zurück zur Übersicht Offene Wunde 30.12.2025 von Gabi S. Mein Dobermann, 6 Jahre alt wurde vor zwei Jahren am Hinterlauf operiert (Talkknoten entfernt). Kurz vor dem Fäden ziehen platzte die Naht auf. Seitdem ist die Stelle (ca. 2cm auf 2cm) nicht mehr verheilt. Wie kann ich ihm helfen? Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau S. Bei einer seit zwei Jahren nicht abheilenden Wunde handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine chronische Wundheilungsstörung. Häufige Ursachen sind dauerhaftes Lecken oder Beknabbern, verbliebenes Fadenmaterial, eine tieferliegende Infektion, ein Fremdkörper oder eine lokale Durchblutungsstörung. Der wichtigste erste Schritt ist konsequenter Leckschutz, da schon kurzes, wiederholtes Lecken jede Heilung verhindert. Ein gut sitzender Leckschutzkragen oder ein geeigneter Body sollte konsequent getragen werden. Da die Naht damals aufgegangen ist und die Stelle seither nicht verheilt, ist eine erneute chirurgische Abklärung sinnvoll, gegebenenfalls mit einer Wundrevision, um mögliches verbliebenes Fadenmaterial oder chronisch entzündetes Gewebe zu entfernen. Zusätzlich sollte geprüft werden, ob Sekretion vorliegt, ob der Hund an der Stelle leckt, ob bereits ein Abstrich mit Antibiogramm erfolgt ist und ob Hinweise auf eine Infektion bestehen. Ergänzend ist eine Abklärung der Schilddrüsenfunktion sinnvoll, da eine Hypothyreose die Wundheilung deutlich verzögern kann. Ohne diese Informationen lässt sich keine gezielte Therapie festlegen. Bitte lassen Sie Ihren Hund hierzu erneut tierärztlich untersuchen, idealerweise mit chirurgischem Schwerpunkt, damit eine individuelle fachliche Abklärung und ein strukturiertes Vorgehen erfolgen können. Auch Allergien und generalisierte Hautprobleme sollten angeschaut werden. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau S. Bei einer seit zwei Jahren nicht abheilenden Wunde handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine chronische Wundheilungsstörung. Häufige Ursachen sind dauerhaftes Lecken oder Beknabbern, verbliebenes Fadenmaterial, eine tieferliegende Infektion, ein Fremdkörper oder eine lokale Durchblutungsstörung. Der wichtigste erste Schritt ist konsequenter Leckschutz, da schon kurzes, wiederholtes Lecken jede Heilung verhindert. Ein gut sitzender Leckschutzkragen oder ein geeigneter Body sollte konsequent getragen werden. Da die Naht damals aufgegangen ist und die Stelle seither nicht verheilt, ist eine erneute chirurgische Abklärung sinnvoll, gegebenenfalls mit einer Wundrevision, um mögliches verbliebenes Fadenmaterial oder chronisch entzündetes Gewebe zu entfernen. Zusätzlich sollte geprüft werden, ob Sekretion vorliegt, ob der Hund an der Stelle leckt, ob bereits ein Abstrich mit Antibiogramm erfolgt ist und ob Hinweise auf eine Infektion bestehen. Ergänzend ist eine Abklärung der Schilddrüsenfunktion sinnvoll, da eine Hypothyreose die Wundheilung deutlich verzögern kann. Ohne diese Informationen lässt sich keine gezielte Therapie festlegen. Bitte lassen Sie Ihren Hund hierzu erneut tierärztlich untersuchen, idealerweise mit chirurgischem Schwerpunkt, damit eine individuelle fachliche Abklärung und ein strukturiertes Vorgehen erfolgen können. Auch Allergien und generalisierte Hautprobleme sollten angeschaut werden. Viele Grüße Janina Rohde