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Katze Weihrauch

von Udo L.

Guten Tag meine Freundin hatte schon mal gefragt wegen IBD und Entero Regen Mit Entero Regen ist unsere Katze komplett schubfrei. höchstens einmalig erbrechen Cortison wollen wir auf keinen Fall länger geben da sie auch Herpes in sich trägt und auch wegen Diabetes Gefahr (Übergewicht) Nun habe ich gelesen dass man Weihfauch aber nicht dauerhaft geben sollte Bezieht sich das auch auf Entero Regen? Oder sind da höher dosierte Präperate gemeint mit Weihrauch ob es Studien dazu gibt ob es hilft oder nicht ist uns eigentlich egal da es auf unsere Persönlichen Erfahrungen ankommt und nicht jedes Tier sich nach einer Studie richtet. https://www.vetpharm.uzh.ch/phytodb/0079_pvm.htm Danke nochmals für Ihre Hilfe

Tierärztin Janina Rohde

Antwort von Tierärztin Janina Rohde

Hallo Herr L. 

Wenn Ihre Katze unter "Saluvet EnteroRegén Ergänzungsfuttermittel für Hunde, Katzen und kleine Heimtiere" stabil und nahezu schubfrei ist, spricht das zunächst für eine gute individuelle Verträglichkeit. Das Präparat ist ein Ergänzungsfuttermittel und kein Arzneimittel, die enthaltenen Pflanzenstoffe , darunter auch Weihrauch (Boswellia) – sind im Vergleich zu hoch dosierten phytotherapeutischen Präparaten niedrig dosiert. Die häufige Empfehlung, Weihrauch nicht dauerhaft zu geben, bezieht sich vor allem auf höher dosierte Einzelpräparate oder auf Anwendungen ohne tierärztliche Begleitung, nicht pauschal auf Ergänzungsfuttermittel wie dieses. Aus tiermedizinisch-wissenschaftlicher Sicht gibt es derzeit keine belastbaren Studien bei Katzen,  die einen klaren Nutzen oder ein klar definiertes Risiko einer langfristigen Boswellia-Gabe bei IBD belegen. Entzündungshemmende Effekte sind aus experimentellen Daten und der Humanmedizin bekannt, für Katzen liegen jedoch keine kontrollierten Langzeitstudien vor. Gleichzeitig gibt es aber auch keine gesicherten Hinweise, dass die in EnteroRegen enthaltene Menge Weihrauch bei guter Verträglichkeit schädlich wäre. Wichtig ist, dass EnteroRegen eine unterstützende Maßnahme ist und keine kausale Therapie einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung ersetzt. Auch wenn persönliche Erfahrungen im Alltag verständlicherweise eine große Rolle spielen, sollte der Verlauf regelmäßig tierärztlich kontrolliert werden, da sich eine IBD verändern oder verschlechtern kann. Der Wunsch, Cortison wegen möglicher Nebenwirkungen wie Diabetes oder Herpes-Reaktivierung zu vermeiden, ist gut nachvollziehbar. Dennoch bleibt Cortison das am besten untersuchte Medikament bei feliner IBD und kann – falls nötig – oft niedrig dosiert oder nur schubweise eingesetzt werden.

Viele Grüße
Janina Rohde

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