die Zwischenräume des Zauns. Passt der Kopf des Tieres zwischen die Latten oder Stangen, dann passt in der Regel auch der Rest des Körpers durch. Im schlimmsten Fall kann der Vierbeiner aber auch steckenbleiben und sich verletzen.
  4. Sichtschutz: Wenn der Hund gerne mal „Alarm“ schlägt und bellt, kann ein Sichtschutz (zum Beispiel durch Hecken, Sichtschutzmatten oder Schilf) Abhilfe schaffen. Dieser könnte auch den Geräuschpegel von außen etwas dämpfen.
  5. Tiefe des Zauns: Buddelt Ihr Tier gerne? Dann sollten Sie den Zaun auch unbedingt nach unten tief genug und gut absichern.
  6. Gartentor: Unsere tierischen Familienmitglieder lernen schnell, wie eine Tür oder ein Gartentor geöffnet wird. Damit sie nicht einfach entwischen, sollten Tür und Tor gut verschlossen sein. Mit einem Türknauf statt einer Türklinke wird dem Hund das eigenständige Öffnen des Tores erschwert. Ein Hinweisschild am Tor informiert Besucher beim Betreten des Gartens, dass sich ein Tier im Garten befindet und die Tür unbedingt geschlossen bleiben sollte.

Reicht nicht auch nur eine Hecke als Zaun? Hunde sind einfallsreich und finden bestimmt eine Lücke in der Hecke, durch die sie durchschlüpfen können, wenn die Verlockung auf der anderen Seite nur groß genug ist. Die beste Kombination ist daher ein Zaun und eine Hecke.

Garten für den Hund gestalten

Was sollte der Garten unserem Hund bieten? Vor allem Spiel, Spaß, Entspannung und Schutz. Mit einigen Tricks können Sie ein richtiges Hundeparadies schaffen.

  • Nutzen Sie einen strapazierfähigen Rasen, der für Toben und Spielen geeignet ist. Lassen Sie sich am besten im Fachmarkt beraten.
  • Wichtig sind genügend Rückzugsplätze für den Vierbeiner. Vor allem im Sommer sollten genügend schattige Orte vorhanden sein. Wenn Ihr Hund es mag, kann auch eine Hütte als Rückzugsort aufgestellt werden. Achten Sie dabei auf die richtige Größe.
  • Ein Wassernapf oder eine andere frische Wasserquelle sollte für Ihren Vierbeiner immer zugänglich sein.
  • Für Hunde, die gerne buddeln und das im Garten auch dürfen, können sogenannte Buddelzonen eingerichtet werden, in denen sie sich nach Lust und Laune austoben können.
  • Wie bereits erwähnt, ersetzt ein Garten keinen Spaziergang. Für Notfälle oder für die letzte Erleichterung vor der Nacht kann im Garten eine Hundetoilette eingerichtet werden. Eine Ecke, die extra dafür da ist, dass Ihr Hund sie für sein Geschäft nutzen kann. Damit Ihr Vierbeiner aber auch genau dieses Gartenstück dafür benutzt, muss natürlich trainiert werden.
  • Lässt es die Größe des Gartens zu, können für mehr Spannung und Abenteuer zum Beispiel ein paar Schleichwege eingebaut werden: Mit Sträuchern und Hecken, durch die der Hund durchlaufen und etwas entdecken und erschnüffeln kann.
  • Mit Hindernissen, die für das Tier sicher sind, kann auch eine Art „Agility-Spielplatz“ gebaut werden.

Gefahren im Garten minimieren

Damit Mensch und Hund ihren Garten genießen können, sollten für unsere neugierigen Spürnasen einige Dinge gesichert beziehungsweise gemieden werden. Dazu zählen zum Beispiel:

Lassen Sie Ihren tierischen Freund trotz aller Sicherheitsvorkehrungen nicht unbeaufsichtigt im Garten und denken Sie für den Fall der Fälle an eine Haftpflichtversicherung sowie an die Registrierung bei TASSO.

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