„Pelztier“haltung

Verbot zum Schutz von Mensch und Tier notwendig!

Pelze © Fotolia/Ulrike Hammerich
Pelztiere werden häufig auf engstem Raum unter schlechten Bedingungen gehalten und schließlich getötet.

In sogenannten „Pelzfarmen“ leiden Nerze, Füchse, Nutrias, Iltisse, Marderhunde und Chinchillas. Die Tiere leben in unstrukturierten Gitterkäfigen auf engstem Raum direkt über ihren Fäkalien. Sie entwickeln Verhaltensstörungen in der Form von Stereotypien oder Gitterbeißen. Die Fütterung erfolgt zum Teil durch Verteilung von Brei auf den Käfigen, welchen die Tiere durch das Gitter direkt aufnehmen müssen.
 
Bei der als „Pelzernte“ bezeichneten Pelzgewinnung kommen Tötungsmethoden zum Einsatz wie Stromeinwirkung mittels in Mund und After eingeführten Elektroden (Elektrokutionsmethode), Vergasen mit Kohlenmonoxid, Kohlendioxid oder Chloroform oder die Injektion eines tödlichen Stoffes.
 
Mehr Tierschutzanforderungen an die Haltung von Pelztieren in Deutschland sind mit der Dritten Verordnung zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung am 12. Dezember 2006 festgelegt worden. Demnach müssen „Pelztiere“ artgemäß fressen, trinken und ruhen können und über einen gesonderten Rückzugsbereich verfügen. Noch 2015 gab es nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums in Deutschland acht Betriebe, die „Pelztiere“ hielten. Die gesetzlichen Mindestanforderungen an die tierschutzkonforme Unterbringung von sog. Pelztieren sowie das 2017 eingeführte Pelztierhaltungsverbot mit Erlaubnisvorbehalt haben die gewerbliche Haltung dieser Tiere jedoch unrentabel gemacht, sodass in Deutschland seit 2019 keine „Pelztierfarmen“ mehr existieren.

Dennoch stellt die Pelztierhaltung weiterhin weltweit nicht nur ein großes Tierschutz- sondern auch Gesundheitsproblem dar. Denn für den Erreger SARS-CoV-2, der für die pandemisch verlaufende COVID-19-Erkrankung verantwortlich ist, sind auch Nerze empfänglich und bereits infiziert worden. So wurden im November 2020 in Dänemark im Schnellverfahren mehrere Millionen Nerze von 284 Pelztierfarmen getötet, weil einige Tiere bereits mit einer mutierten Variante des Coronavirus infiziert waren.

Wir sind der Meinung, dass es allerhöchste Zeit ist, im Interesse von Mensch und Tier sämtliche sog. Pelztierfarmen für immer zu schließen bzw. zu verbieten. Aus diesem Grund haben wir auch zusammen mit anderen Tier-, Arten-  und Naturschutzorganisationen folgendes Positionspapier mitgezeichnet, dass die EU-weite Schließung von „Pelztierfarmen“ fordert:

Forderungspapier zur Schließung von Pelztierfarmen

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