zurück zur Übersicht Katze Tage nach Kastration geschwächt 03.01.2026 von Michael W. Hallo, mein Kater (5 Monate alt) hatte am 31.12.25 seine Kastration. Bis zum 02.01.26 lief alles ganz gut, doch seitdem 02.01 gibt es Probleme, mein Kater isst kaum und trinkt kaum, er musste sich häufiger am 02.01. übergeben, was hingegen mit einer Spritze gegen Übelkeit (beim Tierarzt) wegging. Weiter noch beim Tierarzt fand man heraus das er kein Fieber hat oder sonstiges. Jetzt wirkt er ausgelaugt, müde und nicht aktiv wie zuvor. Davor war er verspielt, hat gut gefressen, etc. Er hat eine Schwester, die sich durch seine OP kaum bis gar nicht verändert hat. Trinken tut er, essen auch, aber nur in kleinen Mengen. Ich mache mir Sorgen das er, was Schlimmeres hat. Muss ich mir Sorgen machen? Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Herr W. Nach einer Kastration können Appetitminderung, Müdigkeit und Übelkeit für ein bis zwei Tage auftreten, insbesondere nach Narkose und Schmerzmedikation. Wenn ein Kater jedoch mehrere Tage deutlich reduziert frisst und trinkt, matt wirkt und sich klar vom Normalverhalten unterscheidet, sollte das ernst genommen und weiter abgeklärt werden. Neben postoperativen Magen-Darm-Reaktionen kommen unter anderem Dehydratation, Elektrolytverschiebungen, Schmerzen, eine Infektion, selten auch Leberreaktionen oder, bei anhaltender Schwäche – eine bislang unerkannte Herz-Kreislauf-Erkrankung in Betracht. Ich würde daher zeitnah eine erneute Untersuchung empfehlen, inklusive Blutuntersuchung (Entzündungswerte, Leber, Niere, Elektrolyte), Kontrolle der Hydration sowie eine kardiologische Abklärung (ggf. Herzultraschall). Katzen kompensieren lange und zeigen Symptome oft erst spät, daher ist Ihre Sorge nachvollziehbar. Bitte stellen Sie Ihren Kater kurzfristig erneut bei Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt vor, um relevante Ursachen sicher auszuschließen und gezielt behandeln zu können. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Herr W. Nach einer Kastration können Appetitminderung, Müdigkeit und Übelkeit für ein bis zwei Tage auftreten, insbesondere nach Narkose und Schmerzmedikation. Wenn ein Kater jedoch mehrere Tage deutlich reduziert frisst und trinkt, matt wirkt und sich klar vom Normalverhalten unterscheidet, sollte das ernst genommen und weiter abgeklärt werden. Neben postoperativen Magen-Darm-Reaktionen kommen unter anderem Dehydratation, Elektrolytverschiebungen, Schmerzen, eine Infektion, selten auch Leberreaktionen oder, bei anhaltender Schwäche – eine bislang unerkannte Herz-Kreislauf-Erkrankung in Betracht. Ich würde daher zeitnah eine erneute Untersuchung empfehlen, inklusive Blutuntersuchung (Entzündungswerte, Leber, Niere, Elektrolyte), Kontrolle der Hydration sowie eine kardiologische Abklärung (ggf. Herzultraschall). Katzen kompensieren lange und zeigen Symptome oft erst spät, daher ist Ihre Sorge nachvollziehbar. Bitte stellen Sie Ihren Kater kurzfristig erneut bei Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt vor, um relevante Ursachen sicher auszuschließen und gezielt behandeln zu können. Viele Grüße Janina Rohde