zurück zur Übersicht Helicobacter 10.01.2026 von Andrea F. Meine Katze erbricht 3-4x pro Woche Es wurde alles untersucht ohne Befund Nun schlägt der Tierarzt einen Test vor um Kot Helicobacter zu untersuchen Wenn es positiv ist muss man behandeln Ist das sinnvoll und wie sieht eine solche Behandlung aus ? Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau F. Chronisches Erbrechen bei Katzen ist ein häufiges, aber diagnostisch anspruchsvolles Problem. Helicobacter-ähnliche Bakterien kommen bei sehr vielen klinisch gesunden Katzen im Magen vor, ohne dass sie zwingend krank machen. Ein Kottest auf Helicobacter ist deshalb nur eingeschränkt aussagekräftig, da er keinen sicheren Rückschluss darauf zulässt, ob die Bakterien tatsächlich Ursache der Symptome sind. Ein positiver Befund bedeutet also nicht automatisch, dass eine Behandlung notwendig oder erfolgversprechend ist. Wenn nach sorgfältiger Abklärung anderer häufiger Ursachen wie Futtermittelunverträglichkeit, chronisch-entzündlicher Darmerkrankung, Parasiten, Stoffwechselerkrankungen oder Schilddrüsenproblemen weiterhin ein begründeter Verdacht auf eine Helicobacter-assoziierte Gastritis besteht, kann in ausgewählten Fällen eine Therapie erwogen werden. Aus tierärztlicher Sicht sollte daher sehr kritisch geprüft werden, ob ein solcher Test und eine anschließende Therapie wirklich sinnvoll sind. Häufig ist ein strukturierter Futterversuch, eine symptomatische Magen-Darm-Therapie oder eine weiterführende Diagnostik zielführender. Bestehen die Symptome trotz Basisabklärung weiter, ist es sinnvoll, eine spezialisierte Internistin oder einen spezialisierten Internisten hinzuzuziehen, um eine zweite fachliche Einschätzung und gegebenenfalls weiterführende Untersuchungen zu erhalten. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau F. Chronisches Erbrechen bei Katzen ist ein häufiges, aber diagnostisch anspruchsvolles Problem. Helicobacter-ähnliche Bakterien kommen bei sehr vielen klinisch gesunden Katzen im Magen vor, ohne dass sie zwingend krank machen. Ein Kottest auf Helicobacter ist deshalb nur eingeschränkt aussagekräftig, da er keinen sicheren Rückschluss darauf zulässt, ob die Bakterien tatsächlich Ursache der Symptome sind. Ein positiver Befund bedeutet also nicht automatisch, dass eine Behandlung notwendig oder erfolgversprechend ist. Wenn nach sorgfältiger Abklärung anderer häufiger Ursachen wie Futtermittelunverträglichkeit, chronisch-entzündlicher Darmerkrankung, Parasiten, Stoffwechselerkrankungen oder Schilddrüsenproblemen weiterhin ein begründeter Verdacht auf eine Helicobacter-assoziierte Gastritis besteht, kann in ausgewählten Fällen eine Therapie erwogen werden. Aus tierärztlicher Sicht sollte daher sehr kritisch geprüft werden, ob ein solcher Test und eine anschließende Therapie wirklich sinnvoll sind. Häufig ist ein strukturierter Futterversuch, eine symptomatische Magen-Darm-Therapie oder eine weiterführende Diagnostik zielführender. Bestehen die Symptome trotz Basisabklärung weiter, ist es sinnvoll, eine spezialisierte Internistin oder einen spezialisierten Internisten hinzuzuziehen, um eine zweite fachliche Einschätzung und gegebenenfalls weiterführende Untersuchungen zu erhalten. Viele Grüße Janina Rohde