zurück zur Übersicht Herpes Zuchtkatze 27.12.2025 von Markus W. Wie viele Katzen, auch aus Zucht, tragen latent Herpes Virus in sich? Stimmt die Aussage 95 Prozent wirklich und dass wenn man eine Herpes freie Katze haben möchte eine aus dem Labor nehmen müsste? Und wie verhält es sich mit Mycoplasmen in der Maulflora/Rachen? Auch fast alle Katzen? Wir möchten einen Katerkumpel zu unserem dazu nehmen daher unsere Frage Danke Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Herr W. Zur felinen Herpesvirus-Infektion (FHV-1) ist wichtig zu wissen, dass dieses Virus nach einer Ansteckung lebenslang im Körper verbleibt und latent sein kann, meist ohne klinische Symptome. Die häufig genannte Aussage, dass „95 Prozent aller Katzen Herpes tragen“, ist wissenschaftlich so nicht belegt. Studien zeigen vielmehr, dass die Verbreitung stark von der Population abhängt: In Mehrkatzenhaushalten, Zuchten oder Tierheimen ist FHV-1 deutlich häufiger als bei einzeln gehaltenen Wohnungskatzen. Viele Katzen infizieren sich im Laufe ihres Lebens, aber eine pauschale Quote von 95 Prozent gilt als überhöht. Eine garantiert „herpesfreie“ Katze gibt es in der Praxis kaum, auch nicht aus der Zucht, da latente Infektionen mit üblichen Tests nicht sicher ausgeschlossen werden können; die Aussage, man müsse dafür „eine Katze aus dem Labor“ nehmen, ist daher nicht realistisch. Mykoplasmen, insbesondere Mycoplasma felis, kommen ebenfalls häufig im Maul- und Rachenraum von Katzen vor. Sie können Bestandteil der normalen Schleimhautflora sein und werden auch bei gesunden Katzen nachgewiesen. Ein positiver Befund bedeutet daher nicht automatisch eine Erkrankung, sondern ist vor allem im Zusammenhang mit klinischen Symptomen relevant. Wenn Sie einen weiteren Kater aufnehmen möchten, ist es sinnvoll, den allgemeinen Gesundheitsstatus, Impfstatus und relevante Infektionskrankheiten gemeinsam mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt zu besprechen. Eine individuelle fachliche Beratung ist dabei entscheidend, da Testergebnisse immer im Gesamtzusammenhang beurteilt werden müssen. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Herr W. Zur felinen Herpesvirus-Infektion (FHV-1) ist wichtig zu wissen, dass dieses Virus nach einer Ansteckung lebenslang im Körper verbleibt und latent sein kann, meist ohne klinische Symptome. Die häufig genannte Aussage, dass „95 Prozent aller Katzen Herpes tragen“, ist wissenschaftlich so nicht belegt. Studien zeigen vielmehr, dass die Verbreitung stark von der Population abhängt: In Mehrkatzenhaushalten, Zuchten oder Tierheimen ist FHV-1 deutlich häufiger als bei einzeln gehaltenen Wohnungskatzen. Viele Katzen infizieren sich im Laufe ihres Lebens, aber eine pauschale Quote von 95 Prozent gilt als überhöht. Eine garantiert „herpesfreie“ Katze gibt es in der Praxis kaum, auch nicht aus der Zucht, da latente Infektionen mit üblichen Tests nicht sicher ausgeschlossen werden können; die Aussage, man müsse dafür „eine Katze aus dem Labor“ nehmen, ist daher nicht realistisch. Mykoplasmen, insbesondere Mycoplasma felis, kommen ebenfalls häufig im Maul- und Rachenraum von Katzen vor. Sie können Bestandteil der normalen Schleimhautflora sein und werden auch bei gesunden Katzen nachgewiesen. Ein positiver Befund bedeutet daher nicht automatisch eine Erkrankung, sondern ist vor allem im Zusammenhang mit klinischen Symptomen relevant. Wenn Sie einen weiteren Kater aufnehmen möchten, ist es sinnvoll, den allgemeinen Gesundheitsstatus, Impfstatus und relevante Infektionskrankheiten gemeinsam mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt zu besprechen. Eine individuelle fachliche Beratung ist dabei entscheidend, da Testergebnisse immer im Gesamtzusammenhang beurteilt werden müssen. Viele Grüße Janina Rohde