Balkon katzensicher gestalten

Mehr sichere Freiheit für Wohnungskatzen

Eine rot-weiße Katze entspannt auf dem Balkon. © Pixabay
Es ist von großer Wichtigkeit, einen Balkon katzensicher zu gestalten.

Im Gebüsch vor dem Haus ist jede Menge los. Die Vögel brüten, Insekten schwirren durch die Frühlingsluft und auf dem angrenzenden Baum sind Eichhörnchen unterwegs. All diese Aktivitäten zu beobachten, ist ein großer Spaß für Wohnungskatzen. Doch hinter dem Fenster ist der Ausblick natürlich stark eingeschränkt. Katzenhalter, die in einer Wohnung mit Balkon leben, können das ändern und sollten ihrem Stubentiger nach Möglichkeit Ausflüge nach draußen gestatten.

Da Katzen aber entgegen gängiger Behauptungen keineswegs immer unverletzt auf den Pfoten landen, und weil sie natürlich nicht wirklich über sieben Leben verfügen, ist es sehr wichtig, dass der Balkon gesichert wird. Auch eine Katze, die normalerweise gar kein Interesse am Jagen zeigt, kann verleitet werden, wenn ein Vogel direkt vor ihrer Nase entlangfliegt.

Balkon für die Katze sichern

Mit einfachen Mitteln lässt sich auf dem Balkon ein sicheres Katzenparadies schaffen. Die gängigste Schutzvariante ist ein sicher befestigtes, lückenlos angebrachtes Katzennetz. Achten Sie auf die Maschengröße, je kleiner das Netz, umso weniger bleibt die Katze mit den Krallen hängen. Damit das Netz bei kletterfreudigen Katzen nicht reißt, sollte es nicht zu dünn sein. Nehmen Sie auch Ihr Balkongeländer in Augenschein. Stehen die Gitter- oder Holzstäbe zu weit auseinander, können Katzen durchschlüpfen oder steckenbleiben. Durch einen Sichtschutz kann das verhindert werden.

Nicht nur spezielle Katzennetze oder -gitter sind geeignet, um den Balkon zu sichern. Mit einem Obstbaumnetz, einem Pflanzendrahtgitter oder Rankgitter und Kabelbindern entsteht zum Beispiel ebenfalls schnell ein sicherer Schutz. Eine etwas teurere Anschaffung, die sich jedoch für besonders neugierige Katzen lohnen kann, sind Plexiglasscheiben. Wenn sie so hoch sind, dass die Katze nicht darüber springen kann, bieten sie einen hervorragenden Ausblick.

Bei Mietwohnungen muss vor der Montage der Vermieter zustimmen, sofern dadurch Eingriffe an der Mietsache (zum Beispiel durch Verschraubungen in der Wand) vorgenommen werden oder das Netz eine optische Beeinträchtigung des Gebäudes darstellt. Wer auf seinen eigenen Blick vom Balkon nicht verzichten möchte, sollte sich für ein spezielles transparentes oder ein olivgrünes Katzenschutznetz entscheiden.

Sogar wenn die Höhe eine nur geringe Gefahr darstellt, weil sich die Wohnung im Erdgeschoss oder im ersten Stock befindet: Entwischt die Wohnungskatze, ist sie hilflos auf sich alleine gestellt. Da sie das Leben als Freigänger nicht kennt, kann sie schnell panisch weglaufen und sich verirren. Vor allem die Gefahren durch den Straßenverkehr sind für Wohnungskatzen völlig unbekannte Risiken. Daher sollten auch Stubentiger grundsätzlich mit einem Transponder gekennzeichnet und bei TASSO registriert sein.

Auf dem Balkon Katzenambiente schaffen

Damit sich die Katze auf dem Balkon rundum wohlfühlt, ist natürlich auch die Einrichtung wichtig. Auf einem erhöhten Aussichtsplatz hat Ihr Tier alles im Blick. Mit zusätzlichen Kratzmöglichkeiten kann sich der Stubentiger auch draußen die Krallen wetzen. Ein paar Schattenplätze sind ebenfalls Pflicht – bedenken Sie, dass die Sonne wandert – aber auch einen Sonnenplatz finden viele Katzen toll. Pflanzen sollten natürlich ungiftig und möglichst außerhalb der Reichweite von Katzen sein. Wo es möglich ist, freut sich der Stubentiger sicher über eine Katzenklappe in der Tür, die es ihm ermöglicht, frei zu entscheiden, ob er drinnen oder draußen sein möchte.

Wer die Gelegenheit hat, das Territorium seiner Katze durch den Balkon zu erweitern, sollte diese kleinen Handgriffe unbedingt vornehmen. Für die Katze wird das mit Sicherheit ein großes Vergnügen. Und gemeinsames Sonnenbaden macht ja auch doppelt Spaß!

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