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Clostridien

von Gabriele L.

Bei meiner Katze Cony - einem Fundtier, etwa 3 Jahre alt, ca. 4 kg, sterilisiert - wurden wegen starken Durchfalls Clostridien 3.32E08 festgestellt. Nachdem eine erste Behandlung mit einer Gabe von 1 x täglich 250 mg Metrobactin nach 3 Tagen kläglich gescheitert war (die Katze hat die Einnahme einfach verweigert) habe ich zunächst über einen Zeitraum von etwa 2 Monaten versucht, das Problem mit Probiotika, Heilerde (1x am Tag), Flohsamen, Sobamin und Sanofor in den Griff zu bekommen. Zum Teil war der Stuhl temporär normal, gegen Ende der 2 Monate aber wieder ganz wässrig. Ich gebe nun seit 9 Tagen wieder Metrobactin, dieses Mal allerdings in 2 Dosen am Tag im Abstand von 10 - 12 Stunden. Der Stuhl fing nach etwa 6 Tagen an sich zu normalisieren, allerdings habe ich neben einem sehr guten Ergebnis am Tag auch immer noch mindestens 1 weiteres Mal recht weichen Stuhl. Nun meine Fragen, wie lange muss ich Metrobactin gebe? ist es erforderlich das ja nicht ganz ungefährliche Medikament zu geben, bis der Stuhl dauerhaft - und über wie viele Tage? - fest ist, oder kann ich die Behandlung nach 10 oder vielleicht auch 14 Tagen abbrechen und mit dem Aufbau der Darmschleimhaut beginnen? Die Katze bekommt inzwischen auch Dietfutter - hauptsächlich Huhn eventuell mit Reis und Karotten, auf jeden Fall aber mit Futtercellulose - reicht das zur Weiterbehandlung? Ich habe vor allem Angst vor den Nebenwirkungen des Medikaments Metrobactin. ich wäre sehr dankbar für Ihre Einschätzung.

Tierärztin Dr. Anette Fach

Antwort von Tierärztin Dr. Anette Fach

Sehr geehrte Frau L.,
die empfohlene Behandlungsdauer leigt bei 5-7 Tagen. Danach sollte unbedingt über mehrere Monate der Darm wieder mit Prä- und Probiotika sowie einem Fasermix wieder aufgebaut werden. Alternativ zur Metronidazol-Therapien, die die Darmflora sehr lange und nachhaltig schädigen könnte man auch über eine Kottransplantation nachdenken. Diese kann teilweise bereits mit Kapseln verabreicht werden (bei Hunden). Da tut sich aktuell ganz viel mit neuen Therapiemöglichkeiten.
Auch die entsprechende Ernährung (anfangs leicht verdaulich z.B. Hydrolysat- oder hypoallergene Diäten, häufiger kl. Mahlzeiten, was man bei Katzen ja sowieso machen soll. Langfristig moderate Mengen an löslichen Ballaststoffen).
Beste Grüße
Anette Fach

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