Rund ums Chippen und Tätowieren

Informationen zur Kennzeichnung von Tieren

Chippen versus Taetowierung bei Tieren. © TASSO e.V.
Ein Transponder bietet ein Leben lang Schutz für Ihr Tier.

Für die Kennzeichnung von Tieren gibt es zwei Möglichkeiten: Die unter Narkose stattfindende Tätowierung in die Ohren oder in seltenen Fällen auch in die Schenkelinnenseite des Tieres und das Einsetzen eines Transponders, der umgangssprachlich auch Chip genannt wird. Wir geben Ihnen einen Überblick über die beiden Kennzeichnungsmöglichkeiten und zeigen Ihnen die Unterschiede auf.

Rund um den Chip

Strahlung, Verletzungsgefahr, Datenspeicherung: Es gibt nach wie vor viele offene Fragen zum Thema Transponder. TASSO klärt für Sie die wichtigsten Fragestellungen zu den knapp 12 Millimetern, die unter Umständen das Leben Ihres Tieres retten und es schnell wieder zu Ihnen zurückbringen können.


Verursacht die Injektion Schmerzen?
Das fachkundige Injizieren des Chips beim Tierarzt ist vergleichbar mit einer Impfung. Das Tier spürt allenfalls einen leichten Pikser.

Besteht beim Einsetzen Verletzungsgefahr?
Der Transponder wird so flach unter die Haut in das Gewebe injiziert, sodass keine Nerven, Organe oder Gefäße verletzt werden können.

Kann der Chip​ im Körper des Tieres wandern?
Der Transponder sitzt an der linken Halsseite und verwächst schnell mit dem umliegenden Gewebe. Die Injektionsstelle sollte dennoch in den ersten Tagen in Ruhe gelassen werden. Mit einem Gewicht von deutlich unter 1 Gramm kann sich der Transponder vom Injektionsort im Allgemeinen nicht wegbewegen. 

Gibt der Chip Strahlung ab?
Schon aus technischen Gründen ist es nicht möglich, dass der Transponder Strahlungen abgibt. Die Kupferspule im Transponder wird für Sekundenbruchteile durch harmlose Radiowellen aktiviert, wenn ein Lesegerät in die Nähe kommt, und wirkt dann als Antenne. Er enthält aber weder eine Batterie noch einen Akku oder eine andere eigene Energiequelle.

Ist der Chip krebserregend?
Es gibt nicht eine einzige Studie, die darauf hinweist, dass der Chip Krebs erregen würde. Darüber hinaus haben wir von keinem Halter der über 9,3 Millionen bei uns registrierten Tieren einen Hinweis darauf bekommen. Wird der Chip sach- und fachgerecht implantiert, verursacht er keine Schäden.

Können auf dem Chip Daten gespeichert werden?
Der Chip zeigt beim Ablesen eine 15-stellige Nummer. Weitere Daten sind nicht vorhanden, und das ergibt sich aus einem ganz praktischen Grund: Der Transponder wird vom Hersteller zu Tausenden produziert und an die Tierärzte verkauft. Bei der Herstellung ist völlig offen, welcher Transponder zu welchem Tierarzt kommt oder gar in welches Tier er injiziert wird.

Kann mein Tier durch den Chip geortet werden?
Da der Chip keine eigene Energiequelle hat und selbst aktiv keine Strahlung abgibt, ist eine Ortung nicht möglich.

Wie lange hält der Chip?
Der Chip hält ein Tierleben lang, nutzt sich nicht ab und behindert es in keiner Weise. Auch bei Verletzungen des Tieres wird er nicht in Mitleidenschaft gezogen.


Tätowierung oder Chip: Wofür soll ich mich entscheiden?

Die früher gängige Tätowierung wird heute mehr und mehr durch den Transponder abgelöst. Dabei wird dem Tier mit einer Spritze ein etwa zwölf Millimeter langer und zwei Millimeter breiter Transponder ins Gewebe der linken Halsseite injiziert. Die darauf gespeicherte Nummer wird durch ein eigens dafür hergestelltes Lesegerät, das über den Nacken des Tieres gehalten wird, aktiviert und abgelesen.

Für beide Methoden gibt es Vor- und Nachteile. Die Entscheidung für oder gegen die eine oder andere Methode ist keine Frage von richtig oder falsch. Nachfolgend haben wir Ihnen die wichtigsten Unterschiede zusammengestellt.

Tätowierung

  • Das Tier ist sofort als gekennzeichnet erkennbar, kein Chipauslesen nötig
  • Betäubung aus Tierschutzgründen notwendig
  • Die irritierende Vielfalt der eingestanzten Codes birgt die Gefahr der Dopplungen
  • Die Tätowierungsnummer ist nicht fälschungssicher
  • Die Tätowierungsnummer kann mit der Zeit verblassen und ist dann nicht mehr lesbar
  • Manche Kleintiere sind aufgrund ihrer Größe nicht tätowierbar
  • Seit 2012 ist diese Kennzeichnung bei Reisen in die EU-Länder nicht mehr zulässig

Chip

  • Die Implantierung ist einfach, schnell und ohne Betäubung möglich
  • Fälschungs- und manipulationssicher
  • Hat ein Tierleben lang Bestand
  • Ist im grenzüberschreitenden Reiseverkehr international gültig

Letztendlich kann Ihnen TASSO die Entscheidung, für welche der beiden Kennzeichnungsmethoden Sie sich entscheiden sollen, nicht abnehmen. Deswegen empfehlen wir Ihnen im Vorfeld ein ausführliches Gespräch mit Ihrem Tierarzt zu führen, der auch das Einsetzen des Transponders oder die Tätowierung bei Ihrem Hund oder Ihrer Katze vornimmt. Gerne können Sie auch unseren Flyer zu diesem Thema im Bereich Bestellungen & Downloads herunterladen.

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