zurück zur Übersicht Echinacin 15.12.2025 von Sandra T. Darf man einer Katze mit Herpes Echinacin geben oder ist es wirklich kontrproduktiv? Und darf man L LYsin auch geben bei Katzen mit leicht eingeschränkter Nierenfunktion? Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau T. Für pflanzliche Immunstimulanzien wie Echinacea (z. B. Echinacin®) liegen bei Katzen mit felinem Herpesvirus keine belastbaren, kontrollierten Studien zur Wirksamkeit oder Sicherheit vor. Theoretisch kann eine unspezifische Immunstimulation bei viralen Erkrankungen kontraproduktiv sein, da Herpesviren eng mit der Immunantwort interagieren und eine Überaktivierung entzündliche Prozesse verstärken kann. Eine routinemäßige Gabe von Echinacea bei FHV-1 wird daher aus evidenzbasierter Sicht nicht empfohlen. Auch für L-Lysin konnte in neueren Studien kein gesicherter Nutzen bei der Prävention oder Behandlung von Herpesrezidiven bei Katzen gezeigt werden. Zudem gibt es Hinweise, dass L-Lysin das Aminosäuregleichgewicht beeinflussen kann. Bei Katzen mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte L-Lysin daher besonders kritisch gesehen werden, da zusätzliche Aminosäuren theoretisch die renale Stoffwechsellast erhöhen können. Eine Gabe wird bei dieser Patientengruppe nicht empfohlen. Der Fokus sollte auch hier auf Stressreduktion, katzenfreundlichem Management, stabiler Allgemeingesundheit und einer gezielten antiviralen Therapie bei klinischer Symptomatik liegen. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau T. Für pflanzliche Immunstimulanzien wie Echinacea (z. B. Echinacin®) liegen bei Katzen mit felinem Herpesvirus keine belastbaren, kontrollierten Studien zur Wirksamkeit oder Sicherheit vor. Theoretisch kann eine unspezifische Immunstimulation bei viralen Erkrankungen kontraproduktiv sein, da Herpesviren eng mit der Immunantwort interagieren und eine Überaktivierung entzündliche Prozesse verstärken kann. Eine routinemäßige Gabe von Echinacea bei FHV-1 wird daher aus evidenzbasierter Sicht nicht empfohlen. Auch für L-Lysin konnte in neueren Studien kein gesicherter Nutzen bei der Prävention oder Behandlung von Herpesrezidiven bei Katzen gezeigt werden. Zudem gibt es Hinweise, dass L-Lysin das Aminosäuregleichgewicht beeinflussen kann. Bei Katzen mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte L-Lysin daher besonders kritisch gesehen werden, da zusätzliche Aminosäuren theoretisch die renale Stoffwechsellast erhöhen können. Eine Gabe wird bei dieser Patientengruppe nicht empfohlen. Der Fokus sollte auch hier auf Stressreduktion, katzenfreundlichem Management, stabiler Allgemeingesundheit und einer gezielten antiviralen Therapie bei klinischer Symptomatik liegen. Viele Grüße Janina Rohde